Zitat

    Nichts ist weniger attraktiv als ein jammernder Mann

    Ich meine "redende" Männer, nicht "jammernde".


    Wieso wird das in einen Topf geworfen?


    Man kann ein Problem oder einen interessanten Gedanken auch sachlich formulieren. Auch Gefühle kann man sachlich formulieren.


    Kann im Dialog Lösungsansätze finden. Was hat das mit "jammern" zu tun?


    Ist dann eine Frau, die über ein Problem berichtet, grundsätzlich auch nur eine "jammernde"?

    Zitat

    Ich meine "redende" Männer, nicht "jammernde".

    Weil es mehr oder weniger gleichbedeutend ist. Welche Funktion hat es ein Problem mitzuteilen? Männer implizieren dort häufig die Frage nach einer Lösung hinein. Ohne Lösung, sondern einfach aus dem Bedürfnis sich mitzuteilen, setzt dagegen etwas anderes beim Gesprächspartner voraus. Die wohlklingendere Variante wäre das Bedürfnis nach Empathie oder eben die Frage nach Aufmerksamkeit/Mitleid.

    Zitat

    Man kann ein Problem oder einen interessanten Gedanken auch sachlich formulieren. Auch Gefühle kann man sachlich formulieren.

    Kann man, wird ja auch getan; aber vielmehr geht es doch um die Absicht einer solchen Kommunikation. Warum soll man sich austauschen? Alleine um die Neugier der Partnerin zu befriedigen?

    Zitat

    Ist dann eine Frau, die über ein Problem berichtet, grundsätzlich auch nur eine "jammernde"?

    Auch hier steht wieder die Absicht im Vordergrund, wenn es nur darum geht Sympathien zu erhaschen, dann ist es sehr wohl ein Jammern. Ich meine eine Kommunikation ist doch ein Austausch an Informationen und die Frage ist doch dann zu stellen, warum die Partnerin ihrem Mann erzählt, dass sie z.B. Probleme hat. Hat das intrinsische Gründe, einfach damit man es aus seinem System heraus bekommt, oder geht es darum eine Reaktion vom Partner zu erhalten, und wenn ja welche?

    Larasa,


    aber genau das macht ihr Frauen doch auch! Mauern, unfair werden oder bockig sein, wenn euch etwas nicht so gefällt wie ihr es gern hättet. Und wenn man euch dann anspricht, sagt ihr, oh da hab ich wohl etwas missverstanden....

    Ich habe den Eindruck, wir kommen mit der Diskussion nicht recht weiter. Das einfachste fände ich deshalb, wenn jeder sich die Frage selbst beantwortet. ;-)


    Dann kann jeder sie sich so beantworten, wie sie am besten ins eigene Weltbild passt, und wir brauchen hier nicht länger aneinander vorbeizureden. :-)

    naja eigentlich hat Mond und sterne recht. Jeder muß wissen wie er mit der Problembewältigung um geht. Ich weiß aus meiner letzten Beziehung, das die Frau vor der Problemlösung davon läuft. Und das war damals schon in unserer Trennungsphase. Immer wenn ich mit ihr reden wollte hat sie sich zurück gezogen, da sie nicht ihre Fehler einsehen wollte. Hat mir aber dann klar gesagt was meine Fehler waren. Um diese Fehler abzustellen, bat ich um Geduld. Was hat sie gemacht, ist gegangen. Also was soll mann machen?

    Für mich ist das auch eher eine Typsache als eine Mann-Frau Problematik. Ich kann mir gut vorstellen, dass es Menschen gibt, die auch in einer Beziehung mit wenig Kommunikation gut auskommen und beide eigene Probleme für sich selbst lösen, wenn sie sonst etwas verbindet wie z.B. ein gemeinsames Interesse oder sogar gemeinsame Arbeitsprojekte.


    Was wohl schwierig sein kann und immer wieder vorkommt ist ein "Redner" und ein "Nicht-Redner" in einer Beziehung. Ich weiss nicht ob so etwas langfristig gut gehen kann. Vielleicht wenn der Redner die ganze emotionale Beziehungsarbeit macht und sich durch Einfühlung so in den Nicht-Redner einfühlt, dass der nicht reden muss, aber spätestens mit Kindern stell ich mir das schwierig vor.


    Mein Vater ist ein narzistischer Nicht-Redner, der ausschlisslich reden kann, wenn es um seine Erfolge geht oder darum andere zu kritisieren und schlecht zu machen. Eine Zeit lang habe ich versucht an ihn heranzukommen und dazu das Buch gelesen Wenn Männer reden könnten. Darin habe ich ihn teilweise wieder gefunden, aber mein Eindruck war, dass dieses Buch eben nur einen bestimmten Männertypus beschreibt, der zutiefst verunsichert ist. Das Buch selbst erläutert viel anhand von praktischen therapeutischen Beispielen und arbeitet da gute Persönlichkeitsmuster heraus, die einem sehr selten dann auch mal in der Realität begegnen. Für breitenwirksam halte ich das nicht.

