@ Larasa

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    Eben, ich auch nicht. Deshalb habe ich mir Antwort erhofft, was in solchen Menschen in diesem Augenblick vor sich geht.

    Warum Dein Mann abblockt, kann ich selbstverständlich nicht wissen. Aber ich kann Dir sagen, warum ich an Stelle Deines Mannes abblocken würde.


    Du hast Deinem Mann eine Antwort aus der Nase gezogen, mit der Du ihn hier als übertrieben eifersüchtigen Menschen darstellen kannst. Ich hätte nicht das Bedürfnis, mich von Dir in der Öffentlichkeit in ein derartig negatives Licht stellen zu lassen. Deshalb würde ich ebenfalls alles abblocken, und es würde mich im nachhinein ärgern, wenn ich mir irgendwelche Aussagen aus der Nase hätte ziehen lassen, die im Sinne Deines Weltbildes sind.


    Noch ein pikanter Hinweis: Du warst diejenige, die es mit sich selbst ausgemacht hat, dass es ok ist, wenn Du nach der Arbeit noch mit Deinen Kollegen ausgehst.

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    Aber jetzt kucken wir mal hin, wo es um Probleme in der Partnerschaft geht.

    und auch da stellt sich mir die frage: ist es wirklich ein partnerschaftsproblem, oder hat einer der beteiligten ein problem. ich finde die eifersucht ein schönes beispiel dafür, wie unterschiedlich menschen damit umgehen können.


    ich mache eifersuchtsanwandlungen lieber mit mir selber aus und konfrontiere meinen armen kerl nicht damit. den bringe ich doch in grässliche rechtfertigungsnot - wo keine ist! erwürde wohl auch erst einmal in sich gehen und hinterfragen, warum er gerade jetzt und auf diesen bestimmten menschen eifersüchtig ist!


    andererseits gibt es schon themen, wo wir miteinander laut nachdenken, damit aus unterschiedlichen sichtweisen erst gar keine probleme entstehen.

    Seherin, wenn ich gar nichts mitbekomme davon, dass er gerade sowas mit sich allein ausmacht, dann kann er das so viel tun wie er möchte... wenn er aber tagelang übellaunig ist und nur das nötigste mit mir redet, dann bin ich sowieso schon unfreiwillig in sein "Mit sich ausmachen" involviert. Er zeigt mir die kalte Schulter, heißt: straft mich irgendwie für einen Verdacht ab, den er hat, will mir aber nicht sagen, worum es geht.

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    Er zeigt mir die kalte Schulter, heißt: straft mich irgendwie für einen Verdacht ab, den er hat, will mir aber nicht sagen, worum es geht.

    Das ist wohl ein spezieller Fall. Klare Kommunikation kann nur statt finden, wenn alle Beteilligten sich darüber bewusst sind was Sache ist. Wenn einer sich z.B. schwer tut, weil er keinen guten Zugang zu den eigenen Gefühlen hat, kann der die natürlich auch nicht kommunizieren. Derjenige versteht dann auch die Anfrage nicht, weil er zwar seine miese Laune in Form von Mimik ausdrückt, aber selber vielleicht gar nicht so stark empfindet oder sie so empfindet das er sie nicht in Worte fassen kann. Oder es ist dann der Fall, wenn innerlich Ratio gegen Emotion steht. z.B. spricht ja "rational" nichts dagegen, wenn ein Partner kurzfristig einen Abend mit Freunden ausgeht an dem sonst nichts ansteht. Emotional könnte etwas dagegen sprechen, weil vielleicht just an diesem Abend der Partner kurzfristig Lust hat XYZ zu machen oder einfach nur eifersüchtig ist, weil der andere ohne ihn Spass hat. Ein Partner, der Schwierigkeiten mit dem Fühlen von eigenen Bedürfnissen hat wird vermutlich rational handeln, den Freundeabend des anderen also abnicken, aber seine unbewusste emotionale Welt wird möglicherweise dagegen rebellieren, was dazu führen kann das er negativ drauf ist, manchmal vielleicht ohne wirklich zu wissen warum oder er weiss es zwar, glaubt aber dass die eigenen Gefühle keine Rolle spielen.


