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    Ist ja bezeichnend, dass viele Frauen hier sich nicht anders zu helfen wissen als auf die persönliche Ebene abzugleiten

    Bezeichnend wofür? Es gibt also erst mal die persönliche Ebene - wo es um die jeweilige Person geht. Was die gemacht hat, die Gründe und die Folgen davon. Es gibt auch auch die verallgemeinerung-s Ebene. Da geht es um das Ganze. Männer oder Frauen, Hunde oder Katzen, Himmel und Erde, Sonne und Schatten. Um das Gute und das Böse. :-)

    NotMichaelCaine,


    wieder einmal ein hervorragender Beitrag!



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    Ist ja bezeichnend, dass viele Frauen hier sich nicht anders zu helfen wissen

    Ich sehe hier nur einen, der "sich nicht zu helfen weiß".

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    Wenn Du Detlev22 Dich jetzt "beklagst" dass die Emanzipation des Mannes Dir keine Extrapunkte bei Frauen beschert, dann frag Dich mal ehrlich, ob die Emanzipation der Frauen den Frauen bei Männern Extrapunkte beschert hat. Du wirst feststellen, das sie das nicht hat.

    Und auch von Geschlechtsgenossinen wurden und werden Frauen, die sich von etablierten Mustern distanzieren, vielfach ganz und gar nicht bejubelt.

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    Klar könnte man jetzt sagen, dass keiner den Männern das verbietet, aber ein Ausbruch aus dem Rollenklischee kommt mit vielen gesellschaftlichen Nachteilen daher.

    Eigentlich nicht (mehr). Wo denn? ":/


    Es stimmt schon, dass zwischen dem, was man heute in (meist weiblich dominierten) Gender-Fakultäten so an Wirrungen entwirft und der allgemeinen Alltagspraxis dezente Widersprüche bestehen.


    Andererseits sehe ich gerade deswegen diesen großen Kampf nicht. Der ist m.E. etwas Künstliches, lediglich von einer Randgruppe betrieben bzw. inszeniert. Für die Masse der Menschen hat das doch gar keine Bewandtnis.


    Fakt ist: egal was du tust, es wird immer jemanden geben, der es feiert, einen, dem es wurst ist und einen, den es abfuckt.

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    Haben Männer nicht auch ein Recht darauf sich aus veralteten Rollenbildern auszuklinken?

    Haben sie. Eine Frau, die auf die veralteten Rollenbilder steht, ist dann natürlich die falsche Partnerwahl.

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    # mir geht Karriere am Arsch vorbei. Ich bin froh, wenn ich meine Arbeit ableiste und nach Hause darf.

    Yo, dito.

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    # Zukünftig möchte ich nur noch 30 Std/Woche arbeiten um mehr Freizeit zu haben.

    Fände ich auch geil, nur die entsprechende Gehaltskürzung sagt: blöde Idee.

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    # Ich würde sehr gerne in Elternzeit, wenn Kinder vorhanden wären.

    Könnte ich mir auch vorstellen, wenn es mal soweit ist.

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    # Ich habe durchaus einen Modetick und bin "femininerer" Kleidung nicht abgeneigt. Ich finde es blöd als Mann nur auf Jeans + Hemd oder Anzug beschränkt zu sein.

    Feminin jetzt nicht gerade, aber Modetick? Hier.

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    # bin durchaus emotional und sensibel veranlagt.

    Auch keine Seltenheit und auch nichts Neues oder besonders Exotisches (auch nicht bei Männern). ":/

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    # bin eher schüchtern und zurückhaltend, kein Hengst

    Auch keine Seltenheit und auch nichts Neues oder besonders Exotisches (auch nicht bei Männern). ":/

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    Männer aber immer noch komisch angeguckt werden, wenn sie...

    Naja, siehe oben. Augen auf - ihr könnt sein was ihr wollt, nur eben nicht erwarten, dass jeder Mensch es supertoll findet. So ist es halt. Wer sich z.B. von seinem Traumberuf abhalten lässt, weil irgendwer schief gucken könnte, der hat kein Problem mit Geschlechtererwartungen, sondern mit seiner Selbstsicherheit.


    Und mit einer solchen Haltung, die präventiv immer danach fragt, ob auch alle mit dem eigenen Dasein einverstanden sind, hat Mann es (nicht nur) bei Frauen durchaus schwer (zugegeben: schwerer als umgekehrt - so ein kleines unsicheres Frauchen, die alles vordiktiert braucht, wird es vermutlich leichter haben, einen entsprechenden Daddy-Typen zu finden / Frauen, die ein Söhnchen suchen sind da glaube ich seltener).

