Warum wird jemand zum Pausenclown?

    Hallo liebe Foris,


    folgende Frage stelle ich, weil ich einen kenne und nicht weiß, wie ich ihn einschätzen soll.


    Mir ist klar, dass man aus den unterschiedlichsten Gründen zum Pausenclown werden kann, aber ich frage mich eben trotzdem nach dem "Warum?" wie ich mich das auch fragen würde, wenn jemand auffallend still ist.


    Ich selber war auch immer so. Zu Schulzeiten habe ich immer alle zum Lachen gebracht ( oder es zumindest versucht ;-) ) durch alberne Aktionen und auch nie ein Blatt vor den Mund genommen. Ich glaube, das war damals so ein Aufmerksamkeitsding von mir, wie ich seit neuestem weiß gehöre ich wohl eher zu den extrovertierten Menschen ;-D . Trotzdem habe ich gemerkt, dass mich dieses Verhalten eher ins Aus katapultiert hat, weil ich damit einerseits eine Art Rolle gespielt habe und andererseits auch auf andere einschüchternd gewirkt habe, glaube ich - meine schüchternen unsicheren Anteile habe ich so gut verborgen.


    Heutzutage bin ich zwar immernoch so, aber ich reiße mich mehr zusammen und ziehe keine Show mehr ab, um andere zu beeindrucken. Das funktioniert ja eh nicht und ich will ja auch für meine Schwächen gemocht werden. Nur mein Freund kriegt manchmal noch die volle Ladung ab ]:D !


    Was denkt ihr also? Sind alle Pausenclowns in Wahrheit schüchtern und verstecken es nur oder wollen sie ihr Umfeld wirklich auf Distanz halten?


    Und kann das gut gehen, wenn zwei unsichere Pausenclowns sich anfreunden?


    LG


    Cinnamon ??Die sich nie daran gewöhnen wird, jetzt unterschreiben zu müssen. Früher ging das so schön automatisch.??

  • 27 Antworten

    Bei uns waren die Pausenclowns ausnahmslos schlechte Schüler, die eigentlich keiner so richtig leiden konnte, aber die für einen Lacher gut waren - vor allem, wenn die Witze gehen die Lehrer gingen. Das zog sich eigentlich von der ersten bis zur 13. Klasse. Diese Schüler durften dann in den unteren Klassen auch mal beim Fußball mitspielen (in den höheren Klassen dann mal bei Referaten mitmachen ohne dass die Augen verdreht wurden, dass die nun gerade in der eigenen Gruppe sind) und waren keine kompletten Außenseiter, hatten aber außerhalb der Schule trotzdem keine Freunde. In der Grundschule taten sich die vorhandenen Clowns auch mal zusammen, richtige Freundschaft war das aber nicht. Zweckgemeinschaft eher. In den höheren Klassen hatte man dann meist nur noch einen Clown in der Klasse/im Kurs.


    Ich glaube, die meisten von denen haben eher ein Aufmerksamkeitsdefizit. Meist kamen die auch aus sozial schwachen Familien, wo die Eltern entweder viele Kinder hatten oder sich nicht um die Kinder kümmerten. Ich verbinde Pausenclowns aufgrund meiner Erfahrungen also eher mit negativen Vorurteilen.


    Ich mache um solche Leute, die im Erwachsenenalter andauernd die Aufmerksamkeit der Gruppe brauchen grundsätzlich einen großen Bogen. So ein Benehmen ist mir unsympathisch und ich finde es auf peinliche Art kindisch.

    Es kann für das "Pausenclownverhalten" so viel Ursachen, wie es Menschen gibt, geben. Der Ermessensspielraum kann zwischen dem Drang ständig im Mittelpunkt zu stehen über Langeweile, Auflockern einer verstockten Stimmung bis hin zum eigenen Narzissmus reichen. Oder ein generelles komödiantisches Talent, das zu jeder passenden und nicht passenden Gelegenheit seine Bühne sucht. Natürlich kann auch Schüchternheit auf diese Art kernig überspielt werden.


