• Verliebt in meinen Kollegen

    Hallo Ihr Lieben da draußen, ich muss jetzt meine quälenden Gedanken hier loswerden und hoffe, dass Ihr mir Tipps, Ratschläge und Meinungen gebt. Ach, eigentlich weiß ich doch, dass das, was gerade beginnt das größte No-Go ist. Ich weiß auch überhaupt nicht, wie es anfangen konnte. Ich habe seit 8 Monaten einen neuen Arbeitskollegen. Wir arbeiten den…
  • 65 Antworten

    Also du würdest gern aussschlafen, stehst aber früher auf als du eigentlich willst, und dann weckst du auch noch ihn?


    Wieso schlaft ihr nicht beide so lang wie ihr wollt und der der als erster aufwacht macht Frühstück?


    Ansonsten, wenn er nicht so lang schlafen will, soll er sich halt den Wecker stellen ...

    Zitat

    Ich weiß dann nicht was ich tun soll, schlafen lassen, wecken oder was.

    OK, wenn du da irgendwie unsicher bist, wieso sagst du ihm nicht was du am liebsten hättest (zB am So bis ca ... Uhr schlafen und dann frühstücken)? Dann sagt er dir was er am liebsten machen würde, und ihr überlegt, wie man das zusammenbringen könnte.

    Naja, das war ja gerade der "Witz" an der Sache mit dem Sonntag morgen:

    Zitat

    Z.B. liege ich gern mal Sonntag früh noch im kuschelig warmen Bett wenn ich nicht mehr schlafen kann und springe nicht sofort raus. Dabei lese ich dann schon mal auf dem Handy paar Texte. Das habe ich gemacht, als er noch schlief und ich ihn schlafen lassen wollte und eventuell später noch bisschen mit ihm zu kuscheln. Auf jeden Fall war er dann wach ohne dass ich es merkte und sah dass ich Handy las. Als ich es merkte, legte ich es gleich weg und wollte zu ihm unter die Decke und kuscheln. Er guckte dann total genervt, drehte sich um, schüttelte den Kopf und als ich fragte was denn los sei, sagte er in sehr abfälligem Ton, dass er das unmöglich findet und wenn ich wach sei, ich doch aufstehen könne und Kaffee kochen.

    Außerdem muss er, sobald er wach ist aufstehen und etwas essen, sonst wird ihm schlecht.


    Also habe ich die Möglichkeit vor ihm auf zustehen um mit ihm zu frühstücken oder mich wecken zu lassen, sofort aus dem Bett zu springen um mit ihm zu frühstücken oder eben nicht mit ihm zu frühstücken.


    Da werde ich wohl immer etwas tun, was mir nicht behagt.


    Aber das ist eigentlich auch nicht das Kernthema.


    Ich fühle mich Beziehungsambivalent und muss für mich entscheiden, was ich will, was mir gut tut.


    Zu lange habe ich das nicht getan. Und für mich ist die Frage ob aus dieser Geschichte hier noch etwas stabiles entstehen kann oder nicht.

    Zitat

    Außerdem muss er, sobald er wach ist aufstehen und etwas essen, sonst wird ihm schlecht.

    Also echt, ich schmeiß mich weg ;-D Wie macht er das denn wenn Mami mal nicht da ist, zB beruflich unterwegs? Bewegt er sich dann kotzend aus dem Bett und rennt zum Kühlschrank, um sich vor dem Duschen erst mal was reinzustopfen?


    Wo noch nicht genug Probleme sind, kann man sich auch welche machen. Ich seh noch immer keinen Hinderungsgrund, sich fürs WE ein gemeinsames Morgenritual auszudenken, das beide schön finden. Ich, als eher Langschläfer, bin blöderweise irgendwie immer mit Frühaufstehern zusammen. Wenn man auch nur minimal konstruktiv ist, geht auch das ganz prima.

    @ CoteSauvage

    Ich freue mich immer wenn ich jemanden zum Lachen bringt.


    Wie gesagt, dieses Thema "Sonntags Frühstück" ist nicht Kern der Sache.

    Zitat

    Wie gesagt, dieses Thema "Sonntags Frühstück" ist nicht Kern der Sache.

    Wenn man etwas ändern will, ist es oft eine gute Strategie, bei den einfachen, kleinen Dingen anzufangen.


