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    Gegen die heutigen Auswüchse des Feminismus kann man aus bereits genannten Gründen sehr wohl sein

    Diese Auswüchse hatte ich schon als "Männerhassvereine" benannt, mit Feminismus hat das wenig zu tun, auch wenn sie sich selbst auch als Feministinnen bezeichnet sehen wollen und damit den Feminismus demagogisch verwenden.


    Feminismus ist eine Bewegung für Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau und für Menschenwürde und nichts anderes.


    Wenn es Frauengruppen gibt, die der Frau mehr Rechte als dem Mann einräumen wollen, die Männer unterdrücken bzw. ungleichberechtigt behandeln wollen und Frauen herabwürdigen, weil sie Männer mögen, weil sie den Sex mit Männern mögen, dann sind diese Frauengruppen fern vom Feminismus- wie geschrieben sind es dumpfe Männerhassvereine.

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    Gegen die heutigen Auswüchse des Feminismus kann man aus bereits genannten Gründen sehr wohl sein

    Und diese "Auswüchse" sind auch heute nur ein geringer Teil des Feminismus.


    Wie mir diese Verallgemeinerungen auf den Keks gehen, egal bei welchem Thema :(v .


    Immer werden irgendwelche Einzelfälle, die man entweder selbst erfahren hat oder von denen man gehört oder gelsen hat auf "alle" umgemünzt, das ist echt unterirdisch.


    Auswüchse gibt es überall und nur weil es Frauen in Europa und anderen Ländern der "1. Welt" ziemlich gut geht, heißt das noch lange nicht, dass sich "der Feminismus" oder "die Frauenbewegung" ad absurdum geführt hat.


    In anderen Ländern gibt es nämlich auch Frauen und denen geht es alles andere als gut.


    Da gibt es also noch sehr viel zu tun!

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    Oh, natürlich kann ich meine Meinung begründen und argumentieren. Bisher sah ich nur absolut keinen Sinn darin, das zu tun. :-D

    So ungefähr halte ich es mit dem eigenständigen Fliegen, mit dem einhändigen Werfen von Hinkelsteinen und einer Handvoll die gesamte Menschheitsgeschichte aufs Positivste umwälzenden Erfindungen auch, Schwester.

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    Wenn es Frauengruppen gibt, die der Frau mehr Rechte als dem Mann einräumen wollen, die Männer unterdrücken bzw. ungleichberechtigt behandeln wollen und Frauen herabwürdigen, weil sie Männer mögen, weil sie den Sex mit Männern mögen, dann sind diese Frauengruppen fern vom Feminismus- wie geschrieben sind es dumpfe Männerhassvereine.

    ja, die gibt es. Hab ich schonmal gehört.


    Aber ganz ehrlich? Meistens höre ich den Vorwurf gegenüber Frauen, die absolut legitime Forderungen stellen. Die Dinge ankreiden, die vielleicht nicht offensichtlich, nicht lebenswichtig, aber doch ungerecht sind. Das möchte ich dir nicht unterstellen, aber auch auf der Gegenseite ist hier Differenzierung gefragt. Mit sowas banalem wie dem Binnen-I (nur mal ein harmloses Beispiel) kann man sich ja gewaltig ins Aus katapultieren, steht direkt in der Männerhass-Ecke etc. Ob man Binnen-I [insert random subject] gut oder schlecht findet ist da weniger interessant (für Außenstehende), als der Umgang miteinander.

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    Wie mir diese Verallgemeinerungen auf den Keks gehen, egal bei welchem Thema :(v .


    Immer werden irgendwelche Einzelfälle, die man entweder selbst erfahren hat oder von denen man gehört oder gelsen hat auf "alle" umgemünzt, das ist echt unterirdisch

    Gerade die Verallgemeinerung wollte ich mit meiner Aussage eigentlich verneinen. Deshalb sprach ich auch nicht von "der Feminismus", sondern von "heutige Auswüchse des Feminismus" (i.S.v. Teile davon, die ich ja auch konkret bezeichnete). Dass das nicht pauschal "der Feminismus" ist, ist mir klar (ich sagte ja sogar, dass es auch Feministinnen gibt, die sich gegen diesen Quark aussprechen).


