Zitat

    Ja, so kann man es auch sehen. Aber ich frage mich eben, warum so viele Menschen damit nicht klar zu kommen scheinen? Ich kann die Gründe ja teilweise nachvollziehen, aber dass das so viele zu betreffen scheint, erstaunt mich.

    Ich hab irgendwie das Gefühl, dass du dich gelegentlich schwer tust, etwas als gegeben zu akzeptieren, was nicht nur im Einzelfall vorkommt (auch dann muss man es hinnehmen, weil es eben so ist), sondern sogar durchaus gängig ist.


    Ich habe schon häufig und dann nur so die Erfahrung gemacht, dass ein Mann in mich verliebt war und dann ständig versucht hat, mich doch noch rumzukriegen. Wenn sowas in einem beruflichen Kontext passiert (so schon mehrmals geschehen), bringt mich das in eine besonders blöde Lage, denn da kann man auch nicht einfach eine klare Ansage machen, wenn der Betreffende (wie nach meinen Erfahrungen zumeist) eine eher höfliche Andeutung nicht kapiert/ kapieren will. Deswegen gehe ich solchen Männern ganz gezielt und aus rein egoistischen Motiven aus dem Weg. Weil ich meine Ruhe haben will.


    Nach meinen Erfahrungen gehen die allermeisten Menschen nicht so locker und cool damit um, dass sie selber verliebt sind, der andere aber nicht, wie du. Und dann könnte ich mir vorstellen, dass dein Umgang damit - dass du dich quasi am laufenden Band verliebst, darin aber auch kein Problem siehst - für den Mainstream, der diesbezüglich anders drauf ist, entweder nicht erkennbar (weil abwegig) ist, oder irritierend (weil ungewöhnlich).


    Es könnte durchaus sein, dass dann, wenn ich weiß, dass ein bestimmter Mann die Eigenheit hat, sich ständig zu verknallen und das aber cool und locker zu nehmen, ich das bei diesem speziellen Mann auch lockerer nehmen könnte, weil ich dann wüsste, dass das demnächst eh wieder vorbei ist. Vielleicht würde es mich sogar neugierig machen und ich würde versuchen, rauszufinden, was da dahintersteckt, wie der tickt und warum.


    Aber ich denke da bist du einfach eine ganz große Ausnahme. Die meisten Menschen, die in andere verknallt sind, wollen mit diesen anderen zusammenkommen, und das ist für diese anderen Stress, und den vermeidet der Mensch eben wenn es geht.

    @ CoteSauvage

    Zitat

    Ich hab irgendwie das Gefühl, dass du dich gelegentlich schwer tust, etwas als gegeben zu akzeptieren, was nicht nur im Einzelfall vorkommt (auch dann muss man es hinnehmen, weil es eben so ist), sondern sogar durchaus gängig ist.

    Ja, das kann durchaus sein. Weil ich mich eben frage, warum Menschen so ticken? Monogamie ist ja eher ein gesellschaftliches Konstrukt als ein urmenschliches Bedürfnis. Ich will damit nicht sagen, dass es keine von sich aus monogamen Menschen gibt - sicher gibt es die. Aber evolutionsbiologisch gesehen sind wir eigentlich nicht darauf ausgelegt. Deswegen wundert es mich, dass es für einige Menschen so absurd erscheint, sich häufig zu verlieben.

    Zitat

    Ich habe schon häufig und dann nur so die Erfahrung gemacht, dass ein Mann in mich verliebt war und dann ständig versucht hat, mich doch noch rumzukriegen. Wenn sowas in einem beruflichen Kontext passiert (so schon mehrmals geschehen), bringt mich das in eine besonders blöde Lage, denn da kann man auch nicht einfach eine klare Ansage machen, wenn der Betreffende (wie nach meinen Erfahrungen zumeist) eine eher höfliche Andeutung nicht kapiert/ kapieren will. Deswegen gehe ich solchen Männern ganz gezielt und aus rein egoistischen Motiven aus dem Weg. Weil ich meine Ruhe haben will.


