• Warum gefällt sie mir nicht mehr so richtig, was soll ich tun?

    Hallo, ich schreibe hier weil ich einfach überhaupt nicht mehr weiter weiß und völlig fertig bin. Ich bin 28 und sitze wegen einer fortschreitenden Krankheit im Rollstuhl. Mit meiner Freundin (26) bin ich seit fast 7 Jahren (10/2007) zusammen. Ich war immer froh das ich eine wie sie gefunden bzw bekommen habe, denn das ist in meiner Situation nicht…
  • 142 Antworten

    Oh ne, so ein melodramatisches Hin und Her...


    Fakt ist: Jede Entscheidung, die man im Leben trifft, kann sich als gut oder weniger gut herausstellen. Du willst die eierlegende Wollmilchsau und die gibt es nun mal nicht - willkommen in der Realität!


    Versäumen wirst du IMMER was. Ich versäume z.B. auch ausschweifenden Analsex oder mich jedes Wochenende wie ein Loch zuzusaufen.


    In meinen Augen solltest du dich trennen - denn das, was ihr da habt, ist sicher keine Beziehung oder Liebe, sondern eine verschwurbelte Abhängigkeit. Geh raus ins Leben, "starte durch" und lerne kennen, was die Realität so zu bieten hat. Danach hast du wenigstens gelernt, welche Ideen Traum und welche Wirklichkeit sind.


    Und ja, zur Realität gehört nun mal auch, dass Trennungen weh tun, egal wie verfahren oder vertrackt die Situation vorher ist. Ich kenne zumindest niemanden, der nach einer Trennung nicht gelitten, vermisst und getrauert hat. ABER: Man kann nie alles haben. Eine Beziehung ist ein Vertrag, du hast diesen Vertrag eigentlich schon mehr als gebrochen. Ab dem Zeitpunkt gibt es kein Zurück ins flauschige Happy End mehr. Abgesehen davon scheint deine Freundin ernsthafte emotionale Probleme zu haben, wenn sie so mit sich umspringen lässt. Zwei Kranke, die sich an einen Baumstamm im Meer krallen. Wie gesagt, das hat nichts mit Liebe oder Beziehung, sondern einfach nur mit Angst "niemand besseren zu finden" zu tun und das ist keine gesunde Basis für eine Partnerschaft.


    PS: Liebe Freundin des TEs! Warum bist du dir selbst so wenig wert? Warum lässt du dich von einem Mann so dermaßen demütigen und klein machen? Ist das Liebe?

    ganz ehrlich:


    sie hat ein Helfersyndrom


    und du bist nur eine Beziehung eingegangen weil sie dir gut getan hat und dich genommen hat wie du bist und vl. weil du dachtest du findest keine bessere - an ihrer Person selbst warst du doch nie richtig interessiert oder?


    jetzt ist deine Freundin nur noch Pflegeperson und du ihr Patient.......und wenn ihr diese verschrobene Art von Beziehung, die euch beiden nicht gut tut, nicht beendet, dann kann man euch nicht mehr helfen.


    sie versucht doch nur mit ihrer ganzen Nettigkeit und Aufopferung dich an sie zu binden, und du hast Angst alleine nicht klar zu kommen oder keine bessere mehr zu finden......aber das ist doch keine Basis für eine Beziehung!!!

    wenn Wunschkonzert wäre..

    ihr trennt euch. sie hat einen anderen und du triffst einen mega scharfen schuss die äusserlich deinem verlangen entspricht.


    du merkst schnell, dass dein ursprüngliche Wunschvorstellung wenig mit der Realität zutun hat (ist fast immer so, wenn man sich auf was versteift hat).. du merkst was für ein schönes inniges zusammensein ihr hattet... viele bittere tränen und durch filmreife fügungen kommt ihr wieder zusammen und merkt (vorallem du!) was für ein schönes liebevolles zusammensein ihr hattet und für immer haben werdet.


    happy end!


    is aber selten Wunschkonzert. :|N


    macht eine beziehungspause und du gehst dann zu einer bildhübschen prostituierten (weiss nicht ob du das kannst, aber gibt ja auch angebote für rollifahrer), dass du endlich mal deine fixe Idee loswirst.. oder im schlimmeren falle hat echt merkst, dass du so oberflächlich bist.


    (sorry falls fehl am platz.. antworten hab ich nicht alle gelesen)

    Deine Freundin war noch sehr jung, als ihr ein Paar wurdet.


    Sicher hat auch sie Angst vor einer Trennung, aber es ist besser, getrennt und frei zu sein, als den Notnagel für einen Mann zu geben, der lediglich aufgrund einer fortschreitenden Behinderung, die ihn für andere Frauen unattraktiv macht, "gehalten" zu werden.


    Deine Schuldgefühle sind vollkommen begründet und deine Freundin hat zweifellos etwas Besseres verdient.


    Sie ist einfach bequem für dich, mehr nicht.


