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    scheinen hier die meisten NICHT zu verstehen, dass ich (und andere Frauen bestimmt auch) sich unter einem Mann einen aktiven, selbstbewussten, handelnden, selbstsicheren, souveränen Menschen vorstellen, einen, der MACHT und nicht einen, der schüchtern ist und sich nicht traut...

    Doch, durchaus. Das sehe ich auch als wichtigen Punkt an. Es erleichtert das Zusammenleben in einer Beziehung sehr. Ich gehe aber nicht soweit, zu sagen, dass eine schüchterne Frau für mich nicht in Frage käme.


    B. ist im Großen und Ganzen selbstsicher, aber hat auch ihre schwachen Momente - gleiches trifft auch auf mich zu. Das stört mich keineswegs, im Gegenteil, es ist eine große Herausforderung, dagegen anzugehen, wodurch man selbst wächst und gefordert wird. Dadurch - und nur dadurch. Denn eine Partnerin/einen Partner zu haben, mit dem alles, wirklich alles klappt, dazu gehört nichts und es ist für das persönliche Wachsen sogar negativ. Ich muss das Gefühl haben, dass die Richtung/der Weg stimmt, dass meine Partnerin und ich glücklich sind. Ich will kämpfen, will Hindernisse überwinden und Probleme lösen - solange B. und ich wissen, für welches höhere Ziel, und das es sich lohnt.

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    wobei ich das bei Frauen auch nicht toll finde, mal nebenbei gesagt.

    Kannst du doch hier nicht sagen - das könnte die "Unterschiede" zwischen den Geschlechtern verwischen... ;-)

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    DAS ist für mich ein MANN, das will ich haben, (andere Frauen auch, nochmals gesagt); und da hilft krampfhafte Gleichmacherei überhaupt nicht weiter.

    Das hört sich für mich auch nicht verwerflich an - wobei mir eine ganze Reihe Dinge bei meiner Partnerin wichtiger sind als die Frage, ob sie nun devot ist oder eher dominant, sowohl beim Thema Sexualität als auch im Alltagsleben...


    Mein Fazit: Wenn dich das glücklich macht (und deinen Partner), ist es der richtige Weg für dich. Der Partner spielt dabei immer eine Rolle, Egoismus und das rücksichtslose Verletzen halte ich für grundfalsch.


    Es berechtigt natürlich keinesfalls, auf andere herabzublicken, die eine alternative Ansicht dazu vertreten.

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    Ich gehe aber nicht soweit, zu sagen, dass eine schüchterne Frau für mich nicht in Frage käme.

    das musst du selbst wissen.

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    Denn eine Partnerin/einen Partner zu haben, mit dem alles, wirklich alles klappt,

    den wirds wohl kaum geben.

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    wobei ich das bei Frauen auch nicht toll finde, mal nebenbei gesagt.


    Kannst du doch hier nicht sagen - das könnte die "Unterschiede" zwischen den Geschlechtern verwischen...

    das war ALLGEMEIN gesprochen.


    Hier ging es aber darum, was Frauen denken, wenn Männer sie nicht ansprechen. Meine Antwort kennst du, meine Vorliebe auch, und darüber gibt es nix zu diskutieren bzw. die Floskel "wir sind alle nur Menschen und GLEICH" passt da überhaupt NICHT hin.

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    Es berechtigt natürlich keinesfalls, auf andere herabzublicken, die eine alternative Ansicht dazu vertreten.

    das sehe ich eher bei denjenigen, die krampfhaft für ihr schüchternes, abwartendes Verhalten Verständnis einfordern.


    Jeder, so wie er mag. Ich mags nicht, und gut ist.


    Grainne

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    den wirds wohl kaum geben.

    Gut so! Es braucht Niederlagen, um Siege richtig feiern und genießen zu können.

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    die Floskel "wir sind alle nur Menschen und GLEICH" passt da überhaupt NICHT hin.

