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    Meine Idealvorstellung wäre: beide arbeiten 50% und beide machen auch 50% Kinderbetreuung. Und zwar ganz selbstverständlich und mit Spaß x:). Mit rausgehen, zuhause basteln, Kinder zu Aktivitäten bringen/abholen, Geburtstage u.ä. organisieren...




    Realität: Frau macht gefühlt fast alles, Mann sitzt zuhause mit Depressionen.

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    Was ist deiner Definition nach ein Mann?


    Und ist eine Frau nicht per se ein am Herd wartendes Weibchen? Nach klassischer Definition!?

    kann und muss man nicht definieren! ein mensch, der mit sich und seinem geschlecht - auch im sozialen kontext - ruht, hat genau die ausstrahlung als mann, oder eben als frau... ohne irgendwelche grabenkämpfe um grundsätzliches ausfechten zu wollen, oder gar zu müssen.

    Ich finde das Thema überhaupt nicht ausgelutscht oder langweilig. Aus meiner Sicht ist die Erweiterung des Männerbildes in der gelebten Praxis (insbesondere in der Form der 50:50 Teilung von Erwerbsarbeit, Haushalt und Kindererziehung) eines der absoluten Schlüsselthemen des gesellschaftlichen Fortschritts hierzulande. Davon profitieren m.E. Frauen, Männer und Kinder. Nur die Männer und Frauen, die am liebsten Flächendeckend die 50er zurück wollen, sind nicht so begeistert. ]:D

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    ein mensch, der mit sich und seinem geschlecht - auch im sozialen kontext - ruht, hat genau die ausstrahlung als mann, oder eben als frau... ohne irgendwelche grabenkämpfe um grundsätzliches ausfechten zu wollen, oder gar zu müssen.

    Also da nehme ich lieber die Grundsatzdiskussion. ;-D Eine spezielle Austrahlung als Frau brauche ich m.E. nicht. Es reicht dass ich ein Mensch bin.

    Finde ich (bis auf die Klamotten vielleicht) alles nicht so wahnsinnig abgefahren. Warum sollte das nicht gehen?


    Deine Denkfehler ist glaube ich, zu meinen, dass du der gesamten Frauenwelt gefallen musst. Was irgendwelche Leute bei Brigitte schreiben kann dir doch völlig egal sein, das Standardmodell ist halt nicht dein Fall. Also suche dir eine Partnerin, die ebenfalls kein Standardmodell ist.

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    Davon profitieren m.E. Frauen, Männer und Kinder.

    Das ist nicht nur Dein subjektiver Eindruck, mehrere Studien aus verschiedenen Ländern haben belegt, dass ein gleichberechtigtes Geschlechterverhältnis ganze Länder sozial und wirtschaftlich besser stellt. Einer davon ist z.B. der World Development Report der Weltbank (ziemlicher Klopper zum Lesen) oder verschiedene andere Studien.

    @ Detlev22

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    Ich persönlich lerne in letzter Zeit immer mehr Männer kennen, die in einer Sinnkrise sind, weil sie einfach nicht wissen wo ihr Platz in der Gesellschaft jetzt eigentlich sein soll. Trifft auf mich übrigens auch zu.

    Ja, das ist eine Klage, die man höufig hört. Entsprechend wird in diese Richtung ja auch viel nachgedacht und auch geforscht. Die Zeit hatte mal ein ganz interessantes Sonderheft:


    zeitMann : 33 gute Nachrichten für den Mann von heute – und 3 schlechte für den Mann von gestern


    Michael Meuser ist ein bekannter "Männerforscher", der sich viel mit der sozialen Rolle des Mannes auseinandersetzt. Genauso Michael Kimmel


    Da lassen sich viele interessante Ansätze und Ideen zur Neugestaltung der eigenen gesellschaftlichen Rolle finden.

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    Also da nehme ich lieber die Grundsatzdiskussion.

    die habe ich ja auch nicht ausgeschlossen ;-)

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    Eine spezielle Austrahlung als Frau brauche ich m.E. nicht. Es reicht dass ich ein Mensch bin.

    und ich bin gerne frau und mag auch gerne meine weibliche ausstrahlung (ich brauche sie nicht, aber ich habe sie und mag sie) - ich will nur nicht darauf reduziert werden (außer in ganz speziellen situationen o:) )

    Alter Drecksack schrieb:

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    Männer brauchen aus genau demselben Grund keine Emanzipation, aus dem Frauen auch keine brauchen: Es ist schon alles geregelt, der verbleibende Rest an Ungleichheit ist einzig dem freien Willen geschuldet.


    Wenn du den freien Willen nicht abschaffen möchtest (ging es nicht genau um den bei dieser Emanzipationskiste?), dann finde dich damit ab, daß Frauen und Männer so wählen, wie sie möchten und dabei die Kompromisse eingehen, die sie möchten oder auch müssen.


    Oder auch kurz: Leben kein Wunschkonzert.

