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    Ich würde es nicht verbieten wollen, ich würde mir wünschen, dass Drehbuchautoren solche dümmlichen und körperliche Gewalt verharmlosende Szenen gar nicht erst schreiben!

    Wir nehmen das sehr unterschiedlich wahr. Ich sehe da keine Verharmlosung und es ist ganz klar, dass die Frau hier scheisse agiert und er zu verharmlosend und großmütig damit umgeht. Ich sehe da keine Aufforderung, dass man das Verhalten der Frau auch nur ein ganz klein wenig gut finden sollte?! Eher sympathisiert man mit ihm für seine Beherrschtheit. Ich denke nicht, das es einem normalfühlenden Menschen hier möglich sein wird Häme oder Spott für ihn zu empfinden - eher Scham dafür wie sie sich in den Szenen verhält.


    Passt jetzt nicht ganz, aber weil wir das Thema Missbrauch hatten und gerade bei Filmen angekommen sind:


    Zur Thematik weiblicher Missbrauch geht Härte sehr unter die Haut.

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    Jaja, es kann ja nur der Neid sein, der dazu führt, Unangenehmes anzusprechen.

    Biologie ist etwas unangenehmes für Dich? Warum? Oder meinst Du, dass Du als Mann auf Deine Biologie zurecht stolz bist während eine Frau sich ihrer Biologie zu schämen hätte?

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    Nein, mich spornt das an, ähnlich wie ein Wettkampf (dies ist übrigens mein erstes persönliches Statement zum Thema), so wie ich die Anspornung im Verhalten vieler Männer im RL auch sehe (ich habe im Gegensatz zu einigen hier wohl einen besseren Einblick in die typische Männerpsychologie).

    Vermutlich hast Du's verpasst: Joe Ehrmann erklärts ganz gut. Du versucht hier die Erläuterung zu Schritt 2 aus seinem Kreislauf als unangenehme Neuigkeit zu verkaufen. Da die meisten Mädchen damit sehr früh konfrontiert werden, ist das wohl für über 90 % etwas was zum allgemeinen Erfahrungsschatz gehört mit dem dann unterschiedlich umgegangen wird. Dein Hauptaugenmerk scheint auf Frauen zu liegen, die sich benutzen lassen, was natürlich etwas über die Entwicklungsstufe Deiner Psyche aussagt. Du könntest wo anders sein in der Entwicklung, aber wie die Frauen die sich benutzen lassen verharrst Du in Deiner passiven bewertendes Opfermentalität. Das hast Du dann wiederum mit den Frauen gemeinsam die sich benutzen lassen, weshalb es verständlich ist, dass Du ausgerechnet diese Zielgruppe mit Argusauge beobachtest. Sie ist die einzige, die Dir Dein Männlichkeitgefühl erhalten würde, wenn Du zu den 10 % gehörst.


    Das liegt aber nur daran, dass Du - nicht im biologischen - sondern im sozialen Training, destruktives über Männlichkeit gelernt hast und Deine Männlichkeit deshalb jetzt von weiblichem Verhalten Dir gegenüber abhängt. Es ist nachvollziehbar wie bedrohlich das dann sein muss. Vor allem wenn Du Dich zu den 90% zählst.


    Die gute Nachricht ist, das dieser Teil nicht biologisch, sondern psychologisch ist und geändert werden kann. Allerdings nur von Dir, wenn Du das willst. Ist natürlich Deine freie Entscheidung.


    Frauen die sich benutzen lassen: Du siehst ja hier im Forum, dass es denen genauso geht. Auch sie kommen um ein Umdenken nicht herum, wenn sie wirklich aus dem Benutzt-werden raus wollen. Das kann auch für sie keine Gesellschaft erledigen. Kein Gesetz der Welt legt im Kopf einen Schalter um.

    @ Goldmädchen

    Du hast eine Liste gepostet mit neun Punkten, in denen Frauen benachteiligt sind.


    Ich habe zu Deiner Liste im Grunde genommen dieselbe Einstellung wie zum Einräumen der Geschirrspülmaschine: Ich muss da kein Riesending draus machen. Ich kann diese Liste durchgehen, und ich kann feststellen, ja stimmt, in einigen dieser Punkte sind Frauen benachteiligt.


    Wenn man will, kann man die neun Punkte natürlich auch noch im Detail diskutieren. Anschließend kann man sich fragen: Worüber diskutieren wir als nächstes?


