grad im Job geht das manchmal gar nicht anders man wird angeflirtet und muß vorsichtig distanziert zurückspielen .....aber es tut mir auch gut ;-D ....weiß aber daß es charmant und nicht ernsthaft gemeint ist ;-)


    Ansonsten weiß ich mich schon zurückzuziehen....somit vertrag ich da einiges bevor ich mich ernsthaft verl.......


    im ernstfall werde ich sehr, sehr ruhig und mein Gegenüber geht von desinterresse aus und zieht sich dann selber zurück ;-D schützt enorm....... :=o

    @ Isabell

    Zitat

    Du hast doch angefangen "Andersdenkende" mit zynischen Bemerkungen zu bewerfen, oder erinnere ich mich da nicht richtig?

    Lies nochmal nach und Du kannst Dich selbst widerlegen. Mir ist nachgesagt worden, nur mit der Hose zu denken.

    Wieso Dir?


    Du hast geschrieben "Gelegenheit macht Diebe"


    und darauf kam ein Beitrag:


    "Aber nur wenn sie in der Hose "denken""


    Dass diese Bemerkung jetzt nicht das Gelbe vom Ei ist – darüber kann man streiten, eben eine Antwort auf der selben Ebene. Zumal Keiner direkt angesprochen wurde.


    Aber doch noch was Anderes als: "Heb' Dich nur auf Deinen politisch korrekten Sockel. Auf oder an Denkmälern verrichtet so manches Tier seine Notdurft....."


    Im Übrigen spreche ich hier nicht für/anstatt Schnattergusche. Mir geht es einzig und alleine um diese Bemerkung von wegen dem "auf den politisch korrekten Sockel erheben".


    Das kommt mir allmählich aus den Ohren raus, so oft bekam auch ich das in den letzten Jahren schon zu hören, bzw. zu lesen. Überwiegend in Fäden, in denen es weitläufig um das hiesige Thema ging.


    Ich wollte Dich jetzt damit nicht angreifen, sagte ich auch bereits, dass es nur ein Aufhänger für allgemeinen "Ärger" über solche Diskussionskultur ist. Sorry, dass es Dich getroffen hat.

    der Satz:

    Zitat

    "Gelegenheit macht Diebe"

    ... ist nicht einmal ein ungedachter Satz.


    Gelegenheiten haben wir so oft im Leben.Wer sie nicht hat, dem ist die sexuelle Treue nicht schwer.


    Wer macht einen zum Dieb? Wer oder was macht einem zum Kriminellen. Ein Dieb ist ein Mensch, der kriminell ist.


    Hier, bei dem Wort "kriminell" sollte man anfangen.


    Und, nicht vergessen, sogar in der Untreue sind Menschen treu, denn sie haben fuer laengere Zeit nur einen ausserehelichen Partner, sonst wuerden sie sich mit einem One-Night-Stand begnuegen. Der One-Night-Stand wird aber von den meissten verziehen, die Treue zu einer Affaire nicht.


    (avoir à faire) zu tun haben. Daraus leitet sich doch dieses Wort. Will man nun einen "treuen" Partner oder nicht? Was besagt denn "Treue"? Isabell hat es eigentlich schon richtig geschrieben fuer meine Begriffe. Die Treue haelt man zu einen Menschen, indem man sich auf ihn verlassen kann, auch in der Not.


    Mir ist es nie passiert, aber ich lebe auch ein anderes Leben. Aber ein Mensch, der im Treueversprechen fremdgeht und nicht zu seiner "Affaire" auch steht, ist fuer mich ein sehr untreuer Mensch.Ein Mensch, der zur Affaire meint: war mir nicht wichtig, ist fuer mich ein untreuer Mensch.


    Alle Achtung hat fuer mich der Mensch, der seinen Ehepartner immer beisteht auch wenn er eine Affaire hat und auch dieser beisteht.Denn, man hat in der Ehe und in der Affaire mit dem Menschen etwas zu tun.Wie man mit dem Menschen umgeht, nur darauf wuerde es mir ankommen.

    eichoernchen


    Ich verstehe was Du meinst, finde die Gedankengänge interessant – dennoch stimme ich Dir da nicht zu.


    Der Vergleich mit einem ONS und einer Affäre hinkt z.B. was die Treue zu dem Fremdgehpartner angeht. Einem ONS-Partner muß man in keiner Hinsicht treu, geschweige denn Loyal gegenüber sein, deshalb ist er ja nur ein ONS. Weil in 90 % der Fälle ONS-Partner noch nicht mal irgendeine Art der Beziehung haben. Da liegen keine Abmachungen (oder gar Versprechen) vor – das ist der reine pure Sex. WIE sollte Jemand da Treue zeigen?

