Wenn man als Frau von einem Mann Dinge einfordert, die nicht seinem Wesen entsprechen, hat man den falschen Mann.


    Dass niemand das auf Dauer durchhalten kann, wenn man sich zur Beziehungsanbahnung anders gibt als man eigentlich ist, finde ich völlig normal.

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    Einen Partner erobert man einmal, die Idee, dass man diese Energie täglich neu aufbietet, um ihr jeden Tag neu zu erobern ist weltfremd. Aber das sich Mühe geben darf nie ganz aufhören.

    Das man sich um den Partner bemühen sollte – im Sinne von ihm Aufmerksamkeit schenken- da stimme ich mit dir überein.


    Aber dieser Eroberungsgedanken verursacht mir regelrecht eine Gänsehaut. Mein Mann musste mich nicht erobern. Das heißt, er hat es in der ersten Woche unserer Beziehung mal versucht. Aber das war nicht authentisch und ich wäre fast davongelaufen.

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    ich hatte einmal eine Beziehung, in der ich meine damalige Freundin viele Jahre lang auf Händen getragen habe.


    Ich habe sie immer wieder mit Aufmerksamkeiten überrascht, habe dafür gesorgt, dass die Beziehung nie langweilig wurde.

    Ich fände das ganz furchtbar anstrengend und könnte die Erwartungshaltung, die sich daraus ergeben würde. nicht erfüllen.

    Was ich tue ist doch auch alles selbstverständlich. Ist das geschlechtsspezifisch? Hat die Frau einen Anspruch auf "kleine Gesten", der Mann aber nicht? Geht bis zur Sexualtiät: Die Frau möchte das Gefühl haben, begehrt zu werden. Wir etwa nicht?


    Es ist ein Geben und Nehmen - vielleicht bemühen sich ja auch viele Männer nicht mehr, weil ihre Frauen "die kleinen Gesten" auch eingestellt haben?! Für Frauen ist dann immer klar, "wer damit angefangen hat". Ist es aber nicht.


    Diese Entwicklung nennt man übrigens auch "Alltag" und darauf dann beleidigt zu reagieren, sich zurückgesetzt, abgewertet oder ähnlich zu fühlen ist ebenso dumm wie verbreitet. Es setzt für die Beziehung eine Art Abwärts-Todesspirale in Gang.


    Nur, wenn beide meinen, sie seien derjenige, der die Beziehung in Gang hält, nur wenn beiden das nichts ausmacht, nur dann kann sie auf Dauer funktionieren.

    ...wärst es aber gerne, weil in der starken Löwin nämlich immer noch eine kleine Prinzessin wohnt, was übrigens vollkommen in Ordnung ist. In uns starken Kerlen wohnt nämlich auch immer noch ein kleiner Junge, der es für selbstverständlich hält, von Mutti nach Strich und Faden verwöhnt zu werden und nichts dafür geben zu müssen.


    So ist eben die Realität.

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    Also in den Brunnen gefallen ist noch gar nichts , ja wir sind noch zusamnen...

    und deswegen stelle ich dir die frage: ihr hattet doch im oktober ausgemacht, an eurer beziehung zu arbeiten (beide!!!), es nochmal miteinander zu versuchen, oder? und nur zwei monate später scheinst du an dem gleichen entnervten, hoffnungslosen punkt zu stehen?


    mir gibt das eher das gefühl, als sei das kind schon damals in den brunnen gefallen und nun ist es endgültig ersoffen?

    Ich finde, das schleicht sich auf beiden Seiten ein. Bei Männern vielleicht etwas mehr. ;-) ;-) Bei uns war es auch so; v.a. sind an mir viele organisatorische und Haushaltsdinge hängen geblieben. Es wurde schleichend selbstverständlich, dass ich es ja mache.


    Was aber ebenauch bedeutet, dass ich es hingenommen habe. Damit eine Beziehung funktioniert, muss man dran arbeiten. Sprich in diesem Fall das Thema liebevoll ansprechen. Sein eigenes Verhalten ändern; Bedürfnisse klar kommunizieren. BEIDE Seiten verändern sich im Lauf einer Beziehung, aber wenn niemand sagt, dass es ihm nicht gefällt, geht es halt so weiter. Einfach nur naiv auf Besserung hoffen: Funktioniert nicht.