• Völlig durcheinander

    Hallo zusammen *:), ich habe diesen Faden als Alias eröffnet, da einige Bekannte von mir hier ab und an unterwegs sind und ich nicht unbedingt erkannt werden möchte (auch aus Rücksicht auf meinen Partner). Ich hoffe das ist ok ;-D Ich bin mit meinem Freund schon sehr lange zusammen - mittlerweile seit 12 Jahren. Wir sind beide Anfang dreißig und hatten vor…
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    Auch andere Dinge die mich damals störten, hat er mittlerweile aktiv geändert (die ersten Jahre behandelte er mich während der Stress-Phasen durchgehend wie Luft. Nach vielen Gesprächen verstand er wie belastend das für mich ist- und wie unnötig. Und dass er sich auch besser fühlt, wenn wir einen harmonischen Alltag pflegen. Im Grunde kann er im Nachhinein auch sehr gut reflektieren. Die letzten 4 -5Jahre schaut er nun aktiv, dass er sich mir gegenüber Mühe gibt und ist lieb mit mir, sieht mich als was Positives und eine Verbündete - es sei denn es eskaliert dann alle 1-2

    Das klingt für mich sehr positiv. :)^ Jemand, der sich in der Vergangenheit schon so weiterentwickelt hat, wird das m.E. auch weiterhin machen. Insofern sehe ich es als durchaus realistisch, dass sich das alles noch weiterentwickelt und verbessert.

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    Irgendwie kommt mir die Liebe auch so echt vor. So ungeschminkt. Und ehrlich. Wir sind uns so nah, gerade weil wir diese Hoch- und Tiefs gemeinsam erleben.

    Was hat denn beispielsweise Schlussmachen im Affekt deiner Meinung nach mit Ungeschminktheit und Ehrlichkeit zu tun? Und ist es auch ungeschminkt und ehrlich, wenn nur einer Lastesel spielen muss? Für mich übt dein Partner eine Form von Gewalt aus, auch wenn er zwischendurch lieb sein kann. Zumindest würde es sich für mich gewalttätig anfühlen, wenn ich immer wieder so einstecken müsste.

    Uff, dein Eingangsbeitrag bis zu dem Heiratsantrag hat mich gerade echt unangenehm berührt, den hätte ich bezüglich meiner letzten Beziehung auch so schreiben können. Und zwar 1:1. Kindheit, Mutter, Autofahren, Zwei Gesichter, liebevoll ohne Ende, dann wieder ekelhaft ohne Grenzen, alles bestimmen wollen, eiskalt sein, wenn es mir nicht gut geht und das zeige, austicken, ausfallend werden, provozieren, bis eine Reaktion kommt, etc.pp.


    Ich habe mich infolgedessen vor allem wegen fürchterlicher Hilfosigkeit dazu hinreißen lassen selbst Verhaltensweisen an den Tag zu legen (wie du es ja auch beschreibst), die ich eigentlich unmöglich finde und total ablehne und auch vorher nie, nie, nie gezeigt habe. Das hat mich am meisten geschockt, weil ich so gar nicht bin und nie war und auch gar nicht sein will. Mich hat das alles nur noch aufgerieben irgendwann, dass es besser war, alles zu beenden.


    Schließe mich übrigens Sheilagh und CoteSauvage an, was die Einschätzung bzgl. Persönlichkeitsstörung betrifft, auch wenn das natürlich sehr mit Vorsicht zu genießen ist, so aus der Ferne. Ich habe ewig gebraucht, mich davon zu erholen, weil ich immer alles auf mich bezogen habe (mach ich nicht mehr) und mache einen riesen Bogen, um Menschen mit solchen Verhaltensweisen, solange es mir möglich ist. Das würde ich dir auch empfehlen, aber jeder muss für sich entscheiden, ob er damit umgehen kann und will. Ich kann es nicht und das ist auch in Ordnung.

