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    Ich denke alle Erfahrung spricht dafür, dass i.d.R. für den Mann weibliche Abwechslung ein wesentlicher Faktor ist. Nach 1 oder 2 Jahren mit der gleichen Frau (also Ende der "Verliebtheitsphase"), und sei sie noch so hübsch, ist tendenziell sehr oft die Luft raus (Erfahrung aus Foren und Real Life). Man kann es bestimmt nicht verallgemeinern (das kann man sowieso nie), aber so wie bei dir, d.h. Jahrzehnte auf die gleiche Frau scharf zu sein ohne nennenswerte Abschwächung, ist wohl eine sehr große Ausnahme.

    Vielleicht solltest du in Foren mehr aktiv werden. Meistens liest man von Männern, die gerne mehr Sex mit ihren Freundinnen haben würde, weil sie diese immernoch sehr attraktiv finden, nur ihre Freundin keine Lust hat während sie zu Beginn der Beziehung noch sehr oft wollte. In diesen Fällen kann man also spekulieren, dass diese Frauen das sexuelle Interesse an ihrem Partner viel früher verlieren als ihre Männer.


    Ich finde es fatal sein eigenes Empfinden oder Verhalten mit irgendwelche Verallgemeinerungen oder am Besten irgendwelche Ecolutionstheorien zu untermauern. Damit möchte man in der Regel seine eigene Unzulänglichkeit begründen, nach dem Motto "man kann ja nichts dafür".

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    Naja, zum einen ist die Partnersuche ja nun bei Leibe nicht der einzig relevante Lebensbereich.

    Natürlich nicht. Es ging eben in der vorangegangen Teildiskussion um Partnersuche (siehe Mitch ) und darauf habe ich mich bezogen - vielleicht nicht eindeutig genug.


    Allgemein gesprochen:


    Benachteiligung braucht ja immer eine Relation: Benachteiligung wem oder was gegenüber? Und strukturelle Benachteiligung ist etwas anderes als individuelle Benachteiligung.

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    Ich würde schon sagen, dass es auch bei der Partnersuche strukturelle Nachteile für Männer gibt. (So wie es sie auch für Frauen gibt.)

    Das Fett gedruckte ist der Punkt. Die Benachteiligung bei der Partnersuche hängen ja nicht am Geschlecht sondern in beiden Geschlechtern gibt es Menschen für die die Partnersuche schwer ist. Daraus eine strukturelle Geschlechterfrage zu machen wo ein Geschlecht dem anderen etwas schuldet geht völlig am Thema vorbei und hat auch keinen Boden. Wenn man das pauschal diskutieren will, wäre es konstruktiver, wenn sich diejenigen zusammentäten, die strukturelle Nachteile für sich sehen und zwar beiderlei Geschlechts und die diese strukturellen Nachteile zusammentragen und das mal veröffentlichen. Dabei meine ich aber wirklich strukturelle Nachteile und nicht individuelle. Ich sehe gesellschaftsstrukturell da immer noch keine lasse mich aber gern eines besseren belehren. Ob die Biologie da tatsächlich einen so starken Einfluss hat, dass es Biologische Nachteile gibt (beiderseitig) wäre eine zu klärende Frage für die es am Ende nur künstliche Lösungen gibt, die ja bereits entwickelt werden. Im weitesten Sinne könnte man beispielsweise die Konstruktion von Menschen ähnlichen Robotern als Versuch sehen bestehende biologische Nachteile durch künstliche Partner/innen auszugleichen, die den Vorstellungen der Benachteiligten eher entsprechen, egal ob man diese Lösung nun absurd findet oder nicht. Oder eben auch die Versuche Männern das Kinder kriegen zu ermöglichen, die es ja auch gibt.

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    Wenn z.B. durch Abtreibung von weiblichem Nachwuchs, ein deutlicher Männerüberhang entsteht ist das ein objektiver Nachteil für die "überzähligen" Männer. (Einer der sich für die Zukunft mit mehr Geschlechtergerechtigkeit beheben lässt, aber aktuell in einigen Weltgegenden einfach Fakt ist. (mit äußerst unschönen Ursachen und Konsequenzen)).


    Es gibt durchaus auch junge Männer, die von ihren Familien zwangsverheiratet werden, nicht nur Frauen. Und zwar auch hier in Europa.

