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    Aber in dieser Diskussion geht es im Prinzip darum, den Mann zu verändern. Er soll sich nämlich etwas mehr bemühen.

    Naja, das passiert aber nicht, indem man auf eine bestimmte Sternenkonstellation wartet. ]:D

    Mal ein Denkanstoß von mir:


    ich hatte einmal eine Beziehung, in der ich meine damalige Freundin viele Jahre lang auf Händen getragen habe.


    Ich habe sie immer wieder mit Aufmerksamkeiten überrascht, habe dafür gesorgt, dass die Beziehung nie langweilig wurde.


    Das habe ich damals aus voller Überzeugung und mit ganzem Herzen gemacht.


    Ich weiß gar nicht mehr, wann dann dieser ganz bestimmte Wendepunkt kam... jedenfalls konnte und wollte ich irgendwann nicht mehr. Ich musste mich dann sehr bemühen - und genau das veränderte die Beziehung total.


    Was war geschehen? Das ist gar nicht so leicht zu beantworten. Ich denke, der Hauptgrund war, dass nichts, aber auch gar nichts zurückkam. Sie freute sich zwar immer wieder sichtlich über diese kleinen und auch großen Dinge/Gesten/Überraschungen... aber das war es auch schon.


    Sie gestand mir im Gegenzug überhaupt nichts zu. Keine Aufmerksamkeiten, keine Liebesbekundungen, ja nicht einmal ein Mindestmaß an Freiheiten. Die Beziehung war auf diesem Gebiet sehr, sehr einseitig. Ich hätte ganz bestimmt keine große Dankbarkeit erwartet, oder irgendwelche "Gegenleistungen". Mir hätten aufrichtige Liebe und ein bisschen weniger "Klammern" gereicht.


    Ich möchte keinesfalls behaupten, dass es bei Euch auch so sein muss. Allerdings könntest Du vielleicht darüber nachdenken, ob die Beziehung beiderseitig auf einem Level besteht, oder ob z. b. er viel mehr investiert hat, bevor er irgendwann dazu überging, sich zurück zu ziehen.


    Bei mir ging es irgendwann nicht mehr. Dazu gibt es auch einen uralten Faden von mir, den ich mir lieber nicht mehr durchlesen möchte... %:|


    Wie anfangs erwähnt: nur ein Denkanstoß. ;-)

    Mühe geben müssen sich beide, sonst wird das nichts. Eine Frau, die angebetet werden möchte, Geschenke, Komplimente und Blumen haben möchte aber sich selber zu Hause gehen lässt, statt verführerischen Dessous nur noch in Jogginghosen rumrennt, das passt nicht zusammen. Genau wie im Bett, der Anspruch, jeden Tag verführt zu werden, ohne selber einen Handschlag dafür zu tun, geht schief - das gilt für beide, m wie w.


    Dass das ein Stück weit abflaut, halte ich für normal. Einen Partner erobert man einmal, die Idee, dass man diese Energie täglich neu aufbietet, um ihr jeden Tag neu zu erobern ist weltfremd. Aber das sich Mühe geben darf nie ganz aufhören.


    Aber wichtig ist dabei vor allem, dass beide Seiten ihre Wünsche auch formulieren. Was nutzt es, enttäuscht zu sein, dass der Partner einem schon seit Jahren keine Blumen mehr mitbringt, wenn der gar nicht weiß, dass sie da Wert drauf legt. Und andersrum: Hat er ihr schon gesagt, dass dieser Schlabber-Schlafanzug extrem unerotisch ist und er den anderen viel schöner findet?

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    ich hatte einmal eine Beziehung, in der ich meine damalige Freundin viele Jahre lang auf Händen getragen habe.

    Eine Beziehung sollte immer aus Geben und Nehmen wechselseitig bestehen- wenn nichts zurückkäme, wäre bei mir schon nach kurzer Zeit (ca. ein Monat) Ende der Geschichte.


    Es gibt leider immer wieder Beziehungen sehr ungleicher Partner- wo der eine Partner erwartet, immer nur empfangen zu können (der/die andere muss mir was bieten) und der andere Partner meint, immer etwas bieten zu müssen. Das ist nicht symbiotisch im Sinne von Geben und Nehmen, sondern ein parasitäres Verhältnis- einer nimmt und der andere gibt. Parasitäre Verhältnisse gehen meistens irgendwann zu Ende.


    Insbesondere narzisstische Menschen erwarten oft mehr von anderen als selbst zu geben.

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    Einen Partner erobert man einmal

    Mhh, vielleicht ist es auch eine Frage, wie man sich kennenlernt. So richtig erobert habe ich meine Frau eigentlich nicht- wir haben uns eher gefunden- dafür war ich einfach so, wie ich war, dafür hatte ich keine speziellen "Verführungskünste" oder "Eroberungsaktionen" aufgeboten- da musste ich mich also nicht bemühen.


    Vielleicht es es eine Möglichkeit, wie etwas eben nicht abflaut.


    Ein "du musst um die Frau kämpfen" war mir eher fremd. Wenn ich einen Menschen besonders sympatisch finde, steigt auch meine Aufmerksamkeit für diesen Menschen. Wenn nicht viel zurückkommt, wird mir der Mensch unsympatischer oder beliebiger und die Aufmerksamkeit flacht ab. Einseitige Aufmerksamkeit kann ich nicht ertragen.

    hallo löwin, dann stehst du jetzt mit deinem allerletzten versuch mit dem kerl da und fragst allen ernstes nach allgemeinen erfahrungen? geht es nicht eher darum, dass du an dem punkt stehst, wo endlich mal eine entscheidung fällig wäre, ob diese beziehung überhaupt noch weitergeführt wird?

    Es ist natürlich Blödsinn, ein Kind in den Brunnen zu schubsen, weil es am Rande des Brunnens sitzt und abzustürzen droht.


    Wenn Du jetzt eine Trennung in Betracht zögst, tätest Du in meinen Augen nichts anderes als darüber nachzudenken, das Kind in den Brunnen zu schubsen, aus Angst, es könnte hineinfallen.