    Dazu kann natürlich auch kommen dass er dem Partner nach so einer Aktion aktiv ein schlechtes Gewissen machen möchte ohne seine Gefühle zu offenbaren, damit sowas in Zukunft nicht mehr vorkommt. Die eigenen Gefühle zu offenbaren würde ihn angreifbar machen. Wenn er das nicht tut sondern sein Gegenüber im unklaren lässt kann er nicht angegriffen werden. Das wäre dann der (vielleicht völlig unbewusste) Versuch einer indirekten Konditionierung.


    Kann es speziell in Deinem Fall sein, Larasa, dass Dein Ehemann sich mehr stumme Empathie Deinerseits wünschen würde? Also im beschriebenen Fall z.B. sich eigentlich gewünscht hätte, dass Du nicht mehr mit weg gehst sondern nach Hause kommst ohne das er das aussprechen muss? Das würde die "Strafe" erklären. Hat er in der Vergangenheit viel "gegen" Dich verloren? In Diskussionen über eure Beziehung?

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    Die eigenen Gefühle zu offenbaren würde ihn angreifbar machen. Wenn er das nicht tut sondern sein Gegenüber im unklaren lässt kann er nicht angegriffen werden. Das wäre dann der (vielleicht völlig unbewusste) Versuch einer indirekten Konditionierung.

    Genauso seh ich das auch. Wenn ich Wünsche habe, dann sollte ich die formulieren können und den Partner damit vor die Entscheidung stellen, ob er dem Wunsch folgen möchte oder nicht.


    Mehr kann man ja wohl nicht tun.


    Wer was möchte, macht sich halt "angreifbar", der Wunsch kann abgelehnt werden. So ist das nun mal im zwischenmenschlichen Miteinander.


    Aber Konditionierung - d.h. mich durch sein Schweigen dazu bringen, zu raten, was mit ihm los ist, und käme ich dann von alleine drauf, auch noch ein schlechtes Gewissen haben zu müssen, ist für mich Manipulation und das hat in einer Beziehung m.E. nichts verloren. Wenn jemand meint, so seinen Willen durchsetzen zu können, ist er bei mir an der falschen Adresse.

    Über seine Gefühlswelt nicht reden wollen, die Probleme anderer Menschen nicht wissen zu wollen, finde ich absolut akzeptabel. Mein Sohn (8) erzählt auch nur extrem selten was aus der Schule, seine Gefühlswelt mit zu bekommen ist schon recht kompliziert. Meine Tochter ist da einfacher, die erzählt viel, auch warum sie fröhlich oder traurig ist. Das ist also schon sehr früh so angelegt.


    Schwierig bis undmöglich wird so ein Verhalten in der Beziehung. Zwei meiner besten Freunde, eine Frau, ein Mann sind geschieden und beiden sagt jeweils die Partnerin, daß ER ja nicht reden konnte, nie über Probleme sprechen wollte oder konnte und die Trennung dann quasi unvermeidbar war.


    Meien eigene Ehe hat ein Jahr Streit hinter sich, eine schwere Kriese, in der anfangs primär meine Frau geredet hat. Sie hat immer wieder Probleme angesprochen und ich konnte es nicht mehr höhren. Aber es ist wohl nötig, um eine Ehe zu kitten, die Gefühe und Bedürfnisse eines Partners, die sich auch über die Zeit ändern, zu verstehen. Und zwar zu verstehen in Gänze, nicht nur ein Teil davon. Also sind die Gespräche nötig, auch wenn sie viel in Streit ausarten. Am Ende lernt man auch über sich selbst, wenn man eigenen Problemen auf den Grund geht, die man sonst lieber verdrängt. (Männer sind Meister im Probleme verdrängen). Nur über dies komplette ganzheitliche Verstehen kann man auch wieder zueinander finden.