    Wenn du Ausschlafen willst, dann mach das doch. Du bist es, die ihre Bedürfnisse in vorauseilendem Gehorsam unterdrückt. Das kannst du genauso gut unterlassen und für dich selbst sorgen. Ist auch ein guter Test, ob die Beziehung das Leben deiner Bedürfnisse erlaubt. Wahrscheinlich ist da mehr möglich als du denkst.

    Zitat

    Wie gesagt, dieses Thema "Sonntags Frühstück" ist nicht Kern der Sache.

    Für mich trifft das den Kern in mehrfacher Hinsicht, es bedeutet zum Beispiel: Du verbiegst dich wegen ihm; ihr kommuniziert nicht zielführend; ihr bemüht euch nicht mal dort um Lösungen wo es einfach wäre; es ist eine alberne Marotte deines Partners die ich an deiner Stelle hinterfragen würde; ...

    @ LolaX5

    Zitat

    Wenn du Ausschlafen willst, dann mach das doch. Du bist es, die ihre Bedürfnisse in vorauseilendem Gehorsam unterdrückt.

    genau das habe ich ja gemacht, bzw. sieht mein "Ausschlafen" ab und an eben so aus, dass ich wach bin, aber noch nicht gleich aufstehen mag, ist halt so. Und dabei hat er mich 2/3 mal erlebt und überdeutlich zum Ausdruck gebracht, dass er das nicht gut findet, es nicht versteht und offensichtlich auch nicht toleriert. Beim ersten Mal habe ich sofort versucht mit ihm zu reden, herauszufinden, was genau ihn so aufregt daran. Wir kamen zu keiner zufriedenstellenden Lösung. Er schüttelte nur immer wieder den Kopf und sagte, dass er das nicht verstehen kann und mit mir doch irgendetwas nicht stimmt.


    Das "Spiel" wiederholte sich, er stand kopfschüttelnd auf und ging genervt seiner Wege, drüber sprechen, drehte sichnur im Kreis, keine Lösung.


    Da ich an der Stelle nicht weiter komme, falle ich in einen, wie Du sehr treffend erkannt hast, vorauseilenden Gehorsam und versuche es ihm Recht zu machen und ihn damit nicht zu provozieren. Nennt man das nicht Kompromiss schließen? Muss ich das in einer Beziehung nicht ab und an machen? Wenn ihn das aufregt, lass ich es eben, auch wenn ich nicht verstehe, was daran so schlimm ist, da ich ihn damit weder störe noch verletze noch beleidige noch sonst irgendwas. Ich mach es halt gern (ja nun auch nicht jeden Tag) und nun verzichte ich eben drauf und überlege, ob ich mit diesem Kompromiss leben kann. Wobei ich den Kompromiss ja nur für mich beschlossen habe, das haben wir nicht endgültig zusammen geklärt, wir haben gar nix geklärt. Ich stecke halt zurück.

    @ CoteSauvage

    Zitat

    Du verbiegst dich wegen ihm; ihr kommuniziert nicht zielführend; ihr bemüht euch nicht mal dort um Lösungen wo es einfach wäre

    hm, wo fängt verbiegen an und wo nennt man es "auf den anderen eingehen", "Wünsche des anderen akzeptieren", "Kompromisse schließen".

    Zitat

    es ist eine alberne Marotte deines Partners die ich an deiner Stelle hinterfragen würde

    ich habe es hinterfragt und es ist einfach so, dass er sofort wenn er aufgestanden ist eine Kleinigkeit essen muss, sonst wird ihm schlecht. Da gibt es nichts zu hinterfragen. Er ist da auch sehr selbstständig und steht eben auf und isst etwas, wenn ich nichts mache. So ist es ja nicht. Nur kommt es dann nicht zum gemeinsamen Frühstück, also schon, dann sitzt er halt mit da, trinkt noch kaffee und schaut mir zu wie ich esse. Naja...


    Also stehe ich auf, mache Frühstück und verzichte auf meinen Moment der Gemütlichkeit.

    Zitat

    Da ich an der Stelle nicht weiter komme, falle ich in einen, wie Du sehr treffend erkannt hast, vorauseilenden Gehorsam und versuche es ihm Recht zu machen und ihn damit nicht zu provozieren. Nennt man das nicht Kompromiss schließen?

