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    Ich kenne viele Frauen, teils real, teils aus dem Internet, die seit vielen Jahren single sind, gerne jemanden hätten, aber immer wieder nur verarscht oder als sexobjekt angesehen werden. Niemand scheint sich wirklich für sie zu interessieren. Sie bleiben jahrelang frustriert einsam. Woran liegt das nur?

    Ich kenne keine einzige Frau, die Single ist und frustriert über diesen Zustand, aber durchaus das Gegenteil, also glücklich darüber, dass der letzte Mann endlich aus ihrem Leben verschwunden ist und sie nun endlich ihr Leben genießen kann. Ganz speziell habe ich das an der Generation meiner Mutter und an ihr selbst beobachtet. Freiwillig hätten sie nie wieder einen Mann auch nur angeschaut. Töchter aus solchen Beziehungen ziehen daraus oft eine Lehre, andere tappen in dieselbe Falle.


    Ansonsten kenne ich in der Hauptsache noch der Typ, der Single ist, sicher die Offenheit für eine Beziehung mit dem richtigen Partner hat, aber nicht um jeden Preis. Der ist ohne Partner zufrieden und glücklich. Also der eine Typ Frau, der während der Ehe festgestellt hat, dass alles besser ist, als eine schlechte Ehe und aufgehört hat, sich über einen Partner als vollwertige Person zu identifizieren und der andere Typ Frau, die sich nie über eine Beziehung Mann identifiziert hat und nie abhängig war, weil sie keinen Mann, Beruf, etc. dafür brauchte.


    Den frustrierten Typ gab es in meiner Teenagerzeit, als sich das Selbstbewusstsein noch nicht gefestigt hatte und es halt sein musste, sagen zu können, dass man einen Freund hat, weil das ja bedeutete, dass man hübsch war, attraktiv war, etc. Gebiledt spielte in diesem Alter nicht oft eine Rolle. Miderwertigkeitskomplexe führen zu Abhängigkeiten und nur, wenn sich das entsprechende pendant an Mann einfindet, der sich halt auch darüber identifiziert, dass er eine Partnerin besitzt, Kinder besitzt, einen bestimmten Status besitzt, finden sich diese beiden Typen zusammen und sind oft auch in der Beziehung weiterhin frustriert. Da zeigt es sich dann auch, inwieweit Frustration etwas mit dem Beziehungsstatus zu tun hat. Insofern ist die Fragestellung, genau wie auch der andere Faden immer nur ein kleiner Auszug dessen, wie es laufen kann und klar, ein minimaler Prozent an Frauen und Männern ist frustriert, wenn sie Singles sind. Mit dem Aussehen, Bildung, Charakter sehe ich es nicht unbedingt im Zusammenhang, weil sich immer auch eine Person finden, die hässlicher, ungebildeterer oder charakterschweinischer ist und eine glückliche Partnerschaft hat.

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    Es gibt keinen Grund warum der Mann heute noch den ersten Schritt machen sollte. Mir ist ein instinktives Verhalten diesbezüglich nicht bekannt. Aber die Gesellschaft hält eben daran fest.

    Witzig, ich hätte es so verstanden, dass angeblich immer die Frau den ersten Schritt macht. Meine Erfahrung ist das nicht, denn durchaus habe ich schon erlebt, dass der Mann den ersten Schritt gemacht hat.

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    Wie siehst Du es denn mit dem "es macht überhaupt niemand den ersten Schritt, sondern man lernt sich halt einfach so kennen"? Im Büro am Fotokopierer oder so?

    Wenn keiner einen Schritt und vor allem auf jemanden bestimmten zu machen würde, gäbe es kein Kennenlernen. Dort muss also auch einer oder beide aufeinander zugehen.

    Ein Aspekt der usprünglichen Frage fand bisher zu wenig Beachtung:

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    aber immer wieder nur verarscht oder als sexobjekt angesehen werden.

    Das muss nicht immer so geplant sein, sondern kann sich auch enfach so entwickelt haben. Folgendes ist jetzt alles andere als repräsentativ, aber es kommt vor. Hatte ich in den letzten 2 Jahren 3 mal.


    Ich komme mit einer Frau zusammen, bin auch echt ein bisschen verliebt, und möchte aus der Sache eine feste Beziehung machen. Und schon nach kurzer Zeit fängt sie an, mich nach besten Kräften zu vergraulen. Dann überlege ich es mir natürlich anders. Wenn sie charakterlich nicht für eine Beziehung taugt, bleibt es halt bei der kurzen Bettgeschichte. Ich kämpfe nicht um eine Person, bevor sich die Beziehung gefestigt hat und ohne dass ich Anhaltspunkte dafür habe, dass sie es wirklich wert ist.


    Das soll keine Unterstelleung an rr2017 sein, könnte ja auch ein paar der vielen Frauen betreffen, die sie kennt.

    Ich kann die vorangegangenen Listen :-) vielleicht noch um etwas ergänzen:


    Sie haben einfach keinen Bock zum Suchen mehr und schon gar nicht zum Baggern, weil dem Mann erfahrungsgemäß das sch...egal ist, was er "sowieso haben" kann. Worüber sie sich denkt, prima, fuck off ]:D ]:D Du bist sowas von ahnungslos, was du verpasst, und mindestens genauso wurscht ist es mir.


    Danke, hat Spaß gemacht, das aufzuschreiben ]:D .