    Leider verlaufen solche Diskussionen ganz anders. Nahezu reflexhaft wurde auf Deine Liste mit einer Liste von 26 Punkten reagiert, in denen Männer, bzw. Jungen (angeblich) in Deutschland benachteiligt sind. Natürlich kann man grundsätzlich auch über diese Liste diskutieren. Aber mir gefällt dieser Diskussionsstil nicht, und ich finde es blödsinnig, darüber zu diskutieren, ob Männer oder Frauen insgesamt mehr benachteiligt sind.

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    ich finde es blödsinnig, darüber zu diskutieren, ob Männer oder Frauen insgesamt mehr benachteiligt sind.

    Wundert mich nicht, dass du das findest.


    Ich empfinde das anders. Natürlich müssen Probleme, egal wo und für wen sie auftreten, aufgezeigt werden. Dann kann mein seine eigene Meinung mit der Meinung anderer Menschen abgleichen, den eigenen Horizont erweitern und auch darüber diskutieren, wo Verbesserungsbedarf und Luft nach oben ist. Und zwar geschlechtsunabhängig!


    Tut man hingegen so, als wäre alles in Butter und drüber reden braucht man auch nicht, dann ändert sich mit Sicherheit nichts. Manche Menschen, so wie du, mond+sterne, scheinen sich gerne im Stillstand zu befinden und/oder sich dauernd, immer und immer wieder im Kreis zu drehen. Bis einem ganz schwindelig wird.


    Andere Menschen zeigen und benennen Probleme und machen sich dann dran diese so gut wie möglich zu lösen. Dabei ist Kommunikation und Diskussion unvermeidlich.

    @ NotMichaelCaine

    Du liegst mit deiner Küchenpsychologie meilenweit daneben.


    Eigentlich hat das persönliche im Thread nichts verloren, aber:


    Ich habe zwar täglich Sex mit meiner hübschen Freundin, aber das reicht mir nicht mehr (s.o.).


    Deshalb bereite ich mich mit meinen inzwischen 33 Jahren wieder auf den Wettkampf mit den anderen Alphatieren (10%) um die hübschesten Frauen vor. Das Recht des Stärkeren, das de facto sowieso für alle Männer gilt (und das Frauen ungerechtfertigt (s. Argumentation in vorherigen Beiträgen) z.B. durch Lohnangleichung, Frauenquoten weiter verschärfen wollen aus Eigennutz). Die Erörterungen in diesem Thread und das Voraugenhalten worum es geht motiviert mich und spornt an (disziplinierte Ernährung, Sport usw. um Testo hoch zu halten, Mindset etc.).


    Gut, soweit von mir. Bin dann raus.

    Zitat

    Ich habe zwar täglich Sex mit meiner hübschen Freundin, aber das reicht mir nicht mehr (s.o.).


    Deshalb bereite ich mich mit meinen inzwischen 33 Jahren wieder auf den Wettkampf mit den anderen Alphatieren (10%) um die hübschesten Frauen vor.

    Klingt gut, du Alphatier :)=


    Wirst du dich, bevor du in den Wettkampf um die hübschesten Frauen startest, von deiner hübschen Freundin trennen? Oder wirst du ihr das gleiche Recht zugestehen auch anderweitig rumzuschnackseln?


    Biologisch gesehen ist es auch für Frauen von Vorteil sich von mehreren Männern parallel begatten zu lassen, Stichworte Spermienkonkurrenz[/url] und [url=http:www.spektrum.de/lexikon/biologie/mehrfachkopulation/41847]multiple Kopulation


    ->

    Zitat

    Durch multiple Kopulation kann ein Weibchen erreichen, daß die Spermien von vorhergehenden, möglicherweise weniger attraktiven Männchen mit den Spermien des nachfolgenden Männchens vermischt und damit verdünnt oder nahezu vollständig verdrängt werden

    Halbzeit.


    Ok, nochmal ausführlicher @NotMichaelCaine:


    Du dichtest dir nach Belieben deine Sichtweise zusammen.


    Thema "unangenehm": Die harschen emotionalen Reaktionen auf meine Darstellungen ließen MICH vermuten, dass das Thema diesen Personen unangenehm ist. Du drehst dann mal schnell auf den Kopf?! MIR ist nichts unangenehm.


