Habe ich mir auch schon gedacht und wollte einen ähnlichen Beitrag schreiben wie du im andren Faden.


    Du bist mir zuvor gekommen.


    Ich finde nichts unattraktiver an Mann oder Frau (sogar in Freundschaft), als dieses ewige "Die Welt ist unfair und böse und deswegen ist das so". Egal ob es um Beziehung oder Arbeit geht.


    Ich bin ein verdammt ehrlicher Mensch, und wie es hier anscheinend Freunden gesagt wurde "Du bist doch eigentlich so lieb und nett, es können sich alle Single Frauen glücklich schätzen dich zu kriegen". Das sind so Bockmist Aussagen, die kein mensch brauch. Die kein echter Freund geben sollte. Denn ich könnte bei jedem meiner Freunde, sogar meinem Partner, Eigenschaften nennen, die ich etwas weniger attraktiv finde und die man ändern könnte, wenn man denn will.


    (Nur so als Beispiel hab ich meinem Freund schon gesagt, ich finde ihn mit 3 Tage Bart eben nicht so attraktiv wie mit ohne Bart. Meinem Besten Freund hab ich gesagt, er soll aufhören ständig den Bekanntschaften schon den himmel auf Erden zu bereiten, wenn die betreffenden Damen sich selbst 0 anstrengen.)


    Aber richtig richtig unattraktiv ist halt jemand der sagt "Ich krieg eh keine ab, weil die Männerüberschuss." oder auch jemand der sagt "Gibt 14% Arbeitslose, warum sollte ich dann einen Job finden, der sich lohnt..."


    Das ist baden in Selbstmitleid und nicht vorhandene Selbstliebe.


    Hier wird immer von Einzelfällen gesprochen, denn diesen ominösen Durchschnittsmann oder auch die ominöse Durchschnittsfrau gibt es so eben nicht.


    Mann kann kein Thema diskutieren unter dem Mantel "Männer (Also irgendwelche...) finden keine Frau".


    Jetzt diskutieren Mann A groß, dick mit Bart der viel raus geht und Mann B klein spargeltarzan in seinem Keller und Mann C ne Mischung aus beiden und Mann D mit 3 Kindern von 3 verschiedenen Frauen darüber warum sie keine Frau abkriegen, weil die Böse Frauenwelt ja in der Unterzahl ist und sich sowieso alles auf dem Tablett servieren lässt und alles haben kann.


    So kann man denken, es macht aber nicht grad attraktiv.

    Zitat

    Die Frauen warten dann lieber bis ein "Mister Right" frei wird, anstatt ihre Ansprüche zu senken und deshalb kriegen die weniger attraktiven Männer gar nichts ab? Also wäre das ungefähr so wie in der Tierwelt... ?

    Ich würde auch nicht meine Ansprüche absenken nur um eine Frau abzukriegen. Warum also sollten das Frauen tun ?

    @ Xirain

    Letztlich ist das alles nur manipulatives, provokatives Getue, und ich denke, tief in sich wissen die Verfasser der entsprechenden Beiträge das auch selber.


    Ein blasser, schmächtiger Mann sollte vor allem eines tun - sich selber so akzeptieren wie er ist, und ein gewisses "in sich ruhen" und Selbstakzeptanz ausstrahlen. DAS macht attraktiv, sonst eigentlich nichts. Selbstwertgefühl kommt aus dem Inneren und hat wenig mit "objektiven Fakten und Qualitäten" zu tun. Wer sich selbst mag, wirkt auch auf andere attraktiv.


    Die dauer-single-Herren dürften primär genau weil ihnen das fehlt auf Dauer single sein, und genau das erklärt auch ihr Geschreibe hier. Ständige Provokation mit den immergleichen, immerfalschen Thesen, nur um die Diskussion in Gang zu halten und bei Leuten eine Reaktion zu provozieren, weil einem sonst nichts anderes bleibt.


    Es ist absolut erbämrlich und man sollte eigentlich vor allem die Konsequenz, solche Fäden einfach zu meiden, daraus ziehen.

    @ xirain:

    Zitat

    Ich finde nichts unattraktiver an Mann oder Frau (sogar in Freundschaft), als dieses ewige "Die Welt ist unfair und böse und deswegen ist das so". Egal ob es um Beziehung oder Arbeit geht.


    [...]


