• Verzweifelt: Trennung mit Kindern wagen?

    ich bin momentan wirklich verzweifelt. ich wollte immer eine heile familie für meine kinder. mein mann ist leider sehr launisch und kann wegen kleinigkeiten ausflippen bzw. ist immer wieder kalt und abweisend zu mir, ohne erkennbaren grund. hinterher tut es ihm oft leid, aber das wiederholt sich seit jahren und ich merke, dass ich den glauben an unsere…
  • 31 Antworten
    Zitat

    Da du zu Depressionen neigst…. Ist es denn ausgeschlossen, dass du aufgrund einer aktuellen Depression den Zustand deiner Beziehung negativer siehst, als es wirklich ist.

    Depressionen sind eine Krankheit. Krankheiten haben aber auch eine Ursache. Jemandem, der todunglücklich ist, zu raten, er solle die Situation erdulden, weil er durch die Krankheit eine "falsche Wahrnehmung habe", halte ich für fatal. Die Wahrnehmung ist so, wie sie ist, sie ist subjektiv, aber sie ist nicht falsch. Für das Glück eines Menschen gibt es keine objektiven Kriterien.


    Genauso kann eine schlechte Beziehung den Zustand verschlimmern. Wenn ich meinem Unglück jahrelang hilflos gegenüberstehe, weil ich mich von den Umständen dazu gezwungen fühle, kann mein Befinden sich nicht verbessern. Wenn ich nichts verändere, kann es nicht besser werden. Dann kann ich mich höchstens betäuben, um den Zustand erträglicher zu machen.


    Liebe TE, zu einer Trennung oder Nicht-Trennung kann dir hier keiner raten. Aber es ist gut, dass du etwas tust, egal, was am Ende das Ergebnis sein wird. Das ist das allerwichtigste. Herauszufinden, wie du dein leben leben möchtest, und wie nicht. Hole dir alle Informationen, die es gibt, erforsche die Möglichkeiten, mache Pläne, verwerfe sie, egal: Es geht nicht darum, was du am Ende objektiv entscheidest. Es geht darum, mit dir selbst Frieden zu schließen und handlungsfähig zu bleiben.


    Was man seinen Kindern mitgibt, weiß man immer erst im Nachhinein. Vielleicht werden sie dankbar sein, dass du da warst. Vielleicht werden sie dir einen Vorwurf machen, dass du so lange geblieben bist. Wenn sie aber von dir lernen, sich selbst und seinen eigenen Bedürfnissen gegenüber verantwortlich zu sein, unabhängig davon, zu welchen Schritten das in deinem Fall führt, kann das schonmal nicht so verkehrt sein. Eltern unterschätzen oft ihre Vorbildfunktion, die sie damit einnehmen, wie sie ihr eigenes Leben angehen.

    @ Alias

    Ja, es geht vor allem darum, dass du psychisch so stabil wie möglich diese Krise angehst.

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    ich denek auch, dass es ein depressiver schub sein könnte.

    Das war meine Befürchtung und andererseits ist es auch eine Hoffnung, dass nämlich die Tatsachen nicht so niederschmetternd sind, wie du sie inmitten eines depressiven Schubs wahr nimmst.

    Zitat

    ich bin leider momentan nervlich ziemlich am ende, das kommt auch durch den extremn schlafmangel.

    Der wiederum auch psychische Gründe haben kann. Ich rate dir also nochmal, einen Arzt aufzusuchen, um das abzuklären.

    Zitat

    ja, ich nehme ein antidepressivum. ich war zweimal in einer klinik, aber seit drei jahren ging es mir gut. eine therapie war vor eineinhalb jahren von meiner therapeutin beendet worden, weil ich stabil war.

    Das ist nun schon eine Weile her, aber wenn du durchgehend Medikamente nimmst, handelst du ja auch schon sehr verantwortungsvoll. Beurteilen kann das aber nur ein Arzt.

    Zitat

    vorhin haben wir nochmal geredet und ich habe versucht, ihm klarzumachen, wie schlecht es mir gerade geht.

    Gut. Reden geht über alles, beide sollten auf demselben stand sein. Dein Mann muss wissen, wie es dir geht und wie ernsthaft du über eine Trennung nachdenkst. Das könnte ihn dazu bewegen, mit dir eine Paarberatung aufzusuchen. Vor allem aber muss er sich über sein schädliches Verhalten klar werden. Denn niemand hat das Recht, seine Partnerin zu erniedrigen oder zu beleidigen. Damit beendet man faktisch eine Liebesbeziehung.

