• Verzweiflung. Ist noch mit einer Chance zu rechnen?

    Hallo ihr Lieben, vielleicht habt ihr schon Erfahrungen damit gemacht und ich hoffe ihr könnt mir wirklich hilfreiche Tipps geben. Mir liegt sehr viel daran. Nun zu meiner Geschichte. Ich habe im Dezember 2011 meinen absoluten Traummann kennen gelernt. Wir haben uns super verstanden und meinen Sohn den ich mit in die Beziehung gebracht habe, hat er…
  • 74 Antworten

    Wir haben wenig gestritte, dafür stark. Nur das letzte halbe Jahr viel. Das ich eine anstrengende Frau sein soll kann ich nicht verstehen. Ich habe mich viel zurück gehalten, ihn machen lassen.


    Und unseren Sohn habe ich nicht bekommen um ihn zu halten. Mir ist bewusst das dies mit einem Kind nicht geht.


    Nochmals... Wir er hat seinem Vater so oft die Stirn geboten. Aber das nützt nichts. Das hat seine Partnerin versucht, Therapeuten usw. Bei dem kommt nichts an.


    Mein Freund und ich haben sehr viel für den anderen getan ohne eine Gegenleistung zu fordern. Er war emotional für uns da und auch finanziell soweit er konnte.


    Ich mache eine Verhaltenstherapie. Verlustangste habe ich keine. Dann würde ich ihn starken etc.


    Und ich bin in einem Alter in dem man weiß was Liebe ist. Natürlich kann ich mir wie jeder andere das vermutlich macht sagen. Ach kummer dich nicht mehr um den und such dir was neues. Aber dann würde ich mir und wem anders was vormachen. Der Mensch bin ich nicht.


    Ich Liebe meinen Ex.


    Und aus dem Grund lass ich ihn gehen. Es tut weh. Aber wenn er zurück kommt dann weiß ich das es für immer hält.


    Die Gefühle waren auf beiden Seiten einfach unglaublich stark und ich bin sicher das sie erkaltet sind.


    Das kann auch niemand beurteilen. Es hat uns ja keiner von euch als Paar erlebt.

    Zitat

    Natürlich möchte ich etwas ändern. Ich habe mich im Sportstudio angemeldet, da ich in der Beziehung ziemlich zugenommen habe. Ich habe Betreuungsplätze für die Kinder in Anspruch genommen damit ich beruflich weiter komme. Ich mache eine Therapie (Verhaltenstherapie), weil ich oft uberreagiert habe. Ich beschäftige mich intensiv mit meinen Kindern, das konnte ich nicht mehr und ich pflege wieder Freundschaften und Hobbys.

    wenn ich mir das hier durchlese, dann hoffe ich so sehr, dass du das aus tiefstem herzen für dich machst und nicht, weil du ihn wieder haben möchtest!


    ich sehe für euch beide nämlich nur noch eine (kleine) chance, dass du aus all dem oben genannten stark hervorgehst und er sich dann neu in dich verliebt... ob du dich dann auch in ihn, wenn er nicht an sich arbeitet, ist eine ganz andere frage!?

    Zitat

    Nochmals... Wir er hat seinem Vater so oft die Stirn geboten. Aber das nützt nichts. Das hat seine Partnerin versucht, Therapeuten usw. Bei dem kommt nichts an.

    Versteh ich nicht. Es geht doch hier nicht darum, seinen Vater zu therapieren oder ähnliches. Dein Freund ist ein erwachsener Mann, der eine Meinung und ein Leben unabhängig von seinem Vater haben darf und KÖNNTE, wenn er es wollte. Es gibt Menschen, die brechen den Kontakt zu ihren Eltern ab, weil die Eltern ihre Parterwahl nicht akzeptieren können. Das soll nicht heißen das sowas gut ist, oder erstrebenswert, sondern einfach, dass ich nicht akzeptieren würde als Frau, dass mein erwachsener Partner seinen Vater vorschiebt als Grund, warum er mit dir zusammen kein Leben führen kann. Er muss ihm doch nicht täglich die Stirn bieten. Die meisten Menschen in eurem Alter (um die 30, richtig?), die ich kenne, wohnen nicht mehr bei ihren Eltern, und daher muss man auch nicht jede Entscheidung mit den Eltern besprechen. Man besucht sie, man ruft sie an, aber man lässt sie in dem Alter doch nichtmehr wichtige Lebensentscheidungen bestimmen.

