Warum bemühen sich Männer irgendwann nicht mehr ?

    Das ist mir in den ganzen Jahren an Beziehungen aufgefallen, das der Mann irgendwann einen als Selbstverständlich ansieht,und alles was man macht ,selbstverständlich ist .


    Das sich je ein Mann wirklich mal länger bemüht hat nein, noch nie passiert , und irgendwann sieht man es auch nicht mehr ein , manche Grundlegende dinge , kann man einfach nicht verändern und wollen sie auch nicht. Geben es aber nie zu .

  • 144 Antworten

    Glaube nicht, dass das zwangsläufig nur auf Männer zutrifft. Auch ich bin mit der Zeit schon mal blind für den Anderen geworden und hab dann recht egoistisch mein Ding durchgezogen. Ich glaube, da lässt einen der Alltag und der Stress oft auch einfach abstumpfen und man muss sich das eben immer wieder richtig bewusst machen...

    Bemühst Du Dich denn um "Deine" Männer?


    Meiner Erfahrung nach ist das ein beidseitiges Ding: Wenn einer dauerhaft aufhört und nur den anderen machen lässt läufts häufig irgendwann wieder auseinander oder eben nebeneinander her (incl Affären). Hängt also nicht am Geschlecht sondern daran wer wie Beziehung gestalten will und das tatsächlich auch umsetzt und wer nicht. Einseitige Konsumhaltung ist nicht geschlechterspezifisch.

    Ja aber wie , wenn der andere immer wieder in alte Muster rutscht?


    Will man den nicht den anderen Glücklich sehen ?

    Gehörst Du zu den Frauen, die am Anfang einen auf "Für Dich tu ich alles" machen selbst wenn seinerseits nicht soooooo viel zurück kommt?

    Zitat

    Das ist mir in den ganzen Jahren an Beziehungen aufgefallen, das der Mann irgendwann einen als Selbstverständlich ansieht,und alles was man macht ,selbstverständlich ist .

    Ich halte es in einer Beziehung für selbstverständlich, sich gegenseitig zu unterstützen, sich untereinander zu helfen, sich einander zu achten (das ist nicht wesentlich anders als leben und arbeiten im Team). Nicht selbstverständlich halte ich gegenseitige Liebe. Ich denke aber, dass man für gegenseitige Liebe beitragen kann, genauso, wie man dafür sorgen kann, dass die Liebe abflaut- oft hängt es mit Langweiligkeit im Beziehungsalltag zusammen (nein, mir geht es dabei keineswegs darum, ständig vollkommen verrückte Sachen zu machen oder permanent neue Sextechniken auszutesten und irgendwelche Sexakrobatik zu vollbringen).

    Wenn das schon immer so war, dann wird es schwierig, dann ist der Mann wohl einfach vom Typ her so und Du wirst das nicht aendern.


    Wenn es mal anders war, dann musst Du am Ball bleiben. Und Dich halt auch selbst kritisch beobachten, also ob Du das "ablieferst", was Du von ihm erwartest.


    Solltest Du (ehrlich) feststellen, daß da wirklich ein Ungleichgewicht besteht und er eben auch anders sein kann, mußt Du selbst entscheiden, ob Du für die Änderungen "kämpfen" willst, denn das kann durchaus einige Auseinandersetzungen kostet. Zumal man(n) oftmals wirklich konkrete Hinweise braucht,


    Bei uns war es ähnlich, aber erstens war mein Mann eben früher anders (insofern bestand da Hoffnung, daß sich da wieder was ändern kann) und zweitens habe ich eine Trennung in Kauf genommen (und würde sie immer noch in Kauf nehmen, so schwer es mir auch fallen würde).


    Mittlerweile hat sich vieles zum Positiven geändert, auf beiden Seiten würde ich sagen. Und momentan wage ich zu behaupten, daß es von Dauer sein könnte.

    Wenn man etwas gerne und leichten Herzens für seine Partnerin tut, dann macht man es ein Leben lang.


    Wenn man sich bemüht, erwartet man mehr oder weniger indirekt auch eine Gegenleistung, weil es auf die Dauer anstrengend ist, sich zu bemühen.


    Also, wer sich nicht mehr bemüht, hat die erhoffte Gegenleistung nicht bekommen, könnte ich mir vorstellen.

    Zitat

    Ja ich denke , und daran liegt wohl auch das Problem, darauf wird sich ausgeruht !