    Zitat

    ja, wir sind teilweise auch von finanziellen problemen bzw. beruflichem stress gebeutelt. ich habe immerhin gemerkt, dass ich ihn noch liebe und keine sofortige trennung möchte.

    Da wäre interessant, woran du das gemerkt hast, wo dein erster Beitrag heute noch das Gegenteil aussagte.

    Zitat

    nein, keine gewalt, nur übertriebene vorwürfe und auch mal genervte flüche, aber alles nur verbal.

    Das ist noch sehr vage und es drängt sich der Verdacht auf, dass du es zu beschönigen versuchst. Aber das kannst nur du beurteilen. Bitte bleibe da sehr aufmerksam. Und wenn du dich gedemütigt fühlst, MUSS er das wissen. Es ist sozusagen deine Pflicht, es ihm zu sagen

    Du hast zwei ganz konkrete Baustellen. Eine davon ist deine Depression, die andere dein Mann, der Dich mit verbalen Ausfällen wie auch immer belastet. Die Baustelle Ehemann kannst Du immerhin teilweise eleminieren mit der Trennung, aber das macht die Situation nicht besser. Im Gegenteil, Du stehst vor finanziellen Problemen, die Organisation mit Kindern ist getrennt tausendmal schwerer und der Stress mit dem Mann wird eher größer, wenn er auch leichter wegzuschieben ist. Die zweite Baustelle Depression wirst Du mit einer Trennung nicht lösen, vermutlich wird die Depression bei der Trennung mit all dem Stress eher schlimmer und das bei zunehmenden organisatorischen Aufgaben. Nachdem Du nun auch noch schreibst, dass Du Deinen Mann noch liebst, wäre ich persönlich der Meinung, eine Trennung ist derzeit vermutlich eine schlechte Idee. Aber ich kenne auch nur einen Bruchteil der Geschichte. Ich habe keine Ahnung, in wie weit die verbalen Entgleisungen Deines Mannes und sonstige mögliche Streitereien deine Depression befördern.


    Ich würde zusehen, dass Du schnellstens wieder in Behandlung gehst, um den akuten Schub fachkundig begleiten zu lassen. Und dann sieh zu, dass Du Deinen Mann vollständig einweihst in Deine Gedanken, inklusive der Gedanken um die Trennung. Man neigt leicht dazu, alles im guten zu vermuten, es ist leichter, als Probleme zu lösen. Verdrängung ist eine prima Methode. Also sieh zu, dass Dein Mann aufwacht und die Probleme sieht. Und dann schlepp ihn zur Paartherapie. Wobei das bei finanziellen Problemen so eine Sache ist, umsonst ist die nicht. Aber eine Scheidung ist definitiv teurer.

    ja, ich habe schon bei meiner alten psychologin angerufen und werde es wieder probieren. bisher habe ich sie nicht erreicht, feiertage etc. aber ich denke, im januar wird sie mir schon einen notfalltermin geben, ich war 4 jahre lang bei ihr. bei einer psychiaterin/neurologin bin ich sowieso in behandlung wegen der antidepressiva.


    was meinen mann betrifft: wir sind fast 16 jahre zusammen, es war die große liebe auf beiden seiten. aber wir sind unterschiedlich, ich bin viel sensibler, er ist sehr zynisch, macht bei emotionalen sachen meistens einen witz. ich liebe ihn immer noch, aber ich fühle mich schon lange sehr allein.


    ich schwanke seit jahren zwischen "das ist es einfach nicht mehr" und "ich sollte nicht so empfindlich sein, er ist eben so".


    gestren haben wir uns noch gestritten und dann fiel das wort trennung. ich war kurz ganz ruhig und erleichtert. aber fünf minuten später dachte ich: nein, ich liebe ihn doch! dann haben wir uns versöhnt und ich habe ihn gebeten, dass wir eine therapie machen. er hat schon eingewilligt. wir wollen versuchen, jetzt über die feiertage freundlich zueinander zu sein und uns gegenseitig zu verstehen.


    ich denke, dass ich mich ohne kinder schon vor einiger zeit getrennt hätte. wenn er aber lieb ist, dann ist alles gut.


    es ist schwer zu beschreiben.

    Die Paartherapie kann Euch vielleicht helfen, einander besser zu verstehen. Wenn Du sensibel bist, dann wird es nichts werden, dass Du lernst, mehr hinzunehmen. ER muss lernen, seine Worte bedachter zu wählen. Mit Zynismus und Witze über Emotionen kann man sehr verletzend sein, das sollte eigentlich in einer Ehe keine Notwendigkeit sein. Der Wunsch, einander zu verstehen ist ein Anfang. Helft Euch dabei. Versuch ihm ganz ruhig und sachlich aber bestimmt zu sagen, wenn er Dich mit Worten verletzt. Argumentiere nicht dagegen, schrei nicht, sei nicht beleidigt, aber sagt ihm deutlich, dass er Dich gerade mit diesen Worten verletzt hat. Vielleicht wird er es irgendwann merken und sich Mühe geben, das zu ändern.

