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    Wenn man sich das mit dem Partner teilt, dann fällt ja jeder schonmal nur 5 Tage aus. Das senkt die Wahrscheinlichkeit, dass man deswegen gekündigt wird. Und wenn man den Job verliert, muss man eben einen neuen suchen und/oder ein eigenes Unternehmen gründen.

    Ein Einblick in Deine kleine perfekte Welt. Dann gründe ich halt mein eigenes Unternehmen, wenn mein Kind so oft krank ist. Das ist ja eine tolle Lösung.


    Ansonsten: Ist Dir klar, dass man für das ganze Jahr überhaupt nur 20 Kind-krank-Tage hat? Dass man nur 10-15 Tage Urlaub im Jahr verplanen kann und den Rest für irgendwelche Krankheiten, Arztbesuche aus der Reihe etc. pp. aufsparen muss? Das Kind war allein dieses Jahr schon 24 Tage nicht im KiGa. Dabei war es nicht mal wirklich ernsthaft krank, aber eben nicht gesund genug für den KiGa. Mit einer Mischung aus Gleitzeit, halben Urlaubstagen, Kind-krank-Tagen, selber krank sein (nicht gelogen, sondern tatsächlich krank) kriegen wir das irgendwie hin. Aber das ist alles scheiße anstrengend und ein Drahtseilakt.


    Von daher geht mir Dein theoretisches Gefasel echt auf den Senkel. Ich glaube, Du kannst Dir nicht im Entferntesten vorstellen, wie das Leben mit Kind tatsächlich aussieht.

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    Nein, sehe ich nicht so. Erstens kann man sich einfach trennen und braucht keinen Richter dazu. Zweitens geht es schneller und drittens würde ich eben keinerlei finanziellen Ansprüche stellen. Getrennte (bzw. sehr leicht trennbare!) Finanzen erleichtern eine Trennung massiv. (Was ich wichtig finde, denn ich will nicht, dass eine Beziehung aus finanziellen Gründen fortbesteht, obwohl sie eigentlich längst unglücklich ist.)

    Da hast Du ja jetzt super den Aspekt der gemeinsamen Kinder ausgeklammert.

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    aber eben nicht wirklich aus den gleichen Überlegungen stammen.

    Das ist wohl wirklich war. Bei Dir hängt halt irgendwie eine ganze Weltanschauung dran und bei uns war die Hauptmotivation


    "der Vater soll sich genauso wie die Mutter kümmern, dass das Kind an beide Bezugspersonen gleichermaßen gebunden ist". Und das geht mit Teilzeit nunmal einfacher wie mit Vollzeit. Gleichzeitig haben wir beide gute Jobs und können es uns finanziell erlauben, in Teilzeit zu gehen. Solche Überlegungen wie "ich bleib 3 Jahre zu Hause", "Minijob reicht auch" gab es überhaupt nicht ??mit nur einem Kind leicht gesagt - keine Ahnung wie es mit zwei oder drei Kindern wäre??. Ich hab ja keine Religion erfunden, ich mache einfach nur 50/50 mit meinem Mann.

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    Ist Dir klar, dass man für das ganze Jahr überhaupt nur 20 Kind-krank-Tage hat? Dass man nur 10-15 Tage Urlaub im Jahr verplanen kann und den Rest für irgendwelche Krankheiten, Arztbesuche aus der Reihe etc. pp. aufsparen muss?

    Wir hatten das nie ausschöpfend in Anspruch genommen- und wir hatten mehr als 3 Kinder. Gesundheit ist kein Zufall genauso wie die Entwicklung des Immunsystems ... da kann man viel dafür oder auch viel dagegen tun- es ist eben nicht alles nur mit Pech oder genetisch begründbar (auch wenn es in seltenen Fällen so ist).