    Das ist keine Floskel, nebenbei bemerkt. Aber eins muss ich klarstellen: Die Gleichheit, von der ich spreche, bezieht sich auf den geschlechtlichen Aspekt. Charakterlich gibt es bekanntlich sehr wohl deutliche Unterschiede. Und darum geht es mir: bestimmte Eigenschaften spreche ich so dem Menschen zu, stets individuell, und nicht "den meisten Männern" oder "den meisten Frauen". Das Geschlecht tut nichts zur Sache. Es kann sogar ein Vorwand sein, nach dem Motto: "Ich muss so sein, bin ja ein Mann"... das Geschlecht ist keine Ausrede.

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    das sehe ich eher bei denjenigen, die krampfhaft für ihr schüchternes, abwartendes Verhalten Verständnis einfordern.

    Warum dürfen von Natur aus schüchterne Personen kein Verständnis für ihr Verhalten einfordern? Du musst das nicht mögen oder für richtig halten, aber Verständnis ist das mindeste, das man verlangen kann.

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    Die Gleichheit, von der ich spreche, bezieht sich auf den geschlechtlichen Aspekt. Charakterlich gibt es bekanntlich sehr wohl deutliche Unterschiede. Und darum geht es mir: bestimmte Eigenschaften spreche ich so dem Menschen zu, stets individuell, und nicht "den meisten Männern" oder "den meisten Frauen". Das Geschlecht tut nichts zur Sache.

    das sehe ich nicht so.

    Zitat

    Es kann sogar ein Vorwand sein, nach dem Motto: "Ich muss so sein, bin ja ein Mann"... das Geschlecht ist keine Ausrede.

    eine Ausrede sollte es nicht sein.


    Aber ich glaube nicht, dass du beurteilen kannst, bei wem es eine Ausrede ist und bei wem es WIRKLICH so ist.

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    das sehe ich eher bei denjenigen, die krampfhaft für ihr schüchternes, abwartendes Verhalten Verständnis einfordern.


    Warum dürfen von Natur aus schüchterne Personen kein Verständnis für ihr Verhalten einfordern? Du musst das nicht mögen oder für richtig halten, aber Verständnis ist das mindeste, das man verlangen kann.

    ich erwähne den "Jungmänner-thread" im Sexualitäts-forum. Dort findest du Antworten, die darauf schießen lassen, dass sich die jenigen in ihrerSchüchternheit, ihrem Selbstmitleid ("ich bin so wie ich bin") dermaßen verstiegen haben, dass ich da KEIN Verständnis mehr für haben kann. Weil sie gleichzeitig unter ihrem Verhalten leiden. Ändern tun sie aber nix, trotz Tips, gutem Zureden etc... nur Jammern... Verständnis wollen sie aber alle :-o


    Nicht bei mir.


    Grainne

    Zitat

    ..in ihrerSchüchternheit, ihrem Selbstmitleid ("ich bin so wie ich bin") dermaßen verstiegen haben, dass ich da KEIN Verständnis mehr für haben kann. Weil sie gleichzeitig unter ihrem Verhalten leiden. Ändern tun sie aber nix, trotz Tips, gutem Zureden etc... nur Jammern... Verständnis wollen sie aber alle .

    Sehe ich genauso. Ich persönlich bin sogar davon überzeugt, dass es "die von Natur aus Schüchternen Menschen" in Wahrheit gar nicht gibt, sondern dass im Grunde jeder schüchtern ist. Die Schüchternen meinen eben, sie hätten irgendwelche besonderen Empfindungen, die ein anderer nicht hat. Das halte ich für Unsinn. Die hat jeder. Der Unterschied besteht IMO im wesentlichen darin, dass die einen kämpfen und lernen sich zu überwinden, und die anderen eben nicht, und stattdessen Verständnis einfordern. Dass sich mit zunehmender Erfahrung bei der Überwindung der eigenen Ängste natürlich auch Routine, Selbstsicherheit einstellt, wird auch immer übersehen. Statt das als Erfahrungswissen anzusehen, auf das man selbst Einfluss hat, wird das von Schüchternen gerne als natürliche Anlage eines Menschen gesehen, und noch lieber als "mangelnde Sensibilität der anderen" bewertet.

    morgenluft

    Zitat

    Statt das als Erfahrungswissen anzusehen, auf das man selbst Einfluss hat, wird das von Schüchternen gerne als natürliche Anlage eines Menschen gesehen, und noch lieber als "mangelnde Sensibilität der anderen" bewertet.