    Nach meinen Erfahrungen gehen die allermeisten Menschen nicht so locker und cool damit um, dass sie selber verliebt sind, der andere aber nicht, wie du. Und dann könnte ich mir vorstellen, dass dein Umgang damit - dass du dich quasi am laufenden Band verliebst, darin aber auch kein Problem siehst - für den Mainstream, der diesbezüglich anders drauf ist, entweder nicht erkennbar (weil abwegig) ist, oder irritierend (weil ungewöhnlich).

    Ja, das kann ich dann wieder sehr gut verstehen! Wobei sich die Frage stellt, was eine Andeutung ist. Aber klar... wenn das Gegenüber auf dieser romantischen Ebene nervt und nicht locker lässt, würde ich auch auf Distanz gehen.


    Mich irritieren eher Menschen, die beim leisesten Anzeichen von Interesse meinerseits sofort auf Distanz gehen. Ohne, dass sie es einfach durch Andeutungen richtig stellen. Dann würden sie ja auch erfahren, dass ich das auch total locker sehe.

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    Es könnte durchaus sein, dass dann, wenn ich weiß, dass ein bestimmter Mann die Eigenheit hat, sich ständig zu verknallen und das aber cool und locker zu nehmen, ich das bei diesem speziellen Mann auch lockerer nehmen könnte, weil ich dann wüsste, dass das demnächst eh wieder vorbei ist. Vielleicht würde es mich sogar neugierig machen und ich würde versuchen, rauszufinden, was da dahintersteckt, wie der tickt und warum.

    Das finde ich nett. Ich habe eben oft das Gefühl, dass sich andere gar nicht die Zeit nehmen wollen, das herauszufinden, sondern mich einfach abschreiben und dann ihre Ruhe wollen. Ich fühle mich da dann auch eher als Mensch, als Person abgelehnt, weil ich es anscheinend nicht wert bin für mein Gegenüber, etwas zu investieren. Dass ich als Partner abgelehnt werde trifft mich gar nicht so sehr, auch wenn mir polyamorer Mensch da manchmal das Verständnis fehlt.

    Zitat

    Aber ich denke da bist du einfach eine ganz große Ausnahme. Die meisten Menschen, die in andere verknallt sind, wollen mit diesen anderen zusammenkommen, und das ist für diese anderen Stress, und den vermeidet der Mensch eben wenn es geht.

    Ja, das verstehe ich. Du schriebst ja auch in einem Absatz, dass die meisten Menschen wohl einfach nicht darauf kommen, dass Verliebtheit bei mir nicht = unbedingter Beziehungswunsch ist. Ich lasse zwischenmenschliche Beziehungen eben einfach lieber laufen und gucke, wie sich die Gefühle entwickeln, ganz entspannt. Krampfig wird es für mich erst, wenn dann jede meiner Regungen interpretiert wird darauf, ob ich verknallt bin und wenn ja, wie doll, und wenn ja, was das bedeutet. Das ist dann so die andere Seite, die ich wiederum nervig finde ;-D ! Ist ja irgendwo mein Bier, mein Problem.

    Zitat

    Monogamie ist ja eher ein gesellschaftliches Konstrukt als ein urmenschliches Bedürfnis. Ich will damit nicht sagen, dass es keine von sich aus monogamen Menschen gibt - sicher gibt es die. Aber evolutionsbiologisch gesehen sind wir eigentlich nicht darauf ausgelegt.

    Das ist jetzt natürlich ein ganz anderes Thema und ich will da eigentlich kein Fass aufmachen, aber: Mir ist das ehrlich gesagt egal wo bestimmte Empfindungen und Haltungen von mir herkommen. Abgesehen davon leben wir nun mal in einer Gesellschaft, da ist es ganz normal, dass bestimmte Lebensweisen gesellschaftliche Konstrukte sind. Absurd erscheint glaub ich auch nicht dass sich jemand häufig verliebt, sondern dass er so ständig verliebt ist wie andere ihren Hobbies nachgehen und das dann auch noch ganz cool als etwas einfach Schönes nimmt, auch wenn es nicht erwidert wird.