    Ob es angebracht oder lästig scheinlustig in die Situation passt, hängt maßgeblich von den Beteiligten ab, die in der Runde verweilen. Passt das Selbstbewusstsein authentisch zum "Pausenclown Auftritt", alle verstehen denselben Humor und teilen ihn, wird es kaum problematisch für die Anwesenden sein.


    Es liegt in meinen Augen an der eigenen Stilsicherheit, welche darüber entscheidet, ob eine humorige Pauseneinlage passt oder nicht. Erfahrungsgemäß entwickeln die meisten Leute das Gespür dafür erst, wenn sie reifer geworden sind oder im Zweifel auch nie. ;-D

    @ Choupette_Finnian

    Zitat

    Bei uns waren die Pausenclowns ausnahmslos schlechte Schüler, die eigentlich keiner so richtig leiden konnte, aber die für einen Lacher gut waren - vor allem, wenn die Witze gehen die Lehrer gingen.

    Das ist interessant. Bei uns waren die schon immer beliebt oder zumindest nicht unbeliebt.

    Zitat

    Ich glaube, die meisten von denen haben eher ein Aufmerksamkeitsdefizit. Meist kamen die auch aus sozial schwachen Familien, wo die Eltern entweder viele Kinder hatten oder sich nicht um die Kinder kümmerten. Ich verbinde Pausenclowns aufgrund meiner Erfahrungen also eher mit negativen Vorurteilen.

    Hm... also meine Eltern kümmerten sich schon finanziell und "sachlich" gesehen, aber emotional nicht. Vielleicht spielt das bei mir auch mit rein.


    Ich glaube schon, dass es mir auch um Aufmerksamkeit ging, aber ich habe eben auch gemerkt, dass das für die anderen stressig sein kann - gerade, wenn ich mit anderen Pausenclowns zusammentraf ;-D ! Deswegen versuche ich heute, es auf ein geringeres Maß zu bringen. Wobei man auch mal nervig sein darf, schätze ich. DieDosismachtdasGift erwähnt ja auch die Frage der Passung.

    Zitat

    Ich mache um solche Leute, die im Erwachsenenalter andauernd die Aufmerksamkeit der Gruppe brauchen grundsätzlich einen großen Bogen. So ein Benehmen ist mir unsympathisch und ich finde es auf peinliche Art kindisch.

    Ja... ich bin da halt so zwiegespalten. Ich finde es (auch bei anderen) schon witzig, aber klar - wenn es Überhand nimmt, wird es anstrengend. Besonder drehe ich eigentlich auch auf, wenn ich total aufgeregt oder unsicher bin, weil ich z.B. irgendwo neu bin. Umso wohler ich mich mit den Leuten fühle und umso besser ich sie kenne, umso weniger "brauche" ich meine Kommentare.

    @ DieDosismachtdasGift

    Zitat

    Es kann für das "Pausenclownverhalten" so viel Ursachen, wie es Menschen gibt, geben.

    Auf so eine Antwort hatte ich zwar nicht gehofft, aber sie stimmt natürlich ;-D !

    Zitat

    Der Ermessensspielraum kann zwischen dem Drang ständig im Mittelpunkt zu stehen über Langeweile, Auflockern einer verstockten Stimmung bis hin zum eigenen Narzissmus reichen. Oder ein generelles komödiantisches Talent, das zu jeder passenden und nicht passenden Gelegenheit seine Bühne sucht. Natürlich kann auch Schüchternheit auf diese Art kernig überspielt werden.

    Ich glaube, bei mir ist es eine Mischung aus alledem. Manchmal mache ich auch unpassende Witze, glaube ich, aber irgendwie mache ich das auch nicht böswillig - es passiert einfach.

    Zitat

    Ob es angebracht oder lästig scheinlustig in die Situation passt, hängt maßgeblich von den Beteiligten ab, die in der Runde verweilen. Passt das Selbstbewusstsein authentisch zum "Pausenclown Auftritt", alle verstehen denselben Humor und teilen ihn, wird es kaum problematisch für die Anwesenden sein.