    Ich glaube allerdings nicht, dass dies heute nur ein kleiner Teil des Feminismus ist. So winzig klein ist diese Strömung nicht.

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    dass dies heute nur ein kleiner Teil des Feminismus ist. So winzig klein ist diese Strömung nicht.

    Leider. Dieser Teil Frauen merkt nicht einmal, wie sehr sie mit ihrem Handeln dem Feminismus schaden.

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    Leider. Dieser Teil Frauen merkt nicht einmal, wie sehr sie mit ihrem Handeln dem Feminismus schaden.

    Genau das. Sie machen den Begriff Feminismus zu einer Spielwiese für verwöhnte kleine Mädchen, die sich mal eben in ihren Seminaren ein Anliegen aus den gefeilten und polierten Fingerchen ziehen.


    Zana Ramadani (:)^) bringt es auf den Punkt:

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    Es gibt einen Unterschied zwischen Action und Aktion. Action ist das, was die jungen Mädchen aus gutem Haus bei den Femen gesucht haben. Die kamen, weil es ihnen zu Hause langweilig war und weil sie wussten, dass Papa sie rausholt, wenn die Sache schiefgeht, sagt sie. Diese Mädchen suchten Spaß, aber jeder Spaß wird irgendwann fad. Sie versteckten sich hinter Pseudonymen, damit sie später keine Nachteile haben würden, und keine blieb lange dabei. Ramadani drückt es so aus: "Die kamen nur zum Tittenzeigen. Wenn sie merkten, dass Femen Arbeit bedeutet, waren sie schnell weg."


    (https://www.welt.de/vermischtes/article143374400/Die-CDU-Frau-die-ihre-Brust-nicht-mehr-zeigen-will.html)

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    Jedoch macht uns, wie vorhin bereits erwähnt, allein schon der linke und weiße Feminismus das Leben schwer.


    https:deutscherarbeitgeberverband.deaktuelles/2016/2016_02_01_dav_aktuelles_interview-ramadani.html



    Auch ein schönes Beispiel:

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    "Der Feminismus erklärt mir nicht, warum der Bus nicht auf mich wartet. Aber er erklärt mir, warum ich mich für mein Zuspätkommen entschuldigen werde, auch wenn ich nicht schuld war, sondern der Bus zu früh gefahren ist."


    (aus Margarete Stokowski - Untenrum frei).

    Genau, der Bus wartet nicht auf sie, weil sie eine Frau ist (die Wahrscheinlichkeit ist größer, dass der Bus genau deswegen warten würde und bei einem Mann eher Gas geben würde; wäre zwar auch sexistisch, aber ich vermute, darüber echauffiert sie sich dann nicht). Den Fehler bei sich zu suchen, obwohl der Bus zu früh abgefahren ist, hat nichts mit Feminismus oder Geschlecht zu tun, sondern ist ein klarer Fall von selbst schuld. Die Autorin überträgt ihre eigene schüchtern-entschuldigende Attitüde fälschlicherweise auf "die Frauen". Also ich kenne keine einzige Frau mit so einem Entschuldigungskomplex. :-D

    Also ich hätte die Szene ja nun eher so verstanden das sie sagt das der Feminismus die hinter dem eigenen Verhalten liegenden Muster erklärt. Darunter auch weshalb Frauen immer wieder Entschuldigungen für das unangemessene Verhalten anderer selbst finden oder immerhin akzeptieren. Der Bus war ein dämliches Beispiel oder zumindest heute nicht mehr passend, aber auf vielen anderen Gebieten gilt das bis heute.


    Wenn sich Frauen beispielsweise dafür entschuldigen, dass sie Kinder haben und damit zum Teil wirklich unterirdische Aktionen der Arbeitgeber in ein irgendwie tolerables Licht rücken. So zum Beispiel wenn Vorgesetzte bei Krankheit Druck machen. Wie oft hab ich da schon gehört:"Na ja, aber ich hab ja auch Kinder und fall deshalb schon öfter aus, da wird der halt sauer wenn ich sonst auch noch selbst krank fehle." Muhaha. Ne. Der ist einfach ein Arsch, bei jemandem der krank ist Druck zu machen ist scheiße, egal ob Kinder oder nicht. Männer regen sich da eher über den Arsch von Chef auf, Frauen suchen den Fehler bei sich.


