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    Kinder sind schrecklich, aus vielen dieser mobbenden Kindern werden wirklich ganz gute Erwachsene.

    Oft sind diese "guten Erwachsenen" nur unauffälliger, wenn sie die Möglichkeit bekommen, fallen sie ziemlich schnell in die Mobberrolle zurück. Das Problem des Mobbings hat nur in sehr seltenen Fällen etwas mit dem Mobbingopfer zu tun. Die Mobber sorgen selbst dafür, dass sich das Problem immer mehr aufschaukelt und die gemobbte Person in eine ohnmächtige Rolle gerät.


    Das Problem sind in aller Regel die Mobber.


    Nicht selten sind da bestimmte Wohngegenden für bekannt (dörflich, kleinstädtisch mit wenig Anonymität, viel Tratsch), aber auch bestimmte Familienstrukturen und Erziehungsmethoden- "Du musst dich durchsetzen", verbunden mit persönlichen Herabwürdigungen in Gegenwart der Kinder: "schau mal wie die rumläuft, so laufen wir nicht rum ...", pikierliches Getue Erwachsener ...


    Schwierig wird es, wenn die Personen, die sich nicht am Mobbing beteiligen, schweigen und zugucken, weil sie Angst haben, mit reingerissen zu werden.


    Und ja, gemobbte Personen sind oft Personen, die einfach nur anders sind, nicht in das "normale" Schema passen und zurückhaltender sind. Die Mobber versuchen sich selber daran "aufzubauen"- genaugenommen haben die Mobber das große Problem, sie ernähren ihre Seele am Leid anderer, sie registrieren nicht einmal, wie sie anderen Leid zufügen, weil sie oft genug vom Umfeld Bestätigung finden. An der gemobbten Person fühlen sie sich wichtig und bedeutend, was sie im Grunde nicht sind.

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    Du hast dich wunderbar in deiner Opferrolle eingelullt, eingebettet, und suhlst dich an dem angeblich kaltem Hass deiner Mitmenschen.

    Ein Mobbingopfer fühlt nicht nur so, sondern ist real ein Opfer. Da braucht sich das Opfer auch nicht einlullen und einbetten. Diese Erfahrung ist sehr prägend.


    Ein Mobbingopfer benötigt dringend Menschen um sich, die nicht mobben, die die ehemals gemobbte Person nicht nur respektieren, sondern achten und anerkennen und sie vor allem einbinden. Das finde ich wichtiger als jede Psychotherapie oder Ähnliches.


    Ehemals gemobbte Personen haben unwahrscheinliche Probleme damit, zu anderen Menschen Kontakt zu finden- das hat seinen Grund in ihrer Historie.

    Mobbingopfer sind Opfer per se, weil sie eben Opfer von Mobbing sind. Was allerdings wiederum die Bereitschaft des Opfers, Opfer zu sein, impliziert. Das ist die crux der Geschichte von Mobbingopfern. Es gibt Personen, die vielfach gemobbt worden sind und es nicht mal gemerkt haben. Die haben einfach weiter ihre Dinge durchgezogen. Ich hab das auch in der Arbeitswelt beobachtet. Die Gruppe Mobber hat sich an verschiedenen Personen die Zähne ausgebissen, weil diese es entweder nicht bemerkt, oder aber ignoriert hatten. Also erzähl nix von 'ist Opfer', oder eben mal nicht 'Opfer'. In der Regel macht man sich selbst zum Opfer. Sonst wäre das ja nicht der Fall.


    Wenn ich mich nicht zum Opfer machen lasse, dann funktioniert das auch nicht, dass andere mich zum Opfer machen.


    Psychologie? Denkste! Das sind Fakten.

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    Was allerdings wiederum die Bereitschaft des Opfers, Opfer zu sein, impliziert.

    Nein, das impliziert nicht die Bereitschaft des Opfers, höchstens die Hilflosigkeit- und diese kann jeden treffen.

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    Es gibt Personen, die vielfach gemobbt worden sind und es nicht mal gemerkt haben.

    Dann sind sie keine Mobbingopfer, weil genaugenommen Mobbing nicht stattgefunden hat.

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    Wenn ich mich nicht zum Opfer machen lasse, dann funktioniert das auch nicht, dass andere mich zum Opfer machen.

    Offenbar schreibst du das in Ahnungslosigkeit.

    Verbinde diese Aussge mit deinem Post von 21:45h und finde den Fehler.


    Na?

    Zitat

    Verbinde diese Aussge mit deinem Post von 21:45h und finde den Fehler.


    Na?