    Mir ist aufgefallen, dass es einen zeitlichen Zusammenhang geben könnte, zwischen der zweiten Geburt (Kindesalter 4 Jahre) und Deiner Aussage;

    Zitat

    ich war 4 jahre lang bei ihr. bei einer psychiaterin/neurologin bin ich sowieso in behandlung wegen der antidepressiva.

    Ist es nur (m)eine Vermutung, dass es um eine postpartale/postnatale Depression (Wochenbett-Depression) bei Dir handelt?


    Oder liegt die langjährige Behandlung bereits längere Zeit zurück und wurde nur dann behandelt, wenn es einen akuten Schub gab oder bis heute durchgehend?


    Ich würde empfehlen auf jeden Fall dran zu bleiben in Sachen ärztlicher Therapie gegen die Depressionsauswirkungen. Vorallem Dein Schlafdefizit sollte möglichst zeitnah ausgeglichen werden, im Idealfall nicht ausschließlich über Schlaftabletten.


    Welche Gedanken und Probleme sind derzeit so belastend , dass es bei Dir zu keinen/geringen entspannten Schlafphasen kommt?


    Geht dies (ausschließlich) auf die Situation daheim zurück oder fällt dies im Zusammenspiel unter die Auswirkungen Deines Depressionsschubs?


    Vielleicht brauchst Du neben der Gesprächstherapie andere Medikamente oder eine neue Dosierung. Es wäre gut, wenn Du Dir Entlastung suchen würdest. Schon mal an einen Babysitter gedacht, der Dir ermöglicht ab und zu daheim raus zu kommen, um dem stressigen Alltag etwas zu entkommen? Wie sieht die Unterstützung von Freunden und durch Verwandte aus?


    Gäbe es die Möglichkeit Dich zu entlasten, sodass die Kinder ab und zu auswärts bei Freunden oder den Großeltern übernachten?


    Männer und Frauen gehen mit inneren Konflikten und Problemen manchmal sehr unterschiedlich um. Es kann durchaus sein, dass Dein Mann um keine Gefühle zulassen zu müssen, in Sarkasmus, schlechten Witz und Ironie verfällt. Es muss jedoch nicht heißen, dass sich das ausschließlich gegen Dich als Partnerin richtet.


    Allerdings lässt sich das von außen schwer einschätzen, wenn es keine konkrete Darstellung der Konfliksituation bzw. eurer Kommunikation dabei in Deinen Beiträgen unterstützend dazu gibt.


    Die Partnertherapie würde ich empfehlen erst dann in Anspruch zu nehmen, wenn es Dir seelisch besser geht und Du emotional stabiler wirst. Beides zeitgleich in Angriff zu nehmen könnte für Dich zu belastend werden, und in eine Frustsituation führen, wenn Du Dich davon überfordert fühlst.


    Für euer Vorhaben eure Konflikte über die Feiertage ruhen zu lassen wünsche ich alles Gute. Drücke die Daumen das ihr es gemeinsam umsetzen könnt. Versuche Dich etwas entlasten zu lassen, Dir den Schlaf zu holen der Dir im Moment akut fehlt. :)* :)z

    Deine Depression wurde hier schon thematisiert, die Paartherapie ist auch eine gute Idee.


    Ich frag mich aber auch, was mit deinem Mann los ist. Er behandelt dich verbal nicht korrekt, später tut es ihm aber leid. Hat er zu diesem späteren Zeitpunkt dann eine Ahnung, warum er sich so daneben benimmt?


    Ich finde ja gut, dass ihr miteinander reden könnt. Also könntest du ihn vielleicht mal nach den Ursachen für sein Verhalten fragen. Dabei solltest du klar machen, dass du grade nicht darauf aus bist, ihm deswegen Vorwürfe zu machen, sondern es darum geht, sein Verhalten zu verstehen. Vielleicht kannst du oder könnt ihr ja irgendwas tun, um dies Problem zu beseitigen.


    Lass ihn doch mal in Worte fassen, wo er die Ursache des Problems vermuten würde. Gut möglich, dass er es selbst nicht wirklich weiß, aber vielleicht hat er zumindest eine Ahnung, vielleicht könnt ihr dem Problem gemeinsam auf die Spur kommen.


    Nur so als Ideen, was los sein könnte:


    Kann er das vielleicht selbst einfach nicht kontrollieren, etwa wegen einer psychischen Krankheit? Extreme Stimmungsschwankungen? Borderline?