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    Aber Konditionierung - d.h. mich durch sein Schweigen dazu bringen, zu raten, was mit ihm los ist, und käme ich dann von alleine drauf, auch noch ein schlechtes Gewissen haben zu müssen, ist für mich Manipulation und das hat in einer Beziehung m.E. nichts verloren. Wenn jemand meint, so seinen Willen durchsetzen zu können, ist er bei mir an der falschen Adresse.

    Ich halte Deine Interpretation des Verhaltens Deines Mannes für falsch. Zumindest ist sie derart negativ, dass es zu meinen Vorstellungen von einer Liebesbeziehung nicht passt.


    Du brauchst nicht zu raten, was los ist. Ich kann Dir ein paar Dinge sagen, was mir an Stelle Deines Mannes nicht gefallen würde. Ich wette, Dein Mann hat Dir auch schon etwas dazu gesagt. Wenn Du das ignorierst, bleibt letztlich nur, sich aus der Kommunikation zu verabschieden, und "alles mit sich selbst auszumachen" wie Du das nennst (ich verstehe darunter etwas anderes).

    Ralph_HH

    Glaubst du, wenn du darüber geredet hättest, wären die Probleme lösbar gewesen? Ich bin der Meinung, dass Probleme, die so groß sind, dass sie zur Trennung führen, auch nicht mit reden gelöst werden können.

    Wir haben die Probleme gelöst und uns nicht getrennt. Bislang jedenfalls, zur Zeit läufts super.


    Wenn die Differenzen unüberbrückbar werden, hilft alles reden nichts. Aber um festzustellen, ob man die Differenzen überbrücken kann, muß man sie erstmal verstehen. Um festzustellen, ob man sich ein Stück weit dem Partner annähern kann, muß man verstehen, was der Partner vermisst, was ihn stört etc. Dazu muß man reden.

    In jahrzehntelanger Ehe haben meine Frau und ich es gelernt, uns in allem abzustimmen und abzuklären, was ein jeder will, damit man für ein jedes Problem eine gemeinsame Lösung finden kann, bei der keiner zu kurz kommt und mit der ein jeder leben kann. Dies ist ein mühsamer Weg gewesen, aber es hat sich gelohnt.

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    Seherin, wenn ich gar nichts mitbekomme davon, dass er gerade sowas mit sich allein ausmacht, dann kann er das so viel tun wie er möchte... wenn er aber tagelang übellaunig ist und nur das nötigste mit mir redet, dann bin ich sowieso schon unfreiwillig in sein "Mit sich ausmachen" involviert. Er zeigt mir die kalte Schulter, heißt: straft mich irgendwie für einen Verdacht ab, den er hat, will mir aber nicht sagen, worum es geht.

    das würd ich aber nicht als "mit sich selbst ausmachen" bezeichnen. Das ist einfach bockig und anstregend. Und sowas sehe ich eigentlich auch eher bei Frauen. Dieses "ich zeige dir, dass ich offensichtlich angepisst bin und will, dass du selbst drauft kommst, warum das so ist".


    Wenn ich sage, dass ich etwas mit mir selbst ausmache, dann heißt das auch, dass die Außenwelt davon nicht sonderlich viel mitbekommen. Weil ich eben nicht will, dass sich jemand von außen einmischt und sich damit auseinander setzen muss.

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    Genauso seh ich das auch. Wenn ich Wünsche habe, dann sollte ich die formulieren können und den Partner damit vor die Entscheidung stellen, ob er dem Wunsch folgen möchte oder nicht.


    Mehr kann man ja wohl nicht tun.

    Die Frage in eurem speziellen Fall wäre: Bist Du sicher, dass Dein Partner seine eigenen Wünsche ausreichend wahrnehmen und wichtig nehmen kann, um sie auszusprechen? Gibst Du ihm durch Deine Art der Kommunikation die Möglichkeit dazu oder teilst Du ihm Deine Entscheidungen bereits auf eine Art und Weise mit der Du ausdrückst: Was Du dazu sagst ist eh schon egal, ich mach was ich will.


