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    Ist es denn wirklich so? Das bezweifle ich doch stark.

    Das Problem ist, dass jemand, der keine Beziehungserfahrung hat eventuell noch nicht weiss, dass er Ansprüche hat. Das bemerkt er dann wenn er eine Beziehung eingeht.


    Männer die schon Beziehungen hatten haben Ansprüche an die Partnerin - nicht unbedingt and die reine Sexpartnerin, aber an die Beziehungspartnerin.


    Wenn jemand beziehungslos ist weil es an Empathie mangelt, aus welchen Gründen auch immer, wird derjenige unbewusst davon ausgehen, dass die die das gleiche Geschlecht haben ähnlich empfinden wie er oder sie, einfach weil die Empathie nicht ausgeprägt wurde und es deshalb am Vorstellungsvermögen fehlt, wie andere empfinden können. Solche Menschen "lernen" dann quasi Fakten - es gibt Männer, die auf Männer stehn oder Frauen, die auf Frauen stehn, aber sie können das nicht nachfühlen. Sie müssen das glauben. Naturgemäss können die Gefühle von anderen nicht differenzieren, was noch nicht zwangsläufig etwas darüber aussagt ob sie das bei den eigenen können.


    Damit stehen diese Menschen natürlich ständig im Konflikt mit Teilen ihrer Umwelt - einfach weil ihr Empfindungsspektrum für ihr Umfeld kleiner ist als beim Durchschnitt was zu missverständnissen und misinterpretationen z.b. von Körpersprache führt. Trotzdem müssen sie mit dem "Chaos" um sich herum, was sie aus eigenem empfinden nicht verstehen können, ja irgendwie umgehen. Das führt dann dazu dass sie sich auf Zahlen verlassen. Beispielsweise: "Statistik sagt: Es gibt Homosexuelle - fühlt sich für mich falsch an, - es kanns nicht geben, aber es wurde gezählt - ok dann gibts das wohl. Die sind anders als ich - aktzeptier ich intellektuell. "


    Das ist jetzt übertrieben dargestellt, aber es gibt Menschen, die können "sozial" nicht anders als so lernen. Das führt zwangsläufig zu Missverständnissen mit der Masse und zu einem unterschiedlich stark verzerrten Realitätsbild, weil eben stark vereinfacht werden muss.


    Paul argumentiert nach diesem Schema und scheint eine ältere Version zu dem im Film gezeigten Advanced zu sein. Auch wenn hier gleich wieder gemeint wurde: es liegt am Aussehn - so zeigt der Film doch recht deutlich dass es eigentlich an sozialer Unsicherheit liegt. Das ist auch nachvollziehbar. Wenn jemand sich nicht einfühlen kann - egal warum - fällt es ihm oder ihr schwerer auf andere Menschen einzugehen, entstandene Kommuniakationssiuationen zu entschärfen und einzuschätzen wie er auf andere wirkt. Immer vom schlimmsten auszugehen kann dann eine Möglichkeit sein damit umzugehen.


    Insofern hat enigmatic1606 recht:

    Zitat

    Warum sollte die Erfahrung von all den "lebenserfahrenen Menschen" wichtiger oder korrekter sein als seine eigene ?

    Das ist sie selbstverständlich nicht und weil das so ist fixiert sich ein so Betroffener häufig selbst in seiner Position. Das gewährt oberflächlich betrachtet eine gewisse Stabilität führt mittel- oder langfristig meist in Depression.

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    Aber nehmen wir z.B. mal die Altergruppe zwischen 20 und 35. Wieviel mehr Männer als Frauen gibt es in dieser Altersgruppe? 1%? Oder 2%?

    hier z.B. ein 2010/1970 Vergleich


    Das interessante ist, dass obwohl die Zahlen sich nicht wesentlich geändert haben das jetzt ein Problem sein soll 1970 aber noch nicht war. Fällt also als tatsächlicher Grund flach. Die Gründe liegen in den sozialen Entwicklungen seit dem letzten Jahrhundert. Das ist (s.o.) für manch einen aber zu komplex also wird es auf etwas zählbares heruntergebrochen.


    Diese Arten der quanitativen Vereinfachen führen in ganz vielen Bereichen der Gesellschaft zu qualitativen Einbrüchen, weil die qualitative Entwicklung zugunsten der quantitaiven vernachlässigt wird. Nicht nur im Sozialbereich, aber auch dort. Extrem ist es natürlich wenn jemand keine andere Möglichkeit hat als das auch noch in seinem Privatleben bei seinen persönlichen Entscheidungen anzuwenden. Das betrifft allerdings wirklich nur einen Bruchteil der Menschen für die das natürlich tragisch ist.