    Zitat

    Mein Freund und ich haben sehr viel für den anderen getan ohne eine Gegenleistung zu fordern. Er war emotional für uns da und auch finanziell soweit er konnte.

    Ok, das war bislang nicht so aus deinen Posts rübergekommen.

    Zitat

    Und ich bin in einem Alter in dem man weiß was Liebe ist.

    Die Aussage finde ich merkwürdig. Was hat Liebe mit dem Alter zu tun?

    Zitat

    Ich Liebe meinen Ex.


    Und aus dem Grund lass ich ihn gehen. Es tut weh. Aber wenn er zurück kommt dann weiß ich das es für immer hält.

    Ist das aus irgendeinem Sprüchebuch? Klingt nämlich so. Man weiß doch nie, ob etwas für immer hält. Deswegen ist es ja so wichtig, den anderen nicht schlecht zu behandeln. Du hast in diesem Leben keine Garantie auf eine dauerhaft glückliche Partnerschaft. Die Liebe ist wunderschön, solange sie da ist, aber ob sie für immer hält weißt du nie. Von solchen Binsenweisheiten würde ich mich fernhalten.

    Zitat

    Das kann auch niemand beurteilen. Es hat uns ja keiner von euch als Paar erlebt.

    Das stimmt, wenn du allerdings mit solchen Argumenten kommst, dann Macht das alles hier keinen Sinn. Wir sind Fremde und du hast uns um Rat gefragt. Was du davon annimmst, ist ganz allein deine Entscheidung. @:)

    Zitat

    Wenn ich Verlustangste hätte dann würde ich ihn stalken

    Bei dir klingt das, als wenn es eine völlig normale Alternative wäre.. :-/

    Zitat

    Die Gefühle waren auf beiden Seiten einfach unglaublich stark und ich bin sicher das sie erkaltet sind.

    Das glaube ich dir. Nur ist das nicht jeden erstrebenswert. Die Gefühle waren wohl in jeder Hinsicht stark, auch beim Streit, umso toller fühlt sich natürlich dann das Gegenteil an. Starke und intensive Gefühle sind für mich überhaupt kein Gradmesser, ob die Beziehung gut und förderlich ist, oft ist es genau das Gegenteil. Es kann sehr anstrengend und auslaugend sein und befreiend, wenn man sie hinter sich gelassen hat.


    Wie soll das denn mit den Kindern weiter gehen?

    Puhh schwierig.


    Also ich kenne Menschen die sind schon dreißig Jahre verheiratet. Und weshalb? Weil sie an ihrer Partnerschaft arbeiten und das immer und immer wieder. Auch wenn es schwierige Zeiten gibt.


    Stalken Israel für mich normal? Definitiv nicht. Ich finde das krank. Aber wenn man siwas wie Verlustängste hat tut man so etwas doch. Oder nicht?


    Also ich lebe seit ich 16 bin allein. Er kennt siwas nicht. Er hat sich von seiner Oma abhängig gemacht, die ihn groß gezogen hat und die mit ihm und seinem Vater in ihrem Haus lebt.


    Wenn sie mal nicht mehr ist möchte er das Haus übernehmen. Würde er gehen, dann würde sein Vater die Oma soweit bringen dass sie ins Heim kommt und das Haus verkaufen.


    Mein Ex ist schon für länger mal mit in meiner Wohnung gewesen. Dann hat ihm sein Vater gedroht. Haus wird verkauft, Oma kommt ins Heim. Und er fühlt sich gegenüber seiner Oma auch verpflichtet. Sie hat ihn groß gezogen und ihm vieles ermöglicht.


    Schwierig.


    Und Liebe hat meiner Meinung nach nichts mit dem Alter zu tun. Viele sind nur der Meinung das man jung noch nicht weiß was Liebe ist. Ich wollte damit sagen ich bin reif dafür. Ich kann meine Gefühle richtig einschätzen.