    Zitat

    Wobei sich die Frage stellt, was eine Andeutung ist.

    Naja, auf "Komplimente" nicht euphorisch reagieren, Fragen nach Dates überhören, Bemerkungen fallenlassen was man am WE mit dem Freund macht oder dass man das Singleleben cool findet usw.

    Zitat

    Mich irritieren eher Menschen, die beim leisesten Anzeichen von Interesse meinerseits sofort auf Distanz gehen.

    Das ist doch einfach ein Schutzmechanismus. Wenn du dann sagen würdest, dass du super damit umgehen kannst, wenn du verknallt bist, sie aber nicht, werden sie dir das erst mal nicht abnehmen. Weil das eben so selten zutrifft.

    Zitat

    Ich fühle mich da dann auch eher als Mensch, als Person abgelehnt, weil ich es anscheinend nicht wert bin für mein Gegenüber, etwas zu investieren. Dass ich als Partner abgelehnt werde trifft mich gar nicht so sehr

    Es ist aber keine Ablehnung deiner Person als Mensch und mit deinem "Wert" hat es erst recht nichts zu tun. Und ja, geb ich zu, ich hab nur noch in Ausnahmefällen Lust, in schwierige Beziehungen zu "investieren". Aber dieses Recht nehm ich mir raus ;-) Auch wenn mir da vielleicht der ein oder andere sehr interessante Mensch durchflutscht. Ist halt eine Gesamtabwägung und hängt auch davon ab wie viel Stress ich sonst so im Leben grade habe.


    Ich glaub wir haben uns darüber schon mal in einem anderen Thread unterhalten. Ich hätte halt gesagt: Behalte deine Gefühle doch einfach für dich - wenn du so cool damit umgehst, hast du ja kein Problem damit, und dann merkt auch dein Gegenüber nichts und hat ebenfalls kein Problem damit. Aber ich meine mich zu erinnern, dass du dann Signale aussendest und auch aussenden willst (weil du dich nicht verstellen willst), die automatisch dazu führen, dass der andere schnallt dass du in ihn verknallt bist, und dann hast du das beschriebene Schlamassel schon.

    Zitat

    Absurd erscheint glaub ich auch nicht dass sich jemand häufig verliebt, sondern dass er so ständig verliebt ist wie andere ihren Hobbies nachgehen und das dann auch noch ganz cool als etwas einfach Schönes nimmt, auch wenn es nicht erwidert wird.

    Es ist nicht schön, wenn es nicht erwidert wird. Der Unterschied zwischen der Person, die sich häufig verliebt, zu der Person, die sich seltener verliebt, liegt darin, dass es für erstere nicht so "existenziell" ist. Klar, wenn man sich nur alle 2 Jahre verliebt und eine Beziehung nur in Frage kommt, wenn man verliebt ist, dann wird es "existenziell", weil eine nicht-Erwiderung in ein langes, unfreiwilliges Single-Dasein führt.


    Zusätzlich ist es auch eine Frage der Präferenz der Beziehungsform. Wenn man dort offen/frei ist, dann kann es auch einem mehr oder weniger egal sein, wenn man einseitig in den ONS "verliebt" ist.

    Zitat

    Naja, auf "Komplimente" nicht euphorisch reagieren, Fragen nach Dates überhören, Bemerkungen fallenlassen was man am WE mit dem Freund macht oder dass man das Singleleben cool findet usw.

    Du hast bisher nur vom Beispiel geschrieben, dass sich ein Arbeitskollege in dich verliebt. Ich z.B. habe generell kein freundschaftliches Verhältnis mit meinen Arbeitskollegen, dementsprechend kann ich auch deine Handhabe verstehen. Wie machst du es denn mit "ganz normalen" Freunden?

    @ CoteSauvage

    Zitat

    Das ist jetzt natürlich ein ganz anderes Thema und ich will da eigentlich kein Fass aufmachen, aber: Mir ist das ehrlich gesagt egal wo bestimmte Empfindungen und Haltungen von mir herkommen. Abgesehen davon leben wir nun mal in einer Gesellschaft, da ist es ganz normal, dass bestimmte Lebensweisen gesellschaftliche Konstrukte sind.