    Ja, da hast du Recht. Ich selbst nehme mich mit meinem Humor schon authentisch wahr, nur manchmal drehe ich halt total auf. Meiner Erfahrung nach sind Pausenclowns aber geade oft nicht so selbstbewusst und das Verhalten soll dazu dienen, sich Freunde zu machen. Also - nicht nur. Ich bin ja wirklich auch witzig und habe auch die ganzen anderen Beweggründe, die du nanntest. Ich bringe auch gern Leute zum Lachen. Die Frage ist da halt - was war zuerst da? Das Huhn oder das Ei? Manchmal wird der Humor halt Mittel zum Zweck und dann wird es auch manchmal für mich selbst stressig. Wobei ich mich nicht mehr so streng bewerte - dann werde ich nur noch unsicherer und drehe noch mehr auf ;-D !

    Zitat

    Es liegt in meinen Augen an der eigenen Stilsicherheit, welche darüber entscheidet, ob eine humorige Pauseneinlage passt oder nicht. Erfahrungsgemäß entwickeln die meisten Leute das Gespür dafür erst, wenn sie reifer geworden sind oder im Zweifel auch nie. ;-D

    Haha ;-D ! Ja... ich glaube, wenn ich mir meine Familie so ansehe, trifft es "Nie." ganz gut ;-D !

    P.S.P.S.: Und nicht, dass der Eindruck entsteht, ich würde mich selbst nicht mögen: Ich finde mich gut, so, wie ich bin. Wenn ich selbst den Eindruck habe, ich drehe mal zu sehr auf, bremse ich mich eben etwas, aber ich mache das nicht von den anderen abhängig. Sonst merkt man ja auch gar nicht, wer zu einem passt und wer nicht. Ich mag auch andere Pausenclowns ganz gern, aber mir fällt halt auf, dass man damit so ein bisschen die Aura der "Unnahbarkeit" erhält. Irgendwie weiß man dadurch nie, was man vom anderen wirklich halten kann, habe ich das Gefühl. Da bemühe ich mich auch, anderen Offenheit und Interesse entgegenzubringen und das funktioniert in Kombination mit meinem Humor auch sehr gut. Ich bin aber auch selbstbewusster geworden in den letzten Jahren.

    Naja, finanziell wurde sich um "unsere" Pausenclowns auch im Rahmen der Möglichkeiten gekümmert, aber sonst eher nicht. Entweder waren die Kinder den Eltern nicht wichtig oder sie waren viel arbeiten. Mir blieben vor allem zwei dieser Clowns aus der Grundschule im Gedächtnis und die waren leider eher in Familien, die sich wohl keiner wünscht.


    -


    Wenn ich Leute nicht kenne bzw. gerade kennenlerne, gehöre ich eher zu denen aus deinem Beitrag, die auffallend still sind. ;-D Ich beobachte erstmal, schaue wie die drauf sind und brauche eine Weile, bis ich mich einbringe. (Sitze jetzt nicht wie ein Stummfisch daneben, aber ich bin da lieber vorsichtig-zurückhaltend, bevor ich durch eine unbedachte Äußerung unangenehm auffalle.)


    -


    Zu deinem P.P.S.-Beitrag: Mein Noch-Onkel ist so ein erwachsener Pausenclown, da weiß man tatsächlich nie, woran man ist. Bei ihm ist es aber sehr extrem. Es ist unangenehm mit ihm zu reden, weil er hat nicht in der Lage ist, ein normales Gespräch zu führen. Man weiß nie, wann er wirklich meint, was er sagt und wann das ganze "natürlich" nur ein dummer Witz war. Aber ich denke, so extrem sind die wenigstens Clowns. Mir ist zumindest nur dieser eine in meinem bisherigen Leben begegnet und er schnallt auch gar nicht, wie er auf andere wirkt. Er ist so ein Typ, den findet man lustig und sympathisch, wenn man ihn selten trifft, aber wenn man öfter/regelmäßig mit ihm zu tun hat, möchte man ihm ne Bratpfanne über den Kopf ziehen. {:(

    Ich persönlich denke, dass die meisten Pausenclowns um Aufmerksamkeit ringen.


