• Verliebt in meinen Kollegen

    Hallo Ihr Lieben da draußen, ich muss jetzt meine quälenden Gedanken hier loswerden und hoffe, dass Ihr mir Tipps, Ratschläge und Meinungen gebt. Ach, eigentlich weiß ich doch, dass das, was gerade beginnt das größte No-Go ist. Ich weiß auch überhaupt nicht, wie es anfangen konnte. Ich habe seit 8 Monaten einen neuen Arbeitskollegen. Wir arbeiten den…
  • 65 Antworten

    Hallo CoteSauvage,


    naja, z.B. ist er in gewisser Weise hinterhältig. Er beobachtet Menschen und eben auch mich erst sehr lange ganz genau, hat scheinbar eine große Menschenkenntnis und konfrontiert dann jene Menschen mit seinen Erkenntnissen. Also mir sagte er ganz direkt, dass ich unfähig bin sehr selbstbewusst aufzutreten und nicht in der Lage wäre Kollegen anzuleiten, nicht streng genug sei. Das schlimme ist, dass er, wenn ich genau in mich reinhöre, Recht hat. Aber ich könnte nicht damit leben immer und ständig den Spiegel vorgehalten zu kriegen. Ich habe mir mühevoll mein Selbstbewußtsein wieder aufgebaut nach dieser katastrophalen Ehe und er kommt und sagt mir direkt, dass das nix geworden ist...


    Leider hat das noch nicht dazu geführt, dass meine Gefühle für ihn abgeflaut sind. Oder auch legt er eine gewisse Arroganz an den Tag, die aber immernoch nett wirkt, also eigentlich sehr hinterhältig das bekommt was er will. Damit könnte ich nicht ewig leben, würde mich irgendwann nerven.


    Wegen Deiner 2. Frage – ich denke ich will es , weil der Reiz so groß ist und ich es ausprobieren will. Ich weiß ja nicht was es mit mir macht. Im Moment denke ich, dass ich "nur" seinen männlichen Körper will. Das klingt jetzt plump – ist aber so. Keine Ahnung ob ich in der Lage bin, meinen Körper von meinem Geist zu trennen. Aber soll ich aus Vernunftgründen diese Erfahrung nicht machen?

    Zitat

    ich könnte nicht damit leben immer und ständig den Spiegel vorgehalten zu kriegen.

    Und wo siehst du in dem Punkt den Unterschied, ob du reine Kollegin bleibst, Geliebte wirst oder eine "richtige" Beziehung mit ihm anfängst?


    Bildest du dir jetzt ein, dass du ihn nur (rum)kriegen willst – weil das ja eine nette Herausforderung in Bezug auf so einen analytischen und arroganten Mann ist – und es dann gut ist?

    Zitat

    Aber soll ich aus Vernunftgründen diese Erfahrung nicht machen?

    Ich bin die Letzte, die Ratschläge erteilt, die nach meiner Lebenserfahrung nicht befolgt werden ;-) Ich denke, du willst diese Erfahrung machen, und wenn er es zulässt (was ich für nicht unwahrscheinlich halte), dann wirst du sie machen.

    als reine Kollegin könnte ich vermeiden so persönliche Gespräche weiter zu führen, als Geliebte könnte ich es eventuell als Spaß abtun und auf anderes den Fokus legen , aber als echte Beziehung könnte ich es nicht akzeptieren – es würde in mir zu Unwohlsein führen und dann ginge die Beziehung nicht gut.


    Ja, ich denke auch, ich will diese Erfahrung machen. Ob es überhaupt weiter geht – keine Ahnung. Und ich glaube ich bin erwachsen genug auch mit einer Enttäuschung umzugehen, wäre nicht die erste. Ich gehe nicht unbedingt von Erfolgen aus, ich lass es laufen...


    Danke für Deine Gedanken.

    Ich denke es ist eine Frage der Erwartungen. Gehen deine Bedürfnisse und Sehnsüchte in Richtung feste, stabile, neue Partnerschaft? Oder geht es eher darum, das Gefühl von Begehren auszukosten, auszuleben? Natürlich gibt es nicht nur das eine oder das andere, aber es könnte helfen, wenn du dir darüber klar wirst, was du dir mit diesem Mann vorstellst.


    Mir kommt es schon so vor, als ob du innerlich den Boden bereitest, dich auf eine Erfahrung mit ihm einzulassen. Auch wenn es eine ambivalente Situation ist, scheint letztlich doch der Pol der Neugierde größer und stärker zu sein. Du musst nur bedenken, wo die Grenzen und schmerzlichen Momente dieser Erfahrung liegen könnten und bereit sein, diesen Preis zu bezahlen, nämlich Schmerz und Begrenzung. Was tatsächlich passieren wird, weiß letztlich aber niemand. ;-)

    So leid es mir tut, das schreiben zu müssen, aber die Spinne hat ihr Netz gesponnen und die kleine Fliege klebt nun in der Ecke und wartet quasi drauf, erlegt zu werden ...


    Was genau möchtest DU? Einen One Night Stand, der womöglich schrecklich ist?