    Ich wäre Natur froh darüber wenn er die Kinder öfters besuchen kommt

    Zitat

    Aber wenn man siwas wie Verlustängste hat tut man so etwas doch. Oder nicht?

    Nein, das tut "man" nicht automatisch, echt nicht. Es sei denn, wir verstehen verschiedene Dinge unter Stalken, aber die Verlustangst muss schon so sehr, sehr existentiell werden, wenn man jemanden einsperrt und das gleich 3 mal. Das hast du aber als "ein wenig Stalken" oder so bezeichnet.


    Ich glaube dir, wenn du sagst, dass deine Gefühle sehr intensiv waren, die Liebesgefühle, wie auch die Angst. Das bedingt sich gegenseitig, intensiviert sich, spricht aber nicht unbedingt für eine Beziehung, die auch beiden gut tut.


    Ich würde dir wünschen, dass du selber mehr in dir ruhst und diese intensiven Gefühle nicht mehr so brauchst.

    Zitat

    Dann hat ihm sein Vater gedroht. Haus wird verkauft, Oma kommt ins Heim. Und er fühlt sich gegenüber seiner Oma auch verpflichtet. Sie hat ihn groß gezogen und ihm vieles ermöglicht.

    Er hat sich manipulieren lassen und, da gebe ich dir recht, er hat sich abhängig gemacht, aber nicht von der Verpflichtung seiner Oma gegenüber, sondern von seinen eigenen Wünschen was das Haus anbelangt. Würde er auf das Haus verzichten, könnte ihn sein Vater nicht unter Druck setzen.

    Ja. Deshalb auch die Verhaltenstherapie.


    Ich möchte ruhiger, gelassener werden.


    Stimmt. Wenn er auf das Haus verzichten würde dann könnte ihm sein Vater gar nichts mehr. Ich bin sicher das er seinem Vater dann auch den Rücken umkehren würde. Da er ihn nicht mag.


    Das Haus ist schon seit 16hundert irgendwas im Familienbesitz. Für ihn sehr wertvoll.


    Ich weiß nicht was man da tun kann. Vermutlich nichts. Er hat auch so viel da rein gesteckt an Energie und Zeit damit es erhalten werden kann

    Eure Beziehung hat sehr verschiedene Baustellen in meinen, die im Gesamtpaket eure Schwierigkeiten ausmachen. Vermutlich wird ein Beitrag nicht reichen, um das alles aufzudröseln. Ich versuche es also mal in Etappen, damit Du es leichter hast.


    Ich fange mal von hinten an, Problematik Haus.


    Das Dein Freund zu diesem Haus so eine innige Verbindung hat, wird verschiedene Ursachen haben. Jedoch fällt es auf das Basisproblem zurück. Es ist der erste und letzte Ort in dem er den Menschen hatte, den er innerlich noch am meisten vermisst. Seine Mutter. Eine Oma ist ein lieber netter Mensche, sicher auch eine sehr liebe gute Bezungsperson, aber eine eigene Mutter zu haben, ersetzt dies nicht. Wer Adoptivkind ist, wird dieses Gefühl kennen, egal wie toll die Pflege/Adoptiveltern sind. Dieses Gefühl der eigenen Wurzeln, diese zu kennen ersetzt es nicht.


    Mit seinem Vater verbindet ihn vermutlich eine Art Hass-Liebe. Man kann jetzt viel darüber spekulieren, wie dieser Mann vor dem Tod seiner Frau war. Glaube aber schon, dass der frühe Weggang eines Partners jemand emotional völlig aus der Bahn werfen kann, es wie ein Trauma in einem zurück bleibt. Es kann ihn damals völlig überfordert haben, von jetzt auf gleich mit einem kleinen jungen, einem Haus und der Verantwortung zurück zu bleiben. Wie gesagt /wir/Du/ich kenne/n/st das vorher nicht.