    Zumindest bei den mir bekannten Exemplaren drängt sich dieser Verdacht auf.


    Zumeist stammen die aus einem Elternhaus, in dem sie nicht viel zu melden haben, oder hatten.


    Der strenge Vater, der vorbildliche Bruder, die große Anzahl an Geschwistern - das sind so die typischen Anzeichen.


    Was mir in meiner Altersklasse (Mitte/Ende 30) aber auffällt, ist, dass viele dieser Pausenclowns ihre "Energie", bzw. das Ringen um Aufmerksamkeit für positive Dinge kanalisieren.


    Sprich: sie sind häufig in (führenden) Ehrenämtern und/oder Führungspositionen anzutreffen. Da können sie sich austoben und erhalten auch Aufmerksamkeit.


    Von daher ist das nicht immer schlecht. Schwer zu handeln sind aber jeweils alle. Die einen mehr, die anderen weniger schwierig. ;-D

    @ Choupette Finnian

    Zitat

    Naja, finanziell wurde sich um "unsere" Pausenclowns auch im Rahmen der Möglichkeiten gekümmert, aber sonst eher nicht. Entweder waren die Kinder den Eltern nicht wichtig oder sie waren viel arbeiten. Mir blieben vor allem zwei dieser Clowns aus der Grundschule im Gedächtnis und die waren leider eher in Familien, die sich wohl keiner wünscht.

    Ja, meine Eltern waren viel arbeiten und zwischendurch auch getrennt. Emotional musste ich da Vieles kompensieren. Tut mir Leid, dass es den beiden auch so ging.

    Zitat

    Wenn ich Leute nicht kenne bzw. gerade kennenlerne, gehöre ich eher zu denen aus deinem Beitrag, die auffallend still sind. ;-D Ich beobachte erstmal, schaue wie die drauf sind und brauche eine Weile, bis ich mich einbringe. (Sitze jetzt nicht wie ein Stummfisch daneben, aber ich bin da lieber vorsichtig-zurückhaltend, bevor ich durch eine unbedachte Äußerung unangenehm auffalle.)

    Oh, ja, das ist interessant. Ich glaube, am Ende will ja jeder positiv auffallen oder zumindest nicht negativ - nur wählt man dann eben unterschiedliche Strategien.

    Zitat

    Zu deinem P.P.S.-Beitrag: Mein Noch-Onkel ist so ein erwachsener Pausenclown, da weiß man tatsächlich nie, woran man ist. Bei ihm ist es aber sehr extrem. Es ist unangenehm mit ihm zu reden, weil er hat nicht in der Lage ist, ein normales Gespräch zu führen. Man weiß nie, wann er wirklich meint, was er sagt und wann das ganze "natürlich" nur ein dummer Witz war. Aber ich denke, so extrem sind die wenigstens Clowns. Mir ist zumindest nur dieser eine in meinem bisherigen Leben begegnet und er schnallt auch gar nicht, wie er auf andere wirkt. Er ist so ein Typ, den findet man lustig und sympathisch, wenn man ihn selten trifft, aber wenn man öfter/regelmäßig mit ihm zu tun hat, möchte man ihm ne Bratpfanne über den Kopf ziehen. {:(

    Das kann ich mir vorstellen ;-D ! Mein Vater macht sowas auch manchmal, vorallem verhunzt er immer gerne Namen von Menschen, die ich mag %-| . Ich hab ihn ja lieb und so, aber er hat mir auch bewusst gemacht, wo die Grenze zwischen "spaßig" und "nervig" liegt ;-D ! Zumindest hoffe ich das, haha.

    @ Furious

    Hm... das kann sein. Aber warum hört man dann denn nicht auf, wenn man schon Aufmerksamkeit hat? Die Person, an die ich dabei denke, hat eigentlich viele Kontakte und hätte es daher gar nicht nötig, sich groß zu machen.