    @ blade

    Zitat

    Kann man, wird ja auch getan; aber vielmehr geht es doch um die Absicht einer solchen Kommunikation. Warum soll man sich austauschen? Alleine um die Neugier der Partnerin zu befriedigen?

    Jo, Neugier. Ich weiß gern, warum die Leute in meiner Umgebung mit Sieben-Tage-Regenwetter im Gesicht rumlaufen. Jedenfalls, wenn es gute Freunde sind. Und jetzt sag nicht, dass man dir das nicht ansieht.

    Oh an solche Menschen heran zu kommen und sie zu überzeugen, ist natürlich sehr schwer. Aber diese Einstellung hatte meine Ex damals auch zum Schluß! Überall kritik geübt, versucht mich klein aussehen zu lassen, mit ihrem Karriereerfolg, aber vergaß dabei, dass sie für ihren Erfolg( Position) fast 10 Jahre für gebraucht hat. Das soll jetzt nicht abwertend sein, denn sie hat sich die Position auch erarbeitet.

    Frauen wollen zuerst erörtern, warum ein Problem ein Problem ist, beleuchten es von allen Seiten, versuchen es zu definieren, holen zig Meinungen ein, um sicherzugehen, dass es wirklich ein Problem sei. Und wenn das feststeht, dass das Problem ein Problem ist, wird versucht herauszufinden, wie es zu einem Problem werden konnte. Da gibt es natürlich zig Möglichkeiten, über die dann auch noch diskutiert wird. Darüber hinaus wird dann gerne mal das Problem vergessen, denn es geht nur noch um Argumente. Das dauert dann, bis man sie als Mann darauf aufmerksam macht, dass das doch ein einfaches Problem sei, und Antworten bzw Lösungen präsentiert. Dann verwundert um sich sehen, und sagen: darauf wäre ich ja nieeee gekommen!


    ]:D

    Klingt nach einer Konkurrenzehe? Wär für mich auch nichts. Aber es gibt Menschen die gern auch in der Beziehung im Wettbewerb stehen. Für die ist das ein guter gegenseitiger Motor....


    Da gilt eben wohl auch: wenn beide Wettbewerbsfans sind kann das sicher klappen -aber ein Wettbewerber und ein Verbindungsbeziehungsmensch kann auf Dauer wohl nur wieder scheif gehen.

    @ Nailouga

    Zitat

    Jo, Neugier. Ich weiß gern, warum die Leute in meiner Umgebung mit Sieben-Tage-Regenwetter im Gesicht rumlaufen. Jedenfalls, wenn es gute Freunde sind. Und jetzt sag nicht, dass man dir das nicht ansieht.

    Du, mir geht es da nicht anders, ich will das auch wissen und mache mir Sorgen. Und dann frage ich, "hey ist alles in Ordnung?" und wenn ich als Antwort bekomme, dass dort nichts ist oder man nicht drüber reden möchte, dann akzeptiere ich das. Wenn ich mir große Sorgen mache, werfe ich vielleicht noch ein "wenn du reden möchtest..." hinterher, aber für mich ist die Sache dann erstmal gegessen, weil es Gründe (die ich mir nicht vorstellen kann) geben mag, warum der oder diejenige nicht darüber reden möchte. Aber genau da hört es bei den meisten Frauen nicht auf, weil man das irgendwie nicht akzeptieren kann und es arg persönlich nimmt. Und dort ist es numal so, dass es eine Art von lästiger Neugier gibt, von der man sich eben nicht anders schützen kann, alsdass man sie mit einer typischen Floskel abspeist.

    Weißt, blade, wenns nicht mich betrifft, da bin ich ganz respektvoll.


    Da brauch nur ein: "hat nix mit dir zu tun" kommen und ich akzeptier das.


    Aber wenn das andauernd so liefe und der Mann da ein Leidensgesicht macht, dann würd ich irgendwann schon nochmal nachhaken.

    Diese Punkte habe ich tatsächlich mal in einem Ratgeber für Frauen lesen können im Internet. (wir haben alle unsere kleine Sünden) |-o Bzw. hat ein Mann dort versucht, Frauen die Männer zu erklären. Wie sie ticken und so.


    Ich bin überrascht, dass dies scheinbar zutrifft. ;-D


    Kann man natürlich nicht verallgemeinern. Oder Männer?