Nachtrag zu meinem Beitrag: diese Überlegung ergab sich aus der eigenen Erfahrung mit meinen Eltern, nur umgekehrt:


    Meine Eltern hatten die klassische konservative Aufgabenteilung, wobei meine Mutter seit ihrer Heirat nie gearbeitet hat.


    2004 ist mein Vater gestorben, plötzlich und über Nacht im Bett. Zu dem emotionalen Schock kam bei meiner Mutter die teilweise völlige Unfähigkeit für Aufgaben aus dem Bereich meines Vaters. Finanzielle Probleme hat sie dank einer guten Witwenpension nicht, aber den Bürokram musste sie sich hart erarbeiten und den ganzen Technik- und Handwerksbereich beherrscht sie bis heute nicht. Hätte sie nicht drei erwachsene Töchter, die sich darum kümmern, wäre sie absolut aufgeschmissen gewesen.


    Nun kann man das noch nachsehen, da meine Eltern zum Zeitpunkt, als mein Vater starb, schon über 70 waren. Aber auch 20/30 Jahre früher wäre das Szenario nicht viel anders gewesen... ":/

    @ TE

    Mir fällt auf, dass er Dich offenbar dafür verantwortlich macht, was er fühlt, und Du Dich ebenfalls dafür verantwortlich fühlst. Der Arme könnte ja traurig sein, wenn Du ihn verlässt bzw. nicht wunschgemäß verhältst. Der Arme hat ja sonst niemanden mehr. Und so weiter.


    Mal darüber nachgedacht, dass es ihm wohl ziemlich egal ist, wie es mit Deinen Gefühlen unter seinem Verhalten steht? Nimmt er darauf Rücksicht? Tut er alles um zu vermeiden, dass es Dir schlecht geht?


    Und warum gelten da (in seinem, aber auch in Deinem Kopf) unterschiedliche "Gesetze"?

    Die Frau macht hier ALLES. Sie hat einen Vollzeitjob, ist allein für die Kids UND den Haushalt zuständig. Und dieser Mann beschwert sich noch. Er hebt nicht mal Handtücher auf ??? Er sagt, sie sei eine schlechte Mutter. Was ist das? Ich würde hier wirklich nicht rumdiskutieren und versuchen diesen "Mann" zu erziehen, den würd ich eiskalt aus heiterem Himmel verlassen.

    Du entscheidest selbst wie viel du machst! Und ein schlechtes Gewissen hätte ich nicht. Ihr arbeitet beide Vollzeit, folglich hast du genauso ekn recht auf Feierabend wie er.


    Ich weiß es ist schwer, weil man als Frau beigebracht bekam sich für Haushalt und Kind fast allein verantwortlicj zu fühlen. Die Vernunft sagt einem, dass dem nicht so ist aber das Gefühl ist oft anders. Deshalb treffen einen Aussagwn, es wäre nicht sauber genug hart.


    Ivh kann dir berichten wie uch es mache. Ich arbeite auch wie mein Mann Vollzeit. Unsere Kinder sind 9 und 3. An erster Stelle stehe ivh und dann kommen erst die Kinder. Njr wenn es mir gut geht, kann ich mich gut um meine Kindee kümmern. Direkt danach kommt der Job und der Haushalt ganz am Schluss. Zur Not bleibt da eben was liegen. Schließlich weed ivh fürs putzen nicht bezahlt. Beim Kochen ist es ähnlich. Ich koche grundsätzlich gerne, aber häufig gibts eben Brote und es wird nicht gekocht. Zum Beispiel wenn das Wetter schön ist, wenn ich erkältet bin oder wenn ich gerade lieber mit den Kindern noch was unternehme.


    Einmal die Woche machen wir Familienrat. Dort werden auch die Aufgaben im Haushalt gerecht aufgeteilt. Hierzu gibt es einen Haushaltsplan mit Magneten. Für Dinge außer dee Reihe gibt es eine "To Do-Liste" und immer derjenige der für To do eingeteikt ist muss eine Aufgabe machen. Auch mein Sohn hilft selbstverständlich mit.


    Als Tipp für dich


    1. Lass dich nicht aud Diskussionen ein. Wenn dekn Mann mal wiedee nörgelt, lass ihn stehen und hab kein schlechtes Gewissen


    2. Führe einen Familienrat ein kn dem alle Aufgaben gerecht verteilt werden.


    3. Achte auf deine Formulierungen.


    Beispiel: dein kind muss zum Zahnarzt aber du hast bereits jede Menge zu tun in der Woche.


