Deswegen sollte Online Dating eigentlich kein besonders aussagekräftiger Faktor bei der Partnersuche sein. Leider ist es jedoch mittlerweile bei vielen Menschen die Hauptform der Partnersuche geworden und darin sehe ich zumindest eines der Hauptprobleme vieler Themen, welche hier von enttäuschten Männern und Frauen regelmäßig gestartet werden. Man kennt nichts anderes mehr und gerade wenn man in ländlichen Regionen lebt, ist die Onlinesuche halt auch sehr bequem und praktisch. Fällt man allerdings aus irgendeinen Grund durch das Raster, ist die Frustration natürlich riesig.

    rr2017

    Zitat

    Was hier aber absolut fehlt, ist ein reflektierter, konstruktiver Umgang damit.

    Dem kann ich nur zustimmen.


    Nur meine ich damit wahrscheinlich die andere Fraktion als die die Du meinst .... :=o ;-)

    Zitat

    das "lustige" ist ja, dass es letztlich genauso ist, wie Paule sagt - bei der Spezies Mensch wählt das Weibchen. Keine allzu neue und spektakuläre Erkenntnis und in der Wissenschaft auch absolut unumstritten.

    Eben.

    Zitat

    Nur ist das weder die Folge von kosmischer Ungerechtigkeit noch von Männerüberschuss, sondern einfach eine logische Folge der biologischen Rollenverteilung.

    Korrekt. Der Männerüberschuss und die gesellschaftliche Normen verschärfen das Problem lediglich, beziehungsweise lassen es weiterhin bestehen.

    Zitat

    Was hier aber absolut fehlt, ist ein reflektierter, konstruktiver Umgang damit.

    Ja, aber das hat man in solchen Fäden leider immer. Aber zumindest ich bin ja da ;-)

    Zitat

    Was das mit gesellschaftlichen Normen zu tun haben soll ist mir allerdings schleierhaft.

    Es gibt keinen Grund warum der Mann heute noch den ersten Schritt machen sollte. Mir ist ein instinktives Verhalten diesbezüglich nicht bekannt. Aber die Gesellschaft hält eben daran fest.

    Zitat

    Ob es einen Männerüberschuss gibt.. keine Ahnung.

    Kannst du nachschauen :)z

    Hm, so wie ich das bisher immer mitbekommen hab macht eigentlich niemand "den ersten Schritt". Man läuft sich übern Weg (in der Schule, Uni, Ausbildung, Job, Fitnesscenter, Internet, Verkehrsunfall..), kommt ins Gespräch und dann stellt sich ja heraus, ob Sympathie da ist und man sich näher kennnenlernen wird, oder nicht.


    Wäre auch ansonsten mein Tipp. Keine verkrampften Schritte machen, sondern einfach aufgeschlossen unter Leute gehen.. es kommt wies kommt.

    Selbst wenn die Verteilung der Geschlechter 48% Männer und 52 % Frauen wären würden wohl viele immer noch mit Männerüberschuss argumentieren, weil es eben Männer jeder Altergruppe gibt, die zumindest offen für Frauen zwischen 20 und 30 sind, selbst wenn sie sie nicht gezielt suchen und da "man selbst" auch dort sucht reichen die qualitiativ gewünschten Frauen da nie aus. Das war früher aber auch nicht anders, das Verhalten wurde nur gesellschaftlich mehr sanktioniert als heute.