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    Ich bin sehr harmoniebedürftig und hab mich in der Vergangenheit (vor ihm) eigentlich nie wirklich mit jemandem gestritten.

    Weil ich manchmal auch so ein Ekel bin und ich manchmal mein Verhalten im Nachhinein bedauere- nicht immer gelingt es mir unter nervlicher Anspannung richtig zu reagieren (gerade wenn man viele Probleme von der Arbeit im Kopf hat, nicht ausreichend ausgeruht und entspannt ist)- ich würde manches Wort gerne wieder zurückschrauben |-o .


    Es könnte helfen, wenn er nervlich angespannt erscheint, auf Widerrede zu verzichten und das zeitlich zu verschieben, wenn er von seiner nervlichen Anspannung herunter ist. Aber seinerseits sollten da auch Anstrengungen unternommen werden, das Hochschaukeln zu reduzieren. Mit unter werden Sachen heißer gekocht als es sinnvoll ist. Es hilft auch, nicht jedes Wort auf die Goldwaage zu legen. Meiner Frau und mir hat es sehr geholfen, einfach gelassener Dinge hinzunehmen, zwar den Streit zu führen, ihn aber nicht ganz so wichtig zu nehmen- meiner Frau oder mir gelingt es mitunter den Streit zu beenden, wenn einer von uns einfach etwas Heiteres in den Streit bringt- dann müssen wir lachen und alles was an Streit war, ist wie weggeblasen. Heute nach mehr als 30 Jahren Ehe/Beziehung geraten wie beiden Sturköppe nur noch sehr selten heftiger aneinander- meine Frau lässt mich mitunter meckern, bis ich mein Tölpelverhalten selbst wahrnehme. Glücklicherweise ist meine Frau der ruhigere Pol- dafür bin ich ihr sehr dankbar x:) .

    @ comran

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    Eine interessante, neue Seite, die ich nicht vermutet hätte. Gerade als Betreuer mit Kindern muss man sich doch in Engelsgeduld üben und sich am Riemen reißen, dass man seinen Willen mit den geeigneten Maßnahmen durchsetzt.


    Mach das dochmal zum Thema eurer Diskussion. Wie geht er mit Kindern um? Macht er da auch Szenen, wenn mal jemand patzig ist, wird er wütend usw.? Und dann versucht zu hintergründen, warum er im Umgang mit dir diese Seite zeigt, die er woanders vielleicht beherrschen kann.

    Er geht mit den Kindern sehr gut um

    . ausrasten tut er dann nicht. Er sagt die Arbeit dort mache ihm so sehr Spaß, weil er dann erst wieder merkt, was richtige Probleme sind und was im Leben wirklich zählt (in Hinblick auf seinen eigentlichen Job) - er sagt es erdet ihn jedesmal ungemein. Ich denke dass sein Job das 2. Gesicht hervorruft. Er arbeitet nicht so viel, weil er machtbesessen ist (wie du vorhin geschrieben hast), sondern weil es seine Firma ist und er sich verantwortlich für seine Mitarbeiter fühlt. Außerdem kann er gewisse Sachen schlecht aus der Hand geben und macht es dann lieber selber (etwas perfektionistisch würde ich sagen). Er hat sehr hohe Ansprüche an sich selber, ist schnell unzufrieden mit sich selbst, und stellt sein Licht ständig unter den Scheffel. Den hohen Maßstab den er an sich selber legt, legt er leider auch an seine Mitmenschen. Ich sage immer, er ist zu streng mit sich - und mit den anderen. Seine Kollegen kennen auch sein 2. Gesicht....


    Das 2. Gesicht verschwindet je weiter er quasi von seiner Arbeit entfernt ist. Zumindest ist das mein Gefühl.

    Puh, das ist eine schwierige Situation. Erstmal möchte ich flo_eck beipflichten, dass diese Eskalationen Gewalt sind. Ich würde das auch als totalen Horror empfinden.


