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    Naja, es gibt hinreichend viele Frauen, denen nicht der Sinn nach Nachwuchs steht und zudem sind Menschen längst keine instinktgesteuerten Wesen mehr. Die Instinkte gibt es zwar, haben aber für den Menschen längst keine überragende Bedeutung mehr.

    Wenn mich nicht alles täuscht dann haben Menschen sowieso keine Instinkte sondern nur Reflexe - das meinte jedenfalls eine Ärztin mal zu mir - auch wenn ich das etwas anders sehe. Du kannst aber wohl schwer abstreiten dass man das bei einer Frau als hübsch empfindet was Gesundheit(z.b. Gute Haut), vitalität (Muskeln und Ausdauer) und Gebärfreudigkeit (Breite hüften, große Brüste) signalisiert. Das hat sich sicherlich nicht verändert.

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    Es ist doch allgemein bekannt, dass 90% der Frauen auf 10% der Männer stehen

    Nee du, da muss ich wiedersprechen. Das mag auf Mädels zwischen 13 - 18 zutreffen. Ich habe eher die Erfahrung gemacht, dass bei Frauen ab 20 es immer wieder überraschend ist, dass jede ein Faible für den eigenen Typ hat, während bei Männer tatsächlich die meisten Kerle sich einig wären, dass bestimmte Frauen attraktiv sind habe ich bei Frauen so etwas kaum gefunden.

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    Es ist doch allgemein bekannt, dass 90% der Frauen auf 10% der Männer stehen

    Nee du, da muss ich widersprechen. Das mag auf Mädels zwischen 13 - 18 zutreffen. Ich habe eher die Erfahrung gemacht, dass bei Frauen ab 20 es immer wieder überraschend ist, dass jede ein Faible für den eigenen Typ hat, während bei Männer tatsächlich die meisten Kerle sich einig wären, dass bestimmte Frauen attraktiv sind habe ich bei Frauen so etwas kaum gefunden.


    Nicht selten finden in Frauenrunden manche einen Typen total toll, wo andere den total eklig finden... bei Männern habe ich sowas eigentlich nie erlebt.

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    Du kannst aber wohl schwer abstreiten dass man das bei einer Frau als hübsch empfindet was Gesundheit(z.b. Gute Haut), vitalität (Muskeln und Ausdauer) und Gebärfreudigkeit (Breite hüften, große Brüste) signalisiert. Das hat sich sicherlich nicht verändert.

    Das sehe ich auch so- nur lässt das beim Menschen immer noch viel Entscheidungsspielraum und ist zur Entscheidungsfindung: "Ist das die richtige Partnerin?" längst nicht hinreichend und nicht bei jedem Mensch gleichermaßen ausgeprägt und gleich bedeutsam.

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    Es ist doch allgemein bekannt, dass 90% der Frauen auf 10% der Männer stehen ;-)

    Was ganz logisch dazu führen muss, das weit über 90 % der Männer im Laufe ihres Leben eine oder mehrere Beziehungen haben. ]:D


    Was für eine aufopferungswilliges vernünftiges Geschlecht wir doch sind... Unglaublich....

    @ Black Gun

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    normalerweise halte ich nicht viel von klischees über das daten, aber ich finde in einem punkt hat die einschlägige literatur recht: traditionell ist es die rolle des mannes, sich als person zu präsentieren und zu werben. die traditionelle rolle der frau ist es, das werben des mannes durch interesse zu goutieren; oder eben durch die verweigerung von signalen des interesses abblitzen zu lassen. wie es auch gerne in datingratgebern für männer formuliert wird: "bei den ersten dates zeigst du der frau deine welt; niemals umgekehrt!"

    Uff... wie aktuell sind diese Ratgeber denn? Ich hätte die jetzt mit 1950 assoziiert und ich kann mir bald nicht vorstellen, dass eine Mehrzahl der jungen Männer heutzutage noch derart alte Klischees im Kopf hat. Stimme da auch Power Puffi zu ;-) .


    Ich denke, es funktioniert nur - wie du ja auch in einem anderen Abschnitt schreibst - wenn beide Partner viel von sich preisgeben.


