Zitat

    haben sich die Männer stärker davon entfernt als die meisten Frauen

    Das halte ich für eine Wahrnehmungstäuschung, beruhend darauf, dass männliche Klischees oft nicht als solche wahrgenommen werden, weil sie als Normalität wahrgenommen werden oder deckungsgleich mit gesellschaftlich wünschenswerten Normen sind.


    Ich habe letztens Kekse für Männer im Supermarktregal gesehen. Solange Gebäck gegendert wird, damit Mann weiß, welche harten, männlichen Kekse er kaufen darf, sind wir entweder noch oder wieder am Anfang des Weges in eine wahrlich aufgeklärte Gesellschaft. Ich meine - fucking Kekse. Kekse sind der Inbegriff der Unschuld, warum muss man die mit sowas belasten. Welcher Marketingmensch dafür auch immer verantwortlich ist, sollte als Strafe in seinem Leben nie wieder auch nur einen einzigen Keks essen dürfen.

    Hallo Detlev22

    Du hast dich am 25.05. zuletzt zu Wort gemeldet.


    Ist deine Frage schon beantwortet worden?

    @all

    Wir wollen ja zuerst die Frage des TE beantworten, bevor es mal wieder in eine verselbständigte Diskussion um was auch immer abdriftet... ;-D

    Zitat

    Es gibt in der westlichen Welt bestimmt auch noch Männer, die diese Rollenbilder ebenfalls nicht ablegen können, dennoch glaube ich, haben sich die Männer stärker davon entfernt als die meisten Frauen.

    Diese Wahrnehmung überrascht mich. Ich finde eigentlich, dass bei Fauen das "anerkannte Verhaltensspektrum" schon breiter ist als bei Männern. Insofern sehe ich eigenlich eher bei den Männerklischees den unmittelbareren Handlungsbedarf. Der hier im Faden verlinkte TED-Talk war dazu ein guter Beitrag.

    Zitat

    Viele Männer, die ich kenne geben sich wirklich Mühe, ihren Partnerinnen dabei zu helfen, die gesellschaftlichen und erzieherischen Vorgaben zum "Frau sein" zu erfüllen

    Ich sehe keine Notwendigkeit, irgendwelchen Frauenklischees zu entsprechen und erst recht brauche ich da keine diesbezügliche Hilfe oder Unterstützung von einem Mann (oder anderen Frauen). :-o Ganz im Gegenteil, ich erwarte, dass man mir mit geschlechtsspezifischen Erwartungen gefälligst vom Hals bleibt. 8-)

    Zitat

    was umgekehrt m. E. kaum der Fall ist

    Ich unterstütze Männer gerne darin, sich von Geschlechterklischees zu emanzipieren. Bei der ERFÜLLUNG von überkommenen Rollenvorstellungen, helfe ich sicher nicht. ;-D Das wäre das Gegenteil von dem, was ich sinnvoll finde.

    Zitat

    Ich glaube jeder weis, wie sich Frauen gegenseitig unter Druck setzen können und der Mann dabei eine wesentlich Rolle spielen kann.

    Ich sehe mich nicht in Konkurrenz zu anderen Frauen und ich brauche sicher keine Beziehung, um irgendwie besser dazustehen. Wer bei solchen Konkurrenzspielchen mitspielt, ist selbst Schuld.

    Stalfyr


    Dein Bild vom Beruf der Erzieherinn ist etwas antiquiert, vorsichtig ausgedrückt. Zum einen dauert die Ausbildung 5 Jahre und es arbeiten auch reichlich studierte Kräfte in den Kindergärten und zum anderen passt eine von denen nicht auf sieben bis acht KInder auf, sondern auf 12 bis 13, sollten mal alle da sein. Viel häufiger aber ist jemand von den Kollegen krank, auf Urlaub, auf Weiterbildung und so hat dann eine Person über 25 und mehr KInder zu wachen. Das ist zwar nicht erlaubt, so als Regel, aber die Ausnahme schon, nur ist die allzu oft die Regel.


    Zudem bewachen die den Nachwuchs ja nicht nur, im Gegenteil, der Anteil an Erziehungsaufgaben nimmt ständig zu. In Bayern haben sie einen eigenen Bildungsplan zu erfüllen und ganz nebenbei soll auch noch sozialer Umgang erlernt werden. Wie löse ich einen Streit ohne zu zuschlagen? Wieso lacht man jemand anderen nicht aus? Wie wehre ich mich? Und dazu dann eben auch durchaus Inhalte in Richtung: Wie funktionieren die Sinne?


    Wie sollte das auch anders sein? Wenn Kinder 10 Stunden am Tag in der Betreuung sind, 12 Stunden Schlaf (in etwa) brauchen, wer soll sie denn dann erziehen? Also mit Fahrzeit die Eltern in der einen Stunde die dann bleibt plus Wochenende? Das aber braucht es wenn beide Elternteile Vollzeitarbeiten in aller Regel. Verdammt lange Betreuungszeiten. Kann man toll finden oder auch nicht. Ich sehe das ganz persönlich so das die Kinder an dieser Stelle oft den Preis zahlen, wie bei den Freunden von Little-mit-Lotte.


    Und dann sollten die Erzieher*innen doch bitte zumindest wirklich gut sein. Das muss man nämlich um all das zu leisten was gefordert ist, wenn 12 Kinder auf einen einbrüllen. Das muss man auch noch sein wenn es 7 Kinder sind. Das ist eine verdamt verantwortungsvolle Position, immerhin prägt man Menschen für ein Leben, legt die Grundlagen für ihre sozialen Fähigkeiten und trägt im Laufe der Zeit die Verantwortung für hunderte davon.


    Ganz davon abgesehen hat unsere Wirtschaft ein Problem wenn die Betreuung wegfällt. Dann können die Eltern nämlich nicht mehr so arbeiten und dann wird es wirklich sportlich, gerade bei den Fachkräften. :=o :=o

    @ Stalfyr

    Zitat

    Diese Unterschiede spiegeln sich unterschiedlichen Gehältern wieder. Das hat nichts mit Entwertung zu tun, aber ich denke niemand möchte jahrelang studieren, um dann den gleichen Lohn wie eine ungelernte Hilfskraft abzugreifen, oder?


    Sorry, soll die Wichtigkeit dieser Berufe oder Tätigkeiten nicht mindern, aber dafür gibt es eben nicht das Gehalt eines Masch.bauers.

    So schaut es aus. Bravo!

    Zitat

    Dass Kindergärtner*innen schlecht bezahlt sind halte ich im Übrigen für ein Märchen. In öffentlichen Kindergärten etwa wird das Personal nach TVöD bezahlt. Einstiegsgehalt ist S6 mit ca. 2600 brutto. Im Großen und Ganzen bewegt man sich zwischen 2.3 und 3.9, je nach Position, Alter etc., bei kirchlichen oder Wohlfahrtsträgern ist es ähnlich. Schlecht bezahlt sieht für mich anders aus.

    So sehe ich das auch! Ings, die bei kleinen & mittelständischen Betrieben arbeiten und daher keinen IGM/IGC Tarifvertrag haben, verdienen auch nicht (spürbar) mehr! Und das sind nicht wenige... und man vergleiche mal ein ING Studium mit so einer Nullingerausbildung wie Erzieher...

    @ LolaX5

    Zitat

    Ich sehe keine Notwendigkeit, irgendwelchen Frauenklischees zu entsprechen und erst recht brauche ich da keine diesbezügliche Hilfe oder Unterstützung von einem Mann (oder anderen Frauen). :-o Ganz im Gegenteil, ich erwarte, dass man mir mit geschlechtsspezifischen Erwartungen gefälligst vom Hals bleibt. 8-)

    Das sagen sie alle ;-D


    Du trägst als Frau doch sicherlich auch körperbetonte Kleidung, enge Hosen, mal einen Rock, ein Kleid, eine Leggings, String und andere Dessous drunter. Damit erfüllst Du die geschlechtsspezifischen Erwartungen & Frauenklischees schon zu einem guten Teil ;-)

    Zitat

    Das hat nichts mit Entwertung zu tun, aber ich denke niemand möchte jahrelang studieren, um dann den gleichen Lohn wie eine ungelernte Hilfskraft abzugreifen, oder?

    Naja, wenn die ungelernte Hilfskraft gut bezahlt ist, spräche doch nichts dagegen. o:) Wenn beide gleichviel Lebenszeit aufwenden müssen, dann ist auch eine ähnliche Bezahlung prinzipiell argumentierbar. Der größte Vorteil von einem Studium ist ja (aus meiner Sicht) der tendentiell interessantere Job, nicht das Gehalt. Abseits der Natur- und Ingenieurswissenschaften, ist ein Studium ohnehin kein Garant für ein Topeinkommen...

    Zitat

    Du trägst als Frau doch sicherlich auch körperbetonte Kleidung, enge Hosen, mal einen Rock, ein Kleid, eine Leggings, String und andere Dessous drunter.

    Körperbetonte Kleidung ist heute auch bei Männern Standard. Röcke tragen manche Männer auch. Und mit Leggins und Strings hab' ich nichts am Hut. Also muss ich dich enttäuschen. 8-)

    Zitat

    Damit erfüllst Du die geschlechtsspezifischen Erwartungen & Frauenklischees schon zu einem guten Teil ;-)

    Also ob die Kleidung die relevantengeschlechtsspezifischen Erwartungen & Frauenklischees wären... %-| Das sind sie selbstverständlich nicht. Da geht es viel mehr um Verhaltensnormen und solche Dinge.

    @ LolaX5

    Zitat

    Also ob die Kleidung die relevantengeschlechtsspezifischen Erwartungen & Frauenklischees wären... %-|

    Sicherlich sind sie das zum einem großen Teil...

    Zitat

    Das sind sie selbstverständlich nicht.

    Wenn sie es nicht wären, dann gäbe es nur noch unisex Kleidung.

    @ LolaX5

    Zitat

    Körperbetonte Kleidung ist heute auch bei Männern Standard.

    Nope, ist eher eine Ausnahme.


    Die meisten Männer tragen legere Kleidung, die nicht eng anliegt.


    Klar gibt es Ausnahmen mit Skinny-Jeans, aber das sind Ausnahmen ;-D

    Zitat

    Röcke tragen manche Männer auch.

    Ich habe noch nie einen Mann im Rock gesehen, noch nie! (Außer im Fernsehen)

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