    Das stimmt. Nur ist sowas halt auch immer im Wandel.

    Zitat

    Absurd erscheint glaub ich auch nicht dass sich jemand häufig verliebt, sondern dass er so ständig verliebt ist wie andere ihren Hobbies nachgehen und das dann auch noch ganz cool als etwas einfach Schönes nimmt, auch wenn es nicht erwidert wird.

    Hm... ja... für mich ist das tatsächlich normal. Und natürlich ist es nicht schön - wie gerundet ja auch schreibt - wenn die Verliebtheit nicht erwidert wird. Ich bleibe dann halt einfach nur bei mir und genieße meine Gefühle und meine Schwärmerei. Manchmal wäre es sogar eher hinderlich, wenn das erwidert wird. Manchmal habe ich ja auch einfach keine Lust, eine (weitere) Beziehung einzugehen. Das ist für mich unbedingt an dem Gefühl der Verliebtheit gekoppelt.

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    Wobei sich die Frage stellt, was eine Andeutung ist.

    Naja, auf "Komplimente" nicht euphorisch reagieren, Fragen nach Dates überhören, Bemerkungen fallenlassen was man am WE mit dem Freund macht oder dass man das Singleleben cool findet usw.

    Gerade das finde ich deutlich genug.

    Zitat
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    Mich irritieren eher Menschen, die beim leisesten Anzeichen von Interesse meinerseits sofort auf Distanz gehen.

    Das ist doch einfach ein Schutzmechanismus. Wenn du dann sagen würdest, dass du super damit umgehen kannst, wenn du verknallt bist, sie aber nicht, werden sie dir das erst mal nicht abnehmen. Weil das eben so selten zutrifft.

    Hm... Ich weiß es nicht. Zu dem Punkt bin ich leider noch nie gekommen.

    Zitat
    Zitat

    Ich fühle mich da dann auch eher als Mensch, als Person abgelehnt, weil ich es anscheinend nicht wert bin für mein Gegenüber, etwas zu investieren. Dass ich als Partner abgelehnt werde trifft mich gar nicht so sehr

    Es ist aber keine Ablehnung deiner Person als Mensch und mit deinem "Wert" hat es erst recht nichts zu tun. Und ja, geb ich zu, ich hab nur noch in Ausnahmefällen Lust, in schwierige Beziehungen zu "investieren". Aber dieses Recht nehm ich mir raus ;-) Auch wenn mir da vielleicht der ein oder andere sehr interessante Mensch durchflutscht. Ist halt eine Gesamtabwägung und hängt auch davon ab wie viel Stress ich sonst so im Leben grade habe.

    Naja... aber selbst wenn es nachvollziehbare Gründe gibt, ist es ja trotzdem irgendwo ne Ablehnung, auch wenn vielleicht nicht ganz so drastisch wie: "Es gibt keinen Grund, ich will einfach nicht."


    Wobei "Ich will einfach nicht." als Grund ja reicht. Es macht für mich dann aber auch kaum einen Unterschied, ob es ein "Ich will nicht." oder ein "Ich kann nicht." ist. Wer unbedingt will, kann meist auch.

    Zitat

    Ich glaub wir haben uns darüber schon mal in einem anderen Thread unterhalten. Ich hätte halt gesagt: Behalte deine Gefühle doch einfach für dich - wenn du so cool damit umgehst, hast du ja kein Problem damit, und dann merkt auch dein Gegenüber nichts und hat ebenfalls kein Problem damit. Aber ich meine mich zu erinnern, dass du dann Signale aussendest und auch aussenden willst (weil du dich nicht verstellen willst), die automatisch dazu führen, dass der andere schnallt dass du in ihn verknallt bist, und dann hast du das beschriebene Schlamassel schon.