    ...dann solltest du zumindest nicht vergessen, daß manche Menschen eben auch schlechte Erfahrungen machen, die dann nicht zur Überwindung der eigenen Ängste führen, sondern diese noch verstärken.

    omega-wolf

    Das übersehe ich nicht dabei, und ich mache mir auch nicht vor, dass alle Menschen gleich sind. Aber alle gleichen sich darin, dass es an ihnen selbst liegt, an ihren individuell unterschiedlichen Erfahrungen zu wachsen, und es keinem in die Wiege gelegt wird.


    Dein Satz ist wieder versachlichtes Selbstmitleid. Diese innere Haltung scheint bei dir total verfestigt, dein alter ego geworden zu sein. Wenn du gar nicht bereit bist, selbst was zu unternehmen, an dir zu arbeiten, dann vertrödelst du hier deine Zeit. Noch so viele Ratschläge können eigene Initiative nicht ersetzen.

    Das Problem dabei ist dann die Wahrnehmung. Einmal davon überzeugt, ein Looser zu sein, wird von dem, was man erfährt, dann ständig gespiegelt ohne das Derjenige merkt, dass er es einfach so wahrnimmt. Die eigene Interpretation fließt dann mit ein Bestes Beispiel Ickes letzter Beitrag im Jungmännerthread... Das, was er da schildert, ist mir in einer Disco so noch nie aufgefallen.


    Oder du @omega-wolf: Wenn hinter dir ein paar Frauen lachen, müssen sie nicht über dich lachen, es gibt 1001 einen anderen Grund für ihr Gelächter...

    Zitat

    Dein Satz ist wieder versachlichtes Selbstmitleid.

    Selbstmitleid gab's bei mir zuletzt vor >13Jahren.

    Zitat

    dann vertrödelst du hier deine Zeit.

    Stimmt wohl, daher war das auch mein letzter Beitrag...


    bb

    -einmal kann es sein, dass er einfach nur zu schüchtern ist


    DAS IST WOHL DIE LOGISCHSTE ANTWORT ;-D


    -er hat eine Partnerin und denkt sich, dass er sie zwar ganz ansprechend findet, aber er glücklich ist mit einer anderen und er deshalb nur vor sich hin träumt


    -er wartet, dass SIE ihn anspricht, weil er vielleicht denkt, dass er aufdringlich rüberkommen würde


    Na ja, es gibt halt genug Möglichkeiten...


    Wenn ein Mann eine Frau atraktiv findet, muss ER sie doch auch nicht unbedingt zuerst ansprechen. Wenn sich die Blicke schon getroffen haben, könnte SIE ja auch den ersten Schritt machen...

    So, da sind wir wieder.


    omega-wolf

    Zitat

    Stimmt wohl, daher war das auch mein letzter Beitrag...

    Keine Schüchternheit! Die Frauen (und Männer) hier in diesem Thread kochen auch alle nur mit Wasser... und das Pulver ist auch schon längst erfunden.


    Ich habe eine interessante Seite


    http://www.medizin-netz.de/icenter/schuechtern.htm (jaja, die Konkurrenz :-) )


    zu diesem Thema gefunden, einige Auszüge hier:

    Zitat

    Schüchternheit kann Teil der Persönlichkeit oder erworben sein.


    Schüchternheit ist in bestimmten Lebensphasen und -situationen normal. Wenn sie jemanden in jeder Lebenslage begleitet und jede Situation behindert, hemmt sie die Entfaltung eines Menschen und wird zur Krankheit. Sie kann psychische und psychosomatische Gesundheitsstörungen oder Krankheiten auslösen.