    Deinem Freund fällt es vermutlich so verdammt schwer, die letzte Bastion von Kindheit, Oma und Mutter hinter sich zu lassen, weil er sich jetzt für diese alte Frau, die ihm Zuhause war auf seinem Lebensweg war- eine tiefe Verantwortung fühlt. Weiß, wenn er aus ihrer Nähe weg geht, dann ist sie den Launen und dem Verhalten seines Vaters ausgesetzt. Kann diese innere Angst schon verstehen, die ihn dort nicht weglässt. Auch, wenn es euch als Paar sicher viel Kummer und Probleme erspart hätte, wenn er das hinter sich gelassen hätte.


    Im Moment ist der Vater die prägende Übermacht in seinem Leben. Ich könnte mir vorstellen, dass er vieles ungesagt hinnimmt, um dieser alten Frau das Zuhause zu erhalten. Alte Bäume zu verpflanzen bringt viel Unruhe in das Leben, manche schaffen es nicht mehr Wurzeln an einem neuen Ort zu bilden. Es wird zu viel Vertrautes zurück zu gelassen. Wie ist das Verhältnis seines Vaters zur Oma Deines Ex-Freundes? Ist es die väterliche Oma oder die mütterliche? Meiner Vermutung nach wohl die väterliche.


    Wie ist Dein persönliches Verhältnis zu ihr? Hat sie das Bedürfnis die Ur-Enkel zu sehen? Wenn ja, wäre es möglich für diese außerhalb des Hauses zu sehen?


    Diese Frau ist, in meinen Augen der einzige Hort, der die Vergangenheit Deines Ex-Freundes aufklären kann. Gut möglich, dass er Dir gegenüber Verdrängtes nie kommuniziert hat. Menschen die tief verletzt und traumatisiert sind, tun das häufiger nicht. Ob es jetzt noch Sinn machen würde, ein Gespräch herbei zu führen, ohne das diese Frau zwischen die Fronten von Deinem Ex-Freund und Dir zu geraten, kann ich an dieser Stelle nicht sagen. Wie war Dein persönliches Verhältnis zu ihr? Wie sah sie eure Beziehung? Hat sie auf diese aktiv Einfluss genommen?

    Zitat

    Ich habe im Dezember 2011 meinen absoluten Traummann kennen gelernt. Wir haben uns super verstanden und meinen Sohn den ich mit in die Beziehung gebracht habe, hat er angenommen als wenn es sein eigener wäre. Da mein Sohn seinen leiblichen Papa nicht kennt, habe ich zugelassen dass er zu meinem Partner Papa sagt und er wollte das auch so.


    ****


    Die Anfänge sind immer schön, und in meinen Augen hättet ihr diese Phase länger wachsen lassen müssen. Wenn er zum ersten Mal in seinem Leben mit einem Kind zusammen gelebt hat, hat das einen hohen Anspruch an einen Menschen. Im "Normalfall" baut sich nach dem Verlieben zuerst die Paarbeziehung auf, festigt sich im Alltag, man ersprobt Strukturen, Rituale, ob dies beziehungstauglich ist. Dein Expartner baute in dieser Zeit zwei Beziehungsebenen auf, was dem einen leichter fällt, dem anderen eher schwer. Aber, wie Du es schreibst, hat er bzw. ihr das gut gemeistert.

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    Im Oktober 2012 kam unser gemeinsamer Sohn zur Welt. Wir waren sehr glücklich.

    Diesen Zeitpunkt halte ich für etwas verfrüht, ist aber sicher eigene Sichtweise. Ihr wart knapp ein Jahr zusammen, von denen Du 9 Monate schwanger warst. Eine Zeit voller Hormone und deren Schwankungen.


    Da blieben nur knapp 2 Monate, die ihr unbeschwert als Paar Verliebheit und rosa Wolken genießen konntet. Mit Deiner Schwangerschaft entstand gleich ein neues Verantwortungsfeld, die Frage, wo gemeinsam leben, wie finanzieren wir das, wer kümmert sich um die Kinder, wer stemmt das Familienbuget.

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    Er wollte unser Kind erst nicht. Weil wir noch zu früh zusammen gewesen sind.