    Im Übrigen war meine Frau viele Jahre selbständig- das war zeitweise auch mit enormen finanziellen Nachteilen verbunden: Kein Mutterschaftsschutz, kein Mutterschaftsgeld, hohe Krankenkassenbeiträge, hohe Steuerklasse, .... Immehin konnten wir uns bezüglich der Kinderbetreuung zeitlich gut abwechseln, da meine Frau freier in der Zeiteinteilung war.


    Gemeinsam schafft man das aber gut auch wenn der Staat mitunter ein Arsch ist (für zahlreichen Unfug wie Waffen, sinnlose Autobahnen ist immer Geld da)

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    Ist Dir klar, dass man für das ganze Jahr überhaupt nur 20 Kind-krank-Tage hat?

    Was hießt hier um Himmels willen nur?! Ich finde es teilweise echt unfassbar auf wie hohem Niveau hierzulande die Leute zu jammern im Stande sind. %-| 20 Tag Tage im Jahr! Das ist doch viel. Hinzu kommt bei jedem Elternteil nochmal je 25 Tage normaler Urlaub. + Das Urlaubsguthaben aus vergangenen Jahre. Ich habe habe aktuell beispielsweise einen Urlaubsanspruch von knapp 50 Tagen. Viele andere Berufstätige, die ich kenne haben ähnlich hohe Urlaubsguthaben.


    Es tut mir ja sehr leid, wenn mir die Versorgung von kranken Kindern in einer Weltgegend mit einem der besten verfügbaren Gesundheitssystemen (noch dazu kostenlos, da es extrem guten Versicherungsschutz gibt) nicht als unlösbare Aufgabe ansehen kann. %-|

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    Mit einer Mischung aus Gleitzeit, halben Urlaubstagen, Kind-krank-Tagen, selber krank sein (nicht gelogen, sondern tatsächlich krank) kriegen wir das irgendwie hin. Aber das ist alles scheiße anstrengend und ein Drahtseilakt.

    Frag mal eine Familie in einem indischen Slum, wie sie das Leben finden... Mir ist ja klar, dass es durchaus schwierig ist, Beruf und Familie zu vereinbaren. Aber verdammt: Warum darf das Leben nicht schwierig sein? Ich finde es darf!!!

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    Da hast Du ja jetzt super den Aspekt der gemeinsamen Kinder ausgeklammert.

    Wenn ein Mann in der Beziehung 50% der Kindererziehung und Kinderarbeit übernimmt, dann wird der m.E. mit extrem hoher Wahrscheinlichkeit auch im Fall einer Trennung weiterhin aktiver Vater sein wolllen.

    Und dazu noch:

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    Ein Einblick in Deine kleine perfekte Welt. Dann gründe ich halt mein eigenes Unternehmen, wenn mein Kind so oft krank ist. Das ist ja eine tolle Lösung.

    Du kannst dich gerne darüber lustig machen, aber wenn man sich eine Unternehmensgründung grundsätzlich zutraut und weiß, wie schwierig es heute oft ist, überhaupt einen neuen Job zu finden, dann kann das in der Tat ein möglicher Lösungsweg sein. Insbesondere in einer Zeit, in der man zeitliche Flexibilität braucht.


    Nur weil wir in einer so starken Angestellten-Kultur leben, ist eine Unternehmensgründung nicht gleich eine völlig absurde Idee.

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    Ja, das ist für mich kein NoGo. Ich glaube z.B. nicht, dass ganz Frankreich traumatisiert ist. ;-) Es ist das für mich völlig übertriebene "Die Mutter ist das Beste für das Kind", das im deutschen Sprachraum dominiert, das für mich abschreckend ist.