    Die heimliche Geliebte neben Frau und Kind, du kannst jederzeit fallen gelassen werden?


    Da solche Geschichten auf einer Arbeitstelle NIE geheim bleiben, als die, die man mal eben für ne Nacht rumkriegt, da zu stehen?!!?


    Süße, hol deine Hormone mal wieder ins Körbchen, beschäftige dich mit dir selber, geh mit Freunden aus, leb dein Leben, aber tu dir das nicht an! Das wird nix, egal von welcher Seite aus betrachtet! Flirtet von mir aus weiter, sowas macht den Arbeitstag ja spannender, aber lass es niemals, NIE NIE NIE weitergehen! ]:D

    hm, und da dachte ich, ich weiß was ich will... ":/


    Ich spiele in Gedanken momentan natürlich nur den Fall des Ganzen durch – den Hormonen sei Dank (oder auch nicht).


    Der Gedanke an Schmerz und Begrenzung kam mir auch, aber den habe ich nicht so ausgeschmückt wie den anderen. Kann ich damit leben? Will ich mir jetzt Gedanken darüber machen?

    @ Draculana

    Spielverderberin ;-) ja, das Netz ist fertig... und ja, ein ONS ist gedanklich durchgespielt, aber mal darüber zu grübeln, dass der auch schrecklich sein kann... ne. Aber Du hast Recht. Was ist wenn die Realität total enttäuschend ist?


    Mit der heimlichen Geliebten, die fallen gelassen werden kann, habe ich mich auseinandergesetzt – ok.


    Aber ganz ehrlich, habe den Gedanken an die Kollegen verdrängt. Falls die bis jetzt noch nichts bemerkt haben, werden sie es aber sicher irgendwann. Das weiß ich, weil einfach anhimmelnde Blicke anders sind als kollegial freundlicher Augenkontakt.


    Ja, der Tatsache muss ich ins Auge blicken, dass ich mich unmöglich mache, falls ein ONS raus kommt. Bis jetzt bin ich relativ beliebt bei den Kollegen und stehe auf Augenhöhe. Ich habe fast nur männliche Kollegen. Ich werde respektiert und wertgeschätzt.


    Ok, ok ich versuche meine Hormone zu bändigen. Denn alles könnte ich ertragen, aber nicht, von den Kollegen einen Spießrutenlauf und Abwertung zu erfahren. Ne, das ist es mir dann auch nicht wert.


    Aber bissl flirten kann ich mir nicht verkneifen. ]:D es macht zu sehr Spaß...


    Danke, dass Ihr mir hier die Krone zurechtrückt. :)_

    Zitat

    weil einfach anhimmelnde Blicke anders sind als kollegial freundlicher Augenkontakt.

    Dann lass(t) die anhimmelnden Blicke im Beisein der Kollegen halt %-|

    Zitat

    Danke, dass Ihr mir hier die Krone zurechtrückt. :)_

    Da ist gar nichts zurechtgerückt. Du wirst mit ihm weiter flirten, und wenn er drauf eingeht, landet ihr im Bett. Sei dir darüber im Klaren.

    jaaa, Du wirst Recht haben, keine Ahnung.


    Mit Krone zurechtrücken meinte ich eher, dass ich angeregt werde weiter zu denken, nicht nur in meiner momentanen Hormonsuppe schwimme ohne über den Schüsselrand zu schauen.


    Und nochmal, Du wirst Recht haben. Wenn wir so weiter machen und er es trotz fester Familienstruktur will, dann endet es vermutlich so...


    Bald werden wir uns aus Uraubsgründen mehr als 3 Wochen nicht sehen. Vielleicht kühlt es etwas ab? Vielleicht kann er im Urlaub einen neuen Frühling mit seiner Frau erleben und fährt bei mir alles wieder runter?


    Null Ahnung was weiter passiert. Mein Vernunft-Ich wird massiv vom Bedürfnisse-ausleben-Ich bedrängt. Die zwei sitzen wie Teufelchen und Engelchen auf den Schultern meines Realitäts-Ich's. ... %-| %-|

    Ihr Lieben, auch auf die Gefahr hin, dass sich keiner mehr an meine Geschichte erinnern kann, möchte ich gern diesen Strang weiter führen, da ich die Geschichte weiter schreiben möchte / muss.


    Leider habe ich momentan wirkich niemanden, mit dem ich das diskutieren kann, aber ich brauche einfach mal einen oder mehrere Blicke von Außen.


    Ich schließe an das Geschriebene an und wenn Fragen auftauchen, beantworte ich gern alle.


    Es endete hier im Juli 2014 damit, dass er in den Urlaub fuhr und wir uns mehrere Wochen nicht sahen. Meine Hoffnung, dass er sich in der Zeit wieder mehr seiner Frau zuwendet, erfüllte sich nicht. Wir schrieben uns regelmäßig in der Zeit, in der wir uns nicht sahen. Es waren höchst anturnende Emails, verbal-erotisch... Und es kam wie es kommen musste, wie einige, nein alle hier profezeiten - das Flirten und das Verlangen steigerte sich, die Vernunft setzte aus und wir trafen uns nach der Urlaubszeit privat. Ich bin nicht stolz darauf und finde es jetzt völlig unmöglich, aber wir landeten dann doch im Bett...