    Es gibt Menschen die so drauf sind ja - da wird Beziehung konsumiert und sich dann auch noch beschwert wenn der Hahn einseitig zugedreht wird, wenn von "drüben" nichts kommt. Wir leben eben in einer Gesellschaft in der Narzissmus häufiger wird. Davon sind nach wie vor deutlich mehr Männer betroffen, aber Frauen holen langsam auf.


    Ich hatte auch mit zwei dieser Art zu tun, nach meinem Ex. Das ging dann nicht über ein paar Dates hinaus, was bei mir daran lag, das ich selber auch nicht sofort "voll aufdrehe". Wenn dann in einer Konstellation mit einem Beziehungskonsumenten der andere nur ähnlich viel gibt wie der Beziehungskonsument selber ist der Konsument - meiner Erfahrung nach - sehr schnell wieder weg, während die (aus meiner Sicht) vernünftigen Männer neugierig bleiben und sich langsam mitsteigern lassen oder dann ihrerseits voll aufdrehen.


    Das Problem ist: Das ist vermutlich eine Typsache. Wenn Du selber jemand bist, der am Anfang gern voll aufdreht und Du Dich künstlich zurückhalten müsstest um das nicht zu tun, hilft das ja sicher auch nicht - das würde Dich vermutlich eher unauthentisch machen?! Kannst Du Dir trotzdem angewöhnen eben gerade in der Anfangsphase zusätzlich drauf zu achten, was Dein Gegenüber praktisch zur Beziehung beisteuert? Und ggf. eben auch ansprechen wenns dürftig ist? Das kann sicher ernüchternd wirken - aber dann wäre der Fall später nicht so tief...

    weil sie keine lust haben. weil sie es nicht nötig haben. erst wenn die alte plötzlich von trennung redet, besinnen sie sich. solange, bis alles wieder sicher ist. dann das gleiche spiel.

    In "bemühen" steckt das Wort Mühe. Und wer will sich schon jahre- und jahrzehntelang abmühen, damit die Beziehung klappt? Ich denke, dass man sich nach Möglichkeit jemanden auswählen sollte, der sich Ähnliches von der Beziehung wünscht und daher von sich aus das gibt, was man bekommen möchte (und umgekehrt).


    Ich bin schon sehr dafür, etwas dafür zu tun, dass man auf längere Sicht eine tolle Beziehung hat; aber Bemühen ist mE dazu nicht unbedingt der Richtige Ansatz.

    Zitat

    Gehörst Du zu den Frauen, die am Anfang einen auf "Für Dich tu ich alles" machen selbst wenn seinerseits nicht soooooo viel zurück kommt?

    Könnte auch sein, dass sie sich auch solche Männer aussucht, die am Anfang alle Register ziehen, um eine Frau für sich zu gewinnen und zu beeindrucken. So ein Übermaß an Aufmerksamkeit lässt sich dann natürlich nicht aufrecht erhalten und es kommt der unvermeidliche Abfall an Intensität.


    Ich ziehe die umgekehrte Dynamik vor: Unspektakulärer Beginn dafür eine Steigerung der Intensität mit der Zeit. :-) Aber das wäre für viele nichts, das weiß ich.

    Mh.. Das ist doch völlig normal? Irgendwann kommt es schlicht und einfach zu diesem Punkt.


    Ich denke du hast schon viele Antworten bekommen... Aber meine Meinung ist, dass mans ich einfach für selbstverständlich hält und keiner sein Mund aufmacht und sagt, dass es gerade eben nichtso schön ist..


    Reden hilft allen weiter :) Und wenn es sich nicht bessert, dass weißt du hoffentlich woran ads liegt:P

    Ich gebe übrigens Lola völlig Recht, was das Bemühen angeht. Wenn man sich darum bemühen muß, ist es nicht echt und nicht von Dauer. Es muß schon von Herzen kommen.


    ABER man muß sich bemühen, es wieder zu beleben, wenn es eingeschlafen ist. Das ist zumindest meine Erfahrung, denn wir waren beide für diesen Zustand verantwortlich. Es hatte sich über die Jahre so eingeschlichen.

    Ich glaube, dass eine Partnerschaft dann nicht langweilig wird, wenn man sich erst einmal um sich selbst bemüht und nicht um andere. Wenn man selbst seine Bedürfnisse ernst nimmt und sie achtet und man sie auch selbst erfüllt, dann kann man das, was man sich selbst gerne gibt auch ohne Mühe an andere weiter geben. Machen das beide, dann profitiert auch die Partnerschaft davon.