    Ein bißchen erinnert mich dein Partner an meinen Ex - allerdings waren seine Ausbrüche nie auch nur ansatzweise so krass.


    Auch beim Autofahren war es ein bißchen so wie bei euch - aber auch hier nicht so krass; ich konnte gut bei ihm mitfahren und hatte die allermeiste Zeit keine Angst um mein Leben (dafür hat er sich bei Staus tierisch aufgeregt, was mich schrecklich genervt hat, aber das war nicht lebensgefährlich). Bei euch sehe ich die einzige Lösung darin, dass du konsequent und auf Dauer nicht mit ihm mitfährst - entweder Bahn oder du fährst (und am besten mit deinem eigenen Auto). Das ist blöd, teuer und umständlich, aber immerhin ist das eine Lösung.


    Im Hinblick auf eskalierende Streits war es bei meinem Ex so, dass man in einer bestimmten Stimmung keinen Argumenten zugänglich war und sich immer weiter in seine Wut, Aufregung, ABneigung gegen bestimmte Personen aufgeschaukelt hat. Allerdings war das a) sehr selten (vielleicht 1, max. 2 Mal pro Jahr) und b) ich konnte es durch Abbrechen der Diskussion und aus der Situation rausgehen lösen. Zu Trennungsdrohungen, mit Sachen werfen etc. kam es nie. Also insofern nicht vergleichbar und vermutlich auch nicht besonders hilfreich für dich.


    Aber ich fand das auch schon schwierig und finde die Situation, die du schildert, wirklich ganz schlimm, vor allem in der Häufigkeit und Unberechenbarkeit. Du übertreibst nicht!!! Die oberste Empfehlung wäre, keine Entscheidung zu treffen, die du nicht relativ problemlos wieder rückgämgig machen kannst - kein Heirat, kein Kind, kein Haus kaufen.


    Für Kinder ist es ganz schlimm und schwer schädigend, wenn sie solche krassen, gewalttätigen, unberechenbaren Ausraster miterleben müssen, von daher bitte ich dich inständig, niemals ein Kind in diese Situation zu bringen. Vor allem ist der Alltag mit Kind noch weniger planbar, es geht viel mehr schief und der allgemeine Stresspegel in der Familie steigt (jedenfalls zeitweise), so dass er vermutlich noch viel mehr Ausraster hätte.


    Sieht er denn, dass seine Eskalationen ein Problem für eure Beziehung sind? Möchte er das ändern? Falls er sieht, dass das so absolut & gar nicht geht, würde ich euch dringend zu einer Paarberatung und ihm zu einer Therapie raten, damit er seine Impulskontrolle in den Griff bekommt. Wunder sind allerdings sicher nicht zu erwarten, wenn man bedenkt, dass das ganze schon so viele Jahre geht (und ihr sicher schon mehr als ein Gespräch über dieses Thema hattet).


    Wenn er kein Problem bzw. keinen Handlungsbedarf sieht, musst du entscheiden, ob du das auf Dauer kannst oder nicht. Mir fällt es sehr schwer vorzustellen, mich auf Dauer einem Menschen mit so schlechter Impulskontrolle auszuliefern, der ohne Anlass so krasse Ausraster hat. Das, was mein Ex "abgeliefert" hat, hat mir da völlig gereicht.


    Und was hast du zu dem Heiratsantrag gesagt? Eigentlich wäre das ein guter Anlass, ihm (nochmal?) nahezulegen, wie sehr dich seine Ausraster belasten und wie dringend da etwas passieren muss, wenn er dich auf Dauer in seinem Leben behalten will. Im Moment hat er ja alles - du bist da und liebst ihn, und dass er in regelmäßigen Abständen ein rücksichtsloses Arschloch mit krassen Ausrastern ist, ist kein Problem... außer für dich.

