Vertrauen

    Ich habe mal eine Frage und weiß nicht so recht wie ich mich nun verhalten soll?


    Es geht um meine Enkelin (8) und meinem Mann (56) Opa.


    Meine Enkelin habe ich seit der Geburt an und sie erzählt mir immer alles, ihrer Mutti erzählt sie auch vieles.


    Problem:


    Der Opa ist beleidigt und eingeschnappt, weil sie das Vertrauen zum Opa nicht so hat.


    Man kann ein Vertrauen nicht erzwingen? Wie damit umgehen, der Opa begreift es nicht. ":/

  • 6 Antworten

    Du musst damit überhaupt nicht umgehen.


    Aber vielleicht gibt es andere Bereiche, in denen der Opa mehr gefragt ist? Liebe misst sich nicht ausschließlich daran, wieviel man jemandem anvertraut. Ich habe z.B. meinen Vater unendlich geliebt, aber ich konnte ihm nicht alles erzählen. Vieles wäre mir ihm gegenüber peinlich gewesen. Wenn man etwas nicht erzählt, kann das auch deswegen sein, weil man seine Zuneigung nicht verlieren will.


    Dein Mann könnte lieber überlegen, was er mit der Enkelin gemeinsam haben könnte, was die beiden verbindet. Liebe geht auch ohne Worte.

    Der Opa hat sie ganz sehr lieb, auch sie hat ihn ganz sehr lieb, sie unternehmen auch viel miteinander (Garten, schwimmen sowie Freizeitaktivitäten), nur wenn etwas ist, kommt sie zu mir und ich muß es der Familie übermitteln. Sie spricht auch ihre Eltern nicht an, nur mich.

    Der Opa ist alt genug, damit klar zu kommen, dass kleine Kinder irrational, emotional und für erwachsene nicht unbedingt nachvollziehbar verständlich handeln. Das ist einer der Aspekte, die Kinder so wunderbar, so einzigartig machen. Opa wird geliebt, für das was er tut, was will er denn noch? Damit muss man selbst als Eltern leben, dass die Kinder manche Dinge nur mit einem der beiden besprechen mögen. Ganz egal, wie lieb sie beide haben.

    Zitat

    Der Opa ist alt genug, damit klar zu kommen, dass kleine Kinder irrational, emotional und für erwachsene nicht unbedingt nachvollziehbar verständlich handeln.

    Ich bin erwachsen, glaub ich, und ich finde es weder irrational noch unverständlich, dass man zu Menschen unterschiedliche Vertrauensverhältnisse hat. Wie man das als ebenfalls erwachsener Mensch nicht begreifen kann, das erscheint mir irrational, emotional und nicht nachvollziehbar. Ich denke, ein Hinweis an den Großvater, dass das Mädchen ein eigenständiger Mensch ist und sich ihre Vertrauenspersonen daher selber aussucht, müsste da doch reichen.