    Es begann eine Affäre. Ich weiß, ich wurde hier gewarnt und es wurde vorhergesagt und ich habe es wahrscheinlich einfach auch billigend in Kauf genommen.


    Die Zeit der Affäre wurde sehr anstrengend, obwohl alles ziemlich einfach ging. Es war so leicht mit ihm, der Sex war toll, das gemeinsame Arbeiten und selbst die Heimlichtuerei auf Arbeit waren prickelnd und wir genossen einfach diese "Leichtigkeit des Seins, des Geschenden".


    Wir einigten uns auf eine halbjährliche Probezeit. Er war fest der Meinung, dass er mich will und mit mir zusammen leben will. Er weihte seine Lieblingstochter (27) ein, wir trafen sie und sie erzählte mir, dass sie ihren Papa ewig nicht so glücklich gesehen hat. Sie bestärkte ihn darin, an sich zu denken und seinen Weg zu gehen. Scheinbar lief es in seiner 30jährigen Ehe nur noch schlecht.


    Ab und zu gab es Momente, mit denen ich nicht klar kam. Er konnte es nicht wissen, aber durch meine vorherige schlimme Ehe war ich und bin ich vermutlich noch immer nicht geheilt, meine Psyche hat da Narben und die brechen bei Triggermomenten auf. Ich habe versucht, ihm das zu erklären, aber ich denke, er versteht es nicht, wie auch.


    Immer öfter grummelte in meinem Inneren das Unwohlsein, aber nie so stark, dass ich die Reißleine gezogen hätte. Es war alles so schön und es war so leicht...und ich sehnte mich so nach Zuwendung und Vertrautheit...


    Ich kann jetzt nicht alles schreiben was einzeln in den 1,5 jahren passiert ist gefühlsmäßig. Nur die wichtigen Punkte noch und mein momentanes Problem.


    Jedenfalls nach dem halben Jahr "Probe" (jetzt weiß ich dass das viel zuwenig und unter falschen Bedingungen statfand) kamen wir zu dem Schluss, dass wir zusammen leben wollen.


    Jetzt hing es an ihm, zu Hause klar Schiff zu machen und sich zu mir zu bekennen. Das zog sich in die Länge und es passierte nichts. Er verschwieg und verheimlichte mich, redete sich raus und es schien, als wartete er auf irgendwas. Und das passierte dann auch. Seine Frau erkannte endlich, dass er fremd ging und nach einigem Hin und Her, Auf und Ab und viel Angst und wie ich jetzt erkenne Feigheit bei ihm, kam es dazu, dass sie ohne zu kämpfen auszog.


    Die Wohnung wurde durch ihren Antrieb gekündigt, weil eh zu groß, er kann sie finanziell nicht allein halten. In den letzten Monaten habe ich noch finanziell ihm unter die Arme gegriffen. Jetzt standen wir oder besser er vor einer Entscheidung wie es weiter geht - wo soll er hin.


    Ich schäme mich ... ich war so blind... ich wollte ihn so sehr. Zu gleichem Zeitpunkt war mein Sohn, mit dem ich zusammen in einer kleinen Wohnung wohnte, so weit, dass er mit seiner Freundin zusammen ziehen wollte. Beide sind noch in der Ausbildung und bekamen nur Absagen bei der Wohnugssuche. Ich rühme mich nicht damit, aber mir kam die Idee, dass die beiden in meiner Wohnung bleiben und ich mit meiner Affäre in eine neue Wohnung ziehe, 2 Fliegen mit einer Klappe geschlagen!


    Ab da veränderte sich schleichend alles. Unser beider Umzug in eine Wohnung gestaltete sich schwierig, nervenaufreibend und stressig. Ich bin bis an die Grenzen meiner physischen Kraft gegangen. Und immer noch mal finanziell - Grenze. Emotional - Grenze.


    Seit dem Umzug, der sich ein Viertel Jaht hinzog, hat sich viel verändert. Ich merke, er ist nicht zufrieden, ich bin nicht glücklich und jetzt sind wir darin gefangen. Wir wohnen seit 1. Oktober zusammen.


    Seine Aufmerksamkeiten ließen nach, er wurde immer weniger zärtlich, kaum mal kommt von ihm eine Geste, an der ich spüre, dass er mich noch mag. Ab und an ist alles so schön wie anfänglich, aber sehr selten. Ich mag nicht, wie ich dem Vertrautheitsgefühl hinterher hächel, wie ich um Aufmerksamkeit "bettel", wie ich einseitig ihm meine Zuneigung zeige... Wenn er Sex möchte, wendet er sich mir zu. Ich fühle mich nicht gut damit.