    Das, so finde ich, bringt es kurz und knackig auf den Punkt. Der Rest ist aufgezwungene Genderideologie. Von wem auch immer erdacht, den Grund kann sich ein jeder denken. Je mehr ich die Menschen dazu bringe, aufeinander einzuprügeln (Geschlechter eignen sich da ja ganz besonders gut), desto weniger achten sie darauf, wo die wirklichen Herausforderungen liegen.


    Ob man nun ein klassisches oder ein modernes Rollenbild bevorzugt, es gibt in beiden Varianten Männlein und Weiblein, dies sich damit wohl oder unwohl fühlen. Erleichterung verschafft Verunsicherten vielleicht, dass es zu jeder nur erdenklichen Lebensweise ein andersgeschlechtliches (oder manchmal auch gleichgeschlechtliches) Pendant findet (anders formuliert für jeder Topf hat einen Deckel...).


    Nun könnte man den ganzen Sermon auch sozialwissenschaftlich zerreden, sich (wieder mal) Gedanken über gut, schlecht und neutral machen...oder man lässt es bleiben und lässt die eigene Meinung einfach mal stehen.

    @ TE:

    Du wirst immer , in jeder Runde, jemanden finden, der so arg anders geartet ist, dass Du mit ihm/ihr trefflich darüber streiten kannst, was richtig oder gut ist, wie die Welt sein sollte. Du kannst aber auch einfach dafür sorgen, dass sich in deiner direkten Umgebung nur solche aufhalten, mit denen Du übereinstimmst. Mach doch einfach.

    Ergänzung (weil's mir wichtig ist): So viele Threads, wie es hier (und in anderen Foren und in jeder Mittagspause und...) mittlerweile zu diesem Thema gibt - meist gestartet von Männern, oft von recht jungen - beschleicht mich der Verdacht, dass moderne Rollenbildern jungen Männern Angst machen. Nicht etwa wegen ihrer Inhalte, sondern wegen der Urteile, die im Umfeld darüber gefällt werden (welches ja direkten Einfluss auf unser Gefühlsleben hat) und wegen eines unbewussten inneren Widerstands dagegen. Da gibt es eigentlich nur eine Möglichkeit: Sich von dem von der Müttergeneration (und ihren feministischen Vertreterinnen) anerzogenen schlechten Gewissen gegenüber "den Frauen" frei machen und Mann sein, mit Haut und Haar und mit allen Konsequenzen. Auch mit der, dass man von einem gewissen weiblichen Klientel schepp angesehen wird.


    Btw: Ich habe gerade versucht, meinen Text zu gendern (also mit großem I zwischen männlicher und weiblicher Variante), geht nicht. Die Autokorrektur der Forensoftware verbessert das immer wieder, das ist doch mal ein Zeichen. Es soll nicht sein ;-D

    Zitat

    Das ist nicht nur Dein subjektiver Eindruck, mehrere Studien aus verschiedenen Ländern haben belegt, dass ein gleichberechtigtes Geschlechterverhältnis ganze Länder sozial und wirtschaftlich besser stellt.

    Ist diese Weltbank (aus Washington) = IWF ? Hier was dazu:


    "Internationaler Währungsfonds (IWF) und Weltbank - zwei Instrumente zur Zerstörung von Nationen"


    http://emperors-clothes.com/german/articles/internat.htm

    Zitat

    Meine Idealvorstellung wäre: beide arbeiten 50% und beide machen auch 50% Kinderbetreuung.

    Bei uns klappt das mit der fifty/fifty Kinderbetreuung seit 25 Jahren wunderbar. Flexible Arbeitszeiten machen das bei uns möglich, wir haben den gleichen Job und verdienen auch gleich.

    Du kannst doch dein Leben so gestalten wie du willst ! Brauchst du da die Meinung von Frauen dazu ? Glücklicherweise ist die Gleichberechtigung mittlerweile auf dem Level, wo kein wechselseitiges Abhängigkeitsverhältnis mehr besteht.

    Also ich lasse mich gerne beschützen und ernähren - schliesslich sorge ich ja dann auch für den reibungslosen Ablauf zu Hause, halte ihm den Rücken frei und koche ganz gut.


    Vorsicht: Nachfolgende Sätze sind überspitzt dargestellt:


    Und wenn wir Frauen gewusst hätten, dass mit der Emanzipation eine Dreifachrolle auf uns wartet: Kinder, Haus, Haushalt + Arbeit hätten wir uns das vielleicht nochmal überlegt... Achja, im Bett dürfen wir ja auch noch die heissblütige Geliebte sein...


    Dass Männer gerne die Vorteile davon mitnehmen, aber die Nachteile (Frauen wissen was sie wollen und möchten das auch mal durchsetzen, die Männer müssen Hausarbeit genauso gut machen wie die Frau, die Frau ist manchmal gestresster von der Arbeit) nicht so gerne nehmen, war ja klar... Und dass sie dann zu müde ist, um noch die Geliebte zu sein, wird gerne übersehen.


    Wenn das alles in allgemeiner Zufriedenheit abläuft, finde ich das prima, viele schreiben ja auch, dass sie sich so gut eingerichtet haben. :)^ Wenn es ein Geben und Nehmen ist, finde ich das auch gut...


    Ich lerne wahrscheinlich die falschen Männer kennen...


    ;-D