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    Es gibt Müttertreffs wie Sand am Meer ohne dass der Staat da irgendwie aktiv werden müsste.

    Zudem macht es Sinn, dass Mütter, die zu Hause sind Kinder von arbeitenden Müttern in Kleingruppen bei sich mit aufnehmen und dafür dann auch bezahlt werden. Aufmerksamkeitsdefizitstörungen kommen genau daher: von mangelnder Aufmerksamkeit für ein Kind, weil Eltern anderweitig beschäftigt sind. Sich einzubilden, dass man die in den Griff bekommen könnte indem man immer mehr Kinder effizienterweise von nur wenigen Betreuungspersonen versorgen könnte ist keine Lösung, die für uns eine leistungsfähige Generation nachwachsen lässt. Wer das noch nicht begriffen hat muss blind sein.


    Solange sich Leistungen von Müttern im Bruttosozialprodukt nicht niederschlagen werden Kinder im Neoliberalismus immer ein Armutsriskio bleiben. Und das wo Kinder die Zukunft einer Gesellschaft sind. Es ist schon faszinierend wie unglaublich destruktiv da gedacht wird. Entweder wir verabschieden uns vom Neoliberalismus oder wir müssen eben mit den Konsequenzen, dass auch diese Leistung zukünftig mehr und mehr kostet, wie eben auch die Pflege von alten und kranken Menschen. All das ist eine direkte Konsequenz aus der Abwertung dessen was mal als weibliche Kompetenz galt: Pflege und Fürsorge. Man kann zwar ignorieren, dass jeder Mensch das in unterschiedlichem Maß braucht, aber früher oder später schlägt das eben zurück. Da sind wir schon mitten drin. Dagegen steuern kann bislang jeder einzelne indem er auf gute Selbstversorgung achtet und indem er diesen Mist der Entwertung nicht weiter mitmacht sondern sich mal bewusst macht was menschliches Leben tatsächlich ausmacht.

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    Aufmerksamkeitsdefizitstörungen kommen genau daher: von mangelnder Aufmerksamkeit für ein Kind, weil Eltern anderweitig beschäftigt sind.

    Mit der Aussage wäre ich in derart verkürzter Form sehr vorsichtig.

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    Der Staat gibt viel Geld aus für Betreuungsmöglichkeiten für erwerbstätige Eltern. Das ist auch richtig. Nur, so wie ich das Urteil des BVerfG verstanden habe, muss der Staat dann auch etwas für kinderlose tun, die sich für eine berufliche Karriere entscheiden haben und für Mütter, die keiner Erwerbstätigkeit nachgehen.

    Dann lies das hier nochmal richtig.

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    Aufmerksamkeitsdefizitstörungen kommen genau daher: von mangelnder Aufmerksamkeit für ein Kind, weil Eltern anderweitig beschäftigt sind.

    Die Diagnose von ADS/ADHS ist nicht ganz einfach. Neben tatsächlichen neurologischen/organischen Problemen im Gehirn spielen da mitunter auch schwere Erziehungsfehler mit rein, die schwer von organischen Ursachen zu trennen sein dürften, weil sie ähnliche Auswirkungen haben.

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    Zudem macht es Sinn, dass Mütter, die zu Hause sind Kinder von arbeitenden Müttern in Kleingruppen bei sich mit aufnehmen und dafür dann auch bezahlt werden.

    Das finde ich eine interessante Idee, weil sie auf der einen Seite einen vernünftigen Eindruck macht, und auf der anderen Seite dem Bedürfnis von Frauen nach einem einheitlichen Lebensentwurf nachkommt. Denn auf diesem Wege werden alle Mütter in die Erwerbstätigkeit bewegt.


    Damit könnte Dir Deine Idee auch bei der Beantwortung der Frage helfen, was eigentlich dahinter steckt, wenn Frauen einen einheitlichen Lebensentwurf für alle Frauen wollen.