    Genauso wie Frauen über 35 alleinerziehend mit Kind unter einen Männermangel leiden könnten, weil selbst bei einem Männerüberschuss von 20 % ihre Attraktivität durch ihre Lebensumstände für nicht wenige drastisch sinkt (nicht fürs Bett, aber für eine Beziehung), das der "Pool" aus dem geschöpft werden kann genauso klein aussieht wie der der 20 - 30 jährigen Frauen das für Männer tut. Das bedeutet ja trotzdem nicht, dass dann keine Beziehungen mehr zustande kommen. Gerade im Alltag gehts dann wohl am ehesten und da unterscheiden sich wohl die Männer, die über Männerüberschuss klagen von den Frauen, die keinen Partner finden häufig dadurch, dass letztere speziell auch wenn sie Kinder haben in der Freizeit häufig unter Leute gehen müssen, die nicht Arbeitsplatz sind ( Events für die Kinder, Elterntreffen, Nachbarschaftshilfen, Familienhilfen) während die Männer das häufig vermeiden und dann am Internet kleben um sich die Partnerin per Click auszusuchen. Das bedeutet nicht, dass speziell diese Frauen dann nicht auch Profile auf Dating Seiten haben, aber gerade alleinerziehende mit Kindern haben zwangsläufig noch ein - egal wie kleines - Sozialleben dass gestaltet werden muss, aber auch Chancen auf reale Begegnungen bergen kann.


    Insofern ist das hier:

    Zitat

    Keine verkrampften Schritte machen, sondern einfach aufgeschlossen unter Leute gehen..

    egal was man sonst noch macht nicht nur eine "zusätzliche Option", die man oder frau vielleicht auch mal in Betracht ziehen sollte, sondern ein zentrales Verhalten - das A und O - gerade für die, die nicht durch überdurchschnittliche Attraktivitätsmerkmale sondern eher durch - im Internet- klassische "Aussortierkriterien" auffallen.

    Zitat

    Man kann sich aber auch auswählen in welchem Thread man schreibt.

    :-D You made my day!

    Das ist eine tolle Liste und viele wahre Gründe, warum es wohl oft nicht passt mit einer Partnerschaft.


    Ich würde sie noch ergänzen mit den Punkten:


    - dass es wohl ab Mitte 40 etwas ruhiger wird um eine Frau und


    - dass viele Frauen und Männer oft auch zu hohe Erwartungen an einen Partner oder eine Partnerschaft haben und einem Ideal hinterherrennen, das sich kaum erfüllen lässt.


    Ich selber hab in meinem Leben nur äußerst selten einen Mann angesprochen, sondern lass mich immer entdecken und wähle dann aus. Diese Rolle liegt mir mehr als es aktiv anzugehen. Für mich ist die äußere Erscheinung eines Mannes auch zweitrangig, da ich sehr flexibel bin und es auch schon immer war. Eigentlich habe ich keine Sorge, dass sich das irgendwann ändern wird, selbst wenn ich noch grauer und faltiger werde und auch, wenn die Auswahl immer kleiner wird. Trotzdem finde ich es sehr schwierig, einen passenden Partner zu finden und hoffe, dass meine bald erwachsenen Kinder und ihre Altersgenossen hier einen guten Weg finden für ihre zukünftigen Partnerschaften.

    Wie siehst Du es denn mit dem "es macht überhaupt niemand den ersten Schritt, sondern man lernt sich halt einfach so kennen"? Im Büro am Fotokopierer oder so?


    Meistens läufts doch so.. oder? Die wenigsten gehen zur bisher unbekannten Schönheit, die irgendwo dumm rumsteht, und machen einen formellen Ausgeh-Antrag!?

    Sich vorab auch Mal offen für einen kleinen Flirt zu zeigen, ist beim Kennenlernen schon ein hilfreicher "Icebreaker".


    Oder wenigstens Mal Blickkontakt zu haben.


    Auch hin und wieder einen passenden Ort aufzusuchen...klar Teeküche, Kopierer, Raucherecke, Parkplatz, Schwimmbad etc.


    Im Restaurants finde ich Buffets ideal. In einer Gruppe, in Teams, im Verein, auf Reisen, in Seminaren oder Kuren, mit einer Freundin zusammen...es gibt so viele Möglichkeiten, wo oder wie man es forcieren kann.


    Im anderen Fall -also wenn man jemanden partout nicht kennenlernen will- muss man ja auch kreativ sein oder strategisch vorgehen, wenn man das verhindern möchte. Aber manchmal erlebt man auch da eine positive Überraschung, dass sich eine anfängliche Antipathie verliert und in Sympathie umkehrt.


    Soviel Mal zum "dumm rumstehen". ;-)




    Wie seht ihr eigentlich den Aspekt "Stimme"?