    @ Vorzeigeuser

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    Habe immer einen Notfallplan in der Hand, ich fröne mein Hobby oder gehe halt kurzweilige Interessen nach, damit ich sofort wieder für sie, also für uns da sein kann, wenn sich die Situation entschärft.

    ja, das ist eine gute Idee. Ich werde versuchen, dann etwas für mich zu machen. Momentan habe ich in solchen Situationen dann oft nicht den Kopf frei, aber auch hier kann man an sich arbeiten. Außerdem sieht er dann vielleicht auch, dass ich dann halt nicht mehr verfügbar bin und wir die Zeit dann nicht zusammen verbringen können

    @ Sheilagh

    Borderline schließe ich bei ihm aus. Über das Narzistische habe ich wenig Kenntnisse. Werde mich mal darüber informieren und schauen ob da Parallelen sind.

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    Das stehst Du kein Leben lang durch.

    Das ist eben die Frage die ich mir stelle. Kann ich das und will ich das "durchstehen". "Durchstehen" klingt so krass. Das was ich beschrieben habe, sind ja nur Momentaufnahmen. Wir haben meistens ja ein schönes Miteinander. Aber ja, es ist ja trotzdem total belastend für mich.


    Mein Vater ist übrigens ähnlich. Aufgrund seines Jobs hat er quasi kein Nervenkostüm mehr und hat ganz dünnes Fell, geht ständig unter die Decke. Meine Mutter erträgt es schon immer und hat sich damit arrangiert. Trotzdem agieren beide auf Augenhöhe, es erschien mir nie so, dass sie untergebuttert wird oder irgendwelche emotionalen Abhängigkeiten herrschen. Durch ihre Ruhe und ihren Stolz, wirkt sie nie "klein", wenn er wieder seine Ausraster hat. Sie ist genervt, aber es belastet sie nicht so, wie mich meine jetzige Situation belastet. Ich hab aber in der Hinsicht auch nicht wie sie. Und daher frage ich mich natürlich, ob ich da nicht dauerhaft an meine Grenzen stoße ":/

    @ coteSauvage

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    Ich sag dazu spontan: Mir ist es lieber, dass mein Freund nicht seine Wut über irgendwas und wen anderen "ungeschminkt" an mir auslässt, dass er mich nicht anschreit wenn ihm was nicht passt sondern das eher diplomatisch rüberbringt. Es ist mir auch lieber, dass nicht mein Freund die Hochs und Tiefs, die eine Beziehung so super spannend machen können, selber verursacht. Nah sind wir beide uns zB, weil wir beide genau dieselbe (eher seltene) Spielart von Humor haben, und weil wir jahrelang super gut zusammen gearbeitet haben, und spannend ist die Beziehung weil sie von 2 spannenden Menschen geführt wird und nicht wegen der negativen Spannung die zwischen uns herrscht.

    Da hast du natürlich recht. Mir wäre es auch lieber wenn er Probleme diplomatisch lösen würde. Er ist ja auch in der Lage Probleme in Ruhe zu lösen. Viele Sachen werden bei uns ganz normal geklärt. Aber leider nicht immer. Und dann herrscht die negative Spannung. Aber auch wirklich nur dann. Das macht es für mich ja so kompliziert. Im normalen Alltag gibt es eine sehr positive Spannung, wir sind auch spannend und mit spannenden positiven Eigenschaften ausgestattet ;-)

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    Was dich und seine Heiratspläne angeht: Ich denke, dass es ihm darum geht, DICH dadurch in seinen (gar nicht mal so goldenen, dir aber golden erscheinenden) Käfig zu sperren

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    Also würde ich dir raten, ihn jetzt nicht zu heiraten. Aber ich gehe davon aus, dass du es dennoch tun wirst, denn seine Reaktion auf eine Absage von dir wirst du nicht erleben wollen. Du hast Angst, dass er das in den falschen (eigentlich richtigen) Hals kriegt, dass das dann die "Vertrauensbasis" zwischen euch erschüttern wird, dass es nach einer Absage von dir nie wieder so schön zwischen euch sein wird wie bisher, usw. Einen Heiratsantrag abzulehnen von jemandem mit dem man weiterhin zusammen sein möchte ist immer schwierig, und wenn der andere dann noch so ein Psycho ist wie dein Freund, dann erst recht.