    Wir haben auch schon drüber gesprochen, aber das ist schwierig geworden, er mag nicht reden über "Sowas", dann bekommt er Herzprobleme...Aber es kam schon zur Sprache, dass wir beide nicht zufrieden sind mit der Situation.Zu einer Lösung kamen wir noch nicht, Gespräche verliefen im Sande, brachen ab aufgrund Sprachlosigkeit und "Keine-Ahnung-wie-es-weiter-geht".


    Hinzu kommt dass er regelmäßig mit seiner Frau Kontakt hat. Sie hat ihn mehrfach telefonisch kontaktiert, will irgendwas, dass er tut, er ist so gutmütig und sagt immer, sie hätten sich ja im Guten getrennt, er kann sie nicht einfach hängen lassen und tut alles, was sie sagt. Anfänglich habe ich das jeweils von ihm erzählt bekommen und rausgequetscht. habe ihm mein Unverständnis darüber und mein Unwohlsein damit zu verstehen gegeben. Mit dieser Konfrontation konnte er nicht umgehen.


    Seit dem läuft alles nur noch heimlich. Ich weiß, dass er weiter Kontakt mit ihr hat, dass er auch ab und an hin fährt und Dinge erledigt. Er erzählt nichts mehr um dem Konflikt aus dem Weg zu gehen. Dabei belügt er mich aber. Ich weiß, dass er perfekt lügen kann. In der Zeit vor unserem Umzug hatte er mich auch schon einmal belogen und es irgendwann zugegeben.


    Dieser Stachel sitzt und hängt wie ein Damoklesschwert über mir. Ich rühme mich nicht damit und man tut es einfach auch nicht. Aber ich habe SMS von ihm gelesen. :-X :(v


    Seine Familie kenne ich noch nicht. Er geht bisher zu allen Treffen und Feiern allein. Heute ist Treffen mit Geschwistern und Kindern bei seiner Mutter. Vor Tagen fragte ich ihn mal, ob seine Frau da auch kommt - er verneinte. Aber jetzt weiß ich, dass er zu ihr gefahren ist. Ob sie zusammen zu seiner Mutter fuhren oder ob er den Tag bei ihr verbringt, weiß ich nicht.... der Stachel sitzt.


    Jetzt weiß ich nicht, was ich tun soll. Er war beim Abschied ganz normal, es war mal wieder eine "gute" Zeit. Er zeigte Zuneigung, küsste mich zum Abschied und es war ok.


    Und dazu kommt, dass ich in der Zeit des Zusammenlebens erkennen muss, dass unser beider Leben nicht kompatibel sind, falls Ihr wisst was ich meine. Es stellt sich heraus, dass ich ein anderes Leben lebe als er. Wir haben zwar gemeinsame interessen und bei einigen Dingen verstehen wir uns gut, aber die Grundlegenden Sachen passen nicht. Ich bin einfach anders als er. Aber ich ertappe mich dabei, wie ich so langsam mein Leben seinem anpasse, das sind so alte Muster aus meiner Ehe, die jetzt wieder greifen. Das wollte ich nie wieder. Ich rutsche automatisch in den Ehemodus, dem ich entflohen bin. Er ist nicht so wie mein Ex, eher das ganze Gegenteil, aber es gibt so Strukturen im Zusammenleben, die sich gleichen. Nein, wohl fühle ich mich nicht.


    Jetzt ist mein Problem, dass so langsam die Gewohnheit zuschlägt, wenn wir unsere Problemchen verschwigen , beiseite schieben, lebt es sich ganz gut zusammen, aber eben oberflächlich. Und ein großer Punkt ist, wir sind rein körperlich, sexuell sehr kompatibel. Ich begehre ihn /seinen Körper wie am ersten Tag. Der Sex ist schön und führt uns immer wieder zusammen und über unser Unwohlsein reden wir nicht mehr.


    Ich bin sehr ambivalent. Soll ich gehen, soll ich bleiben? Wenn ich gedanklich durchspiele zu gehen, kommt in mir so ein Mitleid auf mit ihm. Er ist aus seiner gewohnten Umgebung/ Ehe rausgerissen worden (ich glaube nicht, dass er gegangen wäre, hätte das nicht seine Frau getan), er möchte nicht allein alt werden und ich fühle mich nun schuldig. Er kann glaube ich, nicht allein leben, er sehnt sich auch nach Zuneigung... keine Ahnung, er tut mir so leid, ich kann ihn doch jetzt nicht allein lassen. Ich fühle mich auch schuldig, weil er es finanziell vermutlich auch nicht allein schaffen würde. Ach, ich weiß nicht, wie ich ausdrücken soll, was gerade für ein Zwist in mir ist. Es ist ja oft auch schön mit ihm, soll ich wieder allein sein? Andererseits möchte ich gern wieder mein Leben leben, es entgleitet mir langsam, ich richte mich oft nach ihm... er tut mir Leid ... ich fühle mich verantwortlich...ich weiß nicht, ob ich mich körperlich von ihm lösen kann?


    Wie komme ich zu einer Entscheidung? Was soll ich jetzt tun?


    Hoffentlich hat jemand bis zum Ende mitgelesen? Es ist zuviel geworden, aber wie gesagt, ich habe gerade einfach niiiiemanden, dem ich das erzählen kann.


