• Warum gefällt sie mir nicht mehr so richtig, was soll ich tun?

    Hallo, ich schreibe hier weil ich einfach überhaupt nicht mehr weiter weiß und völlig fertig bin. Ich bin 28 und sitze wegen einer fortschreitenden Krankheit im Rollstuhl. Mit meiner Freundin (26) bin ich seit fast 7 Jahren (10/2007) zusammen. Ich war immer froh das ich eine wie sie gefunden bzw bekommen habe, denn das ist in meiner Situation nicht…
  • 142 Antworten
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    Ich glaube nicht, dass du deine Freundin noch liebst, du bist an sie gewöhnt und an die Vorteile, die du durch sie hast, mehr nicht.

    das gefühl habe ich auch. und natürlich bist du dir sicherlich auch bewußt, dass es in deiner situation nicht so einfach ist, eine neue partnerschaft einzugehen. aber, liebe und begehren kann man eben nicht erzwingen oder künstlich verlängern, wenn es einem abhanden gekommen ist. es macht auch keinen sinn, aus dankbarkeit mit jemanden zusammen zu bleiben. denn das ist etwas, was der partner bestimmt nicht wollen würde. deine freundin hat es einfach nicht verdient, so viel zu investieren und dabei seit jahren eigentlich 2. wahl zu sein. wenn man so liest, alles was du an ihr positiv beschreibst, sind die annehmlichkeiten, die du durch sie hast. allein dieser satz spricht bände

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    Sie ist sozusagen nicht meine Traumfrau, ich habe jetzt keine Ekel ihr gegenüber oder so, aber mir gefallen sehr viele anderen Frauen einfach besser und daher auch der Gedanke, was ist wenn ich doch eine andere haben könnte? Die besser aussieht und selbstsicherer ist was Kleidung etc angeht.

    ich will dir da keinen vorwurf machen, man kann nichts für seine gefühle. aber, du kannst etwas dafür, dass du 3 jahre lang nicht so viel mut hast und dich deiner verantwortung ihr gegenüber stellst. sie scheint dich wirklich zu lieben und kann sich deshalb nicht trennen. du solltest so ehrlich sein und nicht ihr leben schwerer machen, weil du nicht allein sein möchtest – das ist nämlich wirklich unfair und egoistisch.

    Ja aber wenn dem so wäre, warum war es dann auch immer wieder so schön, ohne jeden Zweifel, ich war glücklich und habe auch nicht nach anderen geschaut. Kann man anhand einer Therapie lernen das zu schätzen was man und nicht immer nur mehr und was besseres zu wollen? Auch wenn es sich momentan nicht so anfühlt und es aussichtslos scheint. Wie gesagt es gab auch Zeiten wo alles super war, da hinzukommen und dann die gedanken und Erwartungen mit Hilfe einer Therapie zu verstehen und im griff zu haben, ist das möglich oder erhoffe ich mir da zuviel?

    Weiß Deine Freundin in vollem Umfang, wie Du wirklich zu ihr stehst, oder bekommt sie von den hier geschilderten Gedanken und Gefühlen nur eine Light-Version mit? Also ggf. gerade so viel, dass sie sich nicht trennt, aber "genug" Unzufriedenheit Deinerseits erfährt, um womöglich an sich selbst Veränderungsbedarf zu "erkennen" (Kleidung usw.)?


    So wie Du hier rüberkommst, empfinde ich Dich als sehr egoistisch und oberflächlich. Lieber bin ich lebenslang Single statt einen Partner zu haben, der mich emotional in so eine verdammt demütigende Ecke steckt, zugleich aber alle Vorteile abgreift.

    Im großen und ganzen weiß sie das schon alles... sie liebt mich wirklich und das macht mir natürlich ein schlechtes Gewissen, völlig zurecht. Und das ich egoistisch und oberflächlich bin, stimmt schon. Ich bin da ganz sicher nicht stolz drauf... das ist es eben, schafft man das loszuwerden bzw zu lernen nicht so zu sein?

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    Und das ich egoistisch und oberflächlich bin, stimmt schon. Ich bin da ganz sicher nicht stolz drauf... das ist es eben, schafft man das loszuwerden bzw zu lernen nicht so zu sein?

    Ist es nicht schlicht und einfach eine Entscheidung, ggf. immer wieder neu?


    Zwingt Dich ja keiner dazu, die Frau mit Füßen zu treten, die Dich liebt, oder nach irgendwelchen aufgebrezelten Tussen zu schielen, weil Du meinst, sie könnten Dir das Gefühl nehmen, etwas zu "verpassen".