    Das "Spiel" der (unbewussten) Konditionierung kann man auch so herum spielen. Wenn sich beide Parteien nicht über eigene Anteile bewusst sind ist es schwer den Kreislauf, der zwangsläufig zu verhärteten Fronten führt zu durchbrechen.


    Wenn ich mich richtig erinnere kennst Du Dich etwas mit Kommunikationsmodellen aus, ja? Schulz von Thun könnte helfen Dir über eure Kommunikationsmuster klarer zu werden oder auch ein einseitiges Training in Gewaltfreier Kommunikation nach Marschall Rosenberg Deinerseits.

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    Aber Konditionierung - d.h. mich durch sein Schweigen dazu bringen, zu raten, was mit ihm los ist, und käme ich dann von alleine drauf, auch noch ein schlechtes Gewissen haben zu müssen, ist für mich Manipulation und das hat in einer Beziehung m.E. nichts verloren. Wenn jemand meint, so seinen Willen durchsetzen zu können, ist er bei mir an der falschen Adresse.

    Schau mal ob das für euch passen könnte:


    Hier "rächt" sich für Deinen Mann dass er bei der Wahl seiner Frau den einfachen Weg gegangen ist. Du bist sicher eine sehr starke sehr praktische Frau, die gelernt hat ihre Probleme unabhängig für sich selbst zu lösen.


    Für bestimmte Nicht-Rede Männer ist das ein Traum, vor allem wenn es sich auch noch mit gutem Aussehen und praktischem Kümmern in Form von Haushalt Kinder und soziales Leben organisieren verbindet. Du warst für ihn anfangs vielleicht eine scharfe Frau, mit der er reden konnte wie mit einem Mann ohne Rücksichten nehmen zu müssen, die ihm Psychogelaber ersparte und die nebenbei noch Muttis Art sich zu kümmern hatte, weil Du das im praktischen Bereich getan hast ( Haushalt, Entscheidungen treffen für Partnerschaft, später für Kinder und so weiter). Die Dimension die Mutti zusätzlich noch hatte versorgende liebevolle emotionale empathische Zuwendung für den Sohn, die seine Bedürfnisse erkennt und erfüllt ohne das er viel sagen muss hat er vielleicht als Default bei Dir auch angenommen, weil Du ja eine Frau bist. Für ihn ist Empathie möglicherweise gleichbedeutend eines Befehls an Frauen, weil er es von seiner einzigen engen Frauenbeziehung ( Mutterbindung) so kannte. Dadurch, dass Du von ihm seinerseits kaum Empathie für Dich einforderst, konnte er da gemütlich in seiner Kindlichkeit verharren und war nicht damit konfrontiert erwachsen werden zu müssen. Er merkt zwar mittlerweile, dass es nicht funktioniert wie er es braucht, aber er versteht nicht, dass das an ihm liegt. Früher gings doch auch. Daher bekommst Du dann seinen Frust über die eigene Hilflosigkeit wieder ab und vermutlich wächst der immer weiter.


    Du stellst jetzt mittlerweile vermutlich ein "selbstversorgendes System" dar. Du kümmerst Dich um Deine Bedürfnisse, artikulierst die auch und folgst ihnen im allgemeinen so gut es geht. Wen ich den Satz lese:

    Zitat

    Wenn jemand meint, so seinen Willen durchsetzen zu können, ist er bei mir an der falschen Adresse.

    mit einer indirekten Agression in Dir, die auf Wettbewerb schliessen lässt. Das verhärtet die Fronten zusätzlich. Er versucht also weiter seine Strategie mit der indirekten Konditionierung durch schlechte Laune zu fahren, während Du ihm vorlebst, dass Du ja das richtige tust und Dich viel erwachsener verhälst als er, vielleicht sogar mit der Haltung: Von DIR brauch ich gar nichts.