    Zitat

    Was mir in meiner Altersklasse (Mitte/Ende 30) aber auffällt, ist, dass viele dieser Pausenclowns ihre "Energie", bzw. das Ringen um Aufmerksamkeit für positive Dinge kanalisieren.


    Sprich: sie sind häufig in (führenden) Ehrenämtern und/oder Führungspositionen anzutreffen. Da können sie sich austoben und erhalten auch Aufmerksamkeit.


    Von daher ist das nicht immer schlecht.

    Ja, das stimmt. Es ist immer gut, wenn man die Eigenarten, die man so hat, für etwas Positives einsetzt :)z .

    Zitat

    Schwer zu handeln sind aber jeweils alle. Die einen mehr, die anderen weniger schwierig. ;-D

    Haha ;-D . Ja... ich frage mich auch schon, ob ich mir da dann nicht nen komplizierten Menschen ans Bein binde, der mich mehr frustriert als erfreut. Aber da ich ja auch manchmal so bin und trotzdem nett und einfühlsam, muss das ja nicht so sein.


    Ich mag halt irgendwo auch Herausforderungen, aber muss auch aufpassen, dass ich mich in sowas dann nicht reinsteigere...

    P.S.: Komplizierte Menschen sind für mich wie so eine Süßigkeit, die ganz oben im Regal liegt. Man weiß nicht, ob sie schmeckt, aber sie sieht von weit weg so furchtbar lecker aus und da man nicht dran kommt, will man sie unbedingt haben. Schräg ;-D !

    Habe letztens den Pausenclown aus der 5./6. Klasse wieder getroffen. Dem war damals wirklich gar nichts peinlich und hat auch oft andere für seine Lacher genutzt. Zum Beispiel angelutschte Gummibärchen in die Haare der Mädchen geworfen. Und einmal hat er in ein Brot gebissen, was nach den Sommerferien noch unter dem Tisch lag. Also der war wirklich extrem. Aber alle Mädels waren in ihn verknallt und bei den Jungs war er auch sehr beliebt. Umso erstaunter war ich als er mir jetzt nach 20 Jahren erzählte, dass er ein eigenen Laden und Familie hat. Er ist zwar noch witzig aber auf eine erwachsene Weise. Er war damals richtig schlecht in der Schule aber sehr beliebt. Er sagte, irgendwann hats bei ihm klick gemacht.

    Wow, Jennsch, das ist echt extrem! Und auch die Wandlung danach. Erwachsen zu werden... hm... vielleicht ist das da das Stichwort. Dazu gehört ja aber auch, eine gewisses Selbstsicherheit zu entwickeln und sich selbst kennen und schätzen zu lernen. Das muss, wie ja schon ausgeführt, nichts mit dem Pausenclown-Dasein zu tun haben - bei mir war es aber definitiv so.

    Habe es trotzdem registriert ;-)


    Habe ihn leider nicht gefragt, warum er überhaupt so geworden ist als Kind. Vielleicht mochte er, dass alle über seine Witze/ Taten gelacht haben. Es gehört ja auch ein Stück Mut dazu sich vor allen lächerlich zu machen. Dafür wurde er bewundert.Ich glaube nicht, dass er irgendeine Art Schüchternheit überspielt hat. Dazu kam er jetzt viel zu selbstbewusst rüber.


    Wo ich jetzt weiter drüber nachdenke.....Habe aktuell auch ein Pausenclown im Freundeskreis. Mit U20 war das alles witzig... Seine Sprüche, Kommentare, dämliche Aktionen und lautes übertriebenes witziges Lachen gehört da glaube ich auch zu seiner "Show". Jetzt mit Ü30 ist es manchmal auch echt nervig oder peinlich/unpassend . Als ob er noch an damals festhält und die Unbeschwertheit /lustigen Erlebnisse wieder aufleben lassen möchte . Bei ihm ist es wirklich son Aufmerksamkeitsding und vielleicht der Ausbruch aus seinem stressigen Alltag. Hat ihn ja immer viele Lacher eingebracht. Oder wir anderen haben einfach den Humor verloren und gehen zum Lachen in den Keller ??? Pausenclowns sind vielleicht einfach jung geblieben?! Sorry, meine Gedanken fangen gerade an durcheinander zu gehen. Höre jetzt auf darüber nachzudenken *:)

    @ Jennsch

    Zitat

    Habe es trotzdem registriert ;-)

    Schön :-) .