    Sag nicht " Schatz wärst du so lieb und würdest den Termln wahrnehmen"


    Sondern "Schatz geh bitte diese Woche mit xy zum Zahnarzt"


    Formuliere alles ganz direkt. Es ist ekne selbstverständlichkeit dass er 50% macht.

    Du könntest auch mal sein bescheuertes Verursacher-Prinzip ad absurdum führen und alles, was er benutzt (Geschirr, Wäsche etc), weder aufräumen noch reinigen, immerhin hat er die Sachen ja dreckig gemacht und rumliegen lassen, also ist es seine Angelegenheit. ]:D

    Es klingt als ob du schon ziemlich mit eurer Ehe abgeschlossen hast und auch weisst, dass du in der stärkeren Position bist. Könnte es sein, dass dich nur noch dein Gefühl zurückhält du wärst für das Wohlergehen dieses schwachen Mannes verantwortlich? Denke mal er fühlt das selber auch und versucht dich darum klein zu machen.


    Eigentlich ne arme Sau. Aber du bist nicht seine Mami und schränkst dich mit so einem Klotz am Bein nur selber ein.

    @ ** Alias 745231

    Ich habe mir das alles mal durchgelesen, da dein ach so lieber Mann nicht einlenkt und dir immer wieder Vorwürfe macht, empfehle ich dir deine Sachen zu packen und abzuhauen. Spätestens dann wird er merken was an dir gehabt hat und verhungern und im Dreck ersaufen.


    Erkundige dich nach Frauenhäusern(oder andere Beratungsstellen ohne deinen Mann zu informieren geschweige den ihn mit zu nehmen), wenn du was gefunden hast lasse dich Krank schreiben, lasse dich beraten, das kann ich dir nur raten.


    Wenn du dich so weiter heruntermachen lässt, dann landest du irgendwann in der Klappse und dein Kind ist weg. Entweder bekommt es dein Mann (alleiniges Sorgerecht > Jugendamt) weil du nicht mehr dazu in der Lage bist oder ganz weg. Weitere Details erspare ich mir, so schlimm es auch klingt, tue etwas für dich und nehme keine Rücksicht auf deinen Mann, denn er nimmt auch keine auf dich.


    Wenn dir deine Gesundheit am Herz liegt, das sollte es auch, dann lasse die Liebe zu deinem Mann, wenn du das noch als Liebe bezeichnest vor die Hunde gehen.

    Zitat

    Also das müsste ich weiter machen und nur der Rest wird aufgeteilt. Und dann hatte ich schon keine Lust mehr auf so einen Plan. Ist aber auch schon länger her.

    Das war vielleicht ein Fehler. Niemand beginnt perfekt und manchmal ist es besser, den Spatz in der Hand zu halten und die Taube auf dem Dach zu einem späteren Zeitpunkt zu ergreifen. Aber ich kenne das, ich war auch mal so, entweder ganz oder gar nicht.


    Hast Du denn irgendwo noch ein Fünkchen den Wunsch, die Ehe auf einer anderen, besseren, nein guten Basis weiterzuführen?


    Und: Ist die Trennung für Dich der richtige oder einfachere Weg?

    also, ich finde dieses ehemann-bashing jetzt schon sehr extrem! meist entwickeln sich solch manifestierten rollen ja nicht von heute auf morgen und es gehören immer zwei seiten dazu!


    ich finde viel mehr interessant, was Oldie dazu geschrieben hat, wie Alias sich selber erst einmal sortieren sollte und starkr machen sollte - wenn sie denn weiß, was sie wirklich will.


    außerdem habe ich wie Cote auch eher den eindruck, dass Alias innerlich längst eine entscheidung getroffen hat und diese entscheidung nur noch nicht umgesetzt (und hier kommt wieder Oldies beitrag zum tragen)!?

    Ich tituliere solche Männer immer als Riesalo (Riesenarschloch) das hört sich schöner an ;-D

    @ Nurarihyon

    Da gebe ich dir völlig Recht, dem ist nicht mehr zu helfen, der wird immer so bleiben.


    et düwel bliev et düwel....

    Hallo *:)


    Ich hab mir alle Beiträge noch gründlich durchgelesen.


    Vielen Dank dafür.


    Ich bin teilweise verwirrt.


    Ich habe nach 3 schlechten Jahren eigentlich keine Lust mehr, ihm noch eine Chance zu geben. Bekomme aber fast ein schlechtes Gewissen, dass ich das nicht mehr versuchen möchte.


    Am liebsten wäre ich einfach getrennt mittlerweile.