    Danke für vielleicht ein paar Worte?


    viele Grüße an Alle.

    karfield


    Du wirst vermutlich nicht gern lesen, was ich Dir in den nächsten Zeilen schreibe werde. Aber ihr zwei habt den Spagat aus einer abenteuerlichen heimlichen Zweitbeziehung in einen gemeinsamen Alltag nicht bewältigen können.


    In Deiner Ratio weißt Du das längst, Du fühlst es immer wieder, dass Du diesen Mann weder ganz in den Anfängen für Dich hattest, noch das es jetzt in diesem Moment so ist.


    Er hat sich aus einer Beziehung raus schubsen lassen, aus der er nie ganz geflohen ist. Es gibt Bande, die weiter gehen als der aufregendste Sex es je vermag zu erobern. Gerade die Jahre der Anfänge prägen immens für das was später bleibt.


    Mit seiner Ehefrau verbinden ihn nach dem Leben der Kindheit/Jugend mit den Eltern so einiges mehr. Sowas holt man nicht damit auf, wenn man überstürzt aus einer Beziehung flieht, weil man ein Stück Jugend zurück möchte, etwas neues und aufregendes in sich spürt.


    Dein Mitleid für ihn wird sich, wenn die Dinge so bleiben wie sie sind und das werden sie vermutlich - irgendwann in unzufriedene Aggression umschlagen. Ihr habt beide den Spagat bemüht, aus Beziehungen nahtlos in etwas Neues zu stürzen. Du hattest schon etwas mehr Abstand zu Deiner Ex-Beziehung/Ehe, er im Grunde keinen und das ist auch so geblieben.


    Ehrlich, nüchtern und ohne Schnörkel gedacht. Was willst Du von einem Mann, der zwischen 2 Frauen "gefangen" scheint. Der lügt, damit er Dir nicht reinen Wein einschenken muss. Er ist offenbar jemand, der die Frauen in seinem Leben die Entscheidungen überlässt. Ob aus Feigheit oder Bequemlichkeit - vermag ich nicht zu sagen, vielleicht eine Mischung aus beidem.


    Fakt ist, dieses schöne Gefühl eurer Affärenzeit hat sich nicht in eine stabile Gefühls- und Liebesbeziehung entwickelt. Ich befürchte, dass wird auch nicht mehr passieren. Wenn Du bereits jetzt zu diesem Zeitpunkt erkennst, wie verschieden eure Leben sind, der Altersabstand zwischen euch wird sich noch weiter dazwischen drängen, dann geh davon aus es wird nicht besser.


    Du hast keinen Grund Dich verantwortlich zu fühlen. Dein "Partner" ist ein erwachsener Mann, der erahnen konnte was diese Situation für Probleme bringt. Seine Ehe war weder zerrüttet noch in der Basis am Ende. Sonst wäre ihm die Trennung mit einer neuen Liebe im Rücken verdammt willkommen als Trennungsgrund gewesen.


    Als heimliche Affäre hattest Du einen Reiz, konntest etwas in seinen Bedürfnissen bedienen, was dieser Ehe offenbar gefehlt hat.


    Gefühltes Mitleid sollte ganz sicher keine Basis für eine Partnerschaft auf Augenhöhe sein. Du hast alles Recht dieser Welt nach dem Scheitern Deiner ersten Ehe wieder zufrieden zu sein, in Deinem Leben anzukommen.


    Ich glaube dieser Mann wird nicht lange allein sein, wenn Du die Kraft für eine Trennung aufbringst und ich vermute Du weißt das auch längst.


    Sei mal einen Moment lang egoistisch und frage Dich, was empfindest Du, wenn Du die Augen schließt und nicht an die Nähe dieses Mannes denkst?


    Wo sind Deine Ziele, Dein Bedürfnis nach dem Du Dich sehnst unabhängig von ihm?

    Zitat

    aber die Grundlegenden Sachen passen nicht. Ich bin einfach anders als er. Aber ich ertappe mich dabei, wie ich so langsam mein Leben seinem anpasse, das sind so alte Muster aus meiner Ehe, die jetzt wieder greifen. Das wollte ich nie wieder. Ich rutsche automatisch in den Ehemodus, dem ich entflohen bin.

    Du hast die Antwort bereits nach der Du aus Unsicherheit suchst. Sie ist schon in Dir und diese Erkenntnis wird sich in Dir breiter und breiter machen, und dann wirst Du gehen. Die Frage ist nicht, ob Du es tun wirst - sondern einzig wie konsequent und wann Du es durchziehen wirst.

    Zitat

    . Vor Tagen fragte ich ihn mal, ob seine Frau da auch kommt - er verneinte. Aber jetzt weiß ich, dass er zu ihr gefahren ist. Ob sie zusammen zu seiner Mutter fuhren oder ob er den Tag bei ihr verbringt, weiß ich nicht.... der Stachel sitzt.