    Hm... ja, so ähnlich ist das. Ich will mich tatsächlich nicht verstellen. Wie auch? "Besonders cool" zu tun ist ja auch unauthentisch und sicherlich genauso auffällig, wie eben einfach authentisch und verliebt zu sein. Da tue ich mir den Stress für nicht an. Es ist doch so... die meisten Menschen merken doch, ob man sie nicht leiden kann, ob man sie mag, ob man sie als Freunde betrachtet - und eben auch, ob man in sie verliebt ist. Das sind ja teilweise auch Signale, die man gar nicht beeinflussen kann oder nur sehr schwer und dann wirkt man super-verkrampft. Ich verhalte mich so gesehen nicht wirklich anders als andere Verliebte - ich bewerte meine Gefühle nur anders. Wenn ich weine, sehe ich ja auch so aus wie jeder andere, der weint. Aber ich weine vielleicht, weil mein Knie gerade wehtut, und das geht bald vorbei. Jemand anderes weint vielleicht, weil die Mutter gestorben ist, und das geht nicht vorbei. Weißt du, was ich meine?


    Voll schön übrigens, mal wieder von dir zu lesen @:) !

    @ gerundet

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    Absurd erscheint glaub ich auch nicht dass sich jemand häufig verliebt, sondern dass er so ständig verliebt ist wie andere ihren Hobbies nachgehen und das dann auch noch ganz cool als etwas einfach Schönes nimmt, auch wenn es nicht erwidert wird.

    Es ist nicht schön, wenn es nicht erwidert wird. Der Unterschied zwischen der Person, die sich häufig verliebt, zu der Person, die sich seltener verliebt, liegt darin, dass es für erstere nicht so "existenziell" ist. Klar, wenn man sich nur alle 2 Jahre verliebt und eine Beziehung nur in Frage kommt, wenn man verliebt ist, dann wird es "existenziell", weil eine nicht-Erwiderung in ein langes, unfreiwilliges Single-Dasein führt.

    Das außerdem. Wobei jeder Mensch, jede Verliebtheit, schon etwas Besonderes für mich ist, was nicht beliebig austauschbar ist. Das kommt so nie wieder.

    Nur noch kurz zur Authentizität:


    Wenn ich nicht will dass einer merkt dass ich in ihn verliebt bin, dann merkt der das auch nicht. Da muss ich mich nicht gross verstellen. Ich kann mich halt locker beherrschen das nicht rauszuschreien. Macht mir keine Mühe, und ich fühl mich dabei auch nicht irgendwie blöd. (Kann sein dass das mit 20 anders war, daran erinner ich mich nicht ;-D )

    Zitat

    Nur noch kurz zur Authentizität:


    Wenn ich nicht will dass einer merkt dass ich in ihn verliebt bin, dann merkt der das auch nicht. Da muss ich mich nicht gross verstellen. Ich kann mich halt locker beherrschen das nicht rauszuschreien. Macht mir keine Mühe, und ich fühl mich dabei auch nicht irgendwie blöd.

    Na, ich schreie es ja auch nicht heraus ;-) . Vielleicht ist mein Umfeld da besonders sensitiv, aber die merken das eigentlich recht schnell ;-) .

    Zitat

    (Kann sein dass das mit 20 anders war, daran erinner ich mich nicht ;-D )

    Mal schauen, wie ich da mit 30 oder 40 drauf bin ;-D !

    Zitat

    Das außerdem. Wobei jeder Mensch, jede Verliebtheit, schon etwas Besonderes für mich ist, was nicht beliebig austauschbar ist. Das kommt so nie wieder.

    Beliebig austauschbar ist es für mich auch nicht. Für mich ist es auch jedes Mal etwas besonderes: ich möchte diese Frau dann kennenlernen (und mit ihr schlafen) und schauen was raus wird. Aber wenn's nichts wird, dann wird's nichts. Kann ja hunderte Gründe für geben (Kein Interesse, nur Interesse an monogame Beziehungen usw.).