    Nach 12 Jahren kenne ich ihn mittlerweile so gut, ich denke nicht dass dies seine Intention ist. So denkt er einfach nicht.


    Wie gesagt, ich denke er ahnt nicht wie belastend seine Verhaltensweisen wirklich für mich sind. Ich erkläre es ihm zwar immer wieder, aber ich denke er versteht es nicht so richtig. Er sieht sich ganz anders. Er merkt auch nicht immer, wenn seine Stimme lauter wird. Wir hatten neulich ein sehr langes Gespräch über unsere Streits, verbunden mit einem Brief den ich ihm zu dem Thema gab. Und auch in Hinblick auf den Antrag. Ich hatte den Antrag übrigens angenommen. Ganz sicher nicht, weil ich Angst vor einer möglichen Reaktion seinerseits bei Ablehnung gehabt hätte, sondern weil es sich in dem Moment einfach richtig angefühlt hat, und weil ich ihn sehr liebe. Wenn ich "nein" gesagt hätte, wäre er auf jedenfall erstmal total vor der Kopf gestoßen gewesen. Aber das wäre eine Situation wo ich denke, dass es nicht zum Streit gekommen wäre, sondern dass er sich tieftraurig zurückgezogen hätte. Ich weiß nicht, aber über so richtig ernste Themen haben wir eigentlich noch nie gestritten. Eigentlich immer nur über Kleinscheiß und Befindlichkeiten. Was er natürlich nicht besser macht {:(


    Jedenfalls konnte ich ihm bei letzten Gespräch + in dem Brief glaub ich einigermaßen nahelegen, wie es mir geht. Wir haben lange geredet und er sagte, ich solle ihm einen Monat Zeit geben, an sich zu arbeiten. Seitdem hatten wir keine großen Streits. Aber er war zwischendurch ein paar Mal beleidigt, was sich jedoch nach ca. 30 Minuten immer wieder gelegt hatte. Trotzdem hat es mich genervt.

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    Den hohen Maßstab den er an sich selber legt, legt er leider auch an seine Mitmenschen. Ich sage immer, er ist zu streng mit sich - und mit den anderen. Seine Kollegen kennen auch sein 2. Gesicht....

    Das wirkt so als würdest du sein krasses Fehlverhalten entschuldigen wollen. Herumschreien, Sachen kaputt machen, im Affekt Schlussmachen etc hat aber rein gar nichts mit einem strengen Maßstab an wen auch immer zu tun.

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    Wie gesagt, ich denke er ahnt nicht wie belastend seine Verhaltensweisen wirklich für mich sind. Ich erkläre es ihm zwar immer wieder, aber ich denke er versteht es nicht so richtig. Er sieht sich ganz anders.

    Hä? Es geht doch gar nicht darum wie er sich sieht sondern wie er auf dich wirkt bzw du ihn siehst. Wenn er es trotz deiner jahrelang wiederholten Erklärungen noch nicht gerafft hat, wird er es auch künftig nicht raffen. Wenn er nicht dumm ist, dann ist er komplett unempathisch oder er hat sogar eine Persönlichkeitsstörung (wobei es mir an deiner Stelle egal wäre, wie genau die heißt), und dann überleg dir mal wie er wohl reagieren wird, wenn DU mal ein nachhaltiges massives Problem hast so wie er es offensichtlich mit seinem Job hat, ohne daran seinerseits irgendwas ändern zu wollen.

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    Ich hatte den Antrag übrigens angenommen.

    Das hättest du vielleicht gleich dazu sagen sollen. Was wünschst du dir jetzt von der Diskussion hier?