    Dort sind seine Wurzeln und dort ist er nie entrissen worden, nur ist der Unterschied zu Dir, dass er sich diese Frage nicht stellen muss, weil ER die Antwort dazu längst kennt. Du wirst es nur noch deutlicher erfahren müssen, bis Du handelst. Dafür viel Kraft und Konsequenz.


    Wie wäre ein Neuanfang für Dein Leben mit den Anfängen von 2016? Du hast nicht die Verantwortung für sein Leben, für DEINS allerdings schon!

    Liebe DieDosismachtdasGift,


    ich danke Dir für Deine Worte. Ich kann ja nicht mal sagen, Du öffnest mir die Augen. Was Du schreibst, kann ich nur mit Nicken bestätigen. Mir kamen ein klein bisschen die Tränen, weil Du so Recht hast. Wie Du schreibst, weiß meine Ratio von Anfang an, dass es nicht funktioniert. Nur die Emotio war so drängend und blind, aber das ist vermutlich ihre Aufgabe.


    Es macht mich aber doch ein wenig traurig.

    Zitat

    Ihr habt beide den Spagat bemüht, aus Beziehungen nahtlos in etwas Neues zu stürzen. Du hattest schon etwas mehr Abstand zu Deiner Ex-Beziehung/Ehe, er im Grunde keinen und das ist auch so geblieben.

    Ich glaube hier liegt ein wichtiger Punkt, nahtlos in eine eheähnliche Beziehung zu gehen, obwohl ein so starkes Zusammengehörigkeitsgefühl noch nicht da war. Sicher haben wir das sexuelle Verlangen und Verstehen missdeutet. Es gehört eben doch mehr dazu, zusammen zu leben und nicht nur zu lieben.

    Zitat

    Sei mal einen Moment lang egoistisch und frage Dich, was empfindest Du, wenn Du die Augen schließt und nicht an die Nähe dieses Mannes denkst?

    Wenn ich das tue, fühle ich mich besser. Ich weiß nicht was genau ich gesucht habe, aber nicht das, was ich jetzt habe. Ohne den Gedanken an die Nähe, seinen Körper und seine Leidenschaft ist er mir fremd, so schlimm das klingt. Den Gedanken hatte ich vermutlich schon immer, nur habe ich ihn mir verboten, ich wollte es so gern...

    Zitat

    Wo sind Deine Ziele, Dein Bedürfnis nach dem Du Dich sehnst unabhängig von ihm?

    Das ist eine gute Frage. Ich weiß es wieder nicht. In der Zeit allein, nach meiner Ehe war ich auf einem Weg dahin, es zu finden. Das ist das was ich meine, dass ich in den Ehemodus rutsche den ich einmal hatte. Und dort ging es null um mich, da habe ich aufgehört an mich zu denken, verlernt zu spüren, was ich für Bedürfnisse habe bzw. diese mir verboten, auf später verschoben, erst war "er" dran... nein, das wollte ich nie wieder, der Kampf war zu schwer mich daraus zu befreien, es war wirklich schwer. Und ich war umso stolzer, dass ich es geschafft habe. Es ist nicht leicht herauszufinden was die eigenen Bedürfnisse sind, wo der eigene Weg hingeht und wer man selbst ist. Es ist schwer und so kam er gerade recht, es war so leicht mich auf ihn einzulassen, da brauchte ich mich nicht mehr nur mit mir zu beschäftigen, denn das ist ja schwer.

    Zitat

    Fakt ist, dieses schöne Gefühl eurer Affärenzeit hat sich nicht in eine stabile Gefühls- und Liebesbeziehung entwickelt. Ich befürchte, dass wird auch nicht mehr passieren. Wenn Du bereits jetzt zu diesem Zeitpunkt erkennst, wie verschieden eure Leben sind, der Altersabstand zwischen euch wird sich noch weiter dazwischen drängen, dann geh davon aus es wird nicht besser.

    Damit hast Du vermutlich sehr recht.

    Zitat

    Wie wäre ein Neuanfang für Dein Leben mit den Anfängen von 2016? Du hast nicht die Verantwortung für sein Leben, für DEINS allerdings schon!

    Darüber werde ich sehr gründlich nachdenken. Aber schon jetzt kommt in mir ein kleines Gefühl der Erleichterung auf. Ich hoffe sehr, dass ich den Mut habe, mir die Wahrheit nicht nur jetzt, wo er nicht da ist, einzugestehen, sondern auch dann, wenn er da ist und für einen Moment glücklich scheint. Hoffentlich schaffe ich das.


    Ich merke, dass mir die Situation nicht gut tut. Und das habe ich eigentlich nach meiner Trennung sehr bewusst erkannt, dass ich allein für mein Glück verantwortlich bin, ich allein trage Verantwortung für mein Leben und für kein anderes.


    Danke Dir vielmals für Deine offenen Worte.


    Grüße

    Tja, nun ist er gestern wieder gekommen und war sehr liebevoll. Fragte mich, wie ich denn den Tag verbracht habe und erzählte von seinem Tag. Offensichtlich war er doch bei seiner Mutter. Ich verstehe nicht mehr was in ihm vor sich geht. Mir kam der Gedanke, dass hinter den Kontakten mit seiner Frau irgendetwas ganz anderes steckt? Vielleicht völlig harmlos und er möchte sich doch voll und ganz auf die Beziehung mit mir einlassen? Vielleicht tue ich ihm unrecht und er möchte wie zu Anfang mit mir alt werden?