    @ Paul

    du glaubst also allen Ernstes, dass der in dem Film gezeigte Advanced keine Freundin findet (ich nutze bewusst nicht die Terminologie Frau abbekommt aufgrund des Männerüberschusses? ":/

    Zitat

    ein gewisses Gewicht nicht unterschreiten

    dieses Kriterium mogelst Du immer wieder rein. Ich habe noch nie eine Gewichtsangabe bei den Beschreibungen des Wunschspartners gelesen. Wirklich noch nie.


    Und nehmen wir jetzt mal an, dass tatsächlich Männer mit einem BMI von wasauchimmer mehr Erfolg bei Frauen haben, köööönnte es vielleicht damit zutun haben, dass nicht selten ein gewisser BMI mit einer gewissen Lebensführung korreliert? Es gibt ja auch den Teil der Männer, die von Natur aus eher schmal und fettfrei sind, aber eben kein hinterm Rechner hockendes, dünnärmiges Puddingteilchen und überhaupt keine Schwierigkeiten haben, mit Frauen zu interagieren - trotz des niedrigen BMIs.


    Verkürzt: nicht ein höherer BMI macht attraktiver sondern attraktive Männer haben öfter einen höheren BMI. Da Du von Dir selbst meinst, das Thema "Statistik und die Interpretation von solchen" total drauf zu haben, müsste Dir das doch einleuchten.

    @ DieZauberfee

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    Du meinst attraktive Männer sind total anspruchslos bei der Wahl ihrer (Sex-)partnerinnen und nehmen sozusagen jede?


    Frauen dagegen wollen nur einen Adonis und alles was darunter liegt wird kathegorisch ausgeschlossen?

    https://youtu.be/E577jhf25t4?list=PLd9_g7lAICxtlGbxh4_z8ik178o8CDPnv


    Sehr interessant ;-)

    Zitat

    Verkürzt: nicht ein höherer BMI macht attraktiver sondern attraktive Männer haben öfter einen höheren BMI. Da Du von Dir selbst meinst, das Thema "Statistik und die Interpretation von solchen" total drauf zu haben, müsste Dir das doch einleuchten.

    Und warum muss es Option B sein und nicht Option A ? Wie lässt sich denn in dieser Sache eindeutig festlegen was Wirkung und was Ursache ist ?

    Zitat

    du glaubst also allen Ernstes, dass der in dem Film gezeigte Advanced keine Freundin findet (ich nutze bewusst nicht die Terminologie Frau abbekommt aufgrund des Männerüberschusses? ":/

    Diese Aussage kann man schlichtweg nicht treffen. Denn theoretisch kann jeder Mann eine Freundin finden. Es geht aber darum, dass eine durchaus einfach zu identifizierende Gruppe von Männern meist leer ausgeht und eben nie eine finden wird.


    Ob der Herr advanced dazu gehört kann ich nicht beurteilen. Dazu fehlen zu viele Informationen.

    Zitat

    dieses Kriterium mogelst Du immer wieder rein. Ich habe noch nie eine Gewichtsangabe bei den Beschreibungen des Wunschspartners gelesen. Wirklich noch nie.

    Und deine Schlussfolgerung daraus ist, dass das Gewicht egal ist?


    Man muss etwas nicht niederschreiben. Man muss es nichteinmal aussprechen, oder sich gar dessen bewusst sein.

    Zitat

    Und nehmen wir jetzt mal an, dass tatsächlich Männer mit einem BMI von wasauchimmer mehr Erfolg bei Frauen haben, köööönnte es vielleicht damit zutun haben, dass nicht selten ein gewisser BMI mit einer gewissen Lebensführung korreliert? Es gibt ja auch den Teil der Männer, die von Natur aus eher schmal und fettfrei sind, aber eben kein hinterm Rechner hockendes, dünnärmiges Puddingteilchen und überhaupt keine Schwierigkeiten haben, mit Frauen zu interagieren - trotz des niedrigen BMIs.


    Verkürzt: nicht ein höherer BMI macht attraktiver sondern attraktive Männer haben öfter einen höheren BMI. Da Du von Dir selbst meinst, das Thema "Statistik und die Interpretation von solchen" total drauf zu haben, müsste Dir das doch einleuchten.

    Du wirfst mir vor ein komplexes Thema zu stark zu simplifizieren und tust im Gegenzug dann dasselbe.


    Ich spreche hier viel über das reine Aussehen. Genau das lässt sich durchaus ohne Beeinflussung durch andere Parameter in einigen Bereichen messen. Dazu gehört ebenfalls das Gewicht. Ganz abseits von der Lebensführung.


