Laufen zwei Hamster im Hamsterrad und streiten sich, wer bessere Selbstverwirklichungschancen hat. Kommt Sensibelmann und schlägt stattdessen ein Picknick in der Natur unter Freunden vor. Alter Romantiker. :=o ;-D

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    Ich würde eher sagen das aktuell Menschen beachteiligt sind die in Teilzeit arbeiten wollen oder müssen, geschlechtsunabhängig. Faktisch betrifft die Teilzeitarbeit zur Zeit meist Frauen, obwohl ich nicht weiß wieviele Männer gerne würden, wenn sie denn könnten. Deshalb habe ich die Hoffnung das eine Frauenquote zwingen würde Lösungen für diese Probleme zu finden, von der hoffentlich am Ende alle profitieren.

    Ich vielen Branchen ist Teilzeitarbeit allerdings echt schwierig zu bewerkstelligen. Es wurde ja in der Diskussion schon mal der Vergleich Erzieherin zum Fliesenleger gestellt.


    Wenn ich jetzt so ein Handwerksbetrieb bin, der von 8-17 Uhr geöffnet hat und stelle eine Frau ein, die lediglich Teilzeit arbeitet, dann muss ich erstmal noch einen weiteren Arbeitnehmer finden, der bereit ist nur die andere Hälfte der Woche zu malochen.


    Bei dem Fachkräftemangel, der im Handwerk herrscht, ist das ein sehr schwieriges Unterfangen. Das macht kein Mann, der locker sofort in einer anderen Firma anfangen und dort voll arbeiten und verdienen kann, es ist uninteressant für ihn.

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    Bei dem Fachkräftemangel, der im Handwerk herrscht

    ... ist verständlich, wenn man versucht jede Arbeits-, auch Überstunde aus ihm herauszuquetschen. Aber Tatsache ist, dass jemand, der Teilzeit arbeitet, besser ist, als jemand, der gar nicht arbeitet. Lasse ich also jemand liegen, der teilzeitarbeiten will, kann ich mich über Fachkräftemangel nicht beschweren.

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    Lasse ich also jemand liegen, der teilzeitarbeiten will, kann ich mich über Fachkräftemangel nicht beschweren.

    Genau das. Gerade im Handwerk sollte Teilzeit kein größeres Problem sein, wenn man ggf offen für ganze freie Tage oder mehrere halbe Tage ist. Ich mein - bei der Arbeit mit Menschen kann man noch mit der Bezugsproblematik kommen, aber einer Fliese ist es doch egal, wer sie verlegt und ob die Nachbarfliese vielleicht von der zweiten Halbtagskraft gelegt wurde...

    Dafür müsste man aber etwas seinen Kopf anstrengen. Warum sollte man das tun, wenn man sich auch einfach auf "wurde schon immer so gemacht" berufen kann? Und echte Männer arbeiten hart und lang; sind ja schließlich keine Sekretärinnen in irgendwelchen Ämtern, die ja bekanntlich bei Kaffe und Kuchen ihre (Teil)Zeit absitzen ;-) .

    Ich denke das Problem ist für den einen oder anderen der hier so argumentiert wie Schildkröte eher, dass Mann eigentlich sehr gerne vollzeitarbeiten möchte, weil ihm das tendenziell lieber ist als zu Hause sozial vorzukommen und seine "Frei"zeitaufteilung mit Familienmitgliedern debattieren zu müssen. Wenn er den halben Tag nicht arbeitet ist ja klar, das der anders ausgefüllt werden kann. Die Ausrede: ich muss ja arbeiten! würde dann wegfallen und müsste durch ich will arbeiten ersetzt werden.


    Ich denke das steckt oft tatsächlich hinter Argumenten wie denen die Schildkröte hier andeutet.

    Der Hauptgrund, warum fast alle Handwerker lieber eine Vollzeitstelle ausüben möchten, ist um höhere Rentenansprüche zu erlangen. In Berufen, welche körperliche Arbeit erfordern, können die meisten Menschen nicht bis 67 arbeiten und müssen ihre finanzielle Absicherung oftmals früher abgeschlossen haben.

    Ich würde sogar behaupten, die meisten Männer (also nicht nur Handwerker) arbeiten lieber Vollzeit, weil man da mehr verdient und ein sicheres Auskommen hat.


    Ob Frauen tatsächlich in die "Armutsfalle Teilzeit" tappen, wie es von feministischer Seite aus häufig behauptet wird, wage ich zu bezweifeln.


    Ich gehe davon aus, Frauen wissen schon, dass man auf einer Teilzeitstelle weniger verdient als auf einer Vollzeitstelle. Ihnen macht es anscheinend nur nicht so viel aus, wenn sie sich von Vater Staat oder ihrem Ehemann den Lebensunterhalt finanzieren lassen.

    Sind Handwerker unter uns? Wenn es nicht so traurig wäre, würde ich mich gerne schlapp lachen.


    Handwerker, die nur einen Teilzeitjob machen? Sonst noch was? Soll ich beim nächsten mal gleich für einen Monat ins Hotel ziehen, wenn der Fußboden in meiner Wohnung neu gemacht wird? Am Freitag rief der Chef bei mir an, er könne nicht am Montag kommen, um die zweite Wohnungshälfte zu verlegen, weil sein Mann krank geworden ist. Ich eine ganze Woche länger mit sämtlichen Hausrat im Wohnzimmer gewohnt. Dann war der Mann wieder gesund, brauchte aber keine zwei Tage für die zweite Hälfte wie vom Chef behauptet, sondern drei (oder waren es dreieinhalb?). Ich spreche immer noch von Vollzeit. Was das dann in Teilzeit für eine Geschichte hätte werden sollen, möchte ich mir nicht ausmalen. Zwei Wochen Baustelle? Nicht mit mir, da verlege ich den Boden nächstes mal selbst, kann ja auch ohne Probleme dafür Teilzeiten.

    Was hat das mit Handwerkern zu tun?


    Zwei wissenschaftliche Mitarbeiter, die jeweils eine halbe wissenschaftliche Arbeit schreiben, anstatt eines wissenschaftlichen Mitarbeiters der eine Arbeit schreibt?


    Ist das weniger lustig?


    Nein, es ist genauso traurig, weil manche es einfach nicht kapieren.

    In meinem Job verdiene ich das gleiche wie mein Mann, wir haben uns immer die Familienarbeit geteilt und ich werde trotz zweier Kinder auch genauso viel Pension bekommen wie mein Mann. Alles andere wäre für mich auch nie in Frage gekommen.


    Mein Mann ist ein echter Mann, und ich bin das passende Gegenstück, um zum Fadenthema zurückzukommen.

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    Ob Frauen tatsächlich in die "Armutsfalle Teilzeit" tappen, wie es von feministischer Seite aus häufig behauptet wird, wage ich zu bezweifeln.


    Ich gehe davon aus, Frauen wissen schon, dass man auf einer Teilzeitstelle weniger verdient als auf einer Vollzeitstelle. Ihnen macht es anscheinend nur nicht so viel aus, wenn sie sich von Vater Staat oder ihrem Ehemann den Lebensunterhalt finanzieren lassen.

    Sag mal m+s, wie bist du denn drauf? Hast du die letzten Jahre unter einem Stein gelebt? Ist dir wirklich nicht bewusst, wie viele Frauen im Alter als "arm" gelten? Ehrlich, über so viel Ignoranz kann ich nur mit dem Kopf schütteln :(v . Unfassbar, wirklich :|N