Ich denke jeder, jede Frau und jeder Mann kann einen Partner abbekommen, Statistiken hin, Statistiken her. Bei dem Thema Männerüberschuss und zu wenig Frauen für zu viele Männer wird immer gerne vergessen, dass Partnerschaften (heutzutage viel mehr als früher) nicht automatisch eine Dauereinrichtung sein muss. Eine Frau, die sich bindet bleibt das nicht zwangsläufig.


    Das anzustrebende Ziel sollte also sein, ich bin besser als der Durchschnitt. Ich suche nicht unbedingt eine Partnerschaft, wäre aber toll, wenn sich was ergeben sollte. Ich komme prima alleine zu recht, fühle mich sogar wohl dabei. Ich mag mich, bin stolz auf mich, weil ich nicht nur niedergeschlagen zuhause hocke und Tränen vergieße, weil die Welt so ungerecht ist. Ich habe Spaß am Leben, mache viel, auch gerne alleine. Wenn jemand kommt - toll! Wenn nicht - auch ok. :)z


    Ich bin Lebensbejahend und nicht quengelig. Ich möchte mich auch mit niemandem unterhalten, der allzu negativ ist, das turnt mich ab. Ich lache gerne und erzähle gerne von dem, was ich alles als Single erlebt habe. Ich möchte bei einem Date nicht antworten müssen: "Ahja... ich bin halt alleine. Was soll ich das schon groß erleben/unternehmen? Wenn ich einen Partner habe, DANN wird alles anders!"


    Mitunter ist es ein schwieriger, langer Weg dorthin, aber er lohnt sich. Es lohnt sich immer, an sich zu arbeiten! Das gilt ebenso für Leute, die in Beziehung sind. Nicht still stehen und warten!

    Wenn man lange single ist, hat man auch eine verzerrte Sich von dem Glück einer Partnerschaft, glaube ich. Ist ja nun nicht so dass das das Paradies auf Erden ist.. es hat schöne Seiten, aber einige ist auch blöder.


    Fragt sich allerdings, was überhaupt das Problem ist - WIRKLICH das alleine-sein, oder der empfundene makel des ungeküsst-seins, das geknickte Ego?


    Meiner Erfahrung und Meinung nach wird man in einer Partnerschaft nur glücklich(er), wenn man es auch vorher, als single, schon war. Sonst werden die Unzufriedenheiten nur auf andere Bereiche verlagert und es kommt zu Streß und Spannungen.


    Ich hab mal (in einer Krisenphase) gesagt, eigentlich sollte man nur Beziehungen eingehen, wenn man auch ohne glücklich ist. Ich denke auch, so ist es im Grunde genommen.


    Und wer mit sich im reinen ist und gut klarkommt, muss eigentlich nur unter Leute gehen, dann bahnt sich schon automatisch was an..


    Sprich, man sollte a) mit sich selber gut klarkommen, b) die Dinge gelassen sein.


    Ansonsten macht jammern und "schuldige suchen" natürlich extrem unsexy, was wohl bei den Leuten, die immer und immer wieder diese Fäden starten, auch die Hauptursache sein düfte.


    Besser wärs da schon, die Frauen in der Tat alle gemeinsam für blöd zu erklären, mit dem Fazit, auch gar keine mehr haben zu wollen und alleine glücklich zu werden. Dann wirds sicherlich eher klappen.

    Ich stimme Dir zu, rr2017 :)z


    Das allerdings:

    Zitat

    Besser wärs da schon, die Frauen in der Tat alle gemeinsam für blöd zu erklären, mit dem Fazit, auch gar keine mehr haben zu wollen und alleine glücklich zu werden. Dann wirds sicherlich eher klappen.

    .. sehe ich etwas anders.


    Gut zugegeben, Frauen sind schon alle etwas blöder als Männer, das ist so und nicht zu bestreiten! ]:D 8-) Aber trotzdem sind sie irgendwo liebenswert und die "Richtige" zu finden fühlt sich supergut an. Da kann man auch über gewisse Unzulänglichkeiten hinwegsehen. :)z

    Das war auch nicht so gemeint dass sie blöd sind sondern so, dass es eventuell hilfreich sein mag, sie zu sehen (wenn man schon ein Feindbild sucht).


    Letztlich sind Männer und Frauen unterschiedlich und beide auf ihre Art sowohl toll als auch blöd.. unterm Strich neutral.

    Ich bin schon länger in Singlebörsen unterwegs und schaue mir auch gerne mal Profile weiblicher User an und eins steht fest (draussen ist es nicht viel anders), Frauen sind extrem wählerisch, da werden knallharte Profiltexte verfasst, wie der Herr denn zu sein hat und meistens wollen sie alle das gleiche. Die Frauen schreiben auch von ihrer Unabhängigkeit, der Alltag wäre hart genug und daher brauchen sie einen quasi Bachelor, der ihnen das Leben versüsst, mit Wochenendtrips und Konzerten, diversen Veranstaltungen usw usw. also quasi der Traummann schlecht hin, der immer Zeit hat und alle ihre Hobbys und Freizeitaktivitäten mit ihr teilt. Da sie selber sportlich und schlank ist, muss er zwangsweise auch so sein usw usw.