    Oder hat er irgendwelchen Frust, den er dann an dir auslässt? Probleme bei der Arbeit? Oder sind es die finanziellen Probleme, die ihn fertig machen?


    Oder hat er Frust wegen dir bzw. irgendwelche Probleme mit dir? Wegen irgendwas, was du machst? Oder nicht machst? Sexuelle Probleme?


    Ist er zufrieden mit seinem Leben? Oder wo sind die großen Baustellen? Gibt es eine Chance, wenigstens an einer dieser Baustellen etwas zu ändern? Und könnte das vielleicht positive Auswirkungen auf sein Verhalten haben?


    Mir hat ein ähnliches Gespräch in diesem Sommer extrem weitergeholfen. Ich hätte es kaum für möglich gehalten, aber von zwei großen und wie mir schien ziemlich hoffnungslosen/ausweglosen Problemen in meinem Leben hat sich eines komplett erledigt. Und das lässt mich das andere Problem auch besser ertragen, auch wenn dieses andere Problem weiterhin ziemlich hoffnungslos aussieht.

    danke. ich habe alles aufmerksam gelesen.


    ich liege leider immer noch wach. ohne schlafmittel schlafe ich nicht mehr ein und das nehme ich nur alle paar tage, weil man ja davon abhängig werdne kann. ich denke jede nacht darüber nach, wie ich es finanziell hinkriegen würde bei einer trennung, wie es mit dem wohnen wäre etc. ich habe das absurde gefühl, dass ich erst wieder schlafen kann, wenn wir getrennt sind.


    eigentlich glaube ich nicht, dass ich einen depressiven schub habe. ich bin in einer gefühlsmäßigen ausnahmesituation und mache mir extreme sorgen, aber abgesehen davon fühlt es sich nicht an wie in der depression, nein.

    @ dosis:

    ich hatte eine postnatale depression nach dem ersten kind, bei der zwiten schwangerschaft wurde ich die ganze zeit psychologisch und psychiatrisch begleitet, da ging es ganz gut.

    Zitat

    Kann er das vielleicht selbst einfach nicht kontrollieren, etwa wegen einer psychischen Krankheit? Extreme Stimmungsschwankungen?

    er hat extreme stimmungsschwankungen, ja.

    Zitat

    Oder hat er irgendwelchen Frust, den er dann an dir auslässt? Probleme bei der Arbeit? Oder sind es die finanziellen Probleme, die ihn fertig machen?

    manchmal schon, ja. das finanzielle belastet ihn definitiv.

    Zitat

    Oder hat er Frust wegen dir bzw. irgendwelche Probleme mit dir? Wegen irgendwas, was du machst? Oder nicht machst? Sexuelle Probleme?

    er ist sehr oft unzufrieden, weil ich in seinen augen eine sehr schlechte hausfrau bin und es nicht ordentlich genug halte undzu selten mit ihm schlafe.


    er ist 90% der zeit zynisch und/oder macht blöde witze. meiner vermutung ist, dass er das leben anders nicht ertragen kann. aber ich kann das nicht mehr ertragen.

    Zitat

    vielen dank für all eure kommentare, bis auf den von kantenmechaniker, den ich so dumm finde, dass ich ihn nicht kommentieren möchte.

    Ich finde den Kommentar vom Kantenmechaniker nicht blöde, sondern ziemlich beachtenswert.


    Deine Kinder sollten in ihrem Umfeld bleiben, wo ihre Zimmer, ihre Freunde und Papa sind. Ok, dann fehlst du ihnen. Aber wenn du sie mitnimmst, haben sie zwar dich aber alles andere nicht mehr.


    Für so kleine Kinder ist so eine Elterntrennung traumatisch.

    Da wir ja nur Deine Sichtweise hier kennen, ist es schwer zu beurteilen, wie es zwischen euch wirklich abläuft. Was ich so herauslese ist vor allem, dass Du ein massives Problem mit Dir selbst hast, sei es depressionsbedingt oder woher auch immer.


    Schau zu, dass Du das in den Griff bekommst, professionelle Hilfe kann dabei auf alle Fälle nicht schaden.


    ...und versuche bitte die Kinder außen vor zu lassen. Wenn es Dir nicht gut geht, wirst Du ihnen keine große Hilfe sein.


    So hart es auch klingt, kantenmechanikers Beitrag war alles andere als dumm. Er war hart, aber leider vollkommen korrekt.


    Ich wünsche Dir alles Gute.

    Zitat

    So hart es auch klingt, kantenmechanikers Beitrag war alles andere als dumm. Er war hart, aber leider vollkommen korrekt.