    Es gibt nicht viele Menschen, die über längeren Zeitraum hinweg aufrichtige und tiefe Liebe erfahren, ein wunderbares Geschenk....; dagegen ist rein triebgesteuertes Hinterhergesabbere gegenüber äußerlichen Schönheiten einfach nur erbärmlich.

    Scarface, ich schrieb schon mal das es nicht 'eintherapierbar' ist. Dir wird hier niemand etwas anderes erzählen.


    Du fühlst wie du fühlst.

    @ scarface86

    Einerseits versuchst du deine Freundin trotz offensichtlicher Akzeptanzprobleme ihr gegenüber zu halten, was schon reichlich unfair ist, und andererseits kriegst du sprichwörtlich den Hals nicht voll, was wiederum Ersteres begünstigt, weil du ganz genau weißt, dass du im Endeffekt mit leeren Händen dastehen würdest, sobald du diesem unrealistischen Anspruch nachgibst. Das kann man drehen und wenden, wie man will, aber es bleibt absolut suboptimal und resultiert letztendlich daraus, dass du nur auf deine eigenen Bedürfnisse fixiert bist. Geholfen werden kann in der verfahrenen Konstellation meines Erachtens nur deiner Freundin, und zwar, indem du sie aus diesem gegenseitigen Abhängigkeitsverhältnis löst.

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    ich, ich, ich....ich bin so traurig, so unglücklich.... Oh Man, das ist doch wirklich nicht zu glauben!

    Ja, wirklich kaum zu glauben, das es hier um die Person geht die den Faden eröffnet hat.

    @ TimderZweite

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    Ja, wirklich kaum zu glauben, das es hier um die Person geht die den Faden eröffnet hat.

    Beziehungen betreffen aber für gewöhnlich mindestens 2 Personen.

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    Fass Dich mal an den Kopf und denke mal ein bißchen darüber nach, welche Frau so einen Zinnober mitmachen würde.


    Ich lese nur Du,Du,Du.

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    Eigentlich hast du vollkommen recht... Nur wie schaffe ich es davon los zu kommen? Kann man das überhaupt schaffen?

    A... backen zusammen kneifen, und um die tolle Frau kämpfen, die Dir so tapfer zur Seite steht! So eine findest Du mit Sicherheit nicht noch einmal, ich kenne in meinem Umfeld keine Frau, die so einen Typen wie Dich ertragen wollen würde. Krankheit hin oder her.


    Im Übrigen ...


    Ich hatte einen Großcousin. Hodenkrebs mit Anfang 20. Hatte eine tolle Freundin, die ihm unglaublich beigestanden hat. Konnte dann keine Kinder mehr zeugen, und auch damit hat sie sich arrangiert.


    Er hat sich dennoch getrennt, wollte halt lieber eine Jüngere (stylisher?) ... Die hatte er auch bald ... man fuhr zusammen in Urlaub. Dort sprang er ganz ungeschickt in einen Pool ... Querschnittslähmung. Auch diese junge Frau ist bei ihm geblieben, obwohl sie nun einen Partner hatte, der a) unfruchtbar war, b) bis zum Hals gelähmt c) rund um die Uhr gepflegt werden musste ... etc.


    Und denk Dir ... auch das hat offenbar nicht genügt.


    Nach dieser Freundin kam keine mehr. Kann ich verstehen. Seine Depressionen haben ihn dann in den Selbstmord getrieben. Mit 28 war sein Leben vorbei.


    Wenn man nur die Fakten seines Lebens liest, könnte er einem leid tun.


    Wenn man aber sieht, welches Glück er trotzdem hatte – und wie er damit umging ... nein, kein MItleid von meiner Seite.


    Ganz ehrlich, wach mal auf und denk mal nach, was DU eigentlich einer Frau bieten kannst ... und dann überlege, wie Dein Leben aussehen soll. Und dann TU was dafür, dass Du das erreichst.

    Hey,


    es mag hart klingen, aber ich glaube du bist nur noch aus Angst vor dem Alleinsein mit ihr zusammen. Weil du nicht weißt, was nach der Trennung kommt und ob du möglicherweise dann alleine bist.


    Das ist ihr gegenüber absolut nicht fair.


    Für mich klingt es alles nach Gewohnheit...

    Reiss Dich zusammen; führ Dir vor Augen, was Du an ihr hast, sag Dir immer wieder, wie wunderbar es ist, dass Du diese Frau gefunden hast, die Dich so selbstlos liebt.