    Zitat

    Verliebtheit ist schon eine sehr heftige, tiefgreifende, komplexe Emotion. Aber am Ende ist es einfach eine Emotion. Und Emotionen kann man gut aushalten, wenn man sie einfach akzeptiert.

    ich klink mich mal hier ein, weil das für mich genau das essenzielle ist ;-)


    eine (wie auch immer geartete) beziehung lebt doch von der emotionalen interaktion. und wenn einer auf einer ganz anderen emotionalen ebene unterwegs ist, als der andere, erschwert das für mich den unbefangenen umgang miteinander. auch, wenn der andere diese unerwiderte verliebtheit vielleicht aushält, vielleicht ja ich nicht? da kann ich mir zig-mal sagen, dass es "bevormundend" ist, ihn vermeintlich zu schützen, das kann ich nicht abstellen.

    Zitat

    Ja, aber kann nicht jeder ein potentieller Partner sein?

    Jeder? Nein.

    Zitat

    Aber evolutionsbiologisch gesehen sind wir eigentlich nicht darauf ausgelegt. Deswegen wundert es mich, dass es für einige Menschen so absurd erscheint, sich häufig zu verlieben.

    Was genau wäre jetzt "häufig"? Und nehmen wir die Verliebtheit (oder nicht so nett: zeugungswillige Phase) als Startschuss für die Zeugung eines Kindes (Arterhaltung), dann dürfte sie maximal rund 1 x im Jahr auftreten, denn sich während einer Schwangerschaft zu verlieben, ergäbe keinen Sinn.

    Kann mich der Argumentation der Userin - Die Seherin anschließen. In dem Moment wo sich im Umgang/Verhalten (deutliche Körperlichkeit, verträumte Blicke, besonderes Interesse durch deutlich gezeigte positive Resonance auf Gespräche/Erlebnisse privater Natur auftut ; vielleicht sogar empfundene Eifersucht/Neid auf andere Kollegen, Freunde o.ä. Situationen) die persönliche "Beichte" von Verliebtheitsgefühlen dem 'Betroffenen' gegenüber verändern sich das eigene Verhalten im Umgang. Mitunter sogar völlig unausgesprochen, nur in kleinen Facetten, (z.B. Veränderung der non verbalen Körpersprache) aber bei sehr sensiblen/sensitiv veranlagten Leuten dennoch wahrnehmbar.


    Manchmal gewollt durch persönliche Distanz, weniger Zeit miteinander verbringend, Rückzug bei intensiven und Reduzierung auf eindeutig wenige auf privater Ebene stattfindenden Gesprächen. Wobei ich selbst dabei noch einen Unterschied zwischen loser undefinierter Schwärmerei für einen anderen Menschen/Mann und echtem Verliebtheitsgefühl machen würde. ( mein Unterschied wäre an dieser Stelle, ob gemeinsamer Sex vorstellbar oder von vornherein ausgeschlossen ist)


    Allerdings hat dies nach Erfahrung je nach Intensität im Umgang ineinander übergehende Phasen und Momente, sodass sich diese Emotionen nicht wie Schubladen strikt voneinander trennen lassen.


    Aber mit dem Wissen von verliebten Gefühlen, die nicht beanwortet werden (Gründe ambivalent austauschbar) ist die Leichtigkeit und der sorglose Gedankenaustausch bei mir gehemmter. Bei mir wäre es ab einer gewissen Vertiefung von Gefühlen so, wenn ich genau wüsste (was sich bei mir schnell zeigt), dass sich nichts positives weiter entwickelt, eine wahrnehmbare Distanz spürbar für einen gewissen Zeitraum, bis sich die Situation wieder verflüchtigt hat.


    In der Darstellung (bei eigener Verliebtheit) sehe ich mich im Verhalten ähnlich wie dem von CoteSauvage. Wer es nicht wissen und erfahren soll, würde es nie spüren. Da könnten in mir die feurigsten emotionalen Vulkane toben, es würde nach außen 'unsichtbar' bleiben. Aber es gab durchaus schon einige Situationen, in denen ich dann bewusster mit flirte, aber gleichzeitig deutlich mache, dass sich aus dieser emotionalen Empfindung, besonders bei für mich sympathischen Männern, nichts weiter entwickeln kann.


