• Warum schweigen Männer oft nach einem Streit?

    Mein Freund und ich streiten ansich eigentlich selten. Aber wenn, dann verhält er sich total wie ein kleines Kind und redet einfach nicht mehr mit mir. Am liebsten würde er den Streit dann auch nie mehr ansprechen und alles totschweigen. Wer kennt sowas noch und was kann man da machen?
  • 85 Antworten
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    Warum das bei manchen/vielen so ist, weiß ich leider auch nicht

    Meine Antwort wäre: Weil alles, was es zu sagen gab während des Streits ausgetauscht wurde! Nach der Auseindersetzung gibt es eben nichts mehr zu besprechen – sonst wäre der Streit ja noch nicht zu Ende?


    Meine Erfahrung lautet, dass der weibliche "Bedarf" nach der unendlichen Plapper-Bereitschaft primär darauf beruht, dass "sie" während des Streits nicht bekommen hat, was "sie" sich erwartet hat, also das berühmte letzte Wort: "ja Schatzi" und "ja, ich bin alleine schuld!".



    PS: das ist jetzt gar nicht böse oder provokant gemeint!

    Zitat

    was kann man da machen?

    Eine gepflegte Streitkultur ist nicht angeboren.


    Diese Kultur muß man lernen.


    Wer das nicht will, verhält sich eben beim Streit manchmal vorpubertär.


    Reich ihm einen Schnuller.


    Der beruhigt ihn sehr schnell.

    Also wenn es mal dazu kommt das ich jemanden anschweige den ich eigentlich mag dann muss ich schon richtig angepisst sein. Meistens tue ich das dann einfach um nichts unüberlegtes in Rage zu sagen was den anderen viel mehr verletzen würde als mein vorübergehendes Schweigen. Andere Gründe wären das hier schon angesprochene: wenn ich denke das über das Problem zu reden es nicht lösen wird, werde ich es nicht bereden. Oftmals nervt es mich dann auch wenn ewig nachgebohrt wird und immer weiter auf dem Thema rumgehackt wird, besonders bei Kleinigkeiten. Oftmals warten die meisten Frauen dann auch noch darauf das man das Thema dann selber anspricht,meistens um einem später vorhalten zu können "Du hast damit angefangen!". Das ist dann immer die typische Situation man(n) fragt was los ist und darauf bekommt man dann nur "nichts!" zurück. Klar man weiß das was los ist aber man könnte sich nicht weniger drum scheren da man ja weiß das es nur beim selben Streitpunkt enden wird also lässt man es sein und wartet dann lieber im stillen bis sich der größte Teil des Ärgers verzogen hat auf beiden Seiten.

    schmusetier25

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    Mein Freund und ich streiten ansich eigentlich selten. Aber wenn, dann verhält er sich total wie ein kleines Kind und redet einfach nicht mehr mit mir. Am liebsten würde er den Streit dann auch nie mehr ansprechen und alles totschweigen. Wer kennt sowas noch und was kann man da machen?

    Wie kann ich mir so einen Streit vorstellen? Wer fängt mit dem Streitthema an, wer sagt was und wie endet es? Ab wann redet er denn nicht mehr mit Dir?

    Zitat

    Also wenn es mal dazu kommt das ich jemanden anschweige den ich eigentlich mag dann muss ich schon richtig angepisst sein. Meistens tue ich das dann einfach um nichts unüberlegtes in Rage zu sagen was den anderen viel mehr verletzen würde als mein vorübergehendes Schweigen.

    Das kenne ich auch, allerdings bedeutet so ein Verhalten, dass die Frau keine Streitkultur hat und beleidigend wird, anstatt sich wirklich sachlich mit einem Thema auseinander zu setzen. Da würde ich auch schweigen.


    Probleme kann man nur dann gemeinsam lösen, wenn man auch gemeinsam ein PRoblem sieht. Es kommt vor, dass einer ständig ein Problem bereden will und der andere kein Problem sieht - das nervt und das hat nicht unbedingt etwas mit Frau oder Mann zu tun.

    Ich glaube, dass Männer sich oft Frauen rhetorisch einfach nicht gewachsen fühlen. Deshalb wollen sie dann einfach "nicht mehr drüber reden".