    Diese Aussage unterstreicht meine Sichtweise dahin gehend. Das er sich bereits in dieser Phase schon überrumpelt gefühlt hat. Das kann sich über die Monate auch ohne Deine eigene Wahrnehmung Stück für Stück aufgebaut haben. Was nicht bedeutet, er hat sich über die Geburt nicht gefreut, sondern nur, dass es ihm für eine so kurze und noch nicht gewachsene Beziehung zu viel Verantwortung war.

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    Doch ich hatte große Probleme dem Vater meines Partners. Er ist sehr dominant und deshalb bin ich da wieder ausgezogen. Mein Partner und ich. näherten uns dadurch wieder an

    Ihr seid bereits nach knapp 6 Monaten zusammen gezogen, ich gehe davon aus, dass u.a. diese Entscheidung davon beeinflusst wurde, dass ihr Geld sparen musstet. Eine eigene Wohnung kostet viel Geld, zwei Kinder die dazu kommen auch. Wollte er zu diesem Zeitpunkt nicht in Deine Wohnung ziehen, oder wäre diese räumlich zu klein gewesen? Hast Du eine Ausbildung gemacht? Wie alt ist dein älterer Sohn? Wie alt bist Du?


    Es ist mir wirklich sehr wichtig. Wir waren 2,5 Jahre zusammen. 1,5 Jahre davon haben wir zusammen gelebt. Wir haben einen gemeinsames Kind und für meinen Sohn ist er der Papa. Auch waren wir verlobt und er hat mir vor zwei Monaten gesagt dass ich die Frau seines Lebens bin.


    Die 1,5 Jahre Jahre habt ihr beide quasi fast hälftig ohne sein Elternhaus gelebt, (nach 6 Monaten zusammen gezogen zum 1. Mal), und die andere Zeit alleine als Paar. Welche Phase war die entspanntere zwischen euch, gab es in der Zeit ohne leben im Mehrgenertionenhaus auch Streit, oder überwiegten damals die harmonischen Phasen?

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    Er wollte unser Kind erst nicht. Weil wir noch zu früh zusammen gewesen sind. Als ich dann im dritten Monat war ist er immer mit zu den Untersuchungen und war für mich da. Wir konnten über alles sprechen und es bestand bei uns immer ein Geben und Nehmen. Wir verbrachten so viel Zeit wie wir konnten als Familie zusammen.

    Was hat diese Zeit ausgemacht? Wie sahen eure Aktiviäten aus? Ich nehme an, Du hast die Elternzeit genommen, Dein Freund war über Tag arbeiten, oder?

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    Eine Familientherapie wollten wir machen. Doch als sein Vater davon erfuhr, schaffte er es schnell ihm das ausreden. Er hat großen Einfluss auf ihn.


    In meinen Augen, wäre die 1. nötige Therapie zwischen Vater und Sohn gewesen, weil diese disharmonische Beziehung alle anderen überlagert. Macht jedoch nur Sinn, wenn von beiden Seiten genug Respekt, Achtung und der Wunsch vorhanden ist, dies ernsthaft anzugehen.

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    Er meinte vor einem Monat zu mir, dass er große Schwierigkeiten mit dem älter werden hat. Er möchte erstmal richtig leben. Seine Mama ist mit etwas über 30 an Blutkrebs gestorben. Er wird bald 30.

    Darin sehe ich einen sehr großen Knackpunkt, in seinen Gefühlsschwankungen. Habe meine Mutter auch in meinen Augen jung verloren, es gab eine ernste Vorerkrankung. Kann mich deshalb gut darin rein fühlen, von sich zu glauben; Wann erwischt es mich selbst. Hab ich dann bereits alles gelebt, was mir wichtig ist. Es kann so etwas wie innere Flucht auslösen. Vielleicht auch die Angst, dass sich sein eigenes Drama wiederholen könnte. Das Trauma als Elternteil zu füh aus dem Leben der Kinder zu gehen. Diese Lücke seiner Mutter, wurde nie ausgefüllt. Das kann sich auf ihn persönlich übertragen haben. Hat in diesem Moment mit Dir dann allerdings als Partnerin wenig zu tun. Das ist etwas, dass nur in ihm weiter lebt.