    Kurze Info:


    Der TE steht für die Diskussion nicht mehr zur Verfügung, er wurde zwischenzeitlich gesperrt. Das Fadenthema Warum drängen Frauen die Männer in die Beschützer-/Ernährerolle? darf aber gerne aktiv, sachlich und fair weiter diskutiert werden.

    Oh. Chapeau. Die Entscheidung, den Faden nicht quasi vollautomatisch gleich mitzusperren, finde ich großartig! Was immer es in diesem Fall jetzt für Ergebnisse zeitigen wird, das ist kaum absehbar, aber selbst wenn er rasch im Sand verlaufen sollte: Das tut der Tatsache keinen Abbruch, dass ich hier die Moderationsentscheidung wirklich richtig gut finde.

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    Der TE steht für die Diskussion nicht mehr zur Verfügung, er wurde zwischenzeitlich gesperrt.

    Hat er euch wenigstens mitgeteilt, unter welchem Namen er zurückkommen wird? Das würde das Prozedere beim nächsten Mal beschleunigen. ;-D

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    Klar könnte man jetzt sagen, dass keiner den Männern das verbietet, aber ein Ausbruch aus dem Rollenklischee kommt mit vielen gesellschaftlichen Nachteilen daher.

    Eigentlich nicht (mehr). Wo denn? ":/

    In der eigenen Familie beispielsweise und bei Med1. Über die Familie des TE weiß ich nichts.


    Hier bei Med1 wurde er jedoch ausgeschlossen, weil er nicht in das Rollenklischee passt, das von der dominierenden Userschaft toleriert wird.

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    Hier bei Med1 wurde er jedoch ausgeschlossen, weil er nicht in das Rollenklischee passt, das von der dominierenden Userschaft toleriert wird.

    Und welches Rollenklischee soll das sein? Glaub mir mal, einer derart jammrig-dümmlich-nervig rumtrötenden Frau würde ich mit demselben Schwung eins über die Rübe bügeln, da ist mir das Geschlecht völlig egal. Er ist doch nicht verspottet worden, weil er sich gern feminin kleidet, sondern weil er kolossalen Blödsinn zusammengeschwurbelt hat.

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    Und welches Rollenklischee soll das sein? Glaub mir mal, einer derart jammrig-dümmlich-nervig rumtrötenden Frau würde ich mit demselben Schwung eins über die Rübe bügeln, da ist mir das Geschlecht völlig egal.

    Also ich finde verbales Niederbügeln unabhängig vom Geschlecht unangemessen! :-/ Auch, oder erst recht, wenn jemand einem anderen irgendwie (und sei es nur verbal) überlegen ist.

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    Er ist doch nicht verspottet worden, weil er sich gern feminin kleidet, sondern weil er kolossalen Blödsinn zusammengeschwurbelt hat.

    Ich finde nicht, dass er hier im Faden Blödsinn oder gar kolossalen Blödsinn geschrieben hat. :|N Einige Leser scheinen da in Erinnerung an irgendeinen früheren Nick oder User gedanklich SO EINIGES ergänzt zu haben, was in den Beiträgen des TE in diesem Faden gar nicht explizit enthalten war und auch nicht unbedingt in die Beiträge hineingelesen hätte werden müssen.


    Die Ausgangsfrage: "Warum drängen Frauen die Männer in die Beschützer-/Ernährerolle?" finde ich jedenfalls durchaus sinnvoll. (Insbesondere wenn man sich ein "einige/viele/manche" vor "Frauen" dazudenkt.)


    So eine Dynamik lässt sich m.E. in der Tat nicht selten beobachten. z.B. indem eine Frau auf jeden Fall lange beim Nachwuchs zuhause bleiben möchte, von ihrem Partner erwartet, ihr das zu ermöglichen und gar nicht erst auf die Idee, kommt, dass die Präsenz des Vaters genauso wichtig sein könnte, wie die der Mutter.


    Oder auch ganz oft, indem mit der größten Selbstverständlichkeit vorgetragen wird, dass man die Aufteilung der Kindererziehung von der Gehaltshöhe abhängig macht: Der, der mehr verdient, bleibt automatisch Vollzeiterwerbstätig. Obwohl man im Sinne einer Präsenz beider Elternteile durchaus (finanzielle Einbußen in Kauf nehmend) selbstverständlich durchaus anders entscheiden könnte.