    Wie aber hier einige herausgelesen haben, hält mich, wie ich befürchte, die Angst vor diesem schlechten gewissen ab. Die Angst vor emotionaler Erpressung. Die Angst, jemanden traurig zu machen.


    Und ja, ich weiß, dass er darauf in solchen Streits selbst keine Rücksicht nimmt bei mir. Trotzdem. Es fällt mir so schwer. Ich hab keine Ahnung wieso ich so bin. Alle sagen mir ständig, ich sei zu nett. Ich weiß das und kann es (noch?) nicht ändern..


    Also er ist nicht jeden Tag so. Sondern nur alle paar Tage(wenn es schlimm kommt) oder Wochen.


    Aber ein Mitglied hier verglich meine Beziehung mit der zu einem physisch gewalttätigen Partner. Ich hab mich beim Lesen irgendwie darin wieder erkannt.


    Ahhh, was mach ich nur? Was mach ich nur?? :-/

    Was du tun sollst, das muss du selber entscheiden, das kann dir keiner hier sagen was du musst.


    Es ist Psychoterror, auch wenn es nur gelegentlich ist, es zermürbt dich selbst und schadet deinen Selbstbewusstsein(wenn es nicht schon hinüber ist).


    Halte dir mal vor Augen wie es ist wenn


    du bei ihm bleibst


    du ein leben ohne ihn führst


    Was ist angenehmer/besser und schöner und was nicht.


    Mache deine Entscheidung nicht abhängig von finanziellen Aspekt her oder anderen Sachen, ganz einfach. Das wirst du doch wohl für dich entscheiden können oder etwa nicht ???

    Zitat

    Ahhh, was mach ich nur? Was mach ich nur??

    Du wirst das machen, wozu du dich ENTSCHEIDEST. Und genau darum geht es mir. Wenn du in der Lage bist, dich zur Trennung zu entscheiden, wirst du dich trennen. Ich habe allerdings aus deinen bisherigen Beiträgen keineswegs den Eindruck, dass du schon so weit bist.


    Du hast viele Jahre lang genau das gemacht, was dein Mann von dir erwartet hat. Wenn du nun das tust, was die Schreiber dieses Forums von dir erwarten, bist du wieder nur ausführendes Organ. So funktioniert eine Trennung nicht, so hält sie auch nicht. Er stupst dich an, und du fällst wieder um.


    Darum ging es mir in meinen Beiträgen. Wenn also für dich außer einer Trennung nichts mehr in Frage kommt, dann wirst du dich zielgenau, intensiv und gründlich auf diese Trennung vorbereiten müssen. Die Trennung müsste dann DEINE ENTSCHEIDUNG sein. Und man kann sich nur dann entscheiden, wenn man Alternativen hat. Ich kann mich nur dann für den rechten oder den linken Weg entscheiden, wenn es einen rechten und einen linken Weg gibt. Wenn es eh nur einen gibt, ist es keine Entscheidung, sondern es geschieht automatisch.


    Die vor dir liegende Trennung – wenn es sie denn geben sollte - geht aber keineswegs automatisch. Du brauchst dafür viel Durchsetzungsvermögen, gründliche - auch juristische - Informationen, eine Perspektive, wo und wie du leben wirst. Du brauchst eine Wohnung. Du brauchst Klarheit darüber, welche Helfer du haben wirst, welche Freunde bei dir bleiben oder bei deinem Mann. Du brauchst Klarheit, wie es finanziell laufen wird und wie die Betreuung und Aufsicht des Kindes organisiert werden kann. Du brauchst Kraft, um dich den Manipulationen deines Mannes entgegen stellen zu können. Du brauchst Argumente, dir selber und deinen Familienangehörigen gegenüber. Und du brauchst vor allem einen guten Plan, wie dein Kind zu seinem recht kommt, einen Vater und eine Mutter zu haben, die sich darum kümmern und dafür da sind. Wenn Vater und Mutter nicht miteinander reden können, leidet das Kind schrecklich.


    Es gibt Menschen, die brauchen das alles nicht, weil sie eh wissen, was sie wollen und weil sie das dann auch knallhart durchziehen. Bei dir habe ich diesen Eindruck nicht. Und darum habe ich dir nahe gelegt, dich gründlich zu einer Entscheidung hin zu arbeiten, ggf. auch mit professioneller Hilfe. Denn wenn diese Entscheidung dann einmal getroffen wurde, soll sie ja auch halten und nicht gleich wieder zurück genommen werden.

    Zitat

    Ich bin teilweise verwirrt.

    Genau. Und so lange du verwirrt bist, wirst du eine Trennung nicht durchstehen.

    Zitat

    Ich habe nach 3 schlechten Jahren eigentlich keine Lust mehr, ihm noch eine Chance zu geben. Bekomme aber fast ein schlechtes Gewissen, dass ich das nicht mehr versuchen möchte.

    Das bekommst du nicht nur, sondern das wird dir gezielt von deinem Mann vermittelt. Dagegen müsstest du dich wappnen, stark machen und Argumente sammeln, die du dann auch anwenden kannst.

    Zitat

    Am liebsten wäre ich einfach getrennt mittlerweile.

    Das ist wundert mich nicht. Aber so funktioniert eine Trennung nun mal nicht.

    Zitat

    Wie aber hier einige herausgelesen haben, hält mich, wie ich befürchte, die Angst vor diesem schlechten gewissen ab. Die Angst vor emotionaler Erpressung. Die Angst, jemanden traurig zu machen.

    Dann ist es deine wichtigste Aufgabe, dich diesen Ängsten zu stellen und sie zu bewältigen. Du bist nicht erpressbar, wenn du es nicht sein willst und dich von den Versuchen deines Mannes distanzieren kannst. Zwischen dir und ihm muss dann eine sehr deutliche und haltbare Distanz entstanden sein. Die sehe ich noch nicht. Er hat bisher noch sehr viel Einfluss auf dich, oder?

    Zitat

    Und ja, ich weiß, dass er darauf in solchen Streits selbst keine Rücksicht nimmt bei mir. Trotzdem. Es fällt mir so schwer. Ich hab keine Ahnung wieso ich so bin. Alle sagen mir ständig, ich sei zu nett. Ich weiß das und kann es (noch?) nicht ändern.

    Es ist eine große Aufgabe, so etwas zu ändern. Denn wenn man Harmonie braucht, kann man nicht einfach ohne diese Harmonie leben. Man wird jedes Angebot annehmen, das zu dieser Harmonie zurück führt. Trennung ist aber das Gegenteil von Harmonie.

    Zitat

    Also er ist nicht jeden Tag so. Sondern nur alle paar Tage(wenn es schlimm kommt) oder Wochen.

    Das macht ihn unkalkulierbar und das gibt ihm Macht. Denn immer, wenn er spürt, dass du unsicher bist, kann er diese Macht wieder anwenden, er kann dich emotional unter Druck setzen oder er kann dir Harmonie anbieten. Dann wirst du aller Wahrscheinlichkeit nach, wieder schwach und die Distanz ist weg.


    Ich wünsche dir also, dass du eine Trennung, wenn du sie wirklich willst, auch sehr gründlich vorbereitest und durchführst. Und ich wünsche euch, dass ihr einen Weg findet, damit das Kind nicht so leiden muss.

    Zitat

    Er hatte ja nichts mit dem Baden zu tun….wenn ich (für die Familie) koche, muss ich die Küche auch sauber machen. Weil ich es beim Kochen dreckig gemacht habe. Nicht er.

    Aber bei der Zeugung des Kindes war er dabei und das Essen hat ihm geschmeckt?

    Zitat

    Ich bräuchte die Hilfe halt im Alltag von ihm.

    Was passiert, wenn Du ihm den Staubsauger/ Putzlappen/ Einkaufszettel/ das Kind in die Hand drückst?


    So habe ich das anfangs gemacht, da mein Mann Aufgaben grundsätzlich nur gesehen hat, wenn Besuch (sprich seine Eltern) erwartet wurde. Aber er hat es gelernt. Ob deiner das auch schaffen würde? ":/

    Zitat

    Kochen und einkaufen ist aber außen vor.


    Also das müsste ich weiter machen und nur der Rest wird aufgeteilt.

    Man kann sich das schon anhand der Vorlieben/ Abneigungen aufteilen. Selbst eine Aufteilung 70/30 ist doch besser als nichts.

    Zitat

    Ich habe nach 3 schlechten Jahren eigentlich keine Lust mehr, ihm noch eine Chance zu geben. Bekomme aber fast ein schlechtes Gewissen, dass ich das nicht mehr versuchen möchte.


    Am liebsten wäre ich einfach getrennt mittlerweile.

    Doch ich hatte schon den Eindruck, dass Du dich bereits entschieden hast und nur noch nicht weißt wie.


    Vielleicht spielst Du die einzelnen Schritte zur Trennung mal in Gedanken durch. Hilft Dir das bei der Entscheidungsfindung?