• Warum gefällt sie mir nicht mehr so richtig, was soll ich tun?

    Hallo, ich schreibe hier weil ich einfach überhaupt nicht mehr weiter weiß und völlig fertig bin. Ich bin 28 und sitze wegen einer fortschreitenden Krankheit im Rollstuhl. Mit meiner Freundin (26) bin ich seit fast 7 Jahren (10/2007) zusammen. Ich war immer froh das ich eine wie sie gefunden bzw bekommen habe, denn das ist in meiner Situation nicht…
  • 142 Antworten

    Ich kopier mal den Text einer PN hier rein, steht eigentlich alles drin:


    Ich habe spinale Muskelatrophie. Und ja natürlich habe ich auch makel und bestimmt nicht wenige. Ich will ihr nicht so weh tun und es tut so weh sie leiden zu sehen. Sie ist gestern wieder zurück gekommen und hat immer noch diese Hoffnung das alles so wird wie früher. Doch es ändert sich einfach nichts bei mir. Dieses innere Gefühl ist einfach stärker und geht nicht weg wenn sie bei mir ist. Sie ist doch mein kleines Mädchen was ich alleine in die weite Welt lassen müsste. Das kann ich doch nicht machen. Sie sagte gestern auch das sie nicht weg will aus unserer Wohnung. Das sie ihren Job nur für mich gekündigt hat und ich dem neuen leben gar keine Chance gebe. Es ist einfach zum kotzen. Und nein sie ist nicht einfach so austauschbar. Ich werde doch immer an sie denken müssen. In was reite ich mich und sie da bloß rein? Wir können ohne den anderen gar nicht leben...

    Das komische ist auch als diese "Phase" anfing (vor 1 Monat) war ich mir sehr sicher das ich sie liebe. Und mit der Zeit ist das immer schlimmer geworden. Kann sich ein Mensch so verrückt machen und sich so reinsteigern?? Vor allem wegen den Schuldgefühlen/schlechtem Gewissen... das begreife ich nicht wieso sich das immer mehr steigert bei mir?

    Du scheinst mir sehr gefangen in Dir selbst und Deiner Gefühlswelt zu sein und sie dadurch gar nicht mehr richtig wahrzunehmen.


    Treffe eine konkrete Entscheidung – alles ist besser als diese Rumquälerei (v.a. für sie).


    Kommt denn wenigstens eine definierte Beziehungspause in Frage?

    Hallo,


    ich finde, Dankbarkeit oder Mitleid sind nicht unbedingt die besten Grundlagen für eine Liebesbeziehung.


    Du solltest ihr sicherlich dankbar sein. Aber die Dankbarkeit kann nicht dazu ausarten, mit ihre eine Liebesbeziehung einzugehen oder fortzuführen, wenn du sie nicht liebst.


    Umgekehrt, sollte sie nicht aus Mitleid mit dir, ihr Leben völlig nach dir ausrichten.


    Als unbeteiligter spricht sich das immer leichter aus als als beteiligter getan.


    *:)

    Hattest du vor ihr andere Freundinnen? Hast du dich davor richtig ausgetobt? Ich kenn so Aussagen von Bekannten, die auch sehr früh in eine lange Beziehung gestürzt sind. Früher oder später ging es bei denen los... Sie hatten das Gefühl, etwas verpasst zu haben... Das Austoben. Find ich immer sehr wichtig, dass man sich in sehr jungen Jahren nicht gleich für 5-20 Jahre an jemanden bindet (ja ich weiß, es gibt auch viele, da klappt das usw. Aber ich kenn halt andere Aussagen, dass einen das früher oder später einholt...)


    Mir tut deine Freundin echt leid. Und du weißt ja nicht einmal, ob die Frauen, die du aktuell anziehend findest, überhaupt etwas von dir wollen würden. Und nach ein paar Wochen werden auch diese langweilig sein. Der Reiz des Neuen wird auch irgendwann zur Gewohnheit.

    Zitat

    Hattest du vor ihr andere Freundinnen? Hast du dich davor richtig ausgetobt? Ich kenn so Aussagen von Bekannten, die auch sehr früh in eine lange Beziehung gestürzt sind. Früher oder später ging es bei denen los... Sie hatten das Gefühl, etwas verpasst zu haben... Das Austoben. Find ich immer sehr wichtig, dass man sich in sehr jungen Jahren nicht gleich für 5-20 Jahre an jemanden bindet (ja ich weiß, es gibt auch viele, da klappt das usw. Aber ich kenn halt andere Aussagen, dass einen das früher oder später einholt...)