    Du verschwendest IHRE Lebenszeit.

    Um ehrlich zu sein: Wenn ich eine Frau liebe, dann sind mir ihre Makel egal. Und auch der Kleidungsstil ist was völlig banales.


    Ich glaube auch das du Sie nicht mehr wirklich liebst und nur dem Gefühl nachtrauerst wenn du Sie nicht mehr hättest.


    Wenn du wissen willst wie du herausfinden kannst ob du sie Liebst, solltest du dich mal für einen gewissen Zeitraum (ca. 2 Wochen) von ihr räumlich trennen). Dann solltest du schon merken ob du sie Wirklich noch liebst oder ob du sie nur vermisst weil sie einfach immer für dich "da war".


    Klingt sicher hart, aber vll. wäre eine Trennung gerade für deine Freundin besser, denn Sie kann doch mit der aktuellen Situation auch nicht glücklich sein oder irre ich mich da so sehr?


    Lg & viel erfolg das du das hinbekommst

    Mein Eindruck: Ihr liebt Euch beide nicht, für beide ist es aber eine anscheinende Notwendigkeit, Euch zu "haben".


    Na gut, das ist auch eine Wahl. Zwar wird keiner von Euch damit glücklich werden, aber ihr vermeidet den Trennungsschmerz. Für eine Weile, und dann wird es Euch doch einholen (aber das wollt Ihr gerade nicht lesen).


    Okay, dann macht so weiter, solange wie es geht … "Wenn nicht Offenbarung, ist's eben Erfahrung" sang schon im letzten Jahrhundert Hilde Knef.

    Was hier einige schreiben ist Bullshit... natürlich war ich an ihr interessiert... ich habe sie doch nicht ausschließlich als meine Pflegekraft betrachtet und nur ausgenutzt... so ein Scheiß ehrlich :|N sie musste mir ja auch nicht nur helfen, vieles bekomme ich allein hin... ich hab sie geliebt und es war wunderschön... und ich frag mich immer wieder warum das so ist wie es jetzt ist? wo ist das alles hin?


    Ich kann mir doch nicht jahrelang nur was vorgemacht haben? klar habe ich immer und immer wieder nach anderen geschaut und teilweise auch gehofft oder mir was eingebildet. Und ich weiß auch das mich die anderen, die mir vielleicht gefallen, gar nichts von mir wollen... aber warum kann ich dann nicht einfach sagen "ok ich akzeptiere das so und gut ist"??


    warum ziehe ich mich daran immer so hoch und habe irgendwelche irrsinnigen Hoffnungen?? Warum denke ich so naiv? Ich verliere den wichtigsten Menschen in meinem Leben, nur weil ich mir was einbilde und mich für was besseres halte bzw sie mir nicht ansteht? wie kann ich nur so dämlich sein?? diese ganzen tollen und guten Dinge die wir gemeinsam hatten... ich komm darauf nicht klar...


    ich merke ja jetzt schon nach einem tag hier ohne sie wie fertig und verzweifelt ich bin. Sie ignoriert mich, hasst mich mittlerweile... und ich habe ernste Bedenken das ich das überhaupt nicht packen werde darüber hinweg zu kommen oder allgemein das zu verarbeiten. Ich habe es verschuldet wenn man so will und eigentlich müsste ich doch derjenige sein dem es leichter fällt usw... aber das tut es nicht...

    Zitat

    und ich frag mich immer wieder warum das so ist wie es jetzt ist? wo ist das alles hin?

    Gefühle ändern sich, das ist normal. Man darf das Beziehungsleben halt nicht schleifen lassen.


    Wenn ich mich enorm über meinen Partner ärgere, dann schreibe ich Listen mit allem was mich wütend macht und aufregt. Die wurden teils ziemlich lang. Danach bin ich traurig und enttäuscht und fühle mich leer, aber erleichtert.


    Danach fange ich eine zweite Liste an mit Dingen, die ich an ihm gerne mag und die ich liebenswert finde.


    Wenn ich damit fertig bin, dann sieht das alles gar nicht mehr so wild aus. Weil das Schreiben für mich ein Ventil ist um meinen ganzen Unmut rauszulassen. :-)


    Für den Alltag kann ich nur empfehlen nicht so viel zu meckern. Ich bin jemand der gerne meckert und dem oft vor allem das Negative ins Auge sticht. Das ruft aber bloß Unzufriedenheit hervor. Bei mir selbst und auch bei meinem Partner, der dann das Gefühl bekommt er könnte mir nichts recht machen.


    Stattdessen ist es hilfreich sich auf die positiven Dinge zu konzentrieren. Öfter Danke sagen. Danke, dass du die Spülmaschine ausgeräumt hast. Danke, dass du für mich gekocht hast. Das ist besser als "Warum stehen deine Schuhe eigentlich schon wieder im Weg rum?" und dergleichen Meckerkram ;-)