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    Ich verstehe nicht wie sich innerhalb weniger Stunden Gefühle abbauen können.


    Ich denke er rennt vor sich weg und hat Angst verletzt zu werden, weil es sehr viel Streit gab, zum größten Teil wegen seinem Vater.

    Ich denke oder könnte mir vorstellen, dass Dein Ex-Freund von seinem Vater, nie die Liebe und Anerkennung bekommen hat (oder auch zu wenig), um als Mann reifen zu können. Es kann ein verbitterter Kampf sein, um etwas ringen zu müssen, was verweigert wird. Deswegen wäre es schon nicht unwichtig gewesen, mehr über das Leben des Vaters zu wissen. Vielleicht hat er selbiges durchlebt und es als Beziehungsmuster mit in sein Leben übernommen. Es kann aber auch durch den frühen Tod der Mutter entstanden sein. Vielleicht hat er in seinem Sohn zu sehr die verlorene Partnerin gesehen, vielleicht gibt es Schuldkomplexe, seiner jungen Frauen nicht helfen zu können. Bleibt aber an dieser Stelle reine Spekulation. Kein Mensch kommt problembehaftet auf die Welt, er wird von seiner sozialen Umfeld beeinflusst.

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    Meine Güte er ist fast dreißig und wir haben Kinder. Da wirft man das doch nicht einfach so weg.

    Du hast bereits mit 16 eigenständig gelernt zu leben, sicher auch durch die frühe Geburt Deines ersten Sohnes beeinflusst. Da kannst Du ihm schon ein weites Stück voraus sein, was die Reife angeht. Er hat bis zu eurem ersten Zusammenzug nur daheim gelebt, kennt also nichts anderes. Das kann unter dem Einfluss des dominanten Vaters seine emotionale Reife massiv beeinflusst haben, auch die zum Mann. Bis dato hat denke der Vater viele Entscheidungen für sein Leben getroffen. Dadurch hat meiner Vermutung nach, nie richtig erfahren können, wo seine Ziele, Wünsche und Bedürfnisse liegen.

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    Aber durch die Entfernung bin ich sehr eifersüchtig geworden und ich unterstellte ihm oft Dinge. Wir stritten bis auf Messer Schneide und dann trennte sich von mir. Er sagte dass er mich nicht mehr richtig liebt. Das war im Juli 2013.

    Das Eifersucht und Unterstellungen nicht beziehungsförderlich sind, wirst Du jetzt zu diesem Zeitpunkt sicher selbst erkannt und reflektiert haben. Sich bis auf Messers Schneide zu streiten, kann sehr viel kaputt machen. Ich vermute Du bist der dominantere und emotionale Part eurer Beziehung. Du, weil Du die Verantwortung der beiden Kinder im Rücken hast, sicher auch die Angst den Vater und die Bezugsperson für die Kids zu verlieren. Das lässt einen schon sehr irrational Dinge sehen, die nicht existieren. Es könnte sein, dass sich unterschwellig auch eine Eifersucht zum Vater Deines Ex-Partners entwickelt hat, weil deren Einfluss auf den Sohn größer war, als Dein eigener. Also ein Art von Kokurrenzkampf, und da sich Dein Ex-Freund nicht entscheiden wollte, die schon begründete Angst, die Oma im Heim sitzend zu sehen, wenn der Vater das Haus verkauft. Mitunter zu viel für ihn, der sich nicht von daheim abnabeln konnte. Anders als Du.

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    Wir haben wenig gestritten, dafür stark. Nur das letzte halbe Jahr viel. Das ich eine anstrengende Frau sein soll kann ich nicht verstehen. Ich habe mich viel zurück gehalten, ihn machen lassen.