    Zitat

    Alle Achtung hat fuer mich der Mensch, der seinen Ehepartner immer beisteht auch wenn er eine Affaire hat und auch dieser beisteht.

    "Beistehen" ist für mich nicht gleichbedeutend mit "Treue/Loyalität".


    Beistehen kann ich einem Menschen auch dann, wenn er mir nicht viel bedeutet, es eben die Situation verlangt. Ebenso kann ich einem Menschen beistehen, der mir nicht besonders Nahe steht.


    Klar sollte sein, dass wir hier von einer heimlichen Affäre reden. Und da ist es mir wurschtegal ob mein Partner mir sonstwie beisteht – er belügt mich zwangsläufig. Er kriecht zu mir ins Bett, hat vielleicht noch Sex mit mir, teilt seine Nähe mit mir, bzw. lässt es zu, dass ich diese als einzigartig annehme, um am nächsten Tag mit einer Anderen diesselbe oder ähnliche Nähe zu teilen (es geht mir hierbei nicht nur um das körperliche, auch oder vor allem um das Emotionale). Mir ist es ehrlich gesagt ebenso wurschtegal, wie sehr er vielleicht unter diesem Zwiespalt leidet...ER hat die Situation alleine herbeigeführt – ich wurde in sie reingerissen sogar ohne es zu wissen. Und genau das ist der Knackpunkt: Ich weiß von nichts. Ich habe also dementsprechend keine Chance selbst zu entscheiden wie ich mit der Situation umgehen soll. Ich habe keine Chance überhaupt irgendwie zu reagieren. Zur Treue gehört für mich unbedingt dazu, dass mein Partner auch hier an mich glaubt (mir vertraut!) und mir sagt, wenn da etwas im Anmarsch ist.


    Den Mut zu haben, mir gegenüber auch unangenehme Dinge auszusprechen, mich zu konfrontieren, auch zu kritisieren – DAS ist für mich Treue.


    Warum tut es denn so weh, wenn man erfährt dass der Partner einen über Monate hinweg betrügt? Wo rasen die Gedanken wohl als Erstes hin wenn man es erfährt? Logisch, man resümiert die Zeit in der die Affäre schon bestand. Wie war das noch, das eine WE, als wir so einen Spass hatten? DA gab es schon den/die Andere! Der Sex den wir in all' der Zeit auch noch hatten – der so schön war.....ALLES aber alles ist nur Lüge gewesen, am nächsten Tag war er/sie schon bei der/dem Anderen und hat mir ihr/ihm gelacht, geschmust, war zärtlich, erregt......während ich auf meinen Partner Heiligabend gewartet habe, weil er angeblich noch hier und dort war – dann nach Hause kam und sagte "endlich wieder zu Hause, dann können wir ja jetzt langsam feiern"....dabei war er davor bei ihm/ihr. Und an dem Abend, als wir auf der Feier bei X waren, da war er/sie auch da, vielleicht haben sie sogar heimliche Blicke, Worte, Zärtlichkeiten ausgetauscht während ich auf der selben Feier war.....


    Nicht falsch verstehen: Ich habe so etwas noch nie erlebt – aber ich habe eine gute Vorstellungskraft. Und ich wüßte ganz genau, dass es mich treffen würde wie nichts Anderes es könnte.


    Und genau deshalb tue ich selbst es auch nicht. Könnte es nicht. Ich müsste ständig an meinen Partner denken, das ginge gar nicht anders. Ich kann und werde es niemals wirklich verstehen können. Und ich WAR schon in der Situation, dass ich mich anderweitig verliebt hatte – also bitte keine Anmerkungen von wegen: Komm Du mal in die Situation ;-). Ich konnte nicht handeln indem ich in eine Affäre kam.


    Also: Treue ist für mich nicht unbedingt körperlich, vielmehr emotional. Und wenn mir ein Mensch etwas verheimlicht, was mich sehr viel angeht, was mich sogar betrifft – dann kann er noch 100 anderen Frauen neben mir "treu sein wollen" – Achtung ist das erste was er verliert.

    isabell

    Ich bin ganz bei Dir. Es ist die Heimlichkeit die weh tun kann.