    Thema "Benutztwerden": Du sagst der Sex, den die Frauen von mir bekommen, ist für sie ein Benutztwerden. Ok, mag so stimmen (auch, wenn es ihnen gefällt, und es einvernehmlich ist). Du konnotierst nun das Ganze aber plötzlich negativ und sprichst damit diesen Frauen ihren eigenen Willen ab, nur weil du dies für dich selbst nicht wahrhaben / zulassen willst, dass es genau das ist was sie wollen. Was ihr Belohnungssystem aktiviert. Sexualität ist halt sehr oft politisch unkorrekt. Meine eigenen Androgenwirkungen sind auch politisch unkorrekt, aber sie besitzen ein sehr sehr starkes Belohnungspotential, dass ich sonst nirgendwo bekomme. Ich kastriere mich doch nicht mental, nur um Frauen gerecht zu werden, die dieses Behlonungssystem aus welchen Gründen auch immer nicht nachvollziehen / verstehen können oder wollen. So langsam denke ich, die männliche (und auch weibliche) Sexualität und deren Wichtigkeit scheint das unverstandenste am ganzen Feminismus zu sein (deshalb auch meine tagelangen Ausführungen darüber. Das Unverständnis / Ignoranz / Unbehagen demgegenüber ist bezeichnend).


    Zu deinem Ehrmann: Natürlich hat er mich gut erklärt, das trifft aber auf praktisch jeden Mann zu (Küchenpsychologie war auf dich bezogen).


    Nur sein Lösungsansatz ist natürlich Banane (nur Beziehungen sind wichtig im Leben -> deshalb reine Fokussierung darauf). Utopien kann ich mir auch verschiedenste ausdenken. Das ist dann genauso unrealistisch wie die meisten seiner (und deiner) Ansätze.

    @ NotMichaelCaine

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    Wir nehmen das sehr unterschiedlich wahr. Ich sehe da keine Verharmlosung

    Ich finde schon, dass es eine Verharmlosung ist, wenn eine weibliche Figur in einer Romantic-Comedy einfach so einem Mann eine runterhaut! Ein männlichen Charakter, der sympathisch wirken soll, würde ein Drehbuchschreiber heutzutage längst nicht mehr so handeln lassen!

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    und es ist ganz klar, dass die Frau hier scheisse agiert und er zu verharmlosend und großmütig damit umgeht. Ich sehe da keine Aufforderung, dass man das Verhalten der Frau auch nur ein ganz klein wenig gut finden sollte?!

    Ich sehe diese Aufforderung schon. Es wird als zumindest akzeptabel dargestellt. Unter anderem durch die Nicht-Reaktion des Mannes.

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    Eher sympathisiert man mit ihm für seine Beherrschtheit. Ich denke nicht, das es einem normalfühlenden Menschen hier möglich sein wird Häme oder Spott für ihn zu empfinden - eher Scham dafür wie sie sich in den Szenen verhält.

    Das mag schon sein. Aber das ändert nichts daran, dass uns der Film erzählt, dass das eine offensichtlich akzeptable Verhaltensform für eine Frau ist. Und das ist genau der Punkt, den ich schlimm finde. Egal wie souverän oder sympathisch der geschlagene Mann wirken mag. (Mal ganz davon abgesehen, dass man auch argumentieren könnte, dass die Frau in ihrem Handeln gar nicht ernst genommen wird, wenn einfach so über ihre Gewaltanwendung hinweggegangen wird. Es scheint ein "das meint sie gar nicht so und weil sie ja schwächer ist, ist es ohnehin nicht so schlimm" hinzugedacht zu werden. Sowohl von den Drehbuchautoren als auch von vielen Zuschauern, denn solche Szenen sind echt alles andere als selten.)

    Geiles Tor von Italia kurz vor Schluss! :)= Meinen Kollegen freuts ;-D


    Nochmal zu Ehrmann: Analyse gut, aber realistische Lösung des ganzen höchstens in Stammesgesellschaften, nicht aber in Staatsgesellschaften egal welcher Ausprägung. Meine Meinung.

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    Aber das ändert nichts daran, dass uns der Film erzählt, dass das eine offensichtlich akzeptable Verhaltensform für eine Frau ist. Und das ist genau der Punkt, den ich schlimm finde.

    Ja - ich kann da einfach keinerlei Vorbildfunktion erkennen. Sehen wir einfach verschieden.