@ Lian-Jill

    Würde ich gerne, ich würde auch gerne heiraten und mit der potentiellen Frau bis ans Lebensende mein Leben teilen.


    Nur nehme ich das mit dem "Bis der Tod uns scheidet" sehr wörtlich, so dass es den meisten Frauen bei 60% Scheidungsquote wohl zu riskant erscheint.

    Natürlich gibt es Männer, die keine Kinder wollen. Die Anzahl derer die das jedoch tatsächlich wirklich ernsthaft für sich abgeschlossen haben dürfte gering sein. Die letzten Statistiken zur Anzahl der jährlichen Vasektomien in Deutschland die ich gelesen habe liegen bei 60.000 pro Jahr. Gemessen an der männlichen Bevölkerung ist das entsetzlich gering. Davon werden erstaunlicherweise wohl sogar ein viertel auf Wunsch der Partnerin durchgeführt und werden vorgenommen nachdem bereits Kinder da sind. Ein weiterer hoher % Satz erfolgt aufgrund von medizinischen Diagnosen.


    Das legt nahe, das mit der Zeugungs"verweigerung" zwar gerne argumentiert wird aber die Möglichkeiten die Meinung jederzeit zu ändern scheinen sich die meisten Männer doch offen zu halten. Wie die meisten Frauen eben auch möchten sie gern die Bedingungen unter denen sie Kinder zeugen gerne selbst wählen.


    Zur Sterilisation gibts dann noch auch diese Aussage:


    In Deutschland sind zurzeit ca. 1,45 Millionen Frauen (8 % aller Frauen im reproduktionsfähigen Alter) und ca. 0,45 Millionen Männer (ca. 2 % aller Männer) sterilisiert.


    Pearl Index der Sterilisation:


    beim Mann 0,1


    bei der Frau 0,1-0,3


    Quelle


    Inwieweit das Aussagen über gesellschafliche Gesamttrends ermöglicht bleibt jedem in seiner Einschätzung selbst überlassen.

    Zitat

    Nur nehme ich das mit dem "Bis der Tod uns scheidet" sehr wörtlich, so dass es den meisten Frauen bei 60% Scheidungsquote wohl zu riskant erscheint.

    Die hohe Scheidungsrate ist aber nicht allein rosinenpickenden Frauen zu verdanken (das dürfte eher in deutlicher Unterzahl sein). Überwiegend ist das das Resultat falscher Partnerwahl oder auch mitunter durch das Verhalten von Männern bedingt, die ihre Frau mehr oder weniger im Stich lassen.


    Und wenn Männer die rosinenpickenden Frauen einfach links liegen lassen würden und sich nicht allein von deren "Schönheit" betören lassen würden, würde sich das auch relativ schnell regeln. Es gibt genügend Frauen, die keine Rosinen picken, die durchaus eine reale emanzipierte Welt für Frau und Mann leben wollen.

    @ mond+sterne

    Zitat

    Wenn man unter Feminismus ein gleichgestelltes Rollenverständnis versteht, hat es in der Tat nichts mit Feminismus zu tun.


    Ich verstehe unter Feminismus das Ziel, möglichst viele Rechte für Frauen durchzusetzen. Deshalb betrachte ich diese Rosinenpickerei als einen Bestandteil des Feminismus.

    Mir ist die angeblich zigtausend Jahre währende "Perfektionierung patriarchaler Unterdrückungsmechanismen" scheißegal, ebenso wie mir die ja achso furchtbaren Verfehlungen der Inquisition vor vierhundert Jahren egal sind. Das mag alles ganz schrecklich und bedauerlich gewesen sein, es ist nur keine akzeptable Ausrede für Missstände in der Gegenwart. Missstände, die sich beseitigen ließen, wenn man es nur wollte. Wollen aber derzeit einfach zu wenige Männer und Frauen.


    Der Geschlechterdiskurs wird jedenfalls definitiv wieder unversöhnlicher, die Geschlechter entfernen sich in ihren Haltungen und Überzeugungen immer weiter voneinander. Es gibt immer weniger Menschen - wiederum Männer wie Frauen -, die ich überhaupt noch als beziehungsfähig einstufen würde.


    Misogynie gilt heutzutage fast schon als Staatsverbrechen, brennender Hass auf Männer, wie er in den Kreisen der Radikalfeministinnen zum Dauerbrenner avanciert ist, wird verharmlost und als ausgleichende Gerechtigkeit schöngeredet. Nein, Danke!

    @ NotMichaelCaine

    Hast Du heute einen Neoliberalen verschluckt oder bist Du in der MLPD aktiv? ^^


    Das hört sich ja alles an wie aus de Sprechchor von Erich Honecker bzw. dem Hamburger ASTA :=D


    ;)

    @ Lian-Jill

    Zitat

    Von Frauen wurde doch auch lange genug erwartet, dass sie sich bis zur Unkenntlichkeit verbiegen, um den Männeransprüchen gerecht zu werden, durchaus auch im Sinne von

    Inwieweit verbiegen sich Frauen um Männeransprüchen zu genügen? Hast Du ein paar praktische Beispiele, die dich und deine dir nahestehenden Geschlechtsgenossinnen betreffen? (Also keine "Ich habe mal gehört, dass die Schwester vom Cousin meiner Schulfreundin..."-Beispiele). Wirst Du unter Androhung von Gewalt gezwungen dich zu verbiegen um Männeransprüchen zu verbiegen? Du hast doch einen eigenen Willen und brauchst dich niemanden anzupassen... Verstand und Selbstbewusstsein wird von emanzipierten selbstbestimmten Frauen doch immer hochgehalten!

    @ Lian-Jill

    Zitat

    während von Männern lediglich erwartet wird, dass sie ihr Neanderthalergebaren ablegen und Frauen als gleichwertige Menschen betrachten.

    tun sie das denn nicht? ???

    @ sensibelman

    Zitat

    Diesbezüglich erlebe ich aber auch immer wieder Frauen, die der festen Auffassung sind, dass Mann nicht kochen kann, nicht Wäsche waschen kann (was ohnehin überwiegend die Waschmaschine erledigt) und nicht Kinder betreuen kann- was letztenendes ein Zementieren der alten Rollenbilder entspricht- genauso wie der Glaube, der Mann müsse die Frau beschützen. Heute mit den gesellschaftlichen Bedingungen sollte das Beschützen von Menschen nicht Männern überlassen sein und auch nicht ihrer Kraft und Gewalt, sondern vielmehr den Menschen, deren Aufgabe das ist- der Polizei und Sicherheitskräften oder den verantwortungsbewussten Bürgern, die konfliktreduzierende Maßnahmen ergreifen und den Aggressor festhalten, beschwichtigen ... In besonderen Fällen sollte die Frau sich genauso verteidigen können.


    Ich halte das "Beschützen müssen" in gesellschaftlich fortschrittlicheren Ländern für eine vollkommen unwichtige und unbedeutende Forderung, die aus Zeiten und aus Gesellschaften stammt, zu denen die unbeschützte Frau permanent angegriffen wurde, weil sie in der Hierarchieebene weiter unten lag und damit weniger Achtung genoß (in zahlreichen Teilen dieser Erde wird dieses Gesellschaftsmodell immer noch betrieben).

    D'accord!


    Die Frauen sind nicht bloß Opfer, wie es oft in den Medien dargestellt wird. Ganz sicher nicht! Diese romantische Verklärung und Entschuldigung müssten wir uns auch mal abschminken. Sie ist ein Konstrukt der westlichen Frauen- und Emanzipationsbewegung, das die Schwarzers dieser Welt fest in den Köpfen verankert haben: Die Frau immer und jederzeit als Opfer des Mannes und der von ihm geschaffenen "Herrschafts- und Unterdrückungsstrukturen". Mit solchem Mist kann man heutzutage noch Studentinnen geil machen, die sich brennend für "gender mainstreaming" interessieren.


    Ich vermute, dass die Frauen intern sogar eine ganz wichtige Rolle als Hüterinnen der Traditionen spielen. Natürlich, sie ballen nicht die Fäuste und schlagen zu - oder tun dies zumindest viel seltener -, ihre "Tatwaffen" sind ganz anderer Natur.

    @ Goldmädchen

    Zitat

    Warum? Die Freiheit, sich zu entscheiden, was man will (=Rosinen zu picken) ist der Grundgedanke der Emanzipation, die mit Feminismus eng verknüpft ist. Muss eine Feministin nach deiner Lesart sich wie ein Mann gebärden oder was meinst du mit "Feminismus muss konsequent sein"?

    Damit meint sie, dass Du zu Vor- und Nachteilen der Emanzipation beidermaßen verpflichtet bist. Wo Rechte und Privilegien sind, da sind auch Pflichten und Bürden. Es kann nicht angehen, dass bei den angenehmen Aspekten der Emanzipation Frauen sich gerne auf diese berufen, bei den unangenehmen aber dann loch lieber "einfach mal klassisch Frau sein" wollen und "das war schon immer so" :=o


    https://de.wikipedia.org/wiki/Konsequenz


    Bevor das jemand missversteht: Emanzipation ist in meinen Augen eine sinnvolle Sache. Das Problem dabei ist nur, dass es mit mangelnder Konsequenz angegangen wird. Das führt vor allem auf männlicher Seite zu Unsicherheit bezüglich der Erwartungen an das Rollenverhalten. Auf der einen Seite wird von einem Mann verlangt, dass er den aktiven Part in einem Flirt übernimmt, aber warum denn eigentlich? Als müsste der Mann die Frau für etwas gewinnen und nicht andersherum genauso. Man soll Frauen beim ersten Date einladen, um zu beweisen, dass man nicht knausrig ist (bin ich nicht), aber warum nicht umgekehrt? Man soll eine "starke Schulter" bieten, aber wenn ich mir so etwas (vielleicht mit einer etwas anderen Metapher versehen) von einer Frau wünsche, bin ich ein Weichei. Ich denke ein großes Problem der Emanzipation ist das, dass es viele Frauen dazu bringt, auf der rationalen Ebene etwas zu erwarten, was sie sich auf der emotionalen Ebene überhaupt nicht wünschen, da sie seit ihrer Kindheit eben doch auf das traditionelle Rollenbild geeicht sind, sich aber unterbewusst nicht davon lösen können. (Siehe auch diese lustigen Fäden über "bestimmte Hausarbeiten nur für Frauen". Von den Frauen, die sich dort gegen bügelnde Männer aussprechen, behauptet bestimmt keine von sich unemanzipiert zu sein.) Deswegen meine Gegenfrage: Wie wäre es euch Frauen lieber, dass wir Männer uns verhalten?


    Außerdem verbirgt sich hinter dem Begriff der Emanzipation im Alltag auch eine ganze Menge Verlogenheit. Da gibt es zum Beispiel in Schulen mit 60-70% weiblichem Personal das Amt der "Gleichstellungsbeauftragten" (wohlgemerkt nicht mehr Frauenbeauftragte, = Neusprech), das aber nur mit einer Frau besetzt werden kann. Welche Aufgabe soll diese Frau bitteschön wahrnehmen? Oder ist es vielleicht nur eine billige Methode, um ohne viel zusätzliche Arbeit an eine Beförderung zu kommen?


    Achja, mal ganz nebenbei, weil mir das hier im Faden einige Male negativ aufgestoßen ist: Was berechtigte und sogar ziemlich vorsichtig formulierte Kritik an den Auswüchsen (frauen-)emanzipatorischen Überschwangs jetzt mit sexueller Frustration zu tun hat, wie es hier von einigen Frauen durch die Blume angedeutet worden ist, das erschließt sich mir nicht so recht. ":/

    @ Goldmädchen

    Zitat

    Wenn Männer biologisch ständig Sex wollen, auf junge attraktive Frauen geiern und aggressiv sind, ist das Biologie und voll ok. Wenn Frauen biologisch auf große, starke Versorger, auf dominante erfolgreiche Männer abfahren, sind es dumme oberflächliche Schlampen.

    Ist doch eher andersrum ;-)


    Wenn ein Mann eine schlanke Frau will, ist er ein oberflächliches Schwein, wenn eine Frau einen Mann mit Sixpack will, ist sie eine figurbewusste Frau, die weiß was sie will....

    @ Goldmädchen

    Zitat

    Diese Errungenschaft ist noch nicht überallhin gedrungen, dieses Glück haben nur sehr wenige Frauen global betrachtet. Und früher war es in Deutschland auch einfacher, Frauen zu bekommen, da diese eben mangels Eigenständigkeit und Freiheit der Entscheidung keine Wahl hatten. Heute ist es anders und wir haben ganz viele unglückliche Singles. Sehr zornige Singles, mitunter. Die einen wie auch immer gearteten Anspruch ihrer Person auf eine Frau sehen. Was mich betrifft, so überrascht es mich nicht, wenn derartige Männer Singles sind.

    Es ist ja nicht so, als ob es nur männliche Singles gäbe... Bei den Männern gibt es Verlierer am unteren Ende der sozialen Skala, bei Frauen am oberen Ende! Zuviele gut gebildete Frauen, die keinen noch besser gebildeten Mann finden und sich daher eine Katze als Partner anschaffen. Diese weiblichen Singles sind mindestens genauso zornig und verbissen.


    Wenn ich mich so in meinem Bekanntenkreis umschaue, dann sind alle hochgebildeten studierten Frauen (Medizin, WING, Naturwissenschaften promoviert) singles und seit Jahren ohne Partner. Das gleiche trifft auch auf die Männer mit niedriger Bildung (Hauptschulabschluss, Klempner, Lagerarbeiter etc.) zu.

    Was Emanzipation zwischen Männern und Frauen betrifft, ist im Prinzip durch staatliche Gesetzgebung in Deutschland genügend getan (teilweise sogar zuviel).


    Die Emanzipation auf persönlicher Ebene lässt sich nicht staatlich verordnen, das erfordert ein Umdenken von Frauen und Männern, was Rollendenken betrifft- ich glaube, da gibt es noch viel zu tun- ich bin davon persönlich nicht betroffen und kann da nur raten.


    Nicht wenige Frauen und Männer, die über ihre Ungleichbehandlung klagen, sollten sich vielleicht überlegen, ob es nicht hin und wieder an ihrem fehlenden persönlichen Engagement liegt (das betrifft auch die Partnerwahl), das sie nicht das bekommen, was sie erhoffen. Man kann nicht ständig erwarten, dass andere Menschen für einen selbst die Kohlen aus dem Feuer holen ...- also eine inaktive Erwartungshaltung einnehmen.


    Eine Frau, die z.B. vom Mann erwartet, dass er die Rechnung bezahlt, wird nicht nur geizige Männer sondern auch gerechtigkeitsempfindende, emanzipierte Männer abschrecken. ...

    *:)


    Ich dachte ich melde mich auch mal hier zu Wort als junge Frau, die wie in ,, den alten Zeiten" lebt und auch jung geheiratet hat.


    Ich persönlich habe die Einstellung, dass es von der Natur vorherbestimmt ist wie die Rollenverteilung von Mann und Frau ist. Nämlich, dass der Mann arbeiten geht und das Geld nachhause bringt - seine Familie ernährt und beschützt. Die Frau ist für den Haushalt und die Kinder zuständig.


    Ich habe noch keine Kinder mit meinem Mann halte es aber jetzt schon für selbstverständlich, dass ich täglich für ihn koche und alleine den Haushalt schmeiße. Wenn er nachhause kommt von der Arbeit wird in Ruhe gemeinsam gegessen und anschließend kann er sich von der Arbeit ausruhen.


    Emanzipation mag zwar seine Vor-, und Nachteile haben, jedoch finde hat sich das Ganze in den letzen Jahren meiner Meinung nach zu extrem entwickelt. Die erste Frauenbewegung, welche sich dem Wahlrecht usw. gewidmet hat finde ich toll und war gerechtfertigt. Aber diese Bewegung die 1965 herum gestartet hat finde ich ist mittlerweile zu sehr abgedriftet. Wenn man in einem Kleidungsgeschäft für Frauen nach Kleider fragt, da keine vorhanden sind und man Sprüche bekommt wie:" Die emanzipierte Frau von heute trägt nun mal keine Kleider sondern Hosen" finde ich das Ganze schon sehr fraglich. Nur ein Beispiel von vielen.


    Ich befinde, dass in den letzten Jahren die Probleme mit geschiedenen Ehen, vielen Single usw. auch teils auf die Emanzipation zurückzuführen ist.


    Die Männer sind zunehmend überfordert und fühlen sich wohl nicht mehr ausreichend. Die meisten Frauen wollen einen Gentleman der Kochen kann, sie beschützt usw.. >Der Mann muss offen für Neues sein aber auch selbst noch ,,die alte Schule" beherrschen. Sagt jedoch ein Mann, dass er eine Frau will die Kochen kann und auf die Kinder aufpasst heißt es gleich er ist Sexistisch und respektiert nicht die Emanzipation.


    Die Frauen wollen Karriere machen und verhalten sich zunehmend wie Männer. Somit kommt es unter den Geschlechtern zunehmend zum Konkurrenzkampf und einem Einzigen durcheinander.


    Ich stelle es mir kompliziert vor, wenn es nicht geregelt ist wer von vorhinein mal für die Kinder zuständig ist, wer den Haushalt schmeißt usw. Beispiele sehe ich in meinem Bekanntenkreis, wo sich die Pärchen tagtäglich wegen solchen Dingen streiten. Ich denke, dass die Emanzipation viel in unserer Gesellschaft kaputt gemacht hat.


    Stattfinden tut die Emanzipation auf verschieden Ebenen. Jeder Freund meines Mannes bewundert ihn dafür so eine Frau wie mich gefunden zu haben. Eine Dame die noch für ihren Mann kocht, ihn nicht den Haushalt aufzwingt und einfach Weiblichkeit ausstrahlt. Nach ihren Aussagen würde so gut wie jeder Mann wieder ein Gentleman sein, wenn die Frauen auch wieder in ihre Rolle schlüpfen würden.


    Meine Freundinnen reagieren auf meinen Lebensstil jedoch teils verachtend. Sie verstehen überhaupt nicht, wie ich in dieser Rolle der Frau sein kann. Hört man doch heutzutage überall die Frau solle emanzipiert sein.


    Im gleichen Atemzug erwähnen sie jedoch wie glücklich ich mich schätzen kann so einen ,,Prachtkerl" als Mann zu haben - ,, Die findet man ja heute nicht mehr." >Ein Widerspruch in sich.


    Die Emanzipation hat unser gesellschaftliches Bild verdreht und spaltet die Frauen & Männerwelt.


    lg @:)*:)


    PS: Ich erzähle über meine Ansichten- ob diese richtig oder falsch oder ... sind befindet jeder für sich selbst. Ich habe hier nur mal meine Erfahrungen erläutert. Ich verurteile Niemanden, der eine andere Einstellung hat. :)_

    Zitat

    Emanzipation ist in meinen Augen eine sinnvolle Sache. Das Problem dabei ist nur, dass es mit mangelnder Konsequenz angegangen wird. Das führt vor allem auf männlicher Seite zu Unsicherheit bezüglich der Erwartungen an das Rollenverhalten.

    Du hast das Wort Emanzipation dann auch noch nicht ganz verstanden. Emanzipation ist ja gerade die Abschaffung eines einheitichen Rollenverhaltens zugunsten eines selbstbestimmten selbstgewählten Verhaltens, dass eben Konsequenzen nach sich zieht. Es ist weder die Aufgabe noch die Berufung "der Frauen" ein allgemeingültiges Rollenverhalten der Männer zu definieren was diese einzuhalten hätten. Seid doch bitte einfach so wie wir wollt und lebt mit den Konsequenzen aus eurem eigenen Verhalten. Wenn die euch nicht gefallen könnt ihr eure Verhalten nach eurem Gusto in dem Mass anpassen dass für euch das rauskommt was ihr haben wollt oder auch nicht.


    Das ist für uns Frauen auch nicht anders. Und wir alle können das im gesetzlichen Rahmen tun - das bedeutet dass wir für unser Privatleben ein extrem hohes Mass an Gestaltungsmöglichkeiten haben. Wie wir was gestalten richtet sich für jeden von uns nach unseren eigenen individuellen Bedürfnissen und für die hat jeder einzelne Selbst die Verantwortung. Wenn wir andere dafür brauchen liegt es an uns diesen anderen das klar zu machen. Marshall Rosenberg nennt das beispielsweise: beg for our needs. Gilt für Männer wie für Frauen. Und der Frust der entsteht wenn das von uns dafür ausgesuchte Gegenüber nicht will, ist ebenfalls menschlich und nicht nur männlich oder nur weiblich.

    @ NotMichaelCaine

    Zitat

    Du hast das Wort Emanzipation dann auch noch nicht ganz verstanden.

    Ja, als ob Du allein den Durchblick hättest.

    Zitat

    Emanzipation ist ja gerade die Abschaffung eines einheitichen Rollenverhaltens zugunsten eines selbstbestimmten selbstgewählten Verhaltens, dass eben Konsequenzen nach sich zieht. Es ist weder die Aufgabe noch die Berufung "der Frauen" ein allgemeingültiges Rollenverhalten der Männer zu definieren was diese einzuhalten hätten.

    Eine Gesellschaft braucht aber klare Spielregeln, an denen sich sowohl Männer als auch Frauen orientieren können.


    Gesellschaften ohne klare "Richtlinien" für das Miteinander der Geschlechter sind zum Untergang verdammt. Europa dürfte in ca. 100 Jahren islamisch sein. Knigge gibt es nicht umsonst, sondern damit die Gesellschaft funktioniert.

    Zitat

    Ich persönlich habe die Einstellung, dass es von der Natur vorherbestimmt Ist wie die Rollenverteilung von Mann und Frau ist. Nämlich, dass der Mann arbeiten geht und das Geld nachhause bringt - seine Familie ernährt und beschützt. Die Frau ist für den Haushalt und die Kinder zuständig.

    Wie kommst du darauf? Warum ist das für meine Frau nicht so vorherbestimmt?


    Was du glaubst ist mir vollkommen egal- ich möchte Nachweise für deine Aussage. Ansonsten kann ich auch behaupten, dass der Mond aus gelben Käse besteht ...

    Zitat

    dass ich täglich für ihn koche

    Für meine Frau ist das nicht selbstverständlich- in meiner Ehe koche ich meistens und ich erwarte das Kochen nicht von meiner Frau.

    Zitat

    Ich befinde, dass in den letzten Jahren die Probleme mit geschiedenen Ehen, vielen Single usw. auch teils auf die Emanzipation zurückzuführen ist.

    Nö, viele Ehen, die tatsächlich emanzipiert sind, gibt es oft gar keine Probleme. Meine Ehe besteht seit 30 Jahren und ist immer noch sehr schön und angenehm, ich liebe meine Frau. Und ja, ich habe mehrere Kinder mit meiner Frau gemeinsam großgezogen, die sich prächtig entwickelt haben. Und meine Frau ist genauso wie ich vollzeitbeschäftigt. Für den Haushalt benötigen wir täglich nicht weniger als 1h (ich sehe keinen Sinn das als vollwertige Tätigkeit zu sehen, das ist eine notwendige Nebenbeschäftigung).

    Zitat

    Die Männer sind zunehmend überfordert und fühlen sich wohl nicht mehr ausreichend. Die meisten Frauen wollen einen Gentleman der Kochen kann, sie beschützt usw..

    Wie kommst du darauf, dass es die meisten Frauen sind? Wie kommst du darauf, dass Männer zunehmend überfordert sind? (bloß weil diese am lautesten schreien, ist das noch lange nicht die Mehrheit)

    Zitat

    Ich stelle es mir kompliziert vor, wenn es nicht geregelt ist wer von vorhinein mal für die Kinder zuständig ist, wer den Haushalt schmeißt usw.

    Das ist vollkommen unkompliziert, wenn man Teamarbeit versteht und lebt.

    Zitat

    Jeder Freund meines Mannes bewundert ihn dafür so eine Frau wie mich gefunden zu haben. Eine Dame die noch für ihren Mann kocht, ihn nicht den Haushalt aufzwingt

    Das charakterisiert eher die Kreise, in denen du und dein Mann leben- hat aber nichts mit Verallgemeinerungswürdigkeit zu tun. Mir ist es pupsegal ob Frau oder Mann kocht- am besten der- oder diejenige, der das besser kann.

    Zitat

    Nach ihren Aussagen würde so gut wie jeder Mann wieder ein Gentleman sein, wenn die Frauen auch wieder in ihre Rolle schlüpfen würden.

    Komisches Lebensumfeld. Das klingt nach 50-er Jahren des vorigen Jahrhunderts. In welchem abgelegenden Dorf ist da die Welt stehengeblieben?

    Zitat

    Die Emanzipation hat unser gesellschaftliches Bild verdreht und spaltet die Frauen & Männerwelt.

    Nö. Wenn Emanzipation wirklich in ihrem Sinne behandelt wird, gibt es keine Probleme. Viele Rollenbilder sind reine Macht der Gewohnheit. Änderungen verlaufen selten konfliktfrei aber positive Änderungen werden rückblickend als sehr progressiv wahrgenommen.


    In meiner Ehe gibt es kein Problem mit Emanzipation und ich kenne genügend Beziehungen, wo dies genauso aussieht. Vielmehr mögen meine Frau und ich das alte Rollenverständnis nicht.

    @ jetta.anonymus

    In meinen Ohren klingt Dein Beitrag wie ein Märchen. Ich würde sagen, Du magst einfach Männer, und ich finde es nur logisch, wenn Männer Frauen mögen, die Männer mögen.


    Also, Deinen Freundinnen, die Dich um Deinen Mann beneiden, weil er so ein Prachtkerl ist, kannst Du sagen, ob ein Mann ein Prachtkerl ist oder ein Arschloch, hängt nunmal auch davon ab, wie man ihn behandelt.

    @ :)