    Ich glaube, dass das auch gar nichts mit dem Geschlecht zu tun hat. Auch bei zwei Lesben oder zwei Schwulen würde es nicht funktionieren, wenn nur eine/r von sich redet und der/die andere fragt nur.


    Man muss ja nicht gleich aufs Ganze gehen (auch wenn ich die Geschichte von Power Puffi echt cool und romantisch finde ;-D ), aber zu zeigen, wer man ist, ist wichtig.


    Das liegt aber eher daran, dass man jemanden, der nicht zeigt, wer er ist, nicht einschätzen kann.


    Bei Menschen läuft ja irgendwie immernoch das Programm "Freund oder Feind" und am Besten kommt man eben als "Freund" rüber, wenn man sich offen und verletzlich gibt. Das ist natürlich umso schwerer, je mehr man die Verletzung durch das Gegenüber scheut. Zumindest ist es bei mir so. Ich habe mehr Angst von jemandem verletzt zu werden, der mir etwas bedeutet, weil ich ihn für ein 2. Date in Betracht ziehe, als dass ich Angst vor Verletzung hätte, wenn ich den Datingpartner eh schon abgeschrieben habe. Ich glaube, da hilft es nur sich immer wieder zu sagen: "Auch wenn die Chemie zunächst zu stimmen scheint - wenn er sich im Verlauf des Dates noch als Idiot erweist, weil er mich aufgrund meiner Offenheit verletzt, dann sollte es eben nicht sein!" Ich glaube wirklich, dass da reinspielt, dass man sich selbst nicht zu 100 % so akzeptiert, wie man ist. Oder, anders gesagt: "Die Meinung von Menschen, die man als sehr attraktiv empfindet, überschattet dann die eigene Meinung." Das sollte aber nicht sein. Man sollte sich nicht verbiegen müssen, um zu gefallen. Da muss ich mir auch manchmal noch an die eigene Nase packen.

    Bei mir war es tatsächlich bisher auch immer so, dass desto mehr Interesse ich entwickelt habe, die Männer sich umso weniger gemeldet haben.


    Beispiel: Fande einen Mann ganz toll, da er mich total umgart hat und irgendwie anders als alle anderen Männer war. Mich hat z.B. fasziniert, dass er sich bei jedem Treffen etwas einfallen lassen hat und gesagt hat "Du musst dir keine Gedanke machen.. Ich regel das alles schon und denke mir was aus" oder so Sachen wie "Mein Mädchen würd ich nie den Müll rausbringen lassen". Jedenfalls war ich hin und weg und nach jedem Treffen hat er mir auch geschrieben, dass ich seine Traumfrau sei etc. und auf einmal, als es ernster wurde, kam nichts mehr :=o und ich hab mich einfach nur nach dem "warum" gefragt, aber leider nie eine Antwort erhalten.


    Dann gibt es Typ 2 der Männer-Dating-Welt, die sehen gut aus, sind nett, aber irgendwie fehlt das Interessante und die wollen energisch mehr, sich ständig treffen, wobei es bei einem selbst eigentlich überhaupt nicht gefunkt hat. Woran das liegt, weiß ich nicht.

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    "Mein Mädchen würd ich nie den Müll rausbringen lassen". Jedenfalls war ich hin und weg und nach jedem Treffen hat er mir auch

    Findest du das nicht etwas anbiedernd? Eine Frau als gleichberechtigte Partnerin zu sehen, bedeutet nicht, sich zum Sklaven selbiger zu machen. Wer den Müll rausbringt ist letztendlich egal- das kann durchaus auch eine Frau- wichtig ist nur, dass die Arbeit gerecht verteilt ist. Und das kannst du nicht an Hand von Worten überprüfen. So mancher Mann weist zwischen Wort und Tat erhebliche Differenzen auf. Ich hatte mich eher stark zurückgehalten, mit dem, was ich tun werde, weil ich es nicht für Wert erachtete, viel darüber zu sprechen- vielmehr habe ich es getan. Lasst euch doch nicht so stark von Worten einlullen. Mit Worten kann ich auch das Universum auf einen kleinen Punkt zusammenkomprimieren ...


    Worte halte ich für sinnvoll, um Informationen zu geben: Wo komme ich her, wie bin ich aufgewachsen, welche Geschmäcker und Vorlieben habe ich, was mag ich nicht ...