    Das fördert wieder meine Unsicherheit. Heute wirkt er sehr nachdenklich, fast traurig und ist liebevoller mit mir als sonst. Auf meine Frage ob ihn etwas bedrückt verneint er.


    Wie mache ich es denn richtig? Es meldet sich mein Mitleid, mein schlechtes Gewissen. Wenn ich nun plane von ihm weg zugehen und mein Leben zu leben wie ich es mir wünsche, dann lasse ich ihn im Stich. Sein Leben ist ja nur meinetwegen so aus den Fugen geraten. Ich weiß nicht, ob er mit seiner Frau einen Neuanfang schafft. Erst vorhin erzählte er etwas von seiner Ehe was ihm nicht gefiel, es ergab sich so. Da tat er mir wieder sehr leid. Da er nicht allein sein möchte, geht er vielleicht wieder in diese Ehe und ist damit doch unglücklich. Und dann schafft er es nicht sich um sich zu kümmern, weil er eher der Typ ist, der entscheiden läßt.


    Habe ich nicht doch ein wenig Verantwortung, da ich mit ihm so ein schönes Leben ausgemalt habe?


    Aber ehrlich gesagt beschäftige ich mich nun viel mit den Gedanken mich zu trennen und mein Leben zu leben und das ist ein schöner Gedanke. Mir geht es damit gut und ich habe schon Pläne. Oder es geht mir nicht besser, wenn ich dann erst einmal das nicht mehr habe, was ich jetzt habe...?


    Meine Ambivalenz ist nicht weg. Was tue ich ....


    ...ich denke weiter darüber nach... ":/


    viele Grüße

    Auweia, da hast du ja ganze Arbeit geleistet.


    Was genau passt (dir) denn nicht an ihm, warum fühlst du dich im Zusammenleben mit ihm nicht wohl? Red da mal nicht so um den heißen Brei herum sondern werd mal etwas konkreter dazu ;-)

    Hallo CoteSauvage,


    das ist eine schlaue Frage von Dir. Wenn ich darauf antworten möchte, muss ich mich ganz genau damit befassen. Das bringt mich vielleicht ein Stück weiter in meiner Unsicherheit.


    Anfänglich habe ich mich in seiner Nähe unglaublich wohl gefühlt. Er war witzig, wir haben viel gelacht, er hat mir zugehört und wir fanden viele gemeinsame Gedanken. Das spielte sich alles auf Arbeit ab und später in den wenigen Stunden bei mir.


    Seit wir zusammen wohnen ist das nur noch selten der Fall, dass wir viel lachen, dass wir gemeinsame Themen zum Reden finden, dass er mir zuhört. Immer öfter passierte und passiert es, dass ich mit ihm über etwas sprechen möchte und er kaum etwas erwiedert, es kommt kein Gespräch zustande, er schaut mich oft nicht mal mehr an, wenn ich etwas sage. Er sagt entweder gar nichts oder er reagiert nicht darauf und redet von etwas anderem. Ich versuche ein Gespräch zu führen, frage nach, was er denn dazu sagt. Aber irgendwie interessiert ihn vieles nicht oder er tut es als für ihn unwichtig ab. Das ist ja auch ok, zwinge niemanden dazu, sich für Dinge zu interessieren, nur weil ich sie spannend finde. Aber das ist ein Punkt womit ich mich nicht wohl fühle. Ich brauche das Gespräch über alles mögliche. Ich fühle mich unwohl, wenn ich voll Begeisterung über etwas spreche und ich spüre das absolute Desinteresse des Menschen mit dem ich zusammen lebe. Das holt mich von meiner Begeisterungswolke unsanft auf den Boden, das enttäuscht mich. Selbst bin ich ein Mensch, der sich einem Gegenüber voll und ganz widmen kann, ich höre zu auch wenn es mich nicht interessiert. Wenn ich aber merke, dass jemand begeistert von etwas spricht, gehe ich darauf ein und wende mich nicht ab.


    Weiterhin fühle ich mich unwohl, weil meine Interessen und Eigenarten abgetan werden. Ich bin nun mal ein technisch interessierter Mensch, mische auch ein bißchen in den "social media netzwerken" mit und komme über mein Smartphone und facebook schnell an interessante Themen ran. Er ist da nicht so, hat sein Handy zum SMS schreiben und telefonieren. Das ist ja auch ok. Nur gefällt mir nicht, dass er mir zu verstehen gibt, dass er das unmöglich findet wenn ich mich mit dem Handy befasse. Z.B. liege ich gern mal Sonntag früh noch im kuschelig warmen Bett wenn ich nicht mehr schlafen kann und springe nicht sofort raus. Dabei lese ich dann schon mal auf dem Handy paar Texte. Das habe ich gemacht, als er noch schlief und ich ihn schlafen lassen wollte und eventuell später noch bisschen mit ihm zu kuscheln. Auf jeden Fall war er dann wach ohne dass ich es merkte und sah dass ich Handy las. Als ich es merkte, legte ich es gleich weg und wollte zu ihm unter die Decke und kuscheln. Er guckte dann total genervt, drehte sich um, schüttelte den Kopf und als ich fragte was denn los sei, sagte er in sehr abfälligem Ton, dass er das unmöglich findet und wenn ich wach sei, ich doch aufstehen könne und Kaffee kochen.