    Versuche es in so einer Situation mit wenig verletzenden Worten, meist sogar mit humoriger Ironie, die gut verstanden wird. Manchmal, (nicht immer) hat es nicht mal mit dem Menschen selbst zu tun, wenn der zündende Funke ausbleibt. Es können verschiedene Lebenssituationen sein, vielleicht sogar hemmende Ereignisse (kurz nach einer Trennung z.B.) oder erkennbar entstehende Probleme, die aus einer besonderen Begegnung keine weiteren Kennenlernwünsche forcieren.


    Das alles hängt in meiner Wahrnehmung jedoch von der Persönlichkeit des Gegenübers, seiner Empathiefähigkeit, der Lebensreife und um es salopp zu sagen, dem eigenen Selbstwertgefühl ab. Im Normalfall reagieren Männer wie Frauen insbesondere auf das Gegengeschlecht selten in völlig identischer Weise und Mustern aufeinander.


    Allgemein sind Menschen keine Stereotypen, insofern wird es unterschiedliche Nuancen und Facetten geben, wie in so einer Situation reagiert wird.


    In jüngeren Jahren habe ich das glaube alles etwas weniger überlegt gehändelt. Da konnte ich in einigen Fällen auch mal die "garstige" Kröte sein, wenn mir jemand zu nahe kommen wollte und ich dachte neee DER nicht. (wobei das nicht immer zum gewollten Effekt führte oder mittendrin abgebrochen wurde ;-) o:) )

    Ich mache das ungern, weil ich, wenn ich spüre, dass jemand mich mag, den ich nicht so mag, ihm keine Hoffnung machen will. Und Zeit mit jemandem zu verbringen, der unglücklich verliebt ist in einen, bedeutet, demjenigen Hoffnung zu machen und Lebenszeit zu stehlen.


    Alternativ kann man sagen: Du ich will nix von Dir, aber wir können gern befreundet sein. Hat auch schon funktioniert ... bis er ne Freundin gefunden hatte ;-D

    Ich habe jetzt nur kurz Zeit und gehe jetzt daher nur auf die kurzen Beiträge ein (sorry ^^):

    @ gerundet

    Zitat
    Zitat

    Das außerdem. Wobei jeder Mensch, jede Verliebtheit, schon etwas Besonderes für mich ist, was nicht beliebig austauschbar ist. Das kommt so nie wieder.

    Beliebig austauschbar ist es für mich auch nicht. Für mich ist es auch jedes Mal etwas besonderes: ich möchte diese Frau dann kennenlernen (und mit ihr schlafen) und schauen was raus wird. Aber wenn's nichts wird, dann wird's nichts. Kann ja hunderte Gründe für geben (Kein Interesse, nur Interesse an monogame Beziehungen usw.).

    Ja, so ähnlich sehe ich das auch :)z .

    @ Die Seherin

    Zitat
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    Verliebtheit ist schon eine sehr heftige, tiefgreifende, komplexe Emotion. Aber am Ende ist es einfach eine Emotion. Und Emotionen kann man gut aushalten, wenn man sie einfach akzeptiert.

    ich klink mich mal hier ein, weil das für mich genau das essenzielle ist ;-)


    eine (wie auch immer geartete) beziehung lebt doch von der emotionalen interaktion. und wenn einer auf einer ganz anderen emotionalen ebene unterwegs ist, als der andere, erschwert das für mich den unbefangenen umgang miteinander. auch, wenn der andere diese unerwiderte verliebtheit vielleicht aushält, vielleicht ja ich nicht? da kann ich mir zig-mal sagen, dass es "bevormundend" ist, ihn vermeintlich zu schützen, das kann ich nicht abstellen.

    Ja, das kann ich nachvollziehen. Also hat das denn eher etwas mit dir selbst zu tun als mit deinem Gegenüber?

    @ minimia

    Zitat
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    Ja, aber kann nicht jeder ein potentieller Partner sein?

    Jeder? Nein.

    Naja... kommt wohl drauf an, wie man "potenziell" definiert.

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    Aber evolutionsbiologisch gesehen sind wir eigentlich nicht darauf ausgelegt. Deswegen wundert es mich, dass es für einige Menschen so absurd erscheint, sich häufig zu verlieben.