    Soetwas wie: "Ich werde dich immer lieben, ich werde dich auf Händen tragen" sind in der Regel leere Worthülsen.

    @ quisuisje

    Ich kenne den besagten Mann jetzt nicht, aber für mich klingt es so, als ob er dich ins Bett kriegen wollte. Er hat ja ein ziemliches Brimborium veranstaltet und als es dann ernster wurde, wollte er nichts mehr von dir. Vielleicht wollte er einfach nichts ernstes? Kann mich aber auch irren...

    Also Sex hatten wir nicht, nur Händchen gehalten. Es kann schon sein, dass er darauf aus war. ]:D Ich war danach jedenfalls total traurig. Fand das so süß mit dem Müll, weil ich bei meinem Exfreund immer alles machen "musste" und er nur auf der Couch gehockt hat ;-D

    @ powerpuffi:

    genau so sehe ich es doch auch?! genau diese authentizität, dieses bei sich bleiben macht die TE aber nicht, wenn sie bei dates wie ein wasserfall quasselt, um stille zu vermeiden.


    das andere mit dem "der mann präsentiert sich der frau, nicht umgekehrt" ist ein altmodisches klischee von dem ich mich als einzelperson auch distanziert habe, falls ihr mal genau nachlest. dennoch glaube ich, dass viele menschen unterbewusst noch dieses muster im hinterkopf haben - und das erklärt meinem eindruck nach eben, warum sich bei der TE genau die männer wegen weiterer dates melden, bei denen das date eigentlich nicht so lief: eben weil sich die TE in diesen fällen verstellt und entgegen diesem muster sehr viel von sich preisgibt, was von den männern dann als signal des interesses gewertet wird.

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    Fand das so süß mit dem Müll, weil ich bei meinem Exfreund immer alles machen "musste" und er nur auf der Couch gehockt hat

    Oh Gott ... ":/ Hilfsbereitschaft, Solidarität und Rücksichtnahme sollten zu den drei wichtigsten Qualitätskriterien im sozialen Miteinander gehören. Menschen, denen das fehlt,bereiten meistens früher oder später Probleme. Das erfährt man aber bei einem Menschen nicht durch Worte, sondern durch Taten im Alltag (und nicht nur gegenüber der Partnerin)


    Ich könnte viel darüber lamentieren, wie hilfsbereit, wie solidarisch und rücksichtsvoll ich bin- das bedeutet noch lange nicht, dass ich es tatsächlich bin. Der Beweis erfolgt über viele reale Taten (auch nicht über Eintagsfliegen, um die Frau mal zu beeindrucken).

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    Hilfsbereitschaft, Solidarität und Rücksichtnahme sollten zu den drei wichtigsten Qualitätskriterien im sozialen Miteinander gehören. Menschen, denen das fehlt,bereiten meistens früher oder später Probleme. Das erfährt man aber bei einem Menschen nicht durch Worte, sondern durch Taten im Alltag (und nicht nur gegenüber der Partnerin)

    Das stimmt sicher. Nur wenn einem jemand schon selbst freiwillig eigenständig in Worten Qualitätskriterien anbietet anhand derer Frau sehen kann ob das was er denkt und das was er tut auch zusammenpasst ist das gerade am Anfang einer Beziehung eine super Sache. Das ist ja das was Vertrauen schneller wachsen lässt: Wenn jemand das was er kommuniziert dann tatsächlich lebt - das ist authenisch.


    Viele vermeiden ums verrecken gerade am Anfang einer Beziehung überhaupt irgendwelche "Commitments" in Worte zu packen, gerade weil sie wissen dass sie dran gemessen werden. Das hilft nicht um schnell eine solide Vertrauensbasis zu legen. Worte & Taten - je mehr die übereinstimmen desto authentischer ist der Charakter.

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    Worte & Taten - je mehr die übereinstimmen desto authentischer ist der Charakter.

    Ich würde da noch weiter gehen: Wer ohne Taten sich mit Worten in bestimmter Weise darstellt (z.B. als besonders empathisch etc.), der gehört wahrscheinlicher zu denen, die nicht sind, was sie von sich behaupten zu sein.