    Das sehe ich ehrlich gesagt auch so. Wieso sollte es deinen Kindern bei dir nach einer Trennung besser gehen? Wieso möchtest du sie nicht in einem Haus bei einem psychisch stabilen Menschen lassen und sie stattdessen aus ihrem Umfeld reißen und sie großziehen, wenn du nachts nichtmal schlafen kannst?


    Selbst wenn du es willst, kannst du dich doch gar nicht richtig um sie kümmern? Deine Kinder würden unter einem Leben mit dir leiden. Meiner Mutter ging es ähnlich wie dir. Ich habe davon ebenfalls einen psychischen Schaden erlitten.


    Einsame Mütter mit Depressionen sind nicht unbedingt die besten Eltern. Ich glaube, das ist dir nicht klar.


    Was spricht dagegen, die Kinder bei deinem Mann zu lassen?


    Dann bleiben sie in ihrem Umfeld. Sie behalten ihr Heim, ihre Schule und ihre Freunde. Für sie wäre es so besser. Finanziell könntest du deinen Mann unterstützen, sodass er das Haus halten und für die Kinder sorgen könnte.


    Stattdessen möchtest du sie mitnehmen. Warum? Damit du nicht einsam bist?

    Vielleicht solltest Du Dich auch mal fragen, warum dein Mann so ist wie er ist. Wir lesen hier nur von Deiner Sichtweise der Dinge. Möglicherweise fühlt er sich vernachlässigt , wegen der Kinder oder weil Du genug mit dir selbst zu tun hast zurzeit. Da kommt sich ein Mann oft nur vor wie der, der halt Futter herbeischaffen muss. Das kann einem auf Dauer schon die gute Laune nehmen.


    Hat der denn auch seine Meinung zu Euren Problemen geäussert und wenn ja, wie sieht er das alles denn ?

    An alle, die meinen, die Frau solle doch ausziehen und die Kinder beim Mann lassen:


    Abgesehen davon, dass man sich in den meisten Fällen von einem Teilzeitgehalt weder eine Wohnung leisten, noch den Mann dann zusätzlich finanziell unterstützen kann - wie soll denn eurer Meinung nach dann bitte die Kinderbetreuung aussehen?


    Der Mann arbeitet Vollzeit!


    Und die Frau müsste dann wohl auch Vollzeit arbeiten gehen, die Kinder werden dann fremdbetreut - ja das ist in so einer Trennungssituation natürlich optimal, viel besser als wenn die Kinder umziehen müssten :(v


    Der Gedanke, den ihr habt, ist im Ansatz gut, aber leider völlig realitätsfern.

    Zitat

    Und die Frau müsste dann wohl auch Vollzeit arbeiten gehen, die Kinder werden dann fremdbetreut - ja das ist in so einer Trennungssituation natürlich optimal, viel besser als wenn die Kinder umziehen müssten :(v


    Der Gedanke, den ihr habt, ist im Ansatz gut, aber leider völlig realitätsfern.

    Willkommen im Jahr 2016. Was heutzutage an Kinderbetreuung angeboten und geleistet wird, zumindest in nichtkirchlichen Einrichtungen, ist schon nicht von schlechten Eltern.


    Dort sind sie auf alle Fälle besser aufgehoben als auf dem zu erwartenden Schlachtfeld.


    Wichtig ist, dass die zwei Elternteile die Kinder nicht in Ihre Angelegenheiten mit reinziehen.

    Zitat

    Willkommen im Jahr 2016. Was heutzutage an Kinderbetreuung angeboten und geleistet wird, zumindest in nichtkirchlichen Einrichtungen, ist schon nicht von schlechten Eltern.

    Muss man sich aber auch erstmal leisten können als Normalverdiener ;-) davon abgesehen kommt's drauf an wo man wohnt, nicht überall sind die Angebote so gut.

    Zitat

    Dort sind sie auf alle Fälle besser aufgehoben als auf dem zu erwartenden Schlachtfeld.

    Wie kannst du das wissen? Wer sagt überhaupt, dass es ein Schlachtfeld wird?


    Ich denke, für die Kinder, die gerade mal 4 und 8 Jahre alt sind, sollte sich die Betreuungssituation nicht dermaßen radikal ändern. Sie sind es wohl gewöhnt vormittags im Kindergarten/Schule, den Rest des Tages bei Mama zu sein und dann sollen sie auf einmal den ganzen Tag in eine Einrichtung? Wozu?


    Aus Prinzipienreiterei? Weil die Mutter ja schließlich die Trennung wollte und sich für den Vater möglichst nichts ändern soll?