    Wenn Du diese dauernde Unzufriedenheit ständig nach außen transportierst und ihr zu verstehen gibst, dass es ja viele Frauen gibt, die hübscher und begehrenswerter sind als sie, vertreibst Du sie aus eurer Beziehung. Welcher Partner hört schon gern, dass es ja so viele "da draußen" gibt, die attraktiver sind als sie. Ich hätte irgendwann die Schnauze voll von diesem Gemäkel und würde mich trennen.


    Ich sitze ebenfalls im Rollstuhl, habe auch kein Auto und meine gesundheitliche Situation hat sich in den letzten Jahren nicht gerade verbessert. Mit diesen "Päckchen" ist man auf dem Liebesmarkt nicht gerade erste Wahl. Seit gut zehn Jahren lebe ich jetzt ohne Partnerin. Ich bin damit relativ zufrieden, habe einen soliden Freundeskreis und nette Arbeitskollegen. Natürlich fehlt manchmal Nähe und Zuwendung, aber im Großen und Ganzen ist es ok.


    Wenn Du – wie ich – damit leben kannst, dann schaff klare Verhältnisse. Trenn Dich oder entscheide Dich für euch. Aber nicht dieses ständige hin und her.


    Und Therapie?! Wenn ich das höre, könnte ich kotzen. Für alles und jedes soll heute eine Therapie helfen?! Da nörgelt einer an seiner Beziehung rum und dann kommt ein Therapeut und spielt gute Fee und plötzlich liebt man seine Freundin wieder wie am ersten Tag? Das klingt bescheuert.


    Ich will den Nutzen einer Therapie ja gar nicht generell in Frage stellen, aber Du machst eine Therapie doch weil Du Deine Lebensumstände schlimm findest und nicht weil Deine Freundin Dir nicht mehr hübsch genug ist.


    Es ist glaub ich normal, dass man einen Menschen nach vielen Jahren nicht mehr so sehr begehrt, wie am ersten Tag. Dafür werden in einer langen Beziehung eben andere Dinge wichtiger. Gemeinsame Erlebnisse, Krisen undsoweiter.


    Ich frage mich bei Beiträgen ganz oft: Was ist denn so schlimm daran, dass man sich aneinander gewöhnt hat und vielleicht Phasenweise auch mal als selbstverständlich nimmt, dass der andere da ist. Solange das nicht zum Dauerzustand wird und man redet, ist doch alles in Ordnung.


    Hör also mit dem Genörgel auf, sonst sagt sie Dir irgendwann, wie viele hübsche Männer sie haben könnte.

    Oh man... gestern Abend haben wir geredet und ich habe gesagt das es von meiner Seite nicht mehr geht, die Gefühle einfach nicht mehr ausreichend sind und es nicht richtig wäre einfach so weiter zu machen... sie weinte hemmungslos, war wütend, stocksauer und weinte wieder... es tut so unendlich weh... ich schätze es einfach nicht genug oder bin zu oberflächlich... ich hasse mich selbst dafür, aber wenn man nun mal so fühlt? ich frage mich selbst immer wieder ob es nicht einfach so sein kann wie noch vor gar nicht langer Zeit, unbeschwert und glücklich... warum änderte sich das so schnell?? Sie kam gestern nochmal an und hatte diese Hoffnung im Blick... doch ich sagte wieder das es einfach unfair wäre so weiter zu machen... sie weinte wieder bitterlich... sie ging dann ins Wohnzimmer und verließ die Wohnung früh gegen 6 Uhr... keine Ahnung was sie gemacht hat oder wo sie ist... es tut so weh, ihr so weh zu tun... aber wie soll ich mich denn zusammenreißen oder mich zwingen sie aufrichtig zu lieben?? früher haben wir das auch immer wieder hinbekommen...nur jetzt...ich versteh es einfach nicht :°(

    Na ja aber immerhin deine Ehrlichkeit ist ein feiner Zug. Jetzt ist sie vielleicht traurig, aber irgendwann wird sie verstehen, dass es richtig war dieses Gespräch zu führen. Und irgendwann wird sie auch wieder glücklich, hoffentlich mit einem Partner, der nicht alle anderen begehrenswerter findet als sie.

    Somit hast du ihr jetzt die Chance gegeben, jemanden zu finden, der sie aufrichtig liebt, für den sie das größte ist.


    Dir wünsche ich auch alles gute!