    Nun, ich hatte hier gerade Besuch von einer Frau die gerade ihren Doktor zu Forschung in dem Bereich schreibt, schwanger. Sie hat sich furchtbar aufgeregt, dass es egal sei, wie oft die Forschung nachweißt, dass Betreuung in Vollzeit für Kinder nicht gut sei, die politische Marschrichtung ließe sich davon nicht beeindrucken. Und eine Userin hier, wohnhaft in Frankreich, hat mich mal auf die Debatte in Frankreich hingewiesen ob diese Betreuungszeiten vielleicht mit der höchsten Suizidrate Europas bei Kindern im Grundschulalter zusammen hängt. Dazu die Studie der Bertelsmannstiftung die deutlich zeigt, dass die meisten der Einrichtungen in Deutschland nicht gut sind sondern so lala... Gerade du die doch sonst so an Zahlen klebt, müsste da doch ins Grübeln kommen, aber die Bedürfnisse der Kinder spielen bei deinen Überlegungen kaum eine Rolle, abgesehen von dem Aspekt das bei Eltern da sein sollten. Du reitest da ein Prinzip und allein der Gedanke ein Kind zu bekommen um der Welt zu beweisen das man sein Prinzip durchziehen kann, zeigt eine Haltung einem Kind gegenüber die mich wahrhaftig schüttelt.


    Und die Lage im indischen Slum als Vergleich zu der Situation hier heranzuziehen ist hanebüchen.

    danae

    Was schwebt der frisch promovierten und schwangeren Frau vor, welche Konsequenzen die Politik aus der Forschung ziehen soll? Und die Paare der Nation, die Kinder wollen?


    Die Belastungen eines Kindes sind neben den Freuden ja nicht zu vernachlässigen. So richtig unterstützend sind die wechselnden Moden, was gerade als "Rabeneltern" und "Kopfschüttelwiekannmannur" angesehen wird, dabei nicht.


    Aber schön, wenn die Forschung in diesem undurchsichtigen Gelände aufräumt. Hoffen wir, dass sie erfolgreicher und klarer die Go's und Nogo's benennt z.B. als die Ernährungswissenschaft. Aber wahrscheinlich geht es ihr wie aller Wissenschaft: Im Falle des Falles lautet die Antwort: "Es kommt drauf an..." Und die Liste der Punkte, auf die es ankommt ist elend lang und je weiter man versucht einzudringen, desto dünner wird die statistische Basis, ganz zu schweigen von eventuellen kausalen Zusammenhängen.


    Wenn der Grundschulsuizid in direktem und überwiegendem Zusammenhang mit dem Leid an der Vollzeitbetreuung steht, dann liegt das allgegenwärtige Kinderlachen in Slums wohl daran, dass die Eltern jede Menge Zeit für ihre Kinder haben. Ok das war jetzt richtig böse. Zwar kann als Fakten (auch wenn sie rein gar nichts miteinander zu tun haben, außer dass sie in zwei Beiträgen hier genannt wurden) festgehalten werden: Grundschulsuizid ist eine extreme Ausnahme (freilich von der erschütternden Sorte), während Kinderlachen in Slums tatsächlich allgegenwärtig ist. Interessant werden diese Fakten erst, wenn man sie vergleicht mit den komplementären Fakten: Wie sieht es im Vergleich mit der Kindersuizidrate in Slums aus? Und wie verbreitet ist Kinderlachen in Frankreich? Und selbst dann weiß man rein gar nichts über die Ursachen der Unterschiede.


    Forschung rührt im Datenbrei und gewinnt daraus Spielbälle für die Politik. In den meisten Berufen kommt es dazu, dass hehre Ideale durch die Realität frustriert werden, egal, ob man Forscher, Arzt, Unternehmer oder Eltern ist. Nun, dir brauche ich das nicht zu sagen, du bist ja hier die Realistin. Aber ich finde es gut, wie du dich empören kannst, zeigt das doch, dass deine Maßstäbe nicht ganz frei von Idealen sind.

    Ich anworte dann mal auf die eine konkrete Frage, wenn es recht ist. Und diesen ganzen restlichen Schwurbelkram bei dem ein Angriff durchklingt ohne sich wirklich zu trauen ignoriere ich mal, bis du unter Umständen klar und deutlich sagst was Sache ist.


    Sie stellt sich das so ähnlich vor wie von