    Schönen Gruß

    @ Kleio

    naja, wenn man sich in bestimmten Situationen zwangsläufig so begegnet, dass Kommunikationsvermeidung fast unmöglich ist, also z.B. dauernd im Büro am Drucker/Kopierer gemeinsam auf irgendwas wartet, oder monatelang im Supermarkt immer an derselben Kasse zahlt.. oder in Siutationen ist, wo man gezwungenermaßen kommunizieren muss (Kollegen, Kunden, Dienstleister..), dann passiert "es" ja schon, ohne dass irgendwer "den ersten Schritt" macht, oder?


    Oder könnte man "den ersten Schritt" dann definieren als "Überschreiten einer Grenze"? Einbringen von Gesprächsinhalten, die nicht nur rein sachlich-beruflich-wasauchimmer sind, sondern einfach "hallo" oder "wie gehts" sagen und dem damit eine zwischenmenschliche Note geben? Wobei, auch solche "Schritte" passieren ja irgendwann quasi von selber


    (hab grad Soko Stuttgart an und denk an den Rico Sander, der es sicherlich schaffen würde, auch sowas zuverlässig zu vermeiden.. ;-) ).

    Ich vermute, es liegt auch manchmal an der Altersgruppe in der man sich befindet und der man sucht. Spätestens ab mitte 30 wird's für eine Frau echt haarig. Habe die Erfahrung selber gemacht.... die meisten Männer in dem Alter sind bereits in festen Beziehungen und das was in der Altersklasse Ende 30 bis Mitte 40 an Männern auf dem Markt ist, will entweder keine feste Beziehung, sondern nur Sex, weil gerade aus langjähriger Beziehung kommend oder ist untauglich für eine Beziehung (warum auch immer). Die, die eine Beziehung wollen, haben natürlich dieselben Ansprüche an eine Frau, wie eine Frau Ansprüche an einen Mann hat. Sei es hinsichtlich Optik, Charakter, Beruf, Einkommen, Bildung, Wohnort. Die Liste kann man beliebig weiterführen. Ich mache es mir nicht so einfach und sage, wenn eine Frau wenig Chancen hat dann liegt es nur am Aussehen (Figur, große Nase, störrische Haare, whatever) oder an ihren Rahmenbedingungen (Kinder, kein Job etc) weil ich das Gefühl habe das gerade solche Frauen weniger oft Single sind als "bessere Frauen". Ich denke einfach, dass das leider Pech ist, wenn Frau keinen passenden Partner findet. Und manchmal sind es wirklich die massiv überzogenen Ansprüche. Ich kenne eine Frau, die ist das Paradebeispiel dafür. Was der Kerl nicht alles haben und sein muss. Die ist auch schon seit 7 Jahren Single. Und wird es wohl auch bleiben.


    und dann noch das alte Lied: der, den ich will, will mich nicht und den, der mich will, will ich nicht.

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    Und manchmal sind es wirklich die massiv überzogenen Ansprüche. Ich kenne eine Frau, die ist das Paradebeispiel dafür. Was der Kerl nicht alles haben und sein muss. Die ist auch schon seit 7 Jahren Single. Und wird es wohl auch bleiben.


    und dann noch das alte Lied: der, den ich will, will mich nicht und den, der mich will, will ich nicht.

    das sind auch die einzigen fälle, die ich im freundes- und bekanntenkreis finde.


    zum einen frauen, die nur und ausschließlich den optischen zwilling von von diesel möchten, obgleich sie vielleicht dann noch nicht mehr die opik von anfang zwanzig habe. zum anderen frauen, die schon nach dem ersten monat die gemeinsame zukunft und die zugehörigen kinder einplanen, so dass die herren der schöpfung flinke füße machen. naja und dann die, die nie einen fuß mehr als nötig vor die tür setzen und unzufrieden sind, dass mr. right nicht spontan in ihrem wohnzimmer auftaucht.


    "grundloses" singlesein kenne ich in meinem umfeld bei beiden geschlechtern nicht - auch nicht in der gruppe 30+.

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    Ich kenne viele Frauen, teils real, teils aus dem Internet, die seit vielen Jahren single sind, gerne jemanden hätten, aber immer wieder nur verarscht oder als sexobjekt angesehen werden.

    und ich dachte, es sind nur die Männer, die suchen, die Frauen brauchen nur mit den Fingern zu schnippen......

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    und dann noch das alte Lied: der, den ich will, will mich nicht und den, der mich will, will ich nicht.

    Das kenne ich ja auch, war bei mir auch so mal, kennen tue ich es aber bei Männern und Frauen.

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    Frauen brauchen nur mit den Fingern schnippen, um IRGENDWEN zu bekommen, ja.. aber der ist dann in der Regel nicht so, wie man ihn gerne hätte.

    Also mal ein Vorteil gegenüber Männern, da hilft das Fingerschnipsen nicht, denke ich ;-)

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    Also mal ein Vorteil gegenüber Männern, da hilft das Fingerschnipsen nicht, denke ich

    doch, klappt auch.. mann schnippt mit den Fingern und es kommt keine Frau, die man gar nicht haben wollen würde.

    Vielleicht sollten alle ungewollten single männer dhl postbote werden...


    Dann klappt das mit dem an der tür klingeln und die frauen die erwarten der mann steht plötzlich da, wären auch bedient.


    (Ich hoffe man hört die ironie?)