    Und wenn du Altlasten hast, kannst du gleich einpacken. So sehen die Texte aus.


    Für Frauen wird es auch schwierig, da sich heutzutage viele studierte und eigenständige Damen in der Republik befinden und eine Frau sich meistens nach oben orientiert (Ausnahme vielleicht, wenn er extremst gut aussieht auch mal nach unten, dann muss er aber auch beim Sex ein Wahnsinns Typ sein und was bieten). Diese Frauen haben einen hohen Anspruch und es ist ja kein Gerücht, es gibt mittlerweile mehr Frauen die studieren, als Männer. Das führt zu einem Ungleichgewicht in der gesamten Gesellschaft. Und die Männer die gut aussehen sind extrem begehrt, von allen Frauen! Da Männer sich eher nach unten orientieren was den Status an geht bei Frauen bzw. das ihnen ziemlich egal ist, wenn sie denn sehr gut aussieht. Also können diese 10% Männer mehrere Frauen haben, aus allen Schichten. Das funktioniert halt umgekehrt nicht. Darum dieses Dilemma.

    Zitat

    Ich lese oft von einem großen Maß an Frustration, die es einen unmöglich macht solche Dinge auszuprobieren. Viele (nicht alle) schieben es zumindest zeitweise auf die allg. Gemeinheit von Frauen und die Emanzipation, die sie nur zu ihrem Vorteil genutzt haben. Irgendwann muss man sich von sowas lösen, sich selber reflektieren und andere Wege gehen.

    Die Wahrheit wird irgendwo in der Mitte liegen. Tatsächlich liest man in solchen Themen nie von den Fadenerstellern über die "Gemeinheit" von Frauen. Ein negatives Frauenbild wird meist von Frauen selbst in die Diskussion gebracht, weil sie glauben eines zu erkennen (und das aus ganz neutralen Aussagen).


    Es ist nicht immer so einfach alles mit "Er ist halt selbst Schuld" zu erklären. Das eigene Verhalten garantiert keine Partnerschaft. "Schuld" sind weder Frauen, noch Männer. Schuld haben höchstens Schicksal und Natur in solchen Fällen.

    Eigentlich wenn man so will: Wenn Ehen arrangiert werden, dann hat das viele Vorteile. Ist nicht meine Meinung, aber es hat Vorteile für die Gesellschaft und sogar für einen selbst. Bei uns herrscht die Vorstellung der Romantik in der Liebe, was in manchen anderen Ländern bis heute nicht so ist. Wir haben Hausgemachte Schwierigkeiten, da wir an eine verklärte, Märchenwelt glauben, die es ja auch gibt, aber eben nur SEHR selten. Man trifft vielleicht wie schon beschrieben wurde 1-2 mal im Leben auf einen Partner und eine Beziehung. Ausgenommen mal diverse Versuche, wo es nicht passte, nur einer verliebt war usw usw. das sind keine Erfolge.

    Zitat

    Wir haben Hausgemachte Schwierigkeiten, da wir an eine verklärte, Märchenwelt glauben, die es ja auch gibt, aber eben nur SEHR selten.

    Da stimme ich übrigens auch ganz abseits von arrangierten Ehen etc zu:


    Das Bild der Liebe, das jungen Menschen in unserer Gesellschaft vermittelt wird ist irrsinnig.


    Und ich behaupte, dass die männlichen Dauersingles diejenigen sind, die zu lange an dieses Bild geglaubt und zu spät realisiert haben, dass es eigentlich ganz anders läuft.


    Somit warten diese jungen Männern einfach zu lange darauf mit ihren "inneren Werten" zu überzeugen und verlassen sich darauf, dass das irgendwann schon funktionieren wird, anstatt (wie ihre Altersgenossen) sich klare Vorteile zu schaffen und Schwächen zu kompensieren, um das Interesse der Frauen wecken zu können.

    @ Elinalove

    Zitat

    Irgendwer bleibt übrig, klar, aber die Zahl der wirklich "Übriggebliebenden" ist nicht annähernd so hoch wie hier von dauerhaft partnerlosen Männern suggeriert wird. En großer Teil von denen hat eben nicht alles versucht, um eine Partnerin zu finden.

    Sollen sie die Partnerin einem anderen Mann klauen?


    Und woher willst Du wissen, dass die Zahl der Übriggebliebenen nicht hoch ist? Laut Daten des Statistischen Bundesamts gab es 2013 in der Altersgruppe 18 bis 35 in Deutschland ca. 8,4 Mio. Männer und 8,0 Mio. Frauen (Datenquelle: Destatis, Männerüberhang: 5 %). [...]