    Mir tut deine Freundin echt leid. Und du weißt ja nicht einmal, ob die Frauen, die du aktuell anziehend findest, überhaupt etwas von dir wollen würden. Und nach ein paar Wochen werden auch diese langweilig sein. Der Reiz des Neuen wird auch irgendwann zur Gewohnheit.

    Nicht wirklich, eine kurze Beziehung von 3 Monaten, mehr nicht. Ich war 21 und sie 19 als wir zusammen gekommen sind.


    Diese Schuldgefühle sind am schlimmsten... ich will sie nicht verlieren, sie aus meinem Leben streichen... doch das innere Gefühl sagt was anderes... und am Ende stehe ich vor einem riesigen Scherbenhaufen und bereue alles zutiefst und frage mich dann "wie dumm konnte ich eigentlich sein?" Diese ganzen Erinnerungen an sie/uns...

    Wenn die Gefühle nicht mehr stimmen musst du deinen Stiefel durchziehen. Sie ist jetzt verzweifelt weil sie die Beziehung immer noch will und vorallem gewohnt ist das du deine Meinung wieder änderst.


    Sie macht das nicht bewusst und es ist nicht zu ihrem Besten, aber sie versucht mit Händen und Füßen dafür zu sorgen, dass ihr zusammen bleibt.


    Vermutlich wirds euch beiden erstmal dreckig gehen, bevor es steil bergauf geht.

    Du hast große Angst, die "falsche" Entscheidung zu treffen. Dass du die Trennung bereust. Dir fehlt der Mut. Ich denke da allerdings ganz pragmatisch: Wenn der Leidensdruck groß genug wird, dann wirst auch du handeln und eine Entscheidung treffen. Noch lebt ihr weiter in den Tag hinein, verdrängt Entscheidungen und seid umgeben von Unwissenheit – ein sehr ungutes Gefühl, aber wenn das zu heftig wird, dann wird einer von euch einen Schlussstrich ziehen. Dass alles so wird wie vorher, bezweifle ich. Ist der Mut bzw. der Leidensdruck da, so gibt es eine Trennung; wenn kein Mut da ist, geht vielleicht zuvor einer von euch fremd. Und da beziehe ich sogar deine liebevolle und immer treue Freundin mit ein, denn oft tun es die, bei denen man es nie geglaubt hätte. (Ich z.B. ...:() Je schneller eine Entscheidung kommt, desto besser. Nur wenn, dann endgültig und konsequent. Entscheidest du dich FÜR sie, dann musst du alles dafür tun, sie wieder lieben zu lernen. Viele sagen, das ginge nicht, aber ich habe mich in meiner jetzigen Beziehung (9 Jahre) im 4. Jahr bei meinem Freund "fast entliebt". Es ging wieder zur Liebe zurück. Indem ich eine klare Entscheidung FÜR ihn gefasst habe (aber nur auf drängen, ich war auch so wischi-waschi und wollte mich nicht zwischen ihm und der Affäre entscheiden) und wir uns Zeit zu zweit nahmen. Das enthielt übrigens tägliche teils stündige Diskussionen mitein, die nicht einfach waren und bei denen ich zeitweise dachte, ich kann nicht mehr. Aber nach ca. 6 Monaten Arbeit an der Beziehung (von beiden Seiten) ist es wieder schön x:) Aber mit Narben besetzt... Nur sind das bei euch ganz andere Verhältnisse, daher kann ich keine konkreten Tipps geben. Ich habe mich damals halb "entliebt", weil mein Freund sich damals komplett hat gehen lassen (danach ist er zum Friseur, hat neue Klamotten gekauft, Parfum usw.) und weil er sehr negativ gestimmt war aufgrund Unzufriedenheit im Leben, zudem haben wir zuviel aufeinander gesessen und keinen Freundeskreis gehabt, und nicht viel über Beziehungsprobleme geredet. Alles hat sich geändert und das hat unsere Beziehung auch nötig gehabt. Lange Rede, kurzer Sinn: Wieder verlieben ist möglich. Kostet aber viel Zeit und viel Willenskraft von beiden Seiten, und ob die Aktion erfolgreich sein wird, ist nicht gegeben... In deiner Situation würde ich wohl, auch wenn ich ähnlich mir gerne alles offen halte wie du, baldmöglichst sagen, was ich möchte. Denn du sagst, es tut weh, deiner Freundin alles zu sagen, aber das wird nicht besser, wenn du dir alles offen hältst. Der Schmerz in der Unwissenheit ist doch eigentlich größer als klare Ansagen :)-

    Stimmt, was Mimiko schreibt: Liebe kann auch eine Entscheidung sein; nur dann muss das herum Eiern komplett aufhören. Ihr müsstest BEIDE alles daransetzen, dass für Euch beide zusammen Zufriedenheit einkehrt, wenn schon nicht das große Glück (und wenn sie sich dafür und natürlich auch für sich selbst, da sie selber daran herum mäkelt, die Nase operieren lässt – ich meine, warum nicht, da sie ihr ja auch nicht gefällt?)


