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    Hast du deine Frau aufs Übelste beleidigt?

    Ja, leider (das kam aber auch oft genug zurück).

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    Hast du Sachen kaputt gemacht?

    Am Anfang einmal. Danach nie wieder.

    Zitat

    Hast du geschrien?

    Ja, das kannte ich von zu Hause als Kind und Jugendlicher so.

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    Hast du deine Frau ignoriert und mit Liebesentzug bestraft?

    Nein.

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    Hast du im Affekt Schluss gemacht und wolltest die Wohnung kündigen? Hast du mit eisiger Kälte reagiert, wenn deine Frau geweint hat und dich hat wissen lassen, dass das alles für sie der blanke Horror ist?

    Nein. Nie- das kam für mich nie in Betracht.

    Zitat

    Ist oder war euer Streit erst beendet, wenn du dich abreagiert hast?

    Ja. Das ging deutlich schneller, wenn meine Frau nicht reagierte, wenn meine Frau widersprach, ging das hin- und her.

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    Hast du auf (berechtigte) Angst mit Aggression oder Genervtheit reagiert? (ich zitiere hier nur aus dem Eingangsbeitrag)

    Die Frage ist, ob die Angst berechtigt war. Wenn ich genervt war, war ich dennoch sehr aufmerksam (z.B. beim Autofahren)- meine Frau sah das manchmal anders, die Gefahr von gefährlicher Müdigkeit war jedenfalls nicht vorhanden. Ich habe 0 Punkte in Flensburg und war nie in einen Autounfall verwickelt.


    Um mich heute heftiger reagieren zu lassen, muss bei mir heute schon deutlich mehr passieren als früher.

    @ sensibelmann:

    bei uns ist es ähnlich (leider habe ich die niedrige Reizschwelle :(v )


    Sorry wenn ich den Faden kurz "missbrauche" und eine Frage an Sensibelmann stelle:


    Bist du durch deine Kinder erst recht an deine Grenzen gestoßen? (mehr Streit, Wutanfälle etc.)

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    Bist du durch deine Kinder erst recht an deine Grenzen gestoßen?

    Eigentlich wirkten meine Kinder eher beruhigender auf mich- in Gegenwart meiner Kinder war ich kaum bzw. extrem selten "wutanfällig"- wenn ich z.B. mit bestimmten Verhalten sehr unzufrieden war und auch nach mehrmaligen Aufforderungen nicht angenommen wurde- es sei denn, meine Kinder waren mal wütend (ich habe da den Eindruck, dass es dabei eine (epi)genetische Komponente gibt), da das bei meinen Kindern sehr unterschiedlich (aber dennoch eher schwach) ausgeprägt ist.

    Hallo ihr lieben,


    tut mir leid, dass ich mich jetzt erst melde. Jede einzelne Antwort von euch hat mich sehr zum Nachdenken gebracht, ich brauchte etwas Zeit um das alles sacken zu lassen @:) . Einige Antworten haben mir große Angst gemacht, einige haben mir Mut gemacht.


    Nach langer Überlegung habe ich mich entschlossen, diesen Faden meinem Freund zu zeigen. Es war einfach so viel, so viel Input, so viele Fragen die bei mir entstanden sind, ich wollte, dass er alles weiß, was ich dazu denke, was andere dazu denken.


    Wir haben daraufhin ein sehr langes, gutes, ruhiges und konstruktives Gespräch geführt, in dem wir vieles beleuchtet und hinterfragt haben. Haben überlegt, wer an welchem Punkt ansetzen kann, um etwas zu bewegen. Jeder hat erklärt wie er sich in den jeweiligen Situationen fühlt und was er sich von dem anderen wünscht. Den Rest kann jetzt nur noch die Zeit zeigen.


    Der Faden soll jetzt nicht "beendet" sein, ich freue mich natürlich um weitere Beiträge. Aber an dieser Stelle möchte ich mich auf jedenfall schon einmal bei euch bedanken, dass ihr so viel und konstruktive Rückmeldung gegeben habt - jeder von euch @:)

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    Nach langer Überlegung habe ich mich entschlossen, diesen Faden meinem Freund zu zeigen. Es war einfach so viel, so viel Input, so viele Fragen die bei mir entstanden sind, ich wollte, dass er alles weiß, was ich dazu denke, was andere dazu denken.

    wow... das finde ich echt mutig im positivsten sinne :)_


    erzählst du bei gelegenheit mal, wie seine reaktion war? auf deine beiträge und auf die "mahner und warner" und alle anderen?

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    Nach langer Überlegung habe ich mich entschlossen, diesen Faden meinem Freund zu zeigen.

    Normalerweise mahne und warne ich ja immer, sowas ja nicht zu tun, aber in deinem Fall war es glaub ich eine gute Idee. Ich freu mich dass du aus der Diskussion hier Einiges mitgenommen hast und bin auch gespannt wie es weitergeht.

    Es kann wahnsinnig viel helfen, seine Nöte (und es sind ja Nöte, keine Vorwürfe, weil du gerne mit ihm eine Zukunft haben willst. Aber eben lieber ohne die Dinge, die dir Angst machen) offen auf den Tisch zu liegen.


    Ich finde, der Faden war auch für Med1 erstaunlich zivilisiert. Insofern hoffe ich auch, dass du damit dein Seelenleben so offenbaren konntest, dass er nun eine tiefe Kenntnis darüber hat.


    Viel Glück, dass ihr auf diese Dinge in Zukunft achten werdet und euch Regeln und Grenzen setzt, wie ihr euch im Konflikt respektieren könnt. @:)