    Zitat

    oder eine zu nehmen, die schon drei Kinder hat.

    Selber schuld, wenn man sich scheiden lässt. Frau hätte sich das früher überlegen sollen. Alleinerziehende Frauen und deren Kinder sind nicht das Problem von Singlemännern. Hätten diese Frauen eben jenen Männern eine Chance gegeben, als sie noch nicht alleinerziehende Mütter waren? Eben ;-)

    Zitat

    Gut zugegeben, Frauen sind schon alle etwas blöder als Männer, das ist so und nicht zu bestreiten! ]:D 8-)

    Benetton, das nennt man ein Paradoxon. Du hast quasi mit deiner eigenen Aussage das Gegenteil dessen bewiesen, was Du als Behauptung aufgestellt hast. Ein Faden mit echtem Unterhaltungswert.

    Zitat

    Ich denke jeder, jede Frau und jeder Mann kann einen Partner abbekommen, Statistiken hin, Statistiken her. Bei dem Thema Männerüberschuss und zu wenig Frauen für zu viele Männer wird immer gerne vergessen, dass Partnerschaften (heutzutage viel mehr als früher) nicht automatisch eine Dauereinrichtung sein muss. Eine Frau, die sich bindet bleibt das nicht zwangsläufig.

    Selbst wenn die Partner wechseln und dann halt mal andere "dran" sind (wobei da natürlich fraglich ist, ob dann wirklich mal die anderen dran sind oder ob es eher so ist dass die Leute nur untereinander wechseln und davor wie danach die ewig gleichen außen vor sind) bleiben doch am Schluss wieder welche über ":/ Wenn ein zahlenmäßiges Ungleichgewicht herrscht, herrscht ein Ungleichgewicht.

    Zitat

    Somit warten diese jungen Männern einfach zu lange darauf mit ihren "inneren Werten" zu überzeugen und verlassen sich darauf, dass das irgendwann schon funktionieren wird, anstatt (wie ihre Altersgenossen) sich klare Vorteile zu schaffen und Schwächen zu kompensieren, um das Interesse der Frauen wecken zu können.

    Wenn man mal bedenkt was diese Schwächen üblicherweise sind bleiben ja letzten Endes oft nur die inneren Werte und die stimmen da ja oft genug auch nicht. Was wären also deiner Meinung nach Vorteile und Kompensationen für diese Schwächen, die es anzustreben gilt ?

    Zitat

    Wenn man mal bedenkt was diese Schwächen üblicherweise sind bleiben ja letzten Endes oft nur die inneren Werte und die stimmen da ja oft genug auch nicht. Was wären also deiner Meinung nach Vorteile und Kompensationen für diese Schwächen, die es anzustreben gilt ?

    Zunächsteinmal: Die Inneren Werte müssen nicht "stimmen". Der Satz "Schönheit liegt im Auge des Betrachters." trifft auf die sogenannten inneren Werte weitaus mehr zu als auf die optische Attraktivität. Es gibt sicherlich Charaktereigenschaften, die die Partnersuche erschweren. Aber alleine verantwortlich für die Partnerlosigkeit sind die kaum. Die inneren Werte spielen bei der Qualität und Dauer einer Beziehung eine Rolle. Vorher nicht.


    Bevor nun wieder alle rotieren: Natürlich wünscht man sich keinen Lügner und kein Arschloch und Fremdgeher als Partner. Und doch sind solche Menschen ständig in Beziehungen.


    Zum Thema Kompensation: Der dürre, blasse Junge sollte zusehen, dass er einen verdammt guten Job bekommt. Ganz einfach. Möglicherweise zeitgleich viel für seine Gesundheit tun, um sich dem Durchschnittsmann körperlich zumindest anzunähern. Er sollte hoffentlich vorhandene Talente besonders ausbauen.


    Das Privileg sich irgendwo treiben zu lassen haben diese jungen Männer nicht. (und hier bitte nicht die Aussage wieder hin bis ins Extreme deuten. Völlige Planlosigkeit ist natürlich für jeden Menschen schädlich).


    Das erkennen aber viele dieser Männer viel zu spät und stehen dann da ohne beeindruckende Talente, keinen besonders tollen Job und fragen sich warum die Frauen denn nicht auf sie fliegen.


    Und ich bin mir sicher: Das ist letztlich auch Hauptgrund für die massive Frustration, die bei diesen Männer mitschwingt (als Folge, nicht als Ursache). Die Konfrontation mit der Realität und die verpasste Chance. Und diesbezüglich sehe ich auch eine gewisse Verbindung zu denjenigen Männern, die mit einer alleinerziehenden Mutter aufgewachsen sind: Dort wird ihnen der Wert des Kämpfens vermutlich nicht vermittelt. Eine Strategie, die Frauen in der Form nicht anwenden müssen und somit auch selten weitergeben.