    Nö, du schreibst ja selbst:

    Zitat

    Ich stecke halt zurück.

    Bevor ich anfange Kompromisse zu schließen kläre ich erst mal was beide brauchen, was beide nervt, usw. Dein Typ sagt einfach "das find ich blöd" und daraufhin lässt du es. Dabei wär es gar nicht so schwer, dir zu erklären, was ihn da stört. Wenn du mit dem Handy im Bett neben ihm herumdaddelst anstatt mit ihm zu schmusen könnte er das zB als Missachtung empfinden. Aber er hat keinen Bock dir zu zu sagen warum ihn das stört, und das muss er ja auch nicht, da er dich bloß ein paar mal blöd anreden muss und dann lässt du es schon.

    Zitat

    es ist einfach so, dass er sofort wenn er aufgestanden ist eine Kleinigkeit essen muss, sonst wird ihm schlecht. Da gibt es nichts zu hinterfragen.

    Also entschuldige, erstens finde ich das lächerlich, und zweitens müsste euch das nicht daran hindern, gemütlich zusammen zu frühstücken. Dann wirft er sich eben irgendeine Müslistange ein, ihr bereitet dann gemeinsam Frühstück zu und verzehrt es gemeinsam. Oder ihr bereitet alles Nötige am Abend vorher vor, tut es in den Kühlschrank und holt es am Morgen gemeinsam raus und verzehrt es gemeinsam. Sorry, aber das kann ich echt nicht mehr ernstnehmen.

    Und was daran

    Zitat

    dann sitzt er halt mit da, trinkt noch kaffee und schaut mir zu wie ich esse. Naja...

    so schlimm sein soll versteh ich auch nicht. Ich zB esse normalerweise überhaupt nichts zum Frühstück. Dann trink ich halt ebenso gemütlich wie der andere sich den Bauch vollschlägt und Kaffee trinkt, nur meinen Kaffee. Na und? Man kann sehr wohl unterschiedliche Gewohnheiten miteinander kombinieren, wenn man es denn will.

    Zitat

    versuche es ihm Recht zu machen und ihn damit nicht zu provozieren. Nennt man das nicht Kompromiss schließen?

    nein, dass ist kein Kompromiss, sondern vorauseilender Gehorsam.


    Erkläre ihm ,dass du gerne gemütlich wach noch bisschen im Bett bleibst....und das sollte er akzeptieren.


    Ein Kompromiss wäre...ein Tag verzichtest du auf deine liebe Gewonheit und machst Frühstück und den anderen Tag bummelst du wach im Bett solange du magst und er akzeptiert dies ohne Theater zu machen. Wenn er dann wach wird und du noch im Bett bleiben willst, macht er das Frühstück.


    Wenn du endlich anfängst Dinge einzufordern, hat er wahrscheinlich mehr Achtung vor dir...wenn nicht, sucht er nur jemanden, der nach seine Pfeife tanzt, dafür solltest du dir zu schade sein ;-) , denn so eine Beziehung willst du doch nicht und die hat auch keine Zukunft.

    Zitat

    Wenn du mit dem Handy im Bett neben ihm herumdaddelst anstatt mit ihm zu schmusen könnte er das zB als Missachtung empfinden.

    wie schon gesagt, erlebt habe ich es so, dass ich wach war, Handy gelesen habe als er noch schlief. Sobald ich merkte dass er wach war, lege ich es zur Seite, gerade weil ich ja auch kuscheln möchte. Aber er guckte genervt und stand auf und wies meine Annäherung zurück. Das ist sehr verletzend, ganz besonders wenn es so nonverbal geschieht.

    Zitat

    Und was daran so schlimm sein soll versteh ich auch nicht. Dann trink ich halt ebenso gemütlich wie der andere sich den Bauch vollschlägt und Kaffee trinkt, nur meinen Kaffee. Na und?

    das mag für Dich völlig ok sein, aber für mich eben nicht. Schon gar nicht, wenn er nicht gemütlich sitzt, sondern eher unruhig darauf wartet bis ich einigermassen fertig bin, um dann seine "Morgenzigarette" auf dem Balkon zu rauchen. das ist eh auch so ein Punkt.


