• Verliebt in Kollegen, er auch in mich - er ist Familienvater

    Hallo, seit drei Monaten befinde ich mich im Rahmen meiner Ausbildung im Praktikum, wo ich vor Ort und von meiner Ausbildungsstätte auch betreut werde. Mein Betreuer am Praktikumsplatz ist 11 Jahre älter als ich, verheiratet und Vater zweier Kinder. Er ist vom Typ her recht locker und dabei auch streng. Wir verstehen uns ganz gut. In den vergangenen…
  • 84 Antworten

    je länger ich hier mitlese, desto mehr verstärkt sich mein eindruck, dass du das alles eher über-interpretierst :)_ alleine dieses beispiel...

    Zitat

    Übrigens hat er in den vergangenen zwei Mails von "unseren Kindern", damit sind eigentlich die gemeint, die wir gemeinsam betreuen...

    ... finde ich sowas von harmlos! ich sage auch ständig zu meinen praktikanten "unser projekt" - weil es eben ein gemeinsames ist.


    vielleicht solltest du dich selber einfach mal - ganz losgelöst davon, was eventuellvielleicht bei ihm da ist - mit deinen eigenen gefühlen auseinander setzen und versuchen die zurück in den kollegialen netten draht zu bekommen. dann strahlst du nämlich genau das auch wieder aus und dann musst du auch nicht um alles herumeiern ;-)

    Zitat

    Wenn du Spielchen und Tricks willst, erzähl halt mal von deinem "neuen Freund in den du unendlich verliebt bist und nur noch Augen für ihn hast" ;-D


    -- mnef

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    Ansonsten: Erzähl von einem imaginären Freund.


    -- Krabbelkäferle

    Ich dachte eigentlich, die Zeiten sind vorbei. ":/


    Mal eine ernst gemeinte Frage: Wo ist da eigentlich die Emanzipation, wenn Frauen anderen Frauen dazu raten, sich bewusst und freiwillig hinter einem imaginären Freund verstecken?


    Denn an anderer Stelle will die emanzipierte Frau, auch wenn sie liiert/ verheiratet ist, ja gerade nicht als "beschützte Person" ihres Freundes/Mannes verstanden werden, sondern als starke, eigenständige Person, die eigene Entscheidungen trifft und keinen protektionistischen Freund braucht.


    Und die Reaktion eines selbstbewussten Herrn ist doch vorhersehbar: "Bring ihn doch zu [beliebigen Anlass einsetzen] mal mit, ich würde ihn gern mal kennenlernen!" Oder: "Wie heißt er denn?"


    Es wäre doch ein Irrglaube, dass Männer sich zurückziehen und ihre Wunden lecken, nur weil eine sympathische Frau in ihrer Umgebung sagt, dass sie einen Freund hat. Männer denken da viel eher in Konkurrenz, Vergleich, vielleicht auch echtem Interesse. Und nicht unbedingt in Flucht und Rückzug, wie es vielleicht manipulativ beabsichtigt war.


    Und der Freund (egal ob erfunden oder real) an sich ändert erstmal gar nichts, während der Arbeitszeit ist der ja nicht da. Es zählt also das aktive Verhalten der Frau an sich, ihre Kommunikation mit den Männern, mit denen sie so ihre Schwierigkeiten hat.

    Zitat

    Wo ist da eigentlich die Emanzipation, wenn Frauen anderen Frauen dazu raten, sich bewusst und freiwillig hinter einem imaginären Freund verstecken?

    Es ist unkompliziert und einfach und man muss sich nicht in unnötig peinliche Situationen begeben. Ein Versuch wärs mir Wert und zu verlieren hat man nix. 8-)


    Und bisher hat noch nie jemand "Ooh bring ihn doch mal mit" oder "Wie heißt er?" gefragt, wenn ich von meinem (allerdings echten) Freund erzählt habe. Das ist unrealistisch, wenn es nicht gerade eine gute Freundin oder sonst wer ist. ;-D


    Und es kann doch was ändern, denn möglicherweise schiebt er sein (falls überhaupt vorhandenes) Interesse beiseite und oftmals erledigt sich sowas dann nach wenigen Wochen, wenn man den Fokus mal davon weggelenkt hat.