    Ein zu geringes Körpergewicht ist ein Nachteil. Aber nicht alleine Grund für Beziehungslosigkeit. Deswegen schreibe ich auch immer wieder, dass Nachteile auszugleichen sind.


    Wer das tun kann, der wird auch die Möglichkeit haben Partnerschaften einzugehen.

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    Das mag sein, aber können andersrum Frauen gut damit umgehen, dass der Mann ihr unterlegen ist? ;-)

    Es ging (mir) in meiner Argumentation darum, denn angeblich ach so simplen Männergeschmack zu relativieren. Das braucht eigentlich nicht wieder ein "aber"-Gegenargument... Ist doch meine Rede, dass es meist von beiden Seiten passt oder nicht passt, wenn man es nüchtern betrachtet.


    Ich persönlich bin ja für Augenhöhe - ich mag mich mit meinem Partner auf Augenhöhe unterhalten und es gefällt mir, wenn man gegenseitig etwas voneinander lernen kann. Bei starkem Ungleichgewicht (egal in welche Richtung) fühlt man sich auf Dauer nicht verstanden und es besteht die Gefahr eines "Machtgefälles" in der Beziehung - steh ich nicht so drauf.

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    Es geht aber darum, dass eine durchaus einfach zu identifizierende Gruppe von Männern meist leer ausgeht und eben nie eine finden wird.

    Jepp, es gibt mit Sicherheit die Gruppe an Männern, die gänzlich unattraktiv (in jedem denkbaren Sinne) sind. Ich weiß halt nur nicht, wie man daraus schlussfolgern kann, dass das an den Frauen (oder ihren Ansprüchen) liegt oder gar an einem "Männerüberschuss". Diese Männer hätten auch nur bedingt Chance auf eine Frau, wenn sie mit drei Frauen allein auf einer Insel wären.


    Deswegen finde ich es so absurd, die Ansprüche der Frauen als Begründung heranzuziehen oder den Männerüberschuss. Ich würde sogar soweit gehen, dass es unter Männern eine viel größere Gruppe (nennen wir sie mal ganz hart und deutlich) "Ausschuss" gibt, als bei den Frauen. Dadurch fällt für jeden halbwegs passablen Mann eine ganze Menge Konkurrenz weg für eine deutlich größere Zielgruppe an halbwegs passablen Frauen (Extremausschäge, Devianz etc. bei Frauen deutlich seltener, insgesamt das "gemässigtere" Geschlecht), deren Ansprüche auch nichtmal so groß sind.

    Zitat

    Und deine Schlussfolgerung daraus ist, dass das Gewicht egal ist?

    Nein, es ist womöglich (wahrscheinlich?) nur eine Begleiterscheinung von anderen, eventuell relevanten Kriterien, dem Gewicht selbst kommt damit keine Bedeutung zu (zumindest nicht in dem von Dir dargestellten Sinne eines Mindest-BMIs). Bloß weil ich öfter Eis esse, wenn ich luftige Kleidung trage, gibt es keinen kausalen Zusammenhang zwischen dem Tragen von luftiger Kleidung und Eisessen.

    Zitat

    Jepp, es gibt mit Sicherheit die Gruppe an Männern, die gänzlich unattraktiv (in jedem denkbaren Sinne) sind. Ich weiß halt nur nicht, wie man daraus schlussfolgern kann, dass das an den Frauen (oder ihren Ansprüchen) liegt oder gar an einem "Männerüberschuss". Diese Männer hätten auch nur bedingt Chance auf eine Frau, wenn sie mit drei Frauen allein auf einer Insel wären.


    Deswegen finde ich es so absurd, die Ansprüche der Frauen als Begründung heranzuziehen oder den Männerüberschuss. Ich würde sogar soweit gehen, dass es unter Männern eine viel größere Gruppe (nennen wir sie mal ganz hart und deutlich) "Ausschuss" gibt, als bei den Frauen. Dadurch fällt für jeden halbwegs passablen Mann eine ganze Menge Konkurrenz weg für eine deutlich größere Zielgruppe an halbwegs passablen Frauen (Extremausschäge, Devianz etc. bei Frauen deutlich seltener, insgesamt das "gemässigtere" Geschlecht), deren Ansprüche auch nichtmal so groß sind.