    6 Monate intensivsten Streits, egal woher die Gründe kommen, kann die emotionale Tiefe einer so jungen Beziehungen verdammt beinflussen. Wäre das nach ein paar Jahren gewesen, hättet ihr schon einen richtig eigenen Lebensmittelpunkt gehabt, hätte dies anders geprägt sein können. Vielleicht ist Dein Ex-Freund jemand, der nach emotionaler Sicherheit und Ruhe sucht. Nicht ganz unverständlich, wenn ich an die Beschreibung im Verhältnis zum Vater denke. Die war, wie es scheint auch konfliktträchtig. Es kann also durchaus Flucht, einer ihm bekannten Gesamtsituation sein. Du bist ihm darin überlegen, dass Du dies aushalten kannst und darüber hinaus Deine Gefühlsbasis bewahren kannst.

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    Und unseren Sohn habe ich nicht bekommen um ihn zu halten.

    War es ein Unfall von Deiner Seite aus? Verhütung versagt? Oder gar nicht verhütet zu der Zeit?


    Ich Liebe meinen Ex.


    Leider reicht DAS alleine nicht, wenn er diese Liebe nicht ebenbürtig mit Dir leben kann.

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    Und aus dem Grund lass ich ihn gehen. Es tut weh. Aber wenn er zurück kommt dann weiß ich das es für immer hält.


    Die Gefühle waren auf beiden Seiten einfach unglaublich stark und ich bin sicher das sie erkaltet sind.

    Die erste Erkenntnis ist eine sehr reife. Etwas nicht jeder in dieser Phase kann. Wenn 2 Menschen sehr stark emotional aufeinander reagieren, kann das viel zerstören, weil keiner im anderen den Part hat, den er sich wünscht.

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    Ich habe mich im Sportstudio angemeldet, da ich in der Beziehung ziemlich zugenommen habe. Ich habe Betreuungsplätze für die Kinder in Anspruch genommen damit ich beruflich weiter komme.

    Dies solltest Du so weiter durchziehen. Weniger wegen ihm, als für die eigene Zufriedenheit. Erst, wenn Du wieder mehr in Dir "wohnst" in Dir angekommen bist, wirst Du ausgewogener reagieren können. Zwei Kindern eine starke Mutter zu sein, ist eine Höchstleistung. Die gelingt um so besser, je zufriedener und erfolgreicher Du Dich fühlst. Sehe darin ebenso eine Ursache, dass Du so eifersüchtig und misstrauisch auf Deinen Ex reagiert hast.

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    Ich mache eine Therapie (Verhaltenstherapie), weil ich oft uberreagiert habe. Ich beschäftige mich intensiv mit meinen Kindern, das konnte ich nicht mehr und ich pflege wieder Freundschaften und Hobbys.


    Ich habe diesen enormen Schritt seiner Seits gebraucht um zu verstehen das sich etwas ändern muss.

    Das klingt alles sehr gut. Diesen Weg musst Du konsequent weiter gehen. Absolut unabhängig von ihm. Kann sein, er beobachtet das aus der Ferne mit. Wartet innerlich ab, ob Wort und Tat zusammen gehen. Es kann ein Weg sein, Dich wieder begehrenswerter als Partnerin zu finden.


    Ist aber kein Garantieschein für ein Comeback eurer Beziehung. Wenn seine innere Bindung und sein Verantwortungsgefühl nicht stark genug sind, kann das scheitern.

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    Ich weiß nur nicht wie ich das schaffen kann.

    Obige Schritte sind Weg und Ziel gleichermaßen. Wenn Du Deine Impulsivität ablegen kannst, profitieren auch Deine Kids davon. Fokussiere jedoch Deine Entwicklung nicht zu sehr, auf den Wunsch, ich will ihn unbedingt zurück. Sonst hörst Du irgendwann mittendrin wieder auf, weil es vielleicht nicht klappt.

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    Er hat nur einfach genug von mir. Das war zu viel. Ich wünschte nur dass ich mich ihm wieder naher bringen kann. Ihm zeigen dass sich wirklich was getan hat.

    Geht nur über den Weg, dass Du nicht in alten Mustern hängen bleibst. Das dauert allerdings seine Zeit, nicht von heute auf morgen erreichbar.