    Was genau wäre jetzt "häufig"?

    Ständig, alle paar Wochen mal, manchmal auch in mehrere Menschen gleichzeitig.

    Zitat

    Und nehmen wir die Verliebtheit (oder nicht so nett: zeugungswillige Phase) als Startschuss für die Zeugung eines Kindes (Arterhaltung), dann dürfte sie maximal rund 1 x im Jahr auftreten, denn sich während einer Schwangerschaft zu verlieben, ergäbe keinen Sinn.

    Während einer Schwangerschaft sind Frauen ja tatsächlich auch mal nicht so gut auf ihre Männer zu sprechen, einfach wegen der Hormonlage. Tatsächlich funktioniert das mit dem Verlieben am Besten in Phasen, in denen eine Zeugung möglich ist. Es macht aber sowohl für Männer, als auch für Frauen Sinn, sich dann häufig mit Paarungswunsch ( ;-D ) zu verlieben. Männer können so ihre Gene möglichst weit verbreiten, Frauen können mit mehreren Männern schlafen, in der Hoffnung, dass die besten Spermien gewinnen. Manche Männer schießen darüber hinaus ja auch mit Platzpatronen.


    Auch ist die Fortpflanzung nicht der einzige Grund, warum sich Menschen verlieben. Man denke nur an homosexuelle Paare oder auch an Paare jenseits der 50. Liebe, Verbundenheit, Sex - all das bringt Stabilität in zwischenmenschliche Gefüge und Stabilität ist wichtig für eine so soziale Art wie wir es sind, damit "die Sippe" gute Chancen hat, zu überleben. Ich empfehle an dieser Stelle die Beschäftigung mit unseren nächsten Verwandten im Tierreich, den Schimpansen und den Bonobos. Schimpansen lösen die in der Gruppe entstehenden Spannungen oft mit Gewalt, Bonobos mit Sex (der zugegebenermaßen manchmal auch gewalttätig ist, aber nicht sein muss). Menschen verwenden oft beide Strategien.


    Auf jeden Fall macht es an dieser Stelle Sinn, sich zu mehreren Menschen hingezogen zu fühlen, da das gut ist für die Stabilität der "Sippe".

    @ OneFlower

    Zitat

    Ich mache das ungern, weil ich, wenn ich spüre, dass jemand mich mag, den ich nicht so mag, ihm keine Hoffnung machen will. Und Zeit mit jemandem zu verbringen, der unglücklich verliebt ist in einen, bedeutet, demjenigen Hoffnung zu machen und Lebenszeit zu stehlen.


    Alternativ kann man sagen: Du ich will nix von Dir, aber wir können gern befreundet sein. Hat auch schon funktioniert ... bis er ne Freundin gefunden hatte ;-D

    Ja, so kann's gehen. Dir geht es da wahrscheinlich so ähnlich wie Der Seherin.

    Zitat

    Ständig, alle paar Wochen mal, manchmal auch in mehrere Menschen gleichzeitig.

    Mal eine Frage zwischenrein, die eigentlich nicht mehr so direkt mit diesem Thema zu tun hat:


    Bist du dir sicher, dass das, was du hier als "dich verlieben" beschreibst, mit dem vergleichbar ist, was die meisten anderen mit "sich verlieben" beschreiben?


    Könnte es vielleicht sein, dass du einfach nur Lust auf Sex mit (all) diesen Menschen hast, es aber noch weniger "gesellschaftskonform" wäre (weil du dann als Schlampe betitelt würdest), wenn es nur das wäre, und du daher quasi so ein Mäntelchen der Verliebtheit drum rum hängst, damit es nicht gar so platt wirkt wie "ich möchte einfach oft Sex mit unterschiedlichen Menschen"?


    Irgendwie hättest du gut in so eine Hippie-Kommune der 60er gepasst, da wärst du wahrscheinlich keinem komisch vorgekommen und du wärst vielleicht eine der wenigen gewesen, die mit diesem Leben auf lange Sicht klarkommen und es nicht nur so leben weil es gerade in ist ;-D