    Ich würde das es nicht so ausdrücken, dass da der Männerüberschuss alleine die Schuld daran trägt, dass der "Ausschuss" unter den Männern keine Frau abbekommt. Da spielt halt einfach alles zusammen und verstärkt sich gegenseitig negativ. Nur weil es regnet, wird man noch lange nicht nass. Nur weil man sich draußen aufhält auch nicht. Und man muss auch nicht immer einen Regenschirm dabei haben, um nicht nass zu werden. Aber wer bei Regen draußen ohne Regenschirm rumläuft, wird halt nass.

    @ vanPelt

    Zitat

    Ich würde sogar soweit gehen, dass es unter Männern eine viel größere Gruppe (nennen wir sie mal ganz hart und deutlich) "Ausschuss" gibt,

    Kannst Du solche Männer mal für mich beschreiben... bitte.

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    Jepp, es gibt mit Sicherheit die Gruppe an Männern, die gänzlich unattraktiv (in jedem denkbaren Sinne) sind. Ich weiß halt nur nicht, wie man daraus schlussfolgern kann, dass das an den Frauen (oder ihren Ansprüchen) liegt oder gar an einem "Männerüberschuss". Diese Männer hätten auch nur bedingt Chance auf eine Frau, wenn sie mit drei Frauen allein auf einer Insel wären.


    Deswegen finde ich es so absurd, die Ansprüche der Frauen als Begründung heranzuziehen oder den Männerüberschuss. Ich würde sogar soweit gehen, dass es unter Männern eine viel größere Gruppe (nennen wir sie mal ganz hart und deutlich) "Ausschuss" gibt, als bei den Frauen. Dadurch fällt für jeden halbwegs passablen Mann eine ganze Menge Konkurrenz weg für eine deutlich größere Zielgruppe an halbwegs passablen Frauen (Extremausschäge, Devianz etc. bei Frauen deutlich seltener, insgesamt das "gemässigtere" Geschlecht), deren Ansprüche auch nichtmal so groß sind.

    Weil sich das, was heutzutage als "halbwegs passabel" gilt im Westen ziemlich stark in eine bestimmte Richtung entwickelt hat. Dieser Ausschuss hat beispielsweise im Osten noch heute gute Chancen. Denn der Mensch ist durchaus gewillt eine Partnerschaft mit qualitativ weniger guten Menschen einzugehen, sofern keine Alternative besteht.

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    Nein, es ist womöglich (wahrscheinlich?) nur eine Begleiterscheinung von anderen, eventuell relevanten Kriterien, dem Gewicht selbst kommt damit keine Bedeutung zu (zumindest nicht in dem von Dir dargestellten Sinne eines Mindest-BMIs). Bloß weil ich öfter Eis esse, wenn ich luftige Kleidung trage, gibt es keinen kausalen Zusammenhang zwischen dem Tragen von luftiger Kleidung und Eisessen.

    Korrelation und Kausalität sind mir durchaus bekannt. Da das Gewicht aber, wie schon gesagt, losgelöst von anderen Kriterien positiv wie auch negativ bewertet wird und es rein instinktiv eine große Rolle spielt, bin ich von seiner Bedeutung überzeugt.

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    Kannst Du solche Männer mal für mich beschreiben... bitte.

    Im Grunde hat jede Frau eine eigene Gruppe Ausschuss.


    Aber ein Beispiel:


    Wer nur zuhause sitzt und nicht rausgeht und online dating aber auch doof findet....dem wird die perfekte Frau vielleicht nur auf dem Bildschirm erscheinend.


    Wer mit 45 noch bei Mama wohnt hat vermutlich sehr viel größere Chancen zum Ausschuss zu gehören.

    Nehmen wir mal an es wäre so simpel. Dann gäbe es schon bald keinen Ausschuss mehr, denn all das ist leicht zu ändern. Aber ein Auschuss muss vorhanden sein. Also werden andere höhere Kriterien angelegt...und so weiter.

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    Spielt das eine Rolle ? Selbst wenn es nur 0,1% sind sind zwangsweise 0,1% der Männer in der Hinsicht gearscht.

    Naja, wenn man mal hypothetisch davon ausgehen würde, dass ausnahmslos alle Frauen gleichzeitig vergeben und mit jeweils einem Mann zusammen wären, dann würden statistisch ein paar Singlemänner übrig bleiben, die eben deshalb Single wären, weil schlicht keine Singlefrauen mehr da wären.


    Aber in der Realität ist dem natürlich nicht so. Millionen Frauen sind zwar vergeben, aber Millionen sind auch Single. Von daher kann "Frauenmangel" kein Grund dafür sein, warum ein Mann Single ist.


    Es mag ja viele Gründe geben, warum ein Mann Single ist. Aber das Argument:"Es sind halt alle Frauen bereits vergeben" ist echt das dümmste, was ich je gehört habe.