    Aber richtig richtig unattraktiv ist halt jemand der sagt "Ich krieg eh keine ab, weil die Männerüberschuss."

    fatalismus und sich selbst aufgeben sind nicht zielführend und unattraktiv, gar keine frage. dennoch muss man objektiv existierende ungleichgewichte einfach zur kenntnis nehmen. und es muss erlaubt sein, sie anzusprechen ohne dass man deshalb sofort in die jammerlappen-schublade gesteckt wird. wenn im land 25% arbeitslosigkeit herrschen und jemand darüber jammert, keinen job zu finden, wird er mehr verständnis für seine lage und sein jammern erfahren als wenn die arbeitslosigkeit bei nur 3% liegt und er nichts findet. warum sollte man es bei der partnersuche anders handhaben?


    nochmal: zwischen "es ist schwer, deshalb gebe ich auf weil ich kann ja eh nix dran ändern" und "es ist schwer, deshalb muss ich weiterkämpfen, bitte nehmt wenigstens zur kenntnis, dass es schwer ist" liegt nun mal ein gewaltiger unterschied. auch wenn in fäden wie diesem hier von vielen diskussionsteilnehmern so getan wird als wären diese beiden aussagen deckungsgleich.

    Ja weil hier zwischen Fakt und These auch nicht unterschieden wird.


    Fakt: Es gibt mehr Männer als Frauen.


    These: ALLE Frauen picken sich nur die Rosinen ausm Kuchen.


    Ja ich akzeptiere den Fakt. Ich akzeptiere auch, dass es dadurch nicht sein kann, dass dann ein paar über bleiben KÖNNTEN.


    Aber es ist ja nunmal so, dass jeder heutzutage mehrere Partner im Leben hatte, anstatt mit 12 verheiratet zu werden. Dadurch mischt sich das Verhältnis dann wieder und am Ende bleiben nur die doofen über, die wirklich nie eine Beziehung hatten.


    Und bei den Doofen liegt es bestimmt nicht nur daran, dass sie halt ein Y Gen haben, sondern eben auch wegen Gepflegtheit, Charakter, generelle Lebenseinstellung.

    Zitat

    Aber es ist ja nunmal so, dass jeder heutzutage mehrere Partner im Leben hatte, anstatt mit 12 verheiratet zu werden. Dadurch mischt sich das Verhältnis dann wieder und am Ende bleiben nur die doofen über, die wirklich nie eine Beziehung hatten.


    Und bei den Doofen liegt es bestimmt nicht nur daran, dass sie halt ein Y Gen haben, sondern eben auch wegen Gepflegtheit, Charakter, generelle Lebenseinstellung.

    klar, nur wie von mir erläutert: wegen der schrumpfenden bevölkerung und dem typischen altersunterschied (mann rund 4 jahre älter als die frau) kommen in manchen altersbereichen auf 3 singlefrauen 4 singlemänner. bei dieser ausgangslage können frauen wählerischer sein und zu jedem zeitpunkt müssen dann rund 25% dieser männer leer ausgehen. dass das nicht ausschließlich, aber eben doch gehäuft diejenigen treffen wird, die in sachen charakter, ausstrahlung, aussehen und job "unten" stehen, sollte logisch sein. irgendwelche ratschläge marke "werde besser" oder "man sollte schon immer bestrebt sein, über dem durchschnitt zu liegen" mögen für den einzelnen sinn ergeben, ändern an der grundlegenden problematik aber nichts. egal wie sehr sich die männer ins zeug legen, es wird immer wer unter dem durchschnitt liegen, es wird immer jemand zu den "unteren 25%" gehören. mal überspitzt ausgedrückt: wenn 100 läufer einen marathon laufen und allesamt den bisherigen weltrekord unterbieten, wird dennoch irgendeiner von ihnen letzter werden, egal wie schnell er war.


    natürlich gibt es männer, die sich körperlich oder beruflich gehen lassen, natürlich gibt es männer die nur rumjammern aber nichts an ihrer situation verändern. oder solche, bei denen es nicht an der optik oder dem job liegt sondern daran, dass sie menschlich ein ekelpaket sind. an solchen kerlen kann auch jemand mit schlechten ausgangsvoraussetzungen vorbeiziehen, wenn er sich ins zeug legt. die frage ist nur, wieviele solcher hoffnungslosen fälle es gibt. reicht es aus, an diesen fällen vorbeizuziehen, um aus der "dead zone" rauszukommen?


    und mal so gesagt: jemand der vorher sagen wir beim 10%-quantil der männerwelt lag, kann durch sich anstrengen vielleicht zum 30%-quantil vordringen. viel mehr ist dann meistens eben nicht drin. (es dürfte kaum männer geben, die vom 10%-quantil zum 80%-quantil aufschließen können oder so.) statt in einer nahezu aussichtslosen position zu sein, hat er dann chancen, ja. aber eine rosige ausgangsposition auf dem partnermarkt hat er auch auf dem 30%-quantil noch lange nicht. er ist dann dank seiner anstrengungen wettbewerbsfähig geworden, aber mehr auch nicht. auch dann hat er noch eine stark unterdurchschnittliche ausgangsposition, und das ist für viele männer selbst bei aller mühe der welt schon das ende der fahnenstange.


    wobei man fairerweise mal sagen muss: in dieser hinsicht haben's männer sogar besser als frauen. wer als frau die genetische arschkarte gezogen hat, hat kaum möglichkeiten, diesen makel auszugleichen. auch wenn ich den konkurrenzdruck auf der männlichen seite des partnermarkts für höher halte als auf der weiblichen, halte ich die männliche seite zugleich für fluider; für weniger starr gestaffelt.