    Aber, wo ich die Heimlichkeit wieder verstehen kann, ist die Angst. Warum haben die Menschen Angst vor dem Menschen, der ihnen am naechsten steht?


    Mir stellt sich die Frage nicht. Aber wer Aufrichtigkeit verlangt, der sollte auch die Angst nehmen koennen. Und leider ist dies sehr rar bestueckelt.


    Es wird ja auch bewertet. Der Mensch ist ein "Dieb".Die Angst nehmen. Fuer mich persoenlich das wichtigste in einer Beziehung.


    Nichts ist mir fremd am Menschsein. Haette mein Partner Angst mir sein Menschsein vermitteln zu koennen, dann wuerde ich mich in Frage stellen, aber niemals meinen Partner.

    Zitat

    Aber, wo ich die Heimlichkeit wieder verstehen kann, ist die Angst. Warum haben die Menschen Angst vor dem Menschen, der ihnen am naechsten steht?

    Genau das ist es ja. Das wäre das erste was ich hinterfragen würde.

    Zitat

    Haette mein Partner Angst mir sein Menschsein vermitteln zu koennen, dann wuerde ich mich in Frage stellen, aber niemals meinen Partner.

    Hmmm... warum nicht Deinen Partner? Warum muß es unbedingt an Dir liegen wenn er sich nicht ehrlich äußern kann? Mir sind schon viele Menschen begegnet die es einfach nicht konnten.


    Das ist ja auch ok, Niemand ist gezwungen sein Innerstes nach Außen zu kehren. Aber zumindest kann man sagen, DASS da was ist.

    Hierzu nochwas:

    Zitat

    Aber, wo ich die Heimlichkeit wieder verstehen kann, ist die Angst. Warum haben die Menschen Angst vor dem Menschen, der ihnen am naechsten steht?

    Bei Einigen glaube ich aber noch nicht mal, dass es Angst ist. Ganz krass ausgedrückt ist es ...Bequemlichkeit. So nach dem Motto "Was sie/er nicht weiß, macht sie/ihn nicht heiß" oder "Warum stundenlange Auseinandersetzungen, wenn ich doch einfach eine Affäre haben kann und gut ist? Um das ungelegte Ei, was passiert wenn sie/er es rausbekommt, mache ich mir dann Gedanken".


    Ich meine, hier im Faden sind ja auch schon genug Schreiber aufgetaucht, die genau das signalisiert haben.

    Zitat

    Hmmm... warum nicht Deinen Partner? Warum muß es unbedingt an Dir liegen wenn er sich nicht ehrlich äußern kann?

    Weil ich in einer Partnerschaft auch etwas vermittele. Haette mein Partner Angst vor einer moeglichen Reaktion bei einer Vermittelung von ihm, dann habe ich persoenlich diese Angst in ihm ausgeloest.


    Vor mir musste noch keiner Angst haben.Nur deshalb glaube ich auch, das meine Expartner zu meinen besten und vertrautesten Freunden heute zu mir gehoeren und ich die vertrauteste Person fuer sie bin.


    Mir fehlt, in allen Beispielen in Med1 was Beziehungen betrifft, das Menschliche. Es ist oft, als wuerde man eine Beziehung eingehen mit Menschen von einem anderen Planeten. Es ist aber nur "der Mensch".


    Hat man einen Irrtum begangen, ist es eben nur der Irrtum fuer einen selbst. Der andere findet in jemanden anderen, das, was er sucht.


    Ich vergleiche Beziehungen wie Eltern und Kinder. Ein Kind ist nicht, wie man so gern moechte. Verflucht man nun sein Kind? Nein! Man liebt es, trotz seiner Eigenart.


    Mir fehlt es wirklich im lesen am menschlichen, was die Beziehung zwischen Mann und Frau ausmacht.

    eichoernchen

    Zitat

    Weil ich in einer Partnerschaft auch etwas vermittele. Haette mein Partner Angst vor einer moeglichen Reaktion bei einer Vermittelung von ihm, dann habe ich persoenlich diese Angst in ihm ausgeloest.

    Das sehe ich völlig anders.


    Selbst wenn ich ein sehr emphatischer Mensch bin, mit dem man reden kann, der den Grundsatz hat "Leben und leben lassen", der niemals die Gefühle eines Anderen angreifen würde – eben das vermittle was auch Du tust, so gibt es genug Menschen, die dennoch nicht sagen können was sie beschäftigt. Du redest doch selbst von "Mensch sein lassen" – nun, nicht jeder Mensch hat gelernt auch seine Gefühle nach außen tragen zu dürfen, bzw. zu können.