    Zitat

    Habe ihn leider nicht gefragt, warum er überhaupt so geworden ist als Kind. Vielleicht mochte er, dass alle über seine Witze/ Taten gelacht haben. Es gehört ja auch ein Stück Mut dazu sich vor allen lächerlich zu machen. Dafür wurde er bewundert.Ich glaube nicht, dass er irgendeine Art Schüchternheit überspielt hat. Dazu kam er jetzt viel zu selbstbewusst rüber.

    Meinst du mit "jetzt" heute? Wenn ja, könnte das ja eine Erklärung sein, warum er heute nur noch witzig und kein Pausenclown mehr ist. und klar gehört da Mut dazu, aber Mut entsteht ja auch oft, weil man seine Ängste überwinden und Grenzen testen will. Muss natürlich nicht so sein. Kam mir nur in den Sinn. Ich kenne ihn ja nicht, du schon ;-D !

    Zitat

    Wo ich jetzt weiter drüber nachdenke.....Habe aktuell auch ein Pausenclown im Freundeskreis. Mit U20 war das alles witzig... Seine Sprüche, Kommentare, dämliche Aktionen und lautes übertriebenes witziges Lachen gehört da glaube ich auch zu seiner "Show". Jetzt mit Ü30 ist es manchmal auch echt nervig oder peinlich/unpassend . Als ob er noch an damals festhält und die Unbeschwertheit /lustigen Erlebnisse wieder aufleben lassen möchte . Bei ihm ist es wirklich son Aufmerksamkeitsding und vielleicht der Ausbruch aus seinem stressigen Alltag. Hat ihn ja immer viele Lacher eingebracht. Oder wir anderen haben einfach den Humor verloren und gehen zum Lachen in den Keller ??? Pausenclowns sind vielleicht einfach jung geblieben?! Sorry, meine Gedanken fangen gerade an durcheinander zu gehen. Höre jetzt auf darüber nachzudenken *:)

    Hm... ja... vielleicht ziehen mich deshalb andere Pausenclowns auch so an. Ich bin selbst ein sehr kindlicher Mensch und suche immer das Kind in anderen Menschen, zu denen ich Kontakt will. Und wenn es mir dann so auf dem Silbertablett serviert wird, finde ich das schon entzückend ;-D !

    Zitat

    Meinst du mit "jetzt" heute?

    Ja jetzt ist heute. Kennen tue ich ihn ja auch nicht wirklich. War halt Zufall, dass wir uns getroffen haben.

    Zitat

    Hm... ja... vielleicht ziehen mich deshalb andere Pausenclowns auch so an. Ich bin selbst ein sehr kindlicher Mensch und suche immer das Kind in anderen Menschen, zu denen ich Kontakt will. Und wenn es mir dann so auf dem Silbertablett serviert wird, finde ich das schon entzückend ;-D !

    Ich finde es wirklich toll, wenn man jung geblieben ist und so eine kindliche Leichtigkeit an sich hat. Das steckt an und macht gute Laune. Aber man muss auch wissen, wann es angebracht ist, seine Kommentare für sich zu behalten. Sonst wird es, wie schon gesagt, auch mal nervig. Oder ernsthafte Gespräche werden ins lächerliche gezogen. Bei würdest du lange suchen. Das Kind in mir kennen wirklich nur ganz wenige (vielleicht drei) Leute. Ich komme doch eher ernst rüber, obwohl ich durch sehr trockenen Humor auch mal den ein oder anderen Lacher kassiere. Aber Pausenclown wäre nichts für mich. Da Sitz ich doch lieber im Publikum ;-)

    Ich weiß nicht, wie definiert man denn so einen Pausenclown? Alles was ich dazu im Internet finden konnte, war dass Mario Basler vielleicht einer ist. Vielleicht bin ich einer?