    @ DNW

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    Meine Antwort wäre: Weil alles, was es zu sagen gab während des Streits ausgetauscht wurde! Nach der Auseindersetzung gibt es eben nichts mehr zu besprechen – sonst wäre der Streit ja noch nicht zu Ende?

    nein, seh ich ganz anders. Im Streit können auch schon mal die Fetzen fliegen und man darf sich richtig Luft machen, aber anschließend, wenn man wieder "normal" ist, muss man ja sehen, ob da irgendwas grundsätzlich schief läuft und ob man für die Zukunft, was das Streitthema anging, etwas anders an die Sache herangehen kann.

    @ Runnin Wild

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    Also wenn es mal dazu kommt das ich jemanden anschweige den ich eigentlich mag dann muss ich schon richtig angepisst sein. Meistens tue ich das dann einfach um nichts unüberlegtes in Rage zu sagen was den anderen viel mehr verletzen würde als mein vorübergehendes Schweigen.

    mich hat Schweigen immer viel mehr verletzt als alles andere. Und immer noch stinkiger gemacht....

    Redezeit vereinbaren, ausreden lassen, antworten, wäre ein Weg klappt aber nicht immer, mir gehts auch so


    aber es wäre ein Anfang *:)

    Zitat

    sooo hab ich das NIE gesagt!!!

    Hah, das ist bei uns eher mein Text. Oder: "Das habe ich SO nie gesagt und WENN ich es gesagt habe, dann habe ich es nicht so gemeint und das weißt Du auch!" >:(


    Ist natürlich Quatsch. Aber das weiß er auch. ;-D


    Ansonsten ist mein Freund leider auch so ein Schweiger. Verschiedene Erklärungen wurden ja schon gebracht und ich denke, alles davon trifft in mehr oder weniger großem Maße bei ihm zu. Er ist einfach so, er macht Sachen lieber mit sich selbst aus, ich werde in the heat of the moment oft ein wenig irrational. Wobei das schon besser geworden ist im Gegensatz zu früher (wo ich geschluckt und geschluckt hab, um irgendwann bei der geringsten Klenigkeit in die Luft zu gehen wie ein Feuertopf).


    Mir fällt es extrem schwer, ihn einfach grummeln zu lassen. Unsere Metakommunikation danach (also nach ein paar Stunden oder auch mal einem Tag) klappt zwar sehr gut, aber in diesen Momenten habe ich immer das Gefühl, wir würden uns voneinander entfernen, wenn wir es nicht sofort und gleich klären. Ich will dann umso mehr Nähe und er will Abstand, schwierig! Zudem kann meine Stimmung innerhalb von Sekunden von wütend auf versöhnlich umschwenken und zwar ehrlich, er braucht immer etwas, um sich wieder abzuregen.


    Das kann ich schlecht nicht verstehen. Wenn der Krach vorbei ist, ist er bei mir vorbei. Wütend werde ich heftig, aber kurz. Dieses lange Grummeln und Nachtragen liegt mir nicht – aber gut, muss man akzeptieren.


    Ich würde sagen, da ist es an uns Kommunikationsbedürftigen, uns zurückzuhalten und den anderen kommen zu lassen. Denn miteinander reden kann man nur, wenn beide mitmachen. Sonst ist es ein auf den Anderen einreden und das bringt niemandem etwas.

    "Meiner" schweigt schon seit drei Wochen. Es gab kein Streit nur eine Situation die blöd gelaufen ist meine Meinung dazu und keine Vorwürfe sondern wie ich mich in dem Moment fühlte (enttäuscht, verletzt).


    Ich bin zweimal auf ihn zugegangen – nichts. Er ist wohl ein Meister in dieser Disziplin, Kopf in den Sand zu stecken. Außerdem habe ich das Gefühl, er will mich damit bestrafen aber er macht dadurch langsam alles kaputt obwohl ich weiß, dass er Gefühle für mich hat. Ich kann jetzt nichts mehr machen und die Folge wäre doch einen Schlussstrich zu ziehen oder?

    Zitat

    Warum schweigen Männer oft nach einem Streit?

    Der Klügere gibt nach. Außerdem ist ruhe doch was feines. Wenn zwei Männer zusammen sitzen und keiner was sagt ist das Entspannung pur ;-D