@ trotz-koepfle ,

    Danke für deinen Beitrag , solche Erfahrungen meine ich eigentlich , das ist mir aufgefalln sobald du alles gibst , bekommst du so gut wie ein haufen scheisse zurück , das finde ich auch zum kotzen.


    Man liebt sich ja auch , warum sollte dann nur der eine und der andere darf sich darauf ausruhen , da wundert es mich such nicht mehr wenn man irgendwann gar keine lust mehr hat.....

    Vielleicht müsste die Frage auch ganz einfach nur lauten, warum es Menschen gibt, die meinen Erwartungen nicht entsprechen?


    Erwartungen generieren Enttäuschungen, wenn sie nicht erfüllt werden. Die eine Frage ist, wie man mit enttäuschten Erwartungen umgeht, eine andere, wie realistisch meine Erwartungen sind. Realistisch nicht nur in Bezug auf generell möglich, sondern eben auch hinsichtlich der Person von der ich etwas erwarte. Da fallen nämlich plötzlich viele Dinge flach, die prinzipiell zwar möglich sind, aber eben nicht geleistet werden können oder wollen.


    Nicht geleistet werden können, hat etwas mit Fähigkeiten zu tun, nicht geleistet werden wollen, hat etwas mit Motivation zu tun.


    Nächste Frage, wie motiviere ich jemanden? :=o

    @ Evoluzzer ......

    Es geht nicht um Erwartungen sondern normale Dinge in einer Beziehung.


    Erwartungen habe ich keine Warum auch ?


    Gebrn und nehmen, aber nur geben und nichts bekommen geht auch nicht , versteh mich jetzt nicht falsch dann wären wir eigentlich wieder bei Erwartungen.


    So ist es aber nicht , ich tue gerne alles aber ich hoffe das ich es auch irgendwann zurück bekomme, nicht heute morgen oder nächste Woche.

    Zitat

    Es geht nicht um Erwartungen sondern normale Dinge in einer Beziehung.

    Es gibt keine "normalen Dinge", es gibt nur Erwartungen.

    Zitat

    Erwartungen habe ich keine Warum auch ?

    Du erwartest, dass Bemühungen nicht aufhören...

    Zitat

    Gebrn und nehmen, aber nur geben und nichts bekommen geht auch nicht , versteh mich jetzt nicht falsch dann wären wir eigentlich wieder bei Erwartungen.

    Ich sage nicht, dass Erwartungen keine Berechtigung hätten.

    Zitat

    So ist es aber nicht , ich tue gerne alles aber ich hoffe das ich es auch irgendwann zurück bekomme, nicht heute morgen oder nächste Woche.

    Du erwartest, dass deine Investition entsprechende Ergebnisse bringt. Das ist durchaus legitim. Wenn die Erwartungen jedoch enttäuscht werden, muss man handeln.

    Zitat

    Es geht nicht um Erwartungen sondern normale Dinge in einer Beziehung.

    Etwas für normal zu halten ist doch nur eine andere Formulierung dafür, eine diesbezügliche Erwartung zu haben! ;-)


    Es gibt in einer Beziehung fast nichts, was man nicht auch ganz anders machen (und wollen!) kann. Daher muss man sich erst darüber verständigen, was man "normal" findet und voneinander erwartet.

    @ Starke Löwin

    Wann hast Du denn das letzte Mal so richtig mit Deinem Partner über eure Beziehung geredet? Oder über die Gestaltung eurer Beziehung? Geht das mit Deinem Partner überhaupt?


    Dazu gehört eben zu sagen: Du ich mach jetzt hier A, B C D und habe das Gefühl ich könnts auch lassen, - kannst Du damit überhaupt was anfangen? Wenn nicht nutz ich meine Zeit vielleicht lieber anders? Welche Erwartungen hast Du denn gerade an mich und warum machst Du nicht X Y Z für die Beziehung ( falls es um Alltagsdinge geht)?


    Entweder ich habs überlesen oder es kam noch nicht konkret vor, aber wenn es Dir tatsächlich um Arbeitsalltagsaufteilung geht hilft nur mit ihm zu reden. Wir haben z.B. eine Vereinbarung uns bei bestimmten Dingen die wir im Haushalt beide nicht gerne tun abzuwechseln. Da reden wir einander dann nicht rein, aber es wird halt nicht vom anderen erledigt bis derjenige der dran ist es tatsächlich gemacht hat oder es gegen 2 Mal unangehnehmes in der nächsten Woche eintauscht. Das ist eine Routine die mein Mann aus seiner Familie mitgebracht hat. Anfangs fand ich das recht starr und gewöhnungsbedürftig, aber in der Praxis läufts mittlerweile sehr locker und es spart uns viel von der "machst Du jetzt endlich.." Kommunikation die ich in meiner letzten Beziehung hatte.


    Gehts um sowas? Oder hat er einfach an Dir als Person kein Interesse mehr - daran was Du denkst und so weiter?