    Das hat mich sehr getroffen. Es hat mich auch sehr getriggert, weil ich in der Richtung ähnliches aber viel schlimmer in meiner Ehe erlebt habe. Das führt jetzt zu weit das zu erklären, warum mich das so trifft. Später suchte ich das Gespräch um mich zu erklären, aber er versteht es nicht und toleriert es nicht. Er sagte noch, dass mit mir doch irgendwas nicht stimmt. Und das war noch ein Schlag ins Gesicht, weil mein Ex mir sehr oft ins Gesicht geschrien hat, dass ich doch krank im Kopf sei... Damit werde ich nicht leben können.


    Danach kam das nie wieder, aber ich mache es jetzt auch nicht mehr und das "passt" mir nicht. Ich unterdrücke eine Sache, die ich einfach ab und an gern mache, nur weil mein Partner das nicht verstehen kann und nicht gut findet.


    Ebenso unwohl fühle ich mich damit, dass er sich komplett von mir abwendet, wenn es mir schlecht geht. Ich war sehr sehr krank, Husten, Schnupfen, das volle Programm. Da kam von ihm kaum etwas, er sagte zwar mach doch mal dies und nimm doch mal das, aber er kümmerte sich nicht. Es kam kaum die Frage, wie geht es Dir denn heute, oder kein Tee kochen von sich aus oder mal warm in die Decke einkuscheln. Ich kann das alles nicht so genau erklären, das würde ein Buch werden. Auf jeden Fall fühle ich mich fremd mit ihm, allein gelassen und ich merke immer öfter, wie ich sein Lebensmodell annehme und danach lebe und meine Dinge zur Seite schiebe. Er interessiert sich nicht für meine Probleme, ich denke aber, dass das dazu gehört. Er soll sie ja gar nicht lösen, aber oft wird einiges leichter, wenn man darüber sprechen kann und einer einfach nur zuhört. Dass das nicht so ist, gefällt mir nicht, damit fühle ich mich unwohl.


    Dann ist es aber wieder so, dass er gern kocht, somit öfter mal etwas Schönes macht für uns, er wäscht auch von allein ab und sieht ab und zu die Arbeit und macht sie einfach. Er ist insofern aufmerksam, dass er sieht, was ich mal neu brauchen könnte und schenkt es mir zum Geburtstag und auch zu Weihnachten. Das gefällt mir, das kannte ich so nicht.


    Wir reden kaum über unser Unwohlsein, aber ich merke, dass auch er sich nicht wohl fühlt. Aber trotzdem geht es uns in den Momenten gut, wo wir körperlich uns gut fühlen und zusammen finden. Nur reicht mir das nicht.


    Ganz sehr stört mich, dass er mich anlügt und ich nicht weiß, wie ich damit umgehen soll. Er zeigt mir im Moment immer wieder, dass er gern mit mir zusammen lebt. Ich weiß aber inzwischen, dass er am 26.12. bei seiner Mutter war, aber nicht mit seinen Schwestern und seinen Kindern, wie er mir sagte, sondern nur mit seinen Kindern (beide erwachsen), seiner Enkeltochter und seiner Frau. Das heißt, er erlebte einen wunderbaren Familien-Weihnachtstag. Das wirft in mir die Frage auf, was er denn wirklich will? Will er ein Doppelleben? Will er seine Familie behalten? Will er zurück zu seiner Frau? Oder will er mit mir leben? Ich habe keine Ahnung, er ist nicht abweisend zu mir, so dass ich denke, er kann mir nur nicht weh tun und sagt deshalb nichts.


    Will er nur wegen des Sex bei mir bleiben? Wartet er jetzt, dass ich gehe und er nichts entscheiden muss?


    So unsicher macht mich halt, dass er so tut als wäre alles in Ordnung, als würde er gern mit mir zusammen leben. Und dabei lebt er ein doppeltes Leben. Oder war er nur zu Weihnachten mit dort, weil er drum gebeten wurde und er gutmütig wie er ist nicht nein sagen konnte, mir aber nichts erzählt, weil er weiß, dass mich das verletzt?


    Ich werde weiter drüber nachdenken, ob ich so weiter leben kann oder nicht, oder ob ich etwas ändern kann, damit ich mich wohler fühle. Bestimmt schreibe ich auch noch mehr über dieses Leben, welches ich gerade führe, um zu einer Erkenntnis zu kommen, was daraus für mich werden kann.


    Vielleicht hat ja noch jemand von Euch ein paar Gedanken dazu? Das würde mich freuen.


    viele Grüße