    Du müsstest die Dankbarkeit regelrecht trainieren und dann aber auch aufhören, sehnsuchtsvoll an andere zu denken; sonst kannst du es tausendmal wollen, es wird dann nichts mehr, und Ihr steht in einiger Zeit wieder da, wo Ihr jetzt seid.


    Wenn Du das nicht kannst, musst Du Schluss machen, ohne Rücksicht auf alles andere.

    Zitat

    wenn ich meine Freundin los bin, ich durchstarten kann und ich das unabhängige Leben leben kann

    Du machst dir was vor.


    Wenn du in der Lage wärst durchzustarten, hättest du es bereits getan.


    Sie ist nicht der Klotz, der dich hindert. Und eine andere Frau wird dir keine Flügel verleihen.


    Die Ursache für deine Unzufriedenheit liegt in dir. Eine Therapie wäre einen Versuch wert.

    Zitat

    hat jemand einen Tipp wie man Dankbarkeit wieder erlernen kann...

    "The Magic" von Rhonda Byrne ist ein Buch, wie man Dankbarkeit in sein Leben bringt.


    Ist zwar nichts wissenschaftliches, sondern esotherisches Blabla, aber vielleicht hilft es dir trotzdem.


    Hat zumindest viele gute Bewertungen, also scheint es einigen Leuten was gebracht zu haben.


    http://www.amazon.de/Magic-Rhonda-Byrne/dp/342665718X/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1402589835&sr=1-1&keywords=the+magic

    Ich weiß einfach nicht was ich tun soll... ich hatte gerade ein Gespräch mit einer Psychotherapeutin und auch die sagte nur das es meine Entscheidung ist, eben mein Leben. Wenn ich so fühle dann muss ich abwägen was stärker ist. Wirklich schlauer bin ich aber auch nicht als vorher...


    Gott ich hasse das alles... wenn ich nach meinem inneren Gefühl gehe und die ganzen körperlichen Dinge (Zittern, Herzrasen, Verdauungsbeschwerden etc) mit beachte ist die Entscheidung eigentlich relativ klar. Und ich komme auch von den Gedanken nicht weg (neues Leben etc). 100%ig überzeugt bin ich davon trotzdem nicht.


    Andererseits kann ich es mir einfach nicht vorstellen komplett ohne sie zu sein, hier in unserer Wohnung zu leben. Denn eigentlich ist sie gar nicht so "schlecht" wie ich sie oft sehe oder mache. Und ich weiß das sie mir fehlen wird, das ich immer zu an sie denken werde/muss. Selbst wenn ich jemand neues hätte, würde ich an sie denken und vergleichen. Jeden Tag würde ich wissen wollen was sie macht und wie es ihr geht. Ich wäre eifersüchtig & traurig wenn sie nach jemandem sucht bzw jemanden hätte.


    So wie es jetzt ist kann es aber auch nicht weiter gehen... das wissen wir beide... sie hofft und hofft auf das Happy End... und ich weiß nicht 100%ig was ich will bzw ob meine Entscheidungen richtig sind... dazu kommt noch das meine Familie mich auch immer mehr unter Druck setzt (reiß dich zusammen, wir erkennen dich nicht wieder, warum denkst du nur so, wir sind alle so enttäuscht von dir etc)... kann ich auch irgendwo verstehen. Nur ich weiß einfach nicht was wirklich tun soll... ich kann sie nicht so einfach gehen lassen, schließlich hängen wir beide aneinander... wir beide wissen nicht wie das alles weitergehen soll, sie noch weniger als ich... aber dieses innere Gefühl und die nicht wiederkommende Besserung bei mir (trotz ihrer ganzen Bemühungen etc) zerreißen mich wirklich immer mehr... und sie natürlich auch...


    Was ist das richtige? Wenn ich mich trenne, dann denk ich trotzdem andauernd an sie... und komme vielleicht nie darüber hinweg und sie vielleicht auch nicht... das ist alles so verquer %:|

    @ scarface86

    Wie würde Deiner Vermutung nach die Reaktion Deiner Freundin ausfallen, wenn sie diesen Faden lesen könnte und damit Deine Gefühls- und Gedankenwelt ziemlich ungefiltert und schonungslos erkennen könnte?