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    Mal eine ernst gemeinte Frage: Wo ist da eigentlich die Emanzipation, wenn Frauen anderen Frauen dazu raten, sich bewusst und freiwillig hinter einem imaginären Freund verstecken?

    Es war kein Rat, sondern eine mögliche Notlösung. Ich würde es nicht tun. Aber wenn es jemand nicht über sich bringt, klare aber angemessene Worte zu finden, ist es eine sinnvollere Lösung, als sich ewig mit Unsicherheiten und Grübeleien über die unklaren Fronten zu quälen.


    Mit Emanzipation und "den Frauen" hat das im Übrigen absolut gar nichts zu tun. Ein Kerl kann das genauso einer Frau erzählen, der er nicht allzu direkt einen Korb geben will.

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    Denn an anderer Stelle will die emanzipierte Frau, auch wenn sie liiert/ verheiratet ist, ja gerade nicht als "beschützte Person" ihres Freundes/Mannes verstanden werden, sondern als starke, eigenständige Person, die eigene Entscheidungen trifft und keinen protektionistischen Freund braucht.

    Hä? Wer ist "die emanziperte Frau", ein Stempel? Es gibt solche und solche, diese Schubladen bringen nun wirklich niemanden weiter.


    Um einen "protektionistischen Freund" geht es auch nicht. Meine Güte, sie kann auch erzählen, dass sie lesbisch ist oder asexuell. Du hast den Grundgedanken nicht verstanden, oder?

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    Und die Reaktion eines selbstbewussten Herrn ist doch vorhersehbar: "Bring ihn doch zu [beliebigen Anlass einsetzen] mal mit, ich würde ihn gern mal kennenlernen!" Oder: "Wie heißt er denn?"

    Ja ui, wie schwer händelbar. Ich halte das für sehr abwegig und würde nie auf die Idee kommen, einen Kollegen aufzufordern, Freundin/Freund doch mal mitzubringen!? Sie sind Arbeitskollegen, da gibts nicht laufend irgendwelche "Anlässe. Und sie ist Praktikantin, Verweildauer begrenzt.


    Du verkomplizierst es genauso, wie die TE :-/

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    Es wäre doch ein Irrglaube, dass Männer sich zurückziehen und ihre Wunden lecken, nur weil eine sympathische Frau in ihrer Umgebung sagt, dass sie einen Freund hat. Männer denken da viel eher in Konkurrenz,

    Diese etwas (sorry) peinliche "Boah die hat nen Freund jetzt will ich erstrecht!"-Jagdtrieb Kiste musst du nun wirklich nicht allen Geschlechtsgenossen anhängen.


    Und wennschon: Dann kann sie ihm immernoch direkt werden.

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    Und der Freund (egal ob erfunden oder real) an sich ändert erstmal gar nichts, während der Arbeitszeit ist der ja nicht da

    Es soll Leute geben, für die vergebene grundsätzlich uninteressant sind.


    -


    Nochmal: Ich bevorzuge die direkte Variante. Wer das nicht kann, der muss sich eben irgendwie behelfen.

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    klare aber angemessene Worte

    ... oder aber mögliche "Vibes" komplett zu ignorieren, da klare Worte in dieser Situation auch superpeinlich enden könnten.

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    Ein Versuch wärs mir Wert und zu verlieren hat man nix. 8-)

    Dann ist die eigene Glaubwürdigkeit dir also nix wert? Mir schon. Nun gibt's kleine Lügen und Flunkereien den ganzen Tag über zwischen Menschen, aber an so einem Punkt wäre es für mich etwas Misstrauen erweckendes. Lügt ein anderer Mensch mich in einem wichtigen Punkt bewusst an, sollte diesem das mindestens peinlich sein, denn sonst verallgemeinere ich das Lügen des anderen und dann fehlt die weitere Basis für eine Zusammenarbeit ganz.