    Selbst wenn die Beschreibung seines Verhaltens auf den ersten Blick faktisch richtig erscheinen mag, ist die Wertung wie ich sie hier dargelegt habe destruktiv und hilft euch nicht euren unausgesprochenen Konflikt zu lösen. Im Gegenteil. Sie verhärtet die Fronten weiter. Er fühlt sich womöglich auch noch unterlegen und aus dieser Position wird sein "Schmollen" mit der Zeit vielleicht auch noch agressiver. Vielleicht versucht er dann in anderen Bereichen zu dominieren indem er wichtige Entscheidungen für die Familie ohne Absprache trifft oder anfängt Dich in der Familie vorzuführen.


    Mit Liebe hat das nicht mehr viel zu tun. Es ist ein Wettbewerb. Möglicherweise ein Wettbewerb um Aufmerksamkeit.


    Wenn Du alles was eure Ehe angeht mit Dir selbst ausmachen würdest, würdest Du im übrigen auch genau das vermeiden, was Du selbst hier beschreibst:

    Zitat

    Wer was möchte, macht sich halt "angreifbar", der Wunsch kann abgelehnt werden. So ist das nun mal im zwischenmenschlichen Miteinander.

    Deine Art der (unbewussten?) Konditionierung ihm gegenüber könnte z.B. beinhalten, dass Du emotionale Bedürfnisse die Du ihm gegenüber hast überhaupt nicht mehr ansprichst (wenns ganz schlimm wäre sogar mit der "von Dir erwarte ich gar nichts mehr - Versager" Haltung), sondern demonstrativ nur noch emotionale Bedürfnisse bezüglich anderer Menschen in Form von praktischen Fragen (ich geh heute mit Kollegen weg, das passt doch, oder?) vor ihm ausbreitest und zwar nur die wo diese Bedürfnisse offensichtlich auch erfüllt werden. Extrem ist dann wenn Du nach so einer Aktion auch noch nach Hause kommst und demonstrativ überentusiastisch von dem netten Abend schwärmst. Bei ihm könnte dann ankommen: ätsch ich bekomme was ich brauche - du nicht.


    Das war jetzt absichtlich alles überspitzt formuliert. Schau einfach was Dir davon weiter hilft und vergiss den Rest gleich wieder.

    Zitat

    Dies ist ein mühsamer Weg gewesen, aber es hat sich gelohnt.

    und genau an diesem mühsamen Weg scheitert es oft. Weil es vielen zu mühsam ist. Das finde ich sehr schade. Daran ist zB u.a. meine letzte Beziehung zerbrochen. Es wurde trotz intensiver Gefühle nix invetiert und der Kopf in den Sand gesteckt.

    @ Liverpool:

    Zitat

    Das ist einfach bockig und anstregend. Und sowas sehe ich eigentlich auch eher bei Frauen. Dieses "ich zeige dir, dass ich offensichtlich angepisst bin und will, dass du selbst drauft kommst, warum das so ist".

    So war ich als junge Frau auch mal. Ertappt. Hab aber schnell gelernt, dass ich damit absolut nicht weiterkomme.


    Weil alle Menschen verschieden sind und jeder andere Bedürfnisse hat. "Du müsstest doch sehen, dass ich a oder b brauche und wenn du da nicht von alleine drauf kommst bist du doof/liebst mich nicht" ist absoluter Quatsch.


    Das fängt schon beim unterschiedlichen Nähebedürfnis an. Ich kann nie voraussetzen, dass der andere dasselbe hat wie ich. Und dass das nicht mal was damit zu tun hat, wie sehr ich den Partner liebe. das ist ein ganz individuelles Ding.


    Ich kann nicht voraussetzen, dass alle die gleiche "Liebessprache" sprechen. Für den einen bedeutet es: "Lad mich groß zum Italiener ein", für den anderen der große Blumenstrauß, für den dritten, dass pünktlich warmes Essen auf dem Tisch steht, für den nächsten: Zeit füreinander haben, für jemand anders ausreichend Sex...


    Da treffen oft welche aufeinander, bei denen vieles passt, die aber trotzdem unterschiedliche Sprachen sprechen, was die Liebe betrifft. Deshalb lohnt es sich, die eigenen Wünsche zu kennen, die Kenntnis dessen nicht beim Partner vorauszusetzen.