    Gegen eine vorübergehende Schüchternheit, die sich im allgemeinen nicht störend äußert, braucht nichts unternommen zu werden. Eine sich in allen Lebensbereichen hemmend auswirkende Schüchternheit sollte man zunächst selbst zu bekämpfen versuchen. Autogenes Training kann hilfreich sein. Bei besonders hartnäckigen Fällen ist eine individuell angepaßte Psychotherpie angezeigt. Bereits bestehende Gesundheitsstörungen und Krankheiten sind behandlungsbedürftig.

    Es kann also demnach Teil der Persönlichkeit sein, entgegen Morgenlufts Auffassung.


    Hier noch weitere Infos:


    "Fast die Hälfte aller erwachsenen Westeuropäer und Amerikaner ist schüchtern - das zeigen neueste Untersuchungen. Nur 15 Prozent von ihnen entsprechen jedoch dem gängigen Klischee: Errötend, zitternd und stotternd versuchen die offensichtlich Schüchternen, unbekannte Menschen und ungewohnte Situationen zu meiden, wo es nur geht. Der weitaus größere Teil (85 Prozent!) aber versteckt seine Schüchternheit, geht widerwillig zu Partys, hält Vorträge, lächelt - und leidet Höllenqualen."


    Quelle: http://www.almeda.de/home/arti…0,CmpdArticle3383,00.html


    Hierüber mußte ich ganz besonders schmunzeln :-) :


    "Im Bereich der Partnersuche und Sexualität wird Schüchternheit und die damit verbundene Schamhaftigkeit oft als besonders problematisch empfunden. Dabei fühlen sich viele Frauen eher zu Männern hingezogen, die sich nicht ständig wie Tarzan auf die Brust schlagen und herumbrüllen, wie großartig sie sind, und viele Männer würden sich lieber mit einer freundlichen, unauffälligen Frau unterhalten, als für eine aufgetakelte Diva den "Hintergrund" abzugeben."

    Zitat

    Das Problem dabei ist dann die Wahrnehmung. Einmal davon überzeugt, ein Looser zu sein, wird von dem, was man erfährt, dann ständig gespiegelt ohne das Derjenige merkt, dass er es einfach so wahrnimmt.

    das ist richtig, und besonders sehr sensible Menschen beziehen dann alles Negative, was passiert, sofort auf sich.


    Abgesehen davon: Ganz schwierig wird es, wenn man diese Wahrnehmung, ein "looser" zu sein, von Kind auf an eingeimpft bekommt. Und DAFÜR kann niemand was, man kann sich ja seine Eltern nicht aussuchen :-o... das sollte natürlich nicht dazu führen, dass man diese Einstellung für den Rest des Lebens beibehält.


    morgenluft: Stimme zu. Schüchtern war zumindest jeder mal. Nur, bleibt man dabei??? Typisches Beispiel, was Ausstrahlung und Lockerheit (eben keine Schüchternheit) angeht, ist Grinsebär. Ich hätte nie vermutet, dass der auch "Jungmann" war... einfach deshalb, weil er sich so ganz anders gab. Allein schon diese Wortschöpfung: "Jungmänner" *gr* , als ob die was besonderes wären. Stellen wir sie jetzt unter Artenschutz? ... auf dass sie uns ewig erhalten bleiben mögen??? ;-D


    Gabriel: Ich bin der Meinung, da, wo Schüchternheit zur Krankheit wird, liegt es an der Erziehung.


    Grainne

    Wenn z.B. Mütter während der Schwangerschaft einen Autounfall haben, dann kann es dazu führen, dass das Kind besonders stressempfindlich wird. Es gibt sogar viele Fälle, bei denen die Kinder es körperlich kaum aushalten, wenn fremde Personen den Raum betreten. Besondere Stresssituationen während der Schwangerschaft oder auch z.B. Rauchen fördern dieses Verhalten.


    Die Menschen sind also nicht alle gleich, haben nicht alle die gleichen Voraussetzungen und auch mit der Erziehung hat nicht immer etwas zutun.