    Das Letzteres ziemlich übergriffig und verletzend war, wirst Du heute wissen. In der Folge auch zu dem führen, was Du als Anspannung beschreibst von Seite aus. Wenn 2 Menschen sehr emotional aufeinander reagieren, ist die "Flucht" aus dieser Situation häufig die einzige Alternative. Vermutlich hat er mit seinem Vater, wenn er so stark dominant ist, auch so erlebt. So gesehen wiederholt sich in solchen Situationen etwas, dass er als Kind häufiger erlebt hat. Er vertraut Dir in solchen Momenten nicht mehr. Also wählt er den Abstand, um sich zu schützen.

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    Ich weiß das es klappen würde. Weil ich bereit bin die Dinge die nicht Gut gelaufen sind zu ändern und ich bin schon dabei

    Das allein reicht nicht. Eure Konflikte gingen nicht nur allein von Dir aus. Sein Verhalten hat dazu mindestens ebenso beigetragen. Sein war vermutlich oft genug die Reaktion auf seins.

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    Den Kontakt wird er wohl wegen den Kindern gesucht haben.

    Das kann eine Brücke zwischen euch werden. Wie gesagt kann, nicht muss. Wenn Du anfängst an Deiner Entwicklung zu arbeiten, wird sich die Gesamtsituation entspannen.


    Ob das alles ausreichen wird, alte Wunden zu vergessen, wird Dir niemand sagen können. Eine Chance gibt es nur, wenn er lernt ebenso wie Du Verantwortung für eure Beziehung zu übernehmen. Sich deutlicher vom Vater abzugrenzen, und mit Dir lernt seine Gefühle, zu kommunizieren. Dazu gehören auch seine Ängste, damit Du lernst Dich besser in ihn rein zu fühlen. Allerdings ohne, dass Du Dich und Deine Bedürfnisse zu sehr verleugnest.

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    Und ich weiß das es jetzt an ihm liegt. Verstehen kann ich es nur nicht. Ich halte noch was von Treue und Zusammenhalt.


    Im der heutigen Zeit wird alles viel zu schnell aufgegeben und der Partner ersetzt durch was auch immer.

    Es liegt nicht nur an IHM. Wenn es eine Chance geben soll, müsste ihr euch beide auf den Weg machen. Allerdings im Moment jeder auf seine Art und Weise. Gib ihm die Möglichkeit, ohne Zwänge an der Entwicklung eurer Kinder teilzuhaben. Vermeide jede Art von Vorwürfen, Drucksituationen, um an Dein Ziel zu erinnern. Ein WIR-Gefühl erwächst nur, wenn beide die Chance haben, sich dazu frei entscheiden zu dürfen.

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    Ich denke es wird zu oft zu schnell das Handtuch geworfen und dabei kann man immer eine Lösung finden. Gut dann muss man sich mal für eine Zeit aus dem Weg gehen, aber dann sollte man sich wieder zusammen raufen können. Schade das dies nicht sehr viel so sehen.

    Das habt ihr oft genug versucht. Es hat nicht funktioniert. Zusammen raufen, ist das was ihr mit aller Macht versucht habt, sei es wegen der Kids, sei es, weil ihr zurück liegend noch an euch geglaubt habt.


    Liebe kann nicht erzwungen werden, auch nicht von einer idealisierten Wertevorstellung. So sehr ich sie mit Dir auch teile an dieser Stelle. Eine Familie ist Grund genug, aber nur, wenn beide Partner reif und respektvoll miteinander umgehen. DAS habt ihr nicht immer genug gelöst. Dem ist eure jetzige Situation geschuldet.


    Bleib erst mal bei Dir, dass wäre mein Rat. Entwickel Dich als Mutter und Mensch weiter, damit Du mehr innere Sicherheit und ihm gegenüber nicht bedürftig, sondern als Persönlichkeit autark auftreten kannst. Das fehlt euch beiden derzeit noch. Vielleicht hilft ihm die räumliche Trennung von Dir/euch auch seine Baustellen im Leben zu erkennen.


    Eure Beziehung war zu kurz, um all diese emotionalen Sprünge und Verletzungen aushalten zu können. Lernt daraus, ohne dem anderen oder sich selbst Schuld zu geben und bleibt euren Kids verantwortungsvolle Eltern, egal wie sich das mit euch weiter entwickelt. Viel Glück dazu. :)^ :)z