    Klar ist das seine Gewohnheit und er macht das schon immer so und darf er ja auch, aber ich bin eher der Mensch, der lange am Tisch sitzt, redet, auch mal Zeitung liest und über bestimmte Artikel reden will usw. Das werde ich mit ihm nie erleben. Da sind wir in unseren Bedürfnissen sehr unterschiedlich.

    Zitat

    ...sucht er nur jemanden, der nach seine Pfeife tanzt, dafür solltest du dir zu schade sein

    So habe ich ihn eher nicht kennen gelernt, ich glaube nicht, dass er möchte, dass ich nach seiner Pfeife tanze. Aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass alles, was er nicht kennt, was er nicht so macht wie ich oder was vielleicht anders ist, als seine Frau es tat, ist ihm komisch und lehnt er erstmal ab. Er guckt mich oft bei Dingen, die er nicht kennt so an, wie : was machst Du denn da, das ist komisch... ich kann es nicht anders ausdrücken. Und zudem vermute ich, vergleicht er mich von Anfang in allem was ich tue mit seiner Frau. Sie ist z. B. immer mit rauchen gegangen, auch nach dem Frühstück, da passten sie sicherlich ganz gut zusammen. In 30 jahren Ehe passen sich Gewohnheiten bestimmt auch an. Und ich mit meinen anderen Gewohnheiten komme ihm eben merkwürdig vor. Jetzt ist die Frage, ob wir uns da noch bissl annähern können ohne dass einer unzufrieden ist, oder eben nicht.


    Ihm fällt es sehr schwer irgendetwas was schon immer so ist zu hinterfragen oder gar zu ändern, er ist 10 Jahre älter (was kein Grund ist - ich weiß), aber er ist halt so, weiß ich jetzt.


    Jedenfalls spüre ich sofort, wenn etwas seiner Ansicht nach "komisch" ist und darauf kann ich nicht reagieren. Da fühle ich mich sofort ertappt, falsch und denke, dass ich lieber zurückstecke, damit er aufhört so abweisend zu gucken, das macht mich fertig.


    So will ich natürlich nicht leben, aber trotzdem ist es schwierig, es bleiben Fragen und Unsicherheiten.

    Wenn ich deine ersten Beiträge in diesem Thread noch einmal lese, finde ich es einfach so traurig, dass du dir deine mühsam erkämpfte Eigenständigkeit von ein paar wild gewordenen Hormonen wieder hast zunichte machen lassen...


    Ich glaube, du wirst - eher über lang als über kurz - diese Beziehung verlassen. Und dann ist es gut, insbesondere darüber nachzudenken, was zu deiner "Blindheit" geführt hat. War es das Gefühl, nach so vielen Jahren Zweisamkeit (auch wenn sie nicht schön war) nicht allein sein zu können? War es die Sehnsucht nach körperlicher Nähe? War es vielleicht auch der Gedanke, dass du ein zufriedenes und selbstbestimmtes Leben eigentlich nicht verdient hast?


    Ich wünsche dir so sehr, dass es dir noch einmal gelingt, dich zu befreien - von allem, was dich einengen und "passend machen" will...

    ich danke Dir Schwimmerin, das hilft mir sehr.

    Zitat

    War es vielleicht auch der Gedanke, dass du ein zufriedenes und selbstbestimmtes Leben eigentlich nicht verdient hast?

    hier liegt vielleicht ein Grund, der Gedanke kam mir schon, dazu das Gefühl, dass ich es einfach nicht kann. Über viele Jahre wurde mir gesagt was richtig ist nd was nicht, das schüttelt man mal eben so schnell nicht ab, das weiß ich.


    Umso unverständlicher ist es ja auch für mich und dann wieder sooo schwer selbst zu entscheiden, was das Richtige ist - ein verzwickter kreis.

    Zitat

    dass du dir deine mühsam erkämpfte Eigenständigkeit von ein paar wild gewordenen Hormonen wieder hast zunichte machen lassen...

    ich verstehe das auch nicht... %-| |-o


    Traurigkeit überkommt mich. Die Hoffnung war scheinbar so groß, dass es passen möge...