    Ich habe den ganzen Faden über den Eindruck, dass hier ein ziemliches Missverständnis vorherrscht.


    ich glaube nämlich, liebe Löwin, es geht Dir nicht um "Bemühungen" (erst recht nicht im Sinne von großen Gesten oder Geschenken, wie einige das hier verstehen) sondern um einen liebevollen und wertschätzenden Umgang. Männer, die dieses Verhalten quasi einstellen (was Du beschreibst als "Dich als selbstverständlich nehmen") vermitteln einem dazu tatsächlich, dass es quasi "Mühe" wäre, sich eben, wie genannt, liebevoll und wertschätzend zu verhalten. Daher dann auch Dein (missverständlicher) Fadentitel.


    Das Problem ist, gegen jeden Rat, den man Dir hier und anderswo geben wird, miteinander reden wird in dieser Konstellation rein und überhaupt gar nichts bringen. Verhalten ist nur wirklich liebevoll, wenn es authentisch ist. Wenn Du das erwartete Verhalten quasi bestellen musst, ist es nichts wert. Zumal jedes Gespräch darüber zum genauen Gegenteil führt von dem, was Du willst. Er wird Dich dadurch als noch bedürftiger und abhängiger empfinden. Ersteres weckt bei ihm nicht das Bedürfnis, anders mit Dir umzugehen, letzteres bestätigt zudem auch noch, dass er sich es leisten kann (da Du in gewissem Maße emotional abhängig bist).


    Irgendwann geht es so weit, dass entweder seine Ablehnung weit genug gestiegen ist und/oder die ständigen Gespräche/Erwartungen/Enttäuschungen/Vorwürfe so sehr belasten/nerven, dass er sich trennt oder Du es nicht mehr aushältst und Du Dich trennst. Man verzeih' mir die Verallgemeinerung, aber (viele) Männer sind diesbezüglich wirklich wahrlich Idioten.


    Aaaber: wie Du vielleicht schon rauslesen kannst, ist das eine Dynamik - Du bist also Teil davon bzw. trägst Deinen Teil dazu bei, dass es immer wieder zu dieser Entwicklung kommt.


    Ganz vereinfacht ausgedrückt ist der Trick, diese Dynamik zu durchbrechen: die Distanz, die er schafft, gelassen auszuhalten, ja, sogar zu verstärken, Deine Abhängigkeit aufzulösen, damit er wieder Grund und Anlass hat, sich "zu bemühen" bzw. zu merken, wieviel wert Du ihm eigentlich bist und dass er Dir das auch zeigen möchte.


    Solange Du darüber also Gespräche suchst und quasi darum bittest und bettelst oder nöhlst und nörgelst, kommt ihr von diesem Karussell nicht runter. Kümmer' Dich lieber um Dich und sei Dir selbst mehr wert. Dann weiß er Dich (vielleicht!) auch wieder als Partnerin zu schätzen und zeigt dies auch.


    Aber mache nicht den groben Fehler, das, was er eigentlich zu wenig in die Beziehung einbringt, nochmal extra selbst miteinzubringen. Dann dreht sich das Karussell nur noch schneller, er wird sich immer weiter zurückziehen, es immer weniger zu schätzen wissen, was Du eigentlich alles tust (oder sich selbst in der Arschlochrolle nicht mehr wohl fühlen und deswegen die Reisleine ziehen) und die Distanz und das Missverhältnis weiter vergrößern.

    @ L.vanPelt

    Jetzt haben wirs , genau im Ausdrücken bin ich nicht der Held =)


    Aber wie ich schon irgendwo geschrieben habe, haben wir das schon geklärt mein Partner und ich mit der Wertschätzung usw....

    Zitat

    Das Problem ist, gegen jeden Rat, den man Dir hier und anderswo geben wird, miteinander reden wird in dieser Konstellation rein und überhaupt gar nichts bringen.

    Doch: Klarheit, die anscheinend noch nicht da ist. Der Partner im Kopf und der real existierende sind offensichtlich 2 völlig verschiedene Personen. Natürlich hilft reden da, weil mans dabei merkt. Dann fallen Entscheidungen leichter.

    Zitat

    Das Problem ist, gegen jeden Rat, den man Dir hier und anderswo geben wird, miteinander reden wird in dieser Konstellation rein und überhaupt gar nichts bringen. Verhalten ist nur wirklich liebevoll, wenn es authentisch ist.

    Das was als Authentizität bezeichnet wird, ist letztendlich Ergebnis einer aus Umwelteinflüssen generierten Entwicklung- zwar relativ stabil, aber keineswegs unveränderbar. Manches Problem sieht ein Mensch nicht unbedingt von sich aus als Problem, mitunter kann es helfen, wenn jemand auf ein Problem im Zusammenleben aufmerksam gemacht wird. Das muss sich nicht augenblicklich ändern, kann sich aber über eine Weiterentwicklung durchaus ändern. Ich glaube, da müssen Partner selbst abschätzen, ob sich für eine Änderung ein allzu großes Verbiegen erforderlich ist, oder ob die Änderung relativ unproblematisch erfolgt, so dass sie sich auch zur Gewohnheit ausprägen kann.


    Kommunikation sollte ein wesentliches Element in einer Beziehung sein. Menschen sind in unterschiedlichem Maße auch lernfähig.