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    Und bisher hat noch nie jemand "Ooh bring ihn doch mal mit" oder "Wie heißt er?" gefragt, wenn ich von meinem (allerdings echten) Freund erzählt habe. Das ist unrealistisch, wenn es nicht gerade eine gute Freundin oder sonst wer ist. ;-D

    Es kommt dir nur unrealistisch vor, weil bei dir die Aussage konsistent ist. Bei genevieve24 hingegen wäre sie das nicht.

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    Du verkomplizierst es genauso, wie die TE :-/


    --mnef

    Ich mache nur deutlich, wie Lösungen, die anfangs einfach aussehen, plötzlich nicht mehr so einfach sind. Ehrlichkeit ist hingegen immer einfach. Sie verstrickt sich nicht in Widersprüche.


    Und meine total einfache Lösung hatte ich genannt: genevieve24 wendet sich mit all ihren Gedanken (egal ob das verliebte Gedanken sind, skeptische Gedanken, Angstgedanken, missbilligende Gedanken) 1:1 an den Mann, mit dem sie einen emotionalen Konflikt hat.

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    Diese etwas (sorry) peinliche "Boah die hat nen Freund jetzt will ich erstrecht!"-Jagdtrieb Kiste musst du nun wirklich nicht allen Geschlechtsgenossen anhängen.

    Aus seiner Sicht sieht das ja nicht so jagdtriebig aus, sondern so: "Sie flirtet mit mir rum, sie mag mich, wir verstehen uns prima, arbeiten zusammen, rufen uns auch außerhalb der Arbeit an, berühren uns, lassen so kleines Streicheln zu, verstehen uns immer besser, und keine Ahnung, was der komische Freund da noch soll, der scheint eh abgemeldet zu sein. Vielleicht will sie den eh loswerden und erwähnt ihn deshalb? Soll der doch mal herkommen, und sich anschauen, wie gut seine Freundin und ich uns verstehen."


    Die Logik eines selbstbewussten, verliebten Menschen eben. :-D Ja, egal ob Mann oder Frau. Da will ich gar keine Geschlechter-Klischees mit verbinden.

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    Es soll Leute geben, für die vergebene grundsätzlich uninteressant sind.

    Und es soll Menschen geben, die andere Menschen grundsätzlich als Individuen betrachten - mit ihren freien Entscheidungen und mit deren individuellen Verhalten. Und nicht als halbe Paare oder "vergebene" oder nur in einer Mutterrolle oder Vaterrolle für ihre Kinder.

    Wie würdes du dich fühlen wenn dein mann eine andere trieft .....ich denke beschissen....also ein no go ersrmal wenn er sich von seiner frau getrennt hat dann ist alles erlaubt

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    Ehrlichkeit ist hingegen immer einfach.

    Die sähe dann in etwa so aus:


    "Hi Kollege Xy. Ähm, du, ich habe deine Gespräche belauscht und du scheinst ja total auf mich abzufahren. Ich fand dich auch ganz verlockend, aber mittlerweile finde ich das charakterlich richtig scheiße von dir. Habe kein Interesse, also schmink dir das ab!" - jo, das wirds bringen.

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    sondern so: "Sie flirtet mit mir rum, sie mag mich, wir verstehen uns prima, arbeiten zusammen, rufen uns auch außerhalb der Arbeit an, berühren uns, lassen so kleines Streicheln zu, verstehen uns immer besser, und keine Ahnung, was der komische Freund da noch soll, der scheint eh abgemeldet zu sein. Vielleicht will sie den eh loswerden und erwähnt ihn deshalb? Soll der doch mal herkommen, und sich anschauen, wie gut seine Freundin und ich uns verstehen."