    Zudem gibt es Menschen (oder grade diese Menschen die das nicht können), denen es Angst macht ein Gegenüber zu haben welches es kann. Welches direkt, gradlinig, verständnisvoll und emphatisch ist. Welches auch dann fair bleiben kann, wenn es selbst betroffen ist. Dann macht aber nicht das Gegenüber die Angst. Diese Menschen kennen es einfach nicht anders, als dass sie selbst ihre Gefühle meinen unterdrücken zu müssen, verstecken zu müssen – sie kein Recht darauf haben. Da kann der Partner nichts dafür.


    Ich weiß, dass ich ein Mensch bin mit dem man über alles reden kann. Auch wenn es Dinge sind, die mir wehtun. Und ich vermittle das auch. Wenn mein Partner dies nicht kann – dann liegt es nicht an mir.

    Zitat

    Vor mir musste noch keiner Angst haben.

    Das heißt aber nicht, dass es nicht trotzdem Leute haben. Weil sie damit nicht umgehen können wie Du bist. Du darfst nicht davon ausgehen, dass Jeder so denkt wie Du.

    Zitat

    Mir fehlt, in allen Beispielen in Med1 was Beziehungen betrifft, das Menschliche. Es ist oft, als wuerde man eine Beziehung eingehen mit Menschen von einem anderen Planeten. Es ist aber nur "der Mensch".

    Da ist was dran.

    Zitat

    Ich vergleiche Beziehungen wie Eltern und Kinder. Ein Kind ist nicht, wie man so gern moechte. Verflucht man nun sein Kind? Nein! Man liebt es, trotz seiner Eigenart.

    Nun kann man Eltern-Kind-Beziehungen aber nicht mit Liebes-Beziehungen vergleichen, weil sie auf einer ganz anderen Ebene stehen.

    Zitat

    Mir fehlt es wirklich im lesen am menschlichen, was die Beziehung zwischen Mann und Frau ausmacht.

    Ich weiß was Du meinst und bei manchen Fäden/Kernthemen geht es mir auch so. Das ist aber nicht nur im Forum so.


    Nochmal zu Dir: Für mich klingt es so, als wenn Du an Dir selbst zweifeln würdest, wenn ein Mensch/Partner zu Dir sagt: "Ich hatte Angst es Dir zu sagen" – beziehst Du das dann wirklich auf Dich?

    Zitat

    Nochmal zu Dir: Für mich klingt es so, als wenn Du an Dir selbst zweifeln würdest, wenn ein Mensch/Partner zu Dir sagt: "Ich hatte Angst es Dir zu sagen" – beziehst Du das dann wirklich auf Dich?

    Ja isabell, es wuerde mich verzweifeln. Es ist, zum Glueck nie passiert in meinem Leben, einen Partner zu haben, der Angst vor einer Reaktion von mir gehabt haette. Da haette ich mich voll angeprangert. Ein Partner soll sein wie er ist mit mir, er soll sagen koennen, was los ist. Es waere fuer mich das grauenvollste in einer Partnerschaft, wenn mein Partner Angst haette, was er mir sagen kann oder nicht.


    Wenn es so waere, da brauche ich keine Partnerschaft.Fuer wen waere sie gut? Weder fuer mich noch fuer meinen Partner.

    Zitat

    eben das vermittle was auch Du tust, so gibt es genug Menschen, die dennoch nicht sagen können was sie beschäftigt.

    Da hast Du vollkommen recht, Isabell.Ein Mensch muss mir nicht alles sagen.Er ist nicht einmal verpflichtet dazu. Aber, dieser Mensch sollte nicht das Gefuehl haben, es aus Angst mir nicht sagen zu koennen.Hat er die Angst trotzdem, obwohl ich ihm dieses Angstgefuehl genommen habe, dann waere er nicht der Partner fuer mich. Dann ist er ("vorbestraft" ;-D ). Und dies waere sein Problem. Mit mir nicht zu machen, geschweige eine Beziehung zu fuehren.

    Zitat

    Nun kann man Eltern-Kind-Beziehungen aber nicht mit Liebes-Beziehungen vergleichen, weil sie auf einer ganz anderen Ebene stehen.

    Natuerlich. Der Unterschied ist die erotische Liebe die darin die groesste Rolle spielt und es auf die andere Ebene schiebt.


    Es ist und bleibt aber "ein Mensch".