    Zitat

    Ja gut, bei diesen Dingen spielt aber zum Teil auch extrem viel Glück und Veranlagung mit rein. Man kann grundsätzlich erst mal nur mit dem arbeiten, was man hat und nicht jeder bringt die nötigen Vorrausetzungen für z.B. einen gut bezahlten Führungsposten in der Wirtschaft mit, egal wie sehr er sich abrackert. Genauso kann man sich Talente nicht einfach herwünschen, man hat sie oder man hat sie eben nicht (aber die, die man hat kann man natürlich vertiefen und ausbauen, das ist klar). Und leichter Muskelaufbau (bzw Gewichtsabnahme für das andere Extrem) ist für manche auch leichter gesagt als getan (obwohl das natürlich zumindest Punkte sind, an denen man defintiv arbeiten kann, keine Frage).

    Das ist selbstverständlich. Was ich andeuten wollte ist, dass durchaus einige dieser jungen Männer das Potenzial in der Kindheit, oder Jugend noch gehabt hätten. Aus diversen Losertypen hätte durchaus etwas Vernünftiges werden können. Hätte man sie denn dazu gedrängt, anstatt sie durchweg zu vertrösten "Das wird schon noch und du bist gut so, wie du bist.".

    Wenn die Liebe zu einer Person einmal da war, dann können auch so manche Ansprüche, die man an diese Person hat mit der Zeit geringer werden. Deswegen können manche Beziehungen beispielsweise nach einem schweren Unfall eines Partners weiterbestehen. Welche, die gar nicht enstanden wären, hätte der Unfall vor dem Kennenlernen stattgefunden. Und ich glaube eben nicht, dass man diesen Anfangsanspruch beliebig ehrlich runterschrauben kann.

    Zitat

    Ein blasser, schmächtiger Mann sollte vor allem eines tun - sich selber so akzeptieren wie er ist, und ein gewisses "in sich ruhen" und Selbstakzeptanz ausstrahlen. DAS macht attraktiv, sonst eigentlich nichts. Selbstwertgefühl kommt aus dem Inneren und hat wenig mit "objektiven Fakten und Qualitäten" zu tun. Wer sich selbst mag, wirkt auch auf andere attraktiv.

    Das ist doch küchenpsychologisches Geschwurbel. Klar macht Selbstvertrauen attraktiv, aber wo liegt der Sinn darin wenn es sich dabei in Wirklichkeit um Selbstbetrug handelt weil da halt mal ganz grundlegend einfach nicht viel ist was man gut finden könnte und einem das auch bewusst ist ?

    Zitat

    "Das wird schon noch und du bist gut so, wie du bist."

    Da drängt sich einem die Frage auf warum man zwanghaft versucht, diese Illusion überhaupt noch aufrecht zu erhalten.

    Zitat

    Da drängt sich einem die Frage auf warum man zwanghaft versucht, diese Illusion überhaupt noch aufrecht zu erhalten.

    Weil es weiterhin als charakterlicher Makel angesehen wird, wenn man auf das Äußere achtet, oder sonst hohe Ansprüche abseits der sogenannten "inneren Werte" hat. Das hat man ja hier im Faden schon gesehen, wo die jungen Frauen, die genau diese haben direkt herablassend kommentiert wurden.


    Deswegen geben viele Leute nicht gerne zu, dass sie selbst, oder auch nur ihr Geschlecht, durchaus hohe Ansprüche an einen Partner stellen. Weder anderen gegenüber, noch sich selbst.


    Zeitgleich wachsen wir mit diesem (falschen) Wissen auf. Es wird uns überall präsentiert. In Märchen, Filmen, Medien allgemein: Der nette Mensch bekommt einen Partner. Egal, woher er nun kommt, wie er ausschaut und so weiter.


    Das ist eine romantische Idee. Es wäre "schöner", wenn dem so wäre. Und vorallem: Für die meisten funktioniert es ja auch so.


    Warum diese Illusion zerstören? Für eine Minderheit, die man doch viel einfacher als "selbstverschuldete Loser-Typen" bezeichnen kann? So ticken Menschen nicht.