    Naja, realistisch wäre eher so: "Puh, dann habe ich das wohl missdeutet und sie meint ihr Verhalten nicht flirty, sie mag mich, ich bin ja auch n netter Kollege wie die anderen, wir telefonieren nur beruflich (!) ich tippe sie an, wenn ich mit ihr sprechen will (uuuh!)"

    Zitat

    Und es soll Menschen geben, die andere Menschen grundsätzlich als Individuen betrachten - mit ihren freien Entscheidungen und mit deren individuellen Verhalten. Und nicht als halbe Paare oder "vergebene" oder nur in einer Mutterrolle oder Vaterrolle für ihre Kinder.

    Jaja, jetzt kommt wieder die Polykiste. Du weißt genau, wie es gemeint war. Ein Mann der monogam lebend vergeben ist ist für mich als potentieller Liebes- oder Sexpartner absolut uninteressant. Deshalb betrachte ich ihn nicht weniger als Individuum. Finde es nur nicht anziehend und schon gar nicht schmeichelhaft, wenn für mich jemand anderes betrogen wird. Das braucht man gar nicht so verklären und verdrehen (als würde ich jetzt Menschen deshalb nicht als Individuum betrachten, was zum... ;-D)

    Was spricht dagegen, einfach auf eine angemessene Distanz zu gehen? Ein freundschaftlich-kollegiales Verhältnis ist doch völlig okay. Sollte er klare Andeutungen machen, kann man das Thema immer noch ansprechen.

    Hallo,


    ganz kurz auf dem Weg zur Praktikumsstelle: hat sich erledigt, mein Betreuer und ich konnten alles kurz und bündig klären. War gut, es bei passender Gelegenheit nach der Arbeit kurz angesprochen zu haben: mein Eindruck, seiner, klare Verhältnisse schaffen und am Ende drüber lachen ;-)


    Danke für die Rückmeldungen @:)

    Was mich dann doch brennend interessiert: lagst du mit deiner Einschätzung richtig, oder war alles ein Missverständnis deinerseits? :-)

    Er ließ mich wissen, dass die Berührungen zwischen uns für ihn dazu gehören, also dass er halt mit Kollegen so einen Umgang pflegt, je länger er mit ihnen arbeitet. Er war nicht überrascht, als ich ihm sagte, dass mich das irritiert hat und ich mir da so meine Gedanken gemacht hatte. Das sei er gewohnt, dass sich manche daran stören würden und ich sei nicht die erste, die gewisse Schlüsse daraus gezogen hätte. Er würde nichts von mir wollen, weil er verheiratet ist - wäre er das nicht, wäre ich allerdings eine potentielle Partnerin für ihn, seine Worte... es sollte dann auch wohl lustig sein, dass er sagte, er würde sich bei mir melden, falls eines Tages doch die Scheidung ins Haus stünde... Naja.


    Also habe ich in gewisser Hinsicht schon richtig gelegen ;-)


    Allen alles Gute

    Also entweder Krabbelkäfele hat recht, oder der Typ ne kleine Meise.

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    Er war nicht überrascht, als ich ihm sagte, dass mich das irritiert hat

    Aha, der Kerl tut also bewusst Dinge, von denen er weiß, dass sie jemanden irritieren, und wartet dann, ob er drauf angesprochen wird? Was für ein Honk ;-D

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    Er würde nichts von mir wollen

    Ich denke du hast ein Gespräch mitgehört, aus dem das genaue Gegenteil hervorging?

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    weil er verheiratet ist - wäre er das nicht, wäre ich allerdings eine potentielle Partnerin für ihn, seine Worte...

    Auch etwas gaga, jemanden, den man allenfalls nett und attraktiv finden kann (genauer kennt ihr euch ja nicht, auch nicht privat), schon als potentielle Partnerin zu sehen.

    Zitat

    es sollte dann auch wohl lustig sein, dass er sagte, er würde sich bei mir melden, falls eines Tages doch die Scheidung ins Haus stünde... Naja.

    Ein echter Clown...