    Du könntest jetzt in Dich gehen, und Dir diese Frage selbst beantworten. Wenn Du sehr mutig bist, könntest Du hier auch posten, zu welchem Ergebnis Du gekommen bist.

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    Damit könnte Dir Deine Idee auch bei der Beantwortung der Frage helfen, was eigentlich dahinter steckt, wenn Frauen einen einheitlichen Lebensentwurf für alle Frauen wollen.

    Gack. Gagagagagagack. GACK! Diese Wechseldusche immer ... hier was Vernünftiges, da was Abstruses, hier was irgendwie, hm, immerhin Unterhaltsames, dort wieder haarsträubendstes Getröte, dort etwas mit Händen, aber nicht mit Füßen, als Nächstes zwei Füße ohne benachbarte Greifwerkzeuge. Das hält echt der stärkste Kreislauf nicht aus! ;-D ;-D ;-D

    Mein Beitrag bezog sich auf ein Urteil vom Ende des vergangenen Jahrhunderts (ich meine, es war 1998). In dem von Dir verlinkten Artikel geht es um das Urteil zum Betreuungsgeld, das vor noch nicht allzu langer Zeit gefällt wurde. Wenn Du meinen Eindruck ausräumen möchtest, eine argumentative Nebelkerze geworfen zu haben, musst Du schon etwas dazu schreiben, was der von Dir verlinkte Artikel ??den ich nur kurz überflogen hab?? mit dem von mir erwähnten Urteil zu tun hat.

    @ Wenzeslaw

    Detlev22 hat sich getrollt und kann Dir nicht mehr antworten.


    Schönes Rhetorik Beispiel: Mann 1 möchte mit Mann 2 darüber reden, ob "die Frauen" denn schon etwas getan hätten, was Mann1 gerne von Frauen getan haben möchte. Was wohl der verlinkte "rationale Mann" dazu sagen würde?

    @ NotMichaelCaine

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    Schönes Rhetorik Beispiel: Mann 1 möchte mit Mann 2 darüber reden, ob "die Frauen" denn schon etwas getan hätten, was Mann1 gerne von Frauen getan haben möchte. Was wohl der verlinkte "rationale Mann" dazu sagen würde?

    Dazu bedarf es der Meinung weiterer Männer und Frauen ;-)

    Das Partnerwahlverhalten der Frauen dürfte der Ursprung der traditionellen Rollenmodelle sein.


    Das "übersehen" leider so manche WissenschaftlerInnen, hier im Faden wird es immerhin angedeutet. Die Ärztin (im Schnitt) heiratet eben gerne den Chefarzt - und nicht den Handwerker. Die Diplomandin heiratet den Doktoranden bzw. Professor - und nicht den Techniker mit Meisterbrief. Belegt durch diverse Studien, etwa zu Partnervermittlungsagenturen. Ergo ergibt sich der Druck für den Mann, der diesem Anspruch gerecht werden will. Ist oder wird er arbeitslos, wird er schnell uninteressant. Bei solchen Verhaltensweisen von "armen" oder "benachteiligten" Frauen zu sprechen ist in der Tat abstrus. Das alles ist bedauerlich, denn viele Männer - ich nehme mich da mit ein - hätten nichts gegen eine Millionärin, die einen Ferrari statt Krawatten zu Weihnachten schenkt.


    Wer als Mann eine Familie gründen will und eine Partnerin sucht, ist der Partnerselektion mit vermögens- oder einkommensorientierten Erwartungshaltung zwangsläufig ausgesetzt. Als junger Mann habe ich das selbst erlebt, in den ersten Universitätsjahren als armer Student war man bei weitem nicht so attraktiv als nach dem Beginn der Karriere...


    Auch bei vielen Frauen, die nicht nur darauf Wert legen, ist weniger zu verdienen bei der Partnerwahl ein KO Kriterium, oft sogar so stark, dass sie lieber allein und kinderlos bleiben als einen Mann zu akzeptieren, der weniger verdient.