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    er sagte, ich solle ihm einen Monat Zeit geben, an sich zu arbeiten.

    Du hast dich darauf sicher eingelassen. Also auch in Zusammenhang hiermit wieder meine Frage: Was wünschst du dir jetzt von der Diskussion hier?

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    ich denke er ahnt nicht wie belastend seine Verhaltensweisen wirklich für mich sind. Ich erkläre es ihm zwar immer wieder, aber ich denke er versteht es nicht so richtig. Er sieht sich ganz anders

    Dann ist es sehr sehr schwierig. Wenn eigenes Fehlverhalten nicht erkannt wird und Selbstkritik fehlt, ist es extrem problematisch- vielmehr besteht die Gefahr, dass es schlimmer wird.


    Selbstkritik wäre der erste Weg zur Besserung- fehlt sie, sehe ich kaum Aussichten auf Besserung.


    Vielleicht solltest du ihm deutlicher klarmachen, dass er mit seinem Verhalten die Beziehung gefährdet, weil du nicht weißt, wie lange du das noch ertragen willst oder kannst.

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    Vielleicht solltest du ihm deutlicher klarmachen, dass er mit seinem Verhalten die Beziehung gefährdet, weil du nicht weißt, wie lange du das noch ertragen willst oder kannst.

    Finde ich auch, aber so kurz nach Annahme eines Heiratsantrags ist das strategisch vielleicht ein wenig schwierig ....

    hi Alias!


    natürlich kann ich den zweiten gesicht deines mannes nicht gut heissen, und will es auch nicht herunterspielen, aber ich reagiere manchmal auch ähnlich, so tut's mir selbst weh manche so negative meinungen zu lesen...


    wie du eure geschichte erzählst, habe ich den eindruck das euch doch was besonderes verbindet, was mMn auch ziemlich selten ist, und nicht nur deswegen sehr kostbar, falls es eine perfekte beziehung geben sollte, dann wäre für mich diese besondere verbindung schon einen entscheidenden baustein in der richtung.


    streit wird es ja immer geben, aber so wie ich es lese ist es bei euch nicht der normalfall und stressbedingt, ich sehe deinen mann nicht als "böse", und nicht als krankhafter koleriker, er scheint auch (meistens, wenigstens im nachinein) zu wissen und verstehen das es weder richtig noch gut ist, aber er arbeitet doch daran, nein, ihr arbeitet daran, ich finde es ist der richtige weg.


    ich werde es nicht wagen empfehlungen für die zukunft zu geben, aber ich sehe in eure geschichte weitaus mehr (aussergewöhnlich) positives als negatives (und den gibt es überall, auch viiiiel schlimmer...).




    was das autofahren betrifft, es ist jetzt ein gaaanz grosses, anderes thema, ich versuche mich kurz zu halten...


    ich gehöre auch zur schnellfahrer-fraktion, also, einerseits werde ich natürlich nicht anfangen die gefahren der hochgeschwindigkeit runter zu reden, andererseits sind auch geschwindigkeiten, die für nicht-schnell-fahrer annehmbar erscheinen, nicht deswegen ungefährlich, autofahren wird es nie sein.


    ohne jetzt eine diskussion über sinn und unsinn vom schnellfahren entfachen zu wollen, auch da kann man sich entgegen kommen, ich fahre auch langsamer wenn mein mitfahrer angst hat, das ist selbstverständlich, aber genau so selbstverständlich ist das keiner verlangen soll das ich 100 auf der autobahn fahre (naja, ausser das gesetz, wenn es vorgeschrieben ist, klar...).


    200 bei dichtem verkehr halte ich auch für zu viel, meistens, bei einsehbare strecke und vorausschauende fahrweise muss das mit ein aktuelles 450ps-auto, also mit passende bremsen, strassenlage usw, aber auch nichts selbstmörderisches sein.