    Und das ist in der Tat ein in der Psychologie auf allen Ebenen sehr häufig beobachtetes Phänomen. Männer suchen Schuld bei anderen (tendenziell versteht sich), Frauen (ebenso tendenziell) bei sich. In Beziehungen, im Job, bei der Erziehung der Kinder. Und dies Phänomen zu erklären ist, der Äußerung oben nach, eine der Aufgaben des Feminismus, denn erst wenn man die Gründe und zugrunde liegenden Mechnismen kennt und aufgedeckt hat, kann man etwas dagegen unternehmen.

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    Männer suchen Schuld bei anderen (tendenziell versteht sich), Frauen (ebenso tendenziell) bei sich.

    Männer übernehmen Verantwortung. Frauen suchen nach Schuld. (ebenso tendenziell versteht sich)


    Daraus resultiert ein immerwiederkehrendes Missverständnis zwischen Männern und Frauen. Frauen glauben häufig, ein Mann würde ihnen für irgendwas die Schuld geben, obwohl er sich lediglich nicht verantwortlich fühlt.

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    Männer suchen Schuld bei anderen (tendenziell versteht sich), Frauen (ebenso tendenziell) bei sich.

    Oh. Tatsächlich? Ist das so? Ich will das nicht (begründet) anzweifeln, aber ist das von der Tendenz her so? Bei Frauen kann das gut sein, (weiß es nicht), aber auch bei Männern ist es mir so nie bewusst aufgefallen.

    Muff


    Ich hab da nun keine psychologische Fachliteratur zur Hand, es gibt da aber was, mein therapeut hatte das bei sich rumstehen und deswegen haben wir drüber gesprochen. Ich hab nur diesen SWR Artikel auf die Schnelle gefunden: Nettigkeitsfalle


    Da steht das auch, allerdings sehr schwammig als Thesen der Therapeutin. Untersuchungen dazu suche ich mal mit mehr Muse, ist halt so ein Thema bei dem man sich durch eine Millionen Datin und Paar-Seiten arbeiten muss die vor dem interessanten Kram angezeigt werden. ;-D

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    Männer suchen Schuld bei anderen (tendenziell versteht sich), Frauen (ebenso tendenziell) bei sich.

    Oh. Tatsächlich?

    Ich habe da keine Statistiken, aber mein Eindruck: Selbstanzeigen von Frauen sind vergleichsweise selten, auch ihre Geschlechtsgenossinnen zeigen Frauen wohl eher selten an.


    Die große Mehrheit der Anzeigen von Frauen richtet sich gegen Männer.


    Wenn es eine Statsitk gibt, der sich das Gegenteil entnehmen lässt, lass ich mich gerne korrigieren.

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    Wie oft hab ich da schon gehört:"Na ja, aber ich hab ja auch Kinder und fall deshalb schon öfter aus, da wird der halt sauer wenn ich sonst auch noch selbst krank fehle."

    Kenne ich z.B. völlig anders. Das ist nicht zuletzt auch berufsfeldabhängig und betrifft ebenso Männer. Im Niedriglohnsektor, wo Menschen schnell mal ausgetauscht werden, schleppen sich auch etliche Männer mit Beschwerden zur Arbeit, weil sie Konsequenzen befürchten.


    In "arbeitsrechtlich fortschrittlicheren" Bereichen bzw. sicheren Arbeitsverhältnissen melden sich hingegen Frauen meiner Erfahrung nach vergleichsweise häufiger krank als Männer.

    Zitat

    Ich habe da keine Statistiken, aber mein Eindruck: Selbstanzeigen von Frauen sind vergleichsweise selten, auch ihre Geschlechtsgenossinnen zeigen Frauen wohl eher selten an.


    Die große Mehrheit der Anzeigen von Frauen richtet sich gegen Männer.


    Wenn es eine Statsitk gibt, der sich das Gegenteil entnehmen lässt, lass ich mich gerne korrigieren.

    Das hat mit dem von Dir Zitierten halt herzlich wenig zu tun, aber danke, dass Du Dich eingebracht hast.