Wetten Muff, du erkennst meine Beiträge auch ohne dass du meinen Nick siehst? Das ist gelebte Individualität. Auch wenn mir deine Vorstellungen davon, wie ich schreiben sollte, ins Gesicht hauchen ??und a.fish diesen Hauch in Richtung sozialen Druck verstärkt?? : Es bremst mich nicht ]:D . Allerdings versuche ich in eine dir gemäßere Rolle zu schlüpfen, wenn ich mit dir schreibe :)z .


    Jedenfalls danke für die Gelegenheit, es noch mal kurz und konkret auf den Punkt zu bringen @:) .

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    Wenn dir der Wind ins Gesicht bläst, ja. Für andere ist es genau der Rückenwind, den sie brauchen, um voran zu kommen.

    Ich finde das Bild nicht schlecht! Alle hätten gerne Rückenwind. Nur würde das eben höchst unterschiedliche Windrichtungen erfordern.


    Ich finde es unfair und auch nicht im Sinne der Kinder, dass der Rückenwind nach wie vor der traditionellen Rollenverteilung gilt (= Ein Partner (meist der Mann) Vollzeit, der andere (meist die Frau) maximal Teilzeit oder sogar ganz zuhause für Jahre bis Jahrzehnte). Ich wäre sehr für eine Förderung aktiver Vaterschaft mit möglichst 50:50 Rollenteilung (Beruf, Kinder, Haushalt).


    Aber das wollen nicht alle. Also ist es schwierig dafür Rückenwind einzufordern. Aber der Gegenwind (= Rückenwind für die klassische Rollenteilung) sollte meiner Meinung nach aufhören. Das kann man Flaute nennen, aber ich finde es wäre erstrebenswerte Wahlfreiheit unter erleichterten Bedingungen.


    Andereseits bin ich auch für individuellen Kampfgeist: Wenn man beide Elternteile als gleich wichtig für das Kind empfindet, dann sollte man dem m.E. auch Rechnung tragen. Auch wenn es (sehr) schwierig ist.

    @ LovHus

    Zitat

    Jedenfalls danke für die Gelegenheit, es noch mal kurz und konkret auf den Punkt zu bringen @:) .

    Äh, was genau? ":/


    Die letzten Beiträge hier im Faden klingen für mich mehr nach philosophischem Quartett.


    Wie war doch gleich wieder die Frage, die in der Eröffnung des Fadens gestellt wurde? Ach so, aha, na, schon ziemlich weit weg.


    Vielleicht bekommt die Diskussion ja neue Aspekte dadurch, dass wir unser Gesellschaftsmodel einmal mit dem der Jäger und Sammler vergleichen. Dort sehe ich nämlich den eigentlichen Ursprung bzw. mit dem Beginn der Landwirtschaft. Das Geschlechterverhältnis kann nämlich nicht ohne die bestehenden Besitzstandverhältnisse betrachtet werden. (Geschlechter-)Rollen sind in Folge nämlich nur Mittel zum Zweck. Nach jahrtausendlanger Unterwerfung unter Aussaat und Ernte, und was darauf alles folgte, ist es heute ein wenig undurchsichtig und schwierig geworden, den Mensch in seiner Ursprünglichkeit zu verstehen.


    Und wenn es "echte Männer" gibt, wie sehen dann die "unechten" Männer oder Frauen aus? Sind die dann der Gegenentwurf von Mainstream und Werbung, quasi der konsum- und ideologieresistente Teil der Bevölkerung?

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    Und wenn es "echte Männer" gibt, wie sehen dann die "unechten" Männer oder Frauen aus? Sind die dann der Gegenentwurf von Mainstream und Werbung, quasi der konsum- und ideologieresistente Teil der Bevölkerung?

    Das finde ich eine gute Idee, mal von der anderen Seite an die Sache ranzugehen.


    Damit meine ich nicht, dass die falsche Dichotomie von "echten" Männern und Frauen jetzt doch wieder durch die Hintertür eingeführt werden sollte, sondern dass man das Falsche an der falschen Dichotomie noch mehr verdeutlichen kann.

    Echte Männer können logisch denken und deshalb wissen sie auch, dass eine Alternative zum echten Mann nicht unbedingt ein unechter Mann sein muss.


    Wie wäre es beispielsweise mit einem gleichberechtigten Mann?


    Mit einem modernen Mann?


    Mit einem Softie?


    einem Intellektuellen?


    einem Schöngeist?


    Oder mit einem Hausmann?


    Das sind ganz bestimmt keine echten Männer. Aber sind sie unecht?

    Häh? Kann der "Ironie" leider gerade nicht folgen.


    Das mit dem "echt" kannste echt knicken.


    Ich gehe immer auf die Herrentoilette - ist mir echt genug.


    Hoffentlich kommt jetzt niemand und behauptet "echte" Männer pinkeln nur im Stehen gegen den Wind.


    Dann hätte ich jetzt ein Problem. ":/


    Aber hier geht es eh nur um die "echten" Frauen. ;-D

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    LovHus, wenn du noch allgemeiner wirst

    ... mach's dir doch selbst konkreter ... Der Oberlehrer würde sagen: "Finde Beispiele ..."

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    dass der Rückenwind nach wie vor der traditionellen Rollenverteilung gilt

    Dieser Rückenwind für die klassische Rollenverteilung wird ganz maßgeblich durch Frauen mitgetragen- auch wenn zahlreiche Frauen offiziell das Gegenteil behaupten. Leider durchdringt dieses Rollenbild auch immer wieder die kindliche Erziehung oder die kindliche Begleitung- maßgeblich durch die selbstinszenierte Erziehungsführungsfigur als Frau (nach dem Motto: der Mann ist zu blöd für Erziehung/Begleitung der Kinder. der Mann ist zu blöd für Haushaltsfragen) ??ein Glück, dass dieser Kelch an mir vorübergegangen ist- ich merke das aber hin und wieder in meinem Lebensumfeld??

    Zitat

    Dieser Rückenwind für die klassische Rollenverteilung wird ganz maßgeblich durch Frauen mitgetrage

    Ja, sehe ich auch so. Ich finde es immer wieder erschreckend, wieviele junge und mittelalte Frauen heute nach wie vor die klassische Rollenverteilung erstrebenswert finden. ":/

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    Ich finde es immer wieder erschreckend, wieviele junge und mittelalte Frauen heute nach wie vor die klassische Rollenverteilung erstrebenswert finden. ":/

    Du hast Dich doch bestimmt verschrieben und meintest "mittelalterliche"! ;-D

    Leider nein. Das sind durchaus gegenwärtige Frauen. ":/ Wenn auch ihre Lebensvision nicht gerade sehr zeitgenössisch ist.


    Wobei man dem Mittelalter auch nicht unrecht tun sollte. Da dürfte die Arbeitskraft der Frauen in hohem Umfang gefragt gewesen sein.


    Die traditionelle Rollenverteilung ist ja eher ein späteres, biedermeierliches Phänomen. Auch heute "blüht" es primär in der Mittel- und Oberschicht. Geringverdiender sind ja oft auf zwei Einkommen angewiesen.


    "Gefährlich" in Sachen altmodische Rollenverteilung wird es erst, wenn der Mann (oder die Frau) so viel verdient, dass das zweite Einkommen verzichtbar wird/erscheint.

    Lola, meine Liebe, das war doch nur das, was manche komischen Leute manchmal machen, das, wo Du dann immer so irritiert bist und Dich fragst, warum ansonsten halbwegs vernünftige Leute auf einmal so bizarren Unsinn daherquaken - ein Witz. :)_ ;-D