    Jedenfalls war ich in der Schule immer jemand, der gerne, meist sehr trocken humoristische, Kommentare abgegeben hat, die alle zum Lachen bringen konnten. Und jemand, dessen Aufsätze und Erzählungen humoristisch bis zum Äußersten ausgefeilt waren. Und auch heute noch verwende ich bei der Arbeit, wo immer möglich, witzige Formulierungen, lustige Hintergrundgeschichten, usw. über die ich mich meist beim Lesen jedes Mal kaputtlachen könnte. Ich glaube ich bin die Person in der Firma mit den häufigsten Lachanfällen, die aber auch für viele, womöglich für die meisten, Lacher sorgt.


    Mir ist es da aber nicht besonders wichtig Aufmerksamkeit zu erhaschen. Klar, freut es mich auch, wenn andere meine Kommentare zum Lachen bringen, aber hauptsächlich erfreue ich mich daran, dass mein Gehirn so tolle Sachen ausspuckt, die die Stimmung auflockern können.


    Warum ich so geworden bin? Ich weiß nicht. Habe ich zu wenig Aufmerksamkeit bekommen? Möglich, aber um die geht's mir, meiner Ansicht nach, eher zweitrangig. Möchte ich meine Schüchternheit überspielen? Nein, ich bin nicht oder nur sehr selten schüchtern. Und wenn, dann bin ich auch am wenigsten zu Scherzen aufgelegt.


    Vielleicht liegt es auch an der Familie? Der Erziehung? Gar den Genen? Mein Vater zumindest ist auch ein ziemlich lustiger Typ und meine Brüder noch viel mehr. Vor allem der eine, der ist dann schon der Typ, dem nichts peinlich zu sein scheint, der jeden witzigen und noch so absurden Gedanken sofort in die Tat umsetzt, in der Apotheke nach dem "Kondom danach" fragt, sich in Begrüßungen fremder Menschen einbringt, als würde er dazugehören oder zum U-Bahnfahrer in die Kabine steigen will, weil der sagt "einsteigen bitte". Liste schier endlos fortsetzbar. Trotzdem kann man, erstaunlicherweise, auch sehr ernsthafte Gespräche mit ihm führen.


    Weil es schon so viele unlustige Dinge im Leben gibt und ich versuche den Rest so lustig wie möglich zu machen? Gut möglich.


    Vielleicht bin ich gar kein Pausenclown, letztlich geht es wohl voranging darum wie mich andere sehen.


    Aber was du, Cinnamon4, zu komplizierten Typen schreibst, kann ich gut nachvollziehen. Irgendwie sammle ich die. Und irgendwie klappt's meistens, Pausenclown oder nicht.


    Warum sich jetzt den Kopf zerbrechen über etwas, das womöglich nie zum Problem wird?

    LeniKrueger

    Ich denke, dich würde ich eher als humorvoll beschreiben. Deinen einen Bruder dann doch eher als Pausenclown.


    Gibt es ne allgemeingültige Definition für Pausenclown? Im Duden oder so? ":/

    Ich war schon in der Schule ein Pausenclown und bin es immer noch auf der Arbeit. Ich mache das aber nicht um Aufmerksamkeit zu bekommen, sondern eher aus dem Gegenteil heraus, weil ich so niemanden zeigen muss, wer ich wirklich bin. Tiefenpsychologisch steckt hier der Clown drin, als ein anderes gespieltes ICH und auch eine Verkleidung (zum Clown hin). Ich denke, dass das bei mir der Grund ist, ich kann so bequem eine Rolle spielen ohne viel investieren zu müssen und falle gleichzeitig nicht aus dem Rahmen.