Warum geht Leidenschaft verloren trotz Liebe?

    Das ist vielleicht eine naive Frage, aber ich verstehe es nicht. Wenn doch alles so gut läuft, man mit dem Partner sein Leben teilen will- wieso vergeht die Leidenschaft mit diesem Partner, ist aber generell da (meint: Lust ist nicht durch generellen Libidoverlust weg)? Wieso hat man nicht nur auch Lust auf andere (was m.E. normal ist), sondern fast ausschließlich nur noch Lust auf etwas anderes, neues?


    Wem geht es so? Wie geht ihr damit um?


    Da fällt mir ein, das Ulrich Clement ein Buch mit dem Titel "Leidenschaft trotz Liebe" (oder so ähnlich) geschrieben hat. Hat´s wer gelesen?


    Viele Grüße

  • 5 Antworten
    Zitat

    Wieso hat man nicht nur auch Lust auf andere (was m.E. normal ist), sondern fast ausschließlich nur noch Lust auf etwas anderes, neues?

    Ist das bei dir so?


    Bei mir ist dieser Effekt auch nach 28 Jahren noch nicht eingetreten. Im Gegenteil, ich hatte bis heute noch keinerlei Lust auf einen anderen, aber sehr viel Lust immer noch auf den selbenx:).

    hey, nur all zu schnell vernachlässigen paare ihre beziehung und meinen es ist alles selbstverständlich. man muss an der leidenschaft arbeiten. als frau sich auch einmal für die liebe vorbereiten, ein feines bad duftendes öl und entsprechende stimmung verbreiten. es liegt viel der hand der frau wie sich alles entwickelt. der alltag darf nicht grau und abstossend werden. maske im gesicht, lockenwickler im haar usw. auch der mann sollt etwas diesbezüglich tun und den ersten kuss ohne mundgeruch am morgen geben. sich gegenseitig kleine nettigkeiten bieten oder ein liebes wort kann so einiges bewirken. auch bei einer meinungsverschiedenheit keine beleidiungen. worte brennen sich im hirn ein und vergessen ist äussert schwer. es sind nicht die grossen dinge die eine beziehung brechen, die vielen vielen kleinen dinge die langsam aber stettig zu einem grossen werden ist der feind einer beziehung. :)_;-D

    @ ternchen

    Irgendwann kommt der Altag und es wird Gewohnheit.


    Darum greifen manche Leute dann mal zu einem anderen Mann oder Frau und vergnügen sich mit diesem anderen Menschen. Das frischt alles wieder auf und der Sex macht dann mit dem Partner wieder mehr Spass.

    Lian-Jill

    Zitat

    Bei mir ist dieser Effekt auch nach 28 Jahren noch nicht eingetreten. Im Gegenteil, ich hatte bis heute noch keinerlei Lust auf einen anderen, aber sehr viel Lust immer noch auf den selben

    Das finde ich sehr schön:-) Ich glaub auch, dass einige Menschen dieses Erlebnis haben können. Bei vielen anderen ist es leider der Fall, den ich geschildert habe. Und ich finde diesen ziemlich schwierig, eben weil man sich ja so sehr liebt. Da fehlt es weder an Liebe noch an genereller sexueller Lust, sondern eben einfach an Lust auf den Partner:-| Was soll man dann machen? Da gibt es kaum Auswege. Entweder man akzeptiert es und wird zunehmends frustrierter weil man a.) sexuell nicht so befriedigt ist, wie man das gern hätte und b.) dem Partner auch irgendwie wehtut, eben weil da nicht mehr so die Lust ist trotz Liebe und Zuneigung. Oder aber man hat Affären, was aber auch nicht der beste Weg ist, wenn man nicht der Typ dafür ist. Komplizierte Sache...


    vogue Ich glaube, dass es auch bei den Pärchen ist, die sich immer noch Mühe geben. Die sich schön machen für den anderen, sich Mühe geben, kleine Liebes-Botschaften schreiben usw. Außerdem finde ich, dass ein gewisses Maß an "Sich-gehen-lassen" durchaus für die Beziehung spricht. Wenn ich nicht bei meinem Partner alle Facetten von mir zeigen kann, bei wem dann? Auch Alltag kann sehr schön sein und gehört irgendwann auch dazu. Es kommt eben nur darauf an, ob man damit etwas negatives, "alltägliches", selbstverständliches verbindet oder ob man eben den sich generell einschleichenden Alltag (den man auch als Single und unter Freunden und generell immer hat) gemeinsam verbringen und erleben möchte und das als etwas Positives auffasst.