    Als er noch mit seiner Frau zusammen war, sagte er mir mal, dass er ganz bewusst mit schlechter Laune und Abweisung ihr begegnet, dann hält sie es bald nicht mehr aus. Da er es nicht selbst geschafft hätte zu gehen, hat er sie lieber so weit getrieben, dass sie es nicht mehr aushält. Das wird mir gerade bewusst, wie manipulativ das ist.


    Und momentan geht es hier auch in die Richtung, habe ich das Gefühl. Es herrscht oft Schweigen und irgendwie eine abweisende Kälte. Ich versuche fröhlich über verschiedene Dinge zu reden mit ihm, es kommt oft nur ein "hm" oder 1/2 Sätze zurück, alles sehr geknickt, irgendwie erschöpft, traurig...

    Zitat

    Ich wünsche dir so sehr, dass es dir noch einmal gelingt, dich zu befreien - von allem, was dich einengen und "passend machen" will...

    Danke :)z das möchte ich auch gern, denn ich fühle mich immer unglücklicher.

    Liebe karfield, ich bin mir nicht ganz sicher... Kann es sein, dass dein "Gefühl" sich immer der gerade von anderen geschriebenen Antwort anpasst? Dass du dich z. B. jetzt immer unglücklicher fühlst, weil ich meinte, deine Situation sei traurig?


    Nur mal so als Gedankenanstoß - stell' dir mal vor, jemand hätte dir auf dein Problem die folgende Antwort geschrieben:


    Liebe karfield, ich finde das, was du schreibst, eigentlich gar nicht so schlimm. So ist es doch in jeder Beziehung, oder? Mal ärgert man sich übereinander, mal ist alles schön. Verlang' doch einfach nicht zu viel vom Leben. Man muss immer mal Kompromisse machen - und solange man sich eigentlich gern hat, ist doch alles ok.


    Wie würdest du dich damit fühlen? Glücklicher? Erleichtert? Würde das "Veränderungsdruck" von dir nehmen?


    Wenn ja, dann musst du wohl vor deine Entscheidung noch einen "Boxenstopp" setzen. Dann geht dein Weg erst einmal dahin, dir - möglichst unbeeinflusst von Meinungen und Gefühlen anderer Menschen - darüber klar zu werden, was du, nur du, fühlst und was du, nur du, vom Leben erwartest.


    Wenn nein, wenn du eher denkst "Du hast ja gut Reden - wenn wir das reicht, ok, aber ich will mehr vom Leben!" dann bist du schon auf "deinem" Weg und es braucht einfach noch ein bisschen Mut und Selbstvertrauen.

    So, nun habe ich noch einmal lange nachgedacht. Danke an Dich Schwimmerin, das ist wohl wahr, zu leicht ist es das Fähnlein in den Wind zu hängen und das zu wollen, was mir in den Mund gelegt wird.


    Ich bin mir in den letzten Tagen einfach bewußt geworden, dass ich mir mein Leben so nicht vorgestellt habe. Schlussendlich muss ich einsehen, dass ich etwas anderes möchte als er und er etwas anderes als ich. Vermutlich habe ich mich einfach nur in diesen Mann als Mann verliebt und nicht als Mensch. Er ist ein toller Mensch, aber unser beider Leben passen nicht zusammen.


    Mir ist bewusst geworden, dass er zu seiner Familie gehört und ich in mein Leben. Denke ich an all das was ich gern möchte, weiß ich, dass das nur allein mit mir geht und nicht mit ihm.


    Wir haben heute ein erstes Gespräch geführt. Wir sind uns dann erst einmal weinend in die Arme gefallen. Wir mögen uns , wissen aber beide dass wir keine Beziehung führen können.


    Ich fühle mich sehr erleichtert und er auch. Wir gehen wieder viel lockerer miteinander um. Wir sind uns einig, wir überstürzen nichts und sprechen heute abend in Ruhe darüber, wie wir nun weiter machen, da wir ja zusammen eine Wohnung haben, die erst Ende September gekündigt werden kann.


    Euch danke ich noch einmal für die Unterstützung und die Denkanstöße.


    Vielleicht hilft dieser Tread anderen bei der Überlegung, ob sich eine Affäre mit einem verheirateten Mann lohnt. Ich sage jetzt nein. Aber das ist meine Erfahrung. Ein bißchen dankbar bin ich aber auch, so einen tollen Menschen kennengelernt zu haben und das erlebt zu haben, was war.


    Viele Grüße