Jethrow

    Zitat

    Das ist aber immer schon mal ein guter Anfang.

    Auf jeden Fall.


    Und ich kann nur aus Erfahrung sagen: Wenn dieser Anfang nicht gegeben ist, dann wird es so oder so nichts.


    Ich meine das vor allem bezogen auf (Liebes)Beziehungen die geschlossen werden "sollen" weil man danach sucht. :-/


    In einem anderen Faden habe ich erst etwas gelesen nach dem Motto "Es ist ok den potentiellen Partner erst mal zu testen" , weiterführend "....ihn testen ob er dem Vergleich mit weiteren Kandidaten standhält"...usw...


    Vor Jahren hatte ich mal das Erlebnis mich mit einem Typen zu treffen (Internetbekanntschaft) bei dem ich anfangs dieses Gefühl von gleicher Wellenlänge hatte. Doch mit jeder weiteren Stunde im direkten Gespräch wurde es (er) komischer, die Wellenlänge nahm ab. Bis dahin, dass er nach unserem ersten Date meinte, er wolle mich dann doch das nächste Mal zu einem Brunch mit seinen Freunden treffen um zu schauen, ob ich mit diesen kompatibel sei. ... Ich habe ihm einen Vogel gezeigt (im übertragenen Sinne). ;-D

    Ja das gibt es, ich verliebe mich recht schnell, auch schon ohne ein richtiges Treffen habe ich Kribbeln im Bauch verspürt, allerdings in der Realität stellte sich dann etwas anderes heraus.


    Einmal erlebte ich es, dass ich mich wie schon vorher leicht verliebte und als ich den Mann dann das erste mal traf, war ich sofort verliebt. Das ist mir also erst einmal so richtig passiert, die anderen male werte ich nicht, weil beim ersten Treffen verlor sich dieses Bild was ich mir vorher machte schnell.


    Nun bin ich natürlich verwöhnt. Weiss wie es ist, wenn das begehren sofort 100% da ist, was auch nicht heissen muss das man zusammen passt, aber das wahnsinns Gefühl ist schon mal da. Und seitdem ist es auch schwierig sich wieder zu verlieben. Man möchte diese 100%. Die gibt es nun mal selten.

    Ich habe gelernt zu differenzieren.


    Verlieben kann man sich schnell, manchmal sehr schnell. Einen bestimmten Menschen zu lieben ist aber nochmal was völlig Anderes.


    Es gibt doch diesen Spruch "Verliebt in die Liebe" - der trifft es ganz gut was diese Differenzierung angeht die ich meine.


    Ich will sagen, ich kann mich sehr schnell in einen Menschen, die Situation, die Umstände, sein Verhalten, in Einbeziehung meiner (momentanen) Bedürfnisse .... in/unter der/denen ich ihn kennenlerne etc. - verlieben. Aber liebe ich damit automatisch auch diesen Menschen selbst? Genau ihn? Oder bin ich nur in das verliebt was er mir (in diesem Moment, gezielt auf meine Umstände und Bedürfnisse) gibt?


    Ich frage mich das sehr oft wenn ich im Umfeld, oder auch z.B. hier von bestimmten Beziehungsstrukturen höre/lese oder sie mitbekomme. Oder auch so in der Vergangenheit wenn ich "Männerbekanntschaften" gemacht habe - da konnte ich oft nur kopfschüttelnd rausgehen, weil es so klar war, dass ich da ein bestimmtes Bild erfüllen sollte.


    Einen Menschen im partnerschaftlichen Sinne so zu lieben, dass eine gute Basis da ist, heißt für mich, ihn auch dann zu lieben, wenn er mal nicht meine Bedürfnisse erfüllt. Vereinfacht gesagt: Wenn ich mir einen Prinz auf einem Schimmel wünsche, der mir täglich Blumen schenkt - den liebe ich auch ohne seinen Schimmel, ohne die täglichen Blumen.


    Aber ich komme zu offtopic merke ich ;-)