    Es gab kein Mobbing, das hat nicht nur mit mir zu tun, sondern auch mit der Schwäche der Mobber, die in meinem Fall nur Pech gehabt haben. Aber ich bin auch angreifbar. Irgendwo hat jeder sein Lindenblatt.

    Ähm entschuldigung, aber du hast dich im Forum auf dem Kritik-Präsentierteller aufgestellt und bist auf keinerlei kritik zu deinen Aussagen eingegangen indem du sagst "Ok ich verstehe, dass das falsch ankommen könnte", sondern hast auf deiner Meinung beharrt.


    Das war kein Mobben. Du hast danach gefragt, warum du aneckst und die Aussagen dann ignoriert.

    Aber soll hier ja jetzt nicht unbedingt um sensibelmann gehen, oder…?


    Mobbing ist für mich allein schon der Versuch dessen, ob es nun hinhaut oder nicht, und aus welchem Grund auch immer es ggf. nicht hinhaut.


    Gut, man könnte noch unterscheiden zwischen Mobbing und versuchtem Mobbing (analog zu Mord und versuchtem Mord), wenn man es genau nehmen will...

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    Bei mir gab es auf med1 auch den Versuch von Mobbing.

    Beratungsresistentes Verhalten hat nichts mit Mobbing zu tun. Ich kenne die Fäden und die User waren wirklich fair und geduldig.


    Aber hier geht es um die TE. Die TE wurde anscheinend gemobbt und kommt aus ihrer Spirale nicht mehr heraus. Um das geht es hier.


    Sie generiert sich als Opfer und das ist die crux.

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    Beratungsresistentes Verhalten hat nichts mit Mobbing zu tun. Ich kenne die Fäden und die User waren wirklich fair und geduldig.

    Den Faden kennst du nicht.


    Selbst von anderen Usern und der Moderation wurde angemahnt. Und ja, Mobbing kann durchaus verhindert werden, wenn sich andere Mitmenschen dazwischen schalten und der gemobbten Person beistehen. Das passiert oft zu wenig oder zu selten.


    Ich bin keineswegs beratungsresistent- ich kann nichts dafür, wenn es Menschen nicht gelingt, überzeugende Argumente beizubringen.

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    Das war kein Mobben. Du hast danach gefragt, warum du aneckst und die Aussagen dann ignoriert.

    Keineswegs war das so. Und hier fängt das Mobben an- Mobber registrieren nicht, wie sie auf eine Person "dreinschlagen" und nicht argumentativ agieren, sondern mit persönlichen Angriffen und Herabwürdigungen. Ich hatte auch keine Aussagen ignoriert- das ist eine Falschdarstellung.

    Sensibelmann, deine Ausgangssituation war eine andere. Vielleicht war es im Endeffekt Mobbing (ich habe immer versucht sachlich zu bleiben, ich weiß auch nicht ob du mich meintest.).


    Aber kein Kind stellt sich hin und sagt: Kritisiert mich!


    Für Kinder ist das was schreckliches. Sie können noch nicht so gut mit Kritik umgehen, vor allem nicht mit unsachlicher Kritik a la "Du bist halt blöd". Das fällt dann für mich schon unter Mobbing, wenn es immer und immer wieder wiederholt wird.


    Es ist eine fließende grenze zwischen Mobbing und Kritik und meiner Meinung nach war vieles an der kritik wirklich sachlich beschrieben und nicht als Mobbing gemeint. Und es gab Argumente, die du aber ignoriert hast.


    Nun geht es hier aber um jemanden, der gelernt hat, er/sie ist scheiße, weil gemobbt worden und alles was sie machte ist falsch.


    Das ist ein beschissenes Gefühl! Und da kann man sich schon mal als Opfer und "die Doofe" fühlen. So geht es mir auch manchmal. Man kann aber schon im Erwachsenenalter etwas dagegen unternehmen. Man ist nicht mehr hilflos. Man kann sich der Situation entziehen, den Job wechseln, Freundschaften aufkündigen, wenn sowas passiert, denn dadraußen gibt es noch 3 Milliarden andre Menschen von denen sicher welche keine Mobber sind.


    Sich dazu aufzuraffen der Menschheit noch eine Chance zu geben und sich auch erstmal auf sich zu konzentrieren, zu schauen, was kann ich FÜR mich tun damit mein Selbstbewusstsein steigt, das ist ganz ganz wichtig. Man muss das Selbstbewusstsein aus sich selbst ziehen und nicht aus andren.


    Das macht das Leben leichter. Wenn man weiß "Ich hab wieder was geschafft" und nicht nur von andren das hören will um bestätigt zu werden.