    Du sprichst hier von Verstößen gegen die allgemeinen Menschenrechte und die sind aufs schärfste zu verurteilen und mit zur Verfügung stehenden Mitteln zu sanktionieren. Meine Argumentation bezog sich auf die hiesigen Männer, die nicht übers Ausland diskutiereten sondern versuchen eine strukturelle Benachteiligung von Männern bei der Partnersuche in Deutschland zu konstruieren.

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    Ich würde es in gewissem Sinn auch als Benachteiligung für Männer ansehen, dass Frauen idR weniger verdienen, und Männer somit eine Partnerin mit einer höheren Wahrscheinlichkeit mitfinanzieren werden als dies umgekehrt der Fall ist. (Mal ausgeklammert, dass es machen Männer auch gar nicht wollen würde, dass sie mehr verdient als er...)

    Naja, in Deutschland lässt sich das ja im Zweifelsfall durch Nichtheirat umgehen und wird ja auch so praktiziert. Ich sehe also nicht wo in Deutschland die gesellschaftliche Struktur da einen Nachteil für Männer bieten würde?! Ein Model was praktiziert werden könnte, um Kinder materiell zu schützen habe ich ja schon mal angedeutet. Unabhängig davon können Frauen sich für mehr Lohngerechtigkeit einsetzen. Das passiert ja auch. Ob Männer das mittragen oder nicht ist dann ihre Entscheidung.

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    Ich habe einmal gelesen, dass es viel weniger weibliche Obdachlose gibt als männliche, weil Frauen viel öfter bei irgendeinem Mann "unterkommen". Jetzt ist das natürlich auch keine ideale Situation, auf einen Mann in dieser Form angewiesen zu sein, um ein Dach über dem Kopf zu haben. (kann sogar eine sehr prekäre Situation sein.) Aber trotzdem fällt auf, dass es diese Option für Männer eher nicht geben wird... Bzw. wenn dann nur in absoluten Einzelfällen. ":/ Eine schwache Frau hat es auf eine Art einfach leichter als ein schwacher Mann.

    Das ist in Deutschland sicher ein Problem und wäre mal eine große Aufklärungskampagne wert. Die Frage ist ob hier die Gesellschaftsstruktur schuld ist? Es gibt ja strukturelle Hilfen für Menschen, die von Obdachlosigkeit bedroht sind?! Die häufigste Ursache für Obdachlosigkeit sind z.b. Mietschulden und ein nicht vorhandenes soziales Netz plus zu spät Hilfe vom Amt in Anspruch nehmen.


    Das passt wieder zu dem was ich oben geschrieben habe: Frauen haben in der Regel noch eher tragfähige soziale Kontakte als Männer. Deshalb kommen sie im Zweifelsfall auch mal bei einer Freundin unter. In einer befreundeten StudentenWG hatten sie z.B. die Freundin einer WG Kollegin c.a. 3 Monate zu Gast, die in finanziellen Schwierigkeiten war. Sie hat Putzdienste für die WG übernommen und sich sobald sie einen Job hatte an den Lebensmittelkosten beteilligt, schlief in der Küche auf dem Boden. Sie wollte eben auch nicht zum Amt gehen, hätte das im Zweifelsfall aber natürlich tun müssen, weil sie ohne ihre Freundin auf der Strasse gestanden hätte. Das ist sicher ein superharmloser aber unter Studenten auch nicht soo seltener Fall. Ein anderes Beispiel wäre meine Mutter als sie mit uns Kindern ausgezogen ist. Wir kamen alle erst mal bei einer Freundin von ihr unter und waren dort sogar ein knappes Jahr! Sowas ist sicher eher selten, aber diese Zwischenunterkünfte bei Verwandten oder Freunden wenn jemand in Nöte kommt gibt es öfter als man denkt. Wenn man nicht zum Amt will muss man dafür eben davor schon was getan haben: das eigene soziale Netzwerk gepflegt haben.

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    Und als letzten Punkt würde ich noch das Fadenthema anführen: Ich finde das auch auffällig, dass immer noch ganz schön viele Frauen eine Beschützer- und Ernährerrolle von ihrem Partner erwarten. ":/ Natürlich kann man um diese Frauen einen Bogen machen. Aber allein schon, dass man häufig mit dieser Erwartungshaltung konfrontiert werden wird, würde ich als einen Nachteil für einen (modern denkenden) Mann einstufen.

    Da würde ich auch Fragen: Benachteiligt wem gegenüber? Auch Frauen können ja nicht erwarten dass alle Männer ihre Karrierewünsche per se respektieren und selbstverständlich fürs Kind sorgen? Als Frau muss ich doch auch sehen, dass ich einen Mann finde, der mein Model leben will?! Ich sehe da keine systemische geschlechterbezogene Benachteiligung?

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    Ich sehe es als Benachteiligung von Männern an, wenn Frauen glauben, dass sie als Mutter wichtiger für das Kind sind, als der Vater.

    Gegen diesen Glauben strukturell in Form von Gesetzen und wenn jemand das so äussert individuell auch in Form von Gegenargumenten anzugehen ist wichtig. Hat meine volle Unterstützung (s.o.). Die individuelle Unterstützung wird immer dann schwierig, wenn die betroffenen Männer keine engen Sozialkontakte ausserhalb der Beziehungen pflegen und ich mit der Frau näheren Kontakt habe, Entwicklungen miterlebt habe und die Frau im individuellen Fall schlüssig aufzeigen kann, dass sich dieser spezielle Vater nicht kümmert wie vereinbahrt. Da kann ich gegen den Glauben der Frau anreden wollen wie ich will - ich habe ja nichts was ich dagegen setzen kann. Wenn er in der Situation ist, dass er zu keinem nähere Kontakte zu irgend jemandem hatte, der die Entwicklung aus seiner Sicht miterlebt hat, steht er allein da. Ich habe den Eindruck vielen Männern ist das entweder nicht bewusst oder egal solange sie nicht betroffen sind. Betroffene Männer in so einem Fall reagieren sicher auch sehr unterschiedlich.


    Beispiel: Aus persönlichem Erleben kenne ich nur den Fall, dass mir ein Ex einer Freundin vorgeworfen hat ich hätte mich ja nie um eine Freundschaft mit ihm bemüht und könnte seine Seite nicht verstehen?! Fand ich absurd. Wenn er seine Seite nicht erläutert kann ich sie nicht verstehen. Als nicht näher befreundete Dritte muss er sich mir nicht erklären und ich komme auch nicht auf die Idee ihn dahingehend zu befragen wenn wir nicht befreundet sind.


    Wenn er sich dann eigenständig zum Zeitpunkt X erläutert kann ich ab da anfangen ihn zu verstehn, nicht vorher. Davon sind wir natürlich auch noch nicht befreundet. Meine Freundin verstehe ich dagegen viel länger, weil sie mir ihre Situation über die 2 Jahre immer wieder erklärt hat und ich auch teilweise aktiv erlebt habe wie sie versucht hat das Ruder rumzureissen. Dazu kommt das ich ihren Charakter seit über 8 Jahren in unterschiedlichen Beziehungssituationen erlebt habe. Das ist eben der Unterschied wenn man Sozialkontakte pflegt und sich während eines Prozesses anderen mitteilt oder abwartet bis alles bereits in Trümmern liegt und erst in dem Moment versucht Sozialkontakte aufzubauen, die dann sofort unterstützend tätig werden sollen. Das ist einfach eine realitätsferne Einstellung. Von einem Arbeitgeber erwartet man ja auch nicht, dass er seinen Arbeitnehmer sofort unbefristet einstellt und einseitig vertragliche Verpflichtungen erfüllt bevor er den Kandidaten näher kennt und geprüft hat. Der hat auch die Probezeit lang Zeit sich ein Bild vom Charakter und der Arbeitsleistung des Arbeitnehmers zu machen bevor er Verpflichtungen wie Kündigungsschutz eingeht.

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    Ich finde es fatal sein eigenes Empfinden oder Verhalten mit irgendwelche Verallgemeinerungen oder am Besten irgendwelche Ecolutionstheorien zu untermauern. Damit möchte man in der Regel seine eigene Unzulänglichkeit begründen, nach dem Motto "man kann ja nichts dafür".

    Naja - auf dem Niveau auf dem Mitch das macht ist das Patt ja klar: Wer strikt nach so einem biologischen System leben will muss halt das gesamte biologische System anerkennen. Da ist die Schnittmenge dann eben klein. Wenn sich beide Geschlechter im großen Stil auf ihre Biologie zurückziehen würden hätte man eben Mitchs schöne neue Welt in der 90 % der Frauen nur noch 10 % der Männer ran lassen. Wenn er das ein tolles Ziel findet kann er ja im gesetzlichen Rahmen hier danach leben?! Das bedeutet dann eben für ihn auch, dass er zu den 10 % gehören muss, wenn er im angedeuteten Rahmen sexuell aktiv sein möchte und mit den Konsequenzen der Biologie leben, wenn er das nicht tut.


    Ob jemand dieses Mindset leben will oder nicht ist ja eine individuelle Entscheidung und eine Glaubensfrage. Ich sehe darin nichts erstrebenswertes und ich sehe auch nicht das sich das durchsetzen könnte. Das Gro der Menschen ist dazu dann doch noch etwas zu soziologisch und bestehen nicht ausschliesslich aus biologischen Grundzusammenhängen ;-). Daher wird sich das wohl kaum durchsetzen.

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    Das ist doch nicht der Punkt. Frauen sollen ja auch im Bund und bei der Polizei helfen und niemand verlangt dieselbe Leistung von Frauen weil es eigentlich überall bekannt ist, dass sie es nicht können. Wenn ich diese trotzdem in der Polizei haben will dann kann ich die Auswahlkriterien natürlich absenken aber nicht einseitig. Das ist eine Bevorzugung der Frau und ein Nachteil des Mannes der evtl. etwas "Frauenhafter" ist. Das kann man wohl schwer abstreiten. Warum sollte ein Mann abgelehnt werden wenn er seine anforderung , z.b. 100 Meter in unter 15 Sek. nicht geschafft hat, aber trotzdem noch besser ist als eine andere Frau.

    Das funktioniert so aber nicht. Wenn die Zielwerte für alle gleich hoch bleiben, dann werden nur sehr wenige Frauen es schaffen. Wenn die Werte für alle gesenkt werden, dann findet bei den Männern keine Leistungsauslese mehr statt. Es muss verschiedene Zielwerte für die Geschlechter geben, damit man eben jeweils die Leistungsstärksten oder -schwächsten erkennt.


    Da der Sporttest nur einen Teil der Anforderungen ausmacht und man dabei ja nur ungeeignete Bewerber aussieben will statt nach absoluter Bestleistung zu suchen, sehe ich damit kein Problem.

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    Männer sind auch zahlenmäßig in der Pflege und Kindererziehung benachteiligt, da kaum vertreten, schon mal überlegt, warum das so ist?


    (Goldmädchen)

    Ja, ich zumindest habe schon viel über diese Frage nachgedacht, jedoch immer noch keine erschöpfende Antwort. Wenn Du also eine Antwort mit Hand und Fuß hast, würde ich sie gerne lesen. Ich habe dazu auch schon vor längerer Zeit eine Diskussion angelegt (Ist Erziehung Frauensache?).

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    Es muss verschiedene Zielwerte für die Geschlechter geben, damit man eben jeweils die Leistungsstärksten oder -schwächsten erkennt.

    Das kannst Du gerne fordern, nur mit Gleichberechtigung hat das nichts zu tun.

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    Ob jemand dieses Mindset leben will oder nicht ist ja eine individuelle Entscheidung und eine Glaubensfrage

    Naja, ganz so einfach ist es dann doch nicht, wenn man eben nicht mit o.g. Einschränkungen leben will. Man kann auch als Mönch leben, geht alles, nur ist die Frage ob man sich sein Leben so vorstellt.


    Meine persönliche Bewertung, ob richtig oder falsch, ist auch irrelevant.


    Außerdem: Es ist ja auch nicht so, als wäre das irgendeine Doomsday Vision. Eine Verbesserung zur Prä-Emanzipationsära ist es ja "objektiv" in der Gesamtheit betrachtet, und zwar eben für 10% der Männer und den überwiegenden Großteil der Frauen. Aber es hat zwingend Auswirkungen auf andere Gesellschaftsbereiche, auch das Arbeitsleben, die völlig unter den Tisch gekehrt zu werden scheinen.

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    Das funktioniert so aber nicht. Wenn die Zielwerte für alle gleich hoch bleiben, dann werden nur sehr wenige Frauen es schaffen. Wenn die Werte für alle gesenkt werden, dann findet bei den Männern keine Leistungsauslese mehr statt. Es muss verschiedene Zielwerte für die Geschlechter geben, damit man eben jeweils die Leistungsstärksten oder -schwächsten erkennt.

    Warum bei der Polizei / Bund? Wenn eine Frau den Job ausreichend macht warum soll dann ein anderer Standard bei Männern angelegt werden? Kann ein Mann die Aufgabe der Frau in dem Bereich nicht übernehmen obwohl er in in allen Punkten die gemessen werden der Frau überlegen ist und trotzdem unter dem Standard bei seinem Geschlecht liegt? Fliegen die Kugeln die auf Männer abgefeuert werden schneller?

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    Warum bei der Polizei / Bund? Wenn eine Frau den Job ausreichend macht warum soll dann ein anderer Standard bei Männern angelegt werden? Kann ein Mann die Aufgabe der Frau in dem Bereich nicht übernehmen obwohl er in in allen Punkten die gemessen werden der Frau überlegen ist und trotzdem unter dem Standard bei seinem Geschlecht liegt? Fliegen die Kugeln die auf Männer abgefeuert werden schneller?

    Weil körperliche Fitness bei den Geschlechtern eben verschiedene Werte hat und nur im Vergleich mit diesen eine reelle Leistungseinschätzung möglich ist und Verbesserungspotential erkannt werden kann. Es wird sicher auch Werte geben, die beide Geschlechter auf keinen Fall unterschreiten dürfen. Letztlich sind andere Leistungsfaktoren sowieso viel wichtiger als wer am schnellsten rennen kann.

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    Dann rennen also Verbrecher plötzlich langsamer wenn sie sehen, dass sie von Polizistinnen statt Polizisten verfolgt werden ;-)

    Gut möglich, die werden oft unterschätzt. ;-D

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    S.o. Ich habe die ungebremsten androgenen Hormonwirkungen als Vorbedingung genommen

    Du kannst aber die androgenen Hormonwirkungen nicht alleinig als Vorbedingung nehmen, da diese nur einen Teil bei der Partnerwahl ausmachen. Andere Faktoren können die androgenen Hormonwirkung mehr als überlagern. Genaugenommen sind bei mir z.B. meine Hormonwirkungen auch nach 30 Jahren noch voll auf meine Frau gerichtet und ich behaupte, dass es anderen Männern nicht wesentlich anders ergeht. Zudem ist nachgewiesen, dass Frauen mindestens genauso oft fremdgehen wie Männer- also ist der Wunsch nach (sexuellem) Partnerwechsel nicht geschlechtsspezifisch und hat offenbar andere Gründe als "der Mann möchte seinen Samen streuen"- was möchte denn dann die Frau streuen?


    Ich behaupte, dass der Wunsch nach Partnerwechsel aus Dissonanzen zwischen den Partnern heraus entsteht, d.h. es sind unpassende Partner zusammengekommen oder sie haben sich in Richtung unpassend entwickelt. Es kann auch eine grundsätzlich polygame Einstellung dahinterstecken, die aber nicht nur hormonell bedingt sein muss, sondern gesellschaftlich bedingt sein kann.


    Mitunter kann da auch gewisses "Marketing" hinter stecken, das heißt, auf Grund äußerer Einflüsse ("Freunde", Medien) wird dem Menschen suggeriert, man müsse doch mal seinen Partner wechseln ...

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    ich behaupte, dass es anderen Männern nicht wesentlich anders ergeht

    Und ich behaupte das Gegenteil. Wunschtraum evtl. ja - v.a. wenn Liebe im Spiel ist

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    Zudem ist nachgewiesen, dass Frauen mindestens genauso oft fremdgehen wie Männer- also ist der Wunsch nach (sexuellem) Partnerwechsel nicht geschlechtsspezifisch

    Habe ich auch nie anders behauptet.

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    und hat offenbar andere Gründe als "der Mann möchte seinen Samen streuen"- was möchte denn dann die Frau streuen?

    Schließen sich unterschiedliche Gründe für die jeweiligen Geschlechter für Partnerwechsel gegenseitig aus? Natürlich nicht.

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    Ich behaupte, dass der Wunsch nach Partnerwechsel aus Dissonanzen zwischen den Partnern heraus entsteht, d.h. es sind unpassende Partner zusammengekommen oder sie haben sich in Richtung unpassend entwickelt.

    Ich will ja gar nicht ausschließen, dass wenn man DIE perfekte Partnerin trifft, alles menschenerdenkliche ins Sexleben reinhängt, sich gemeinsam kohärent weiterentwickelt etc., dass es dann nur die eine Frau ist auf die sich die Hormonwirkung richtet, wie du es schreibst. Nur: Kann das ein Standardmodell für jeden Mann sein? Oder doch etwas unrealistisch?

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    Es kann auch eine grundsätzlich polygame Einstellung dahinterstecken, die aber nicht nur hormonell bedingt sein muss, sondern gesellschaftlich bedingt sein kann.

    Natürlich gibt es noch viele weitere nicht-hormonelle Gründe für Polygamie. Was aber eine Abkehr davon ja eher zusätzlich erschwert. Das hormonelle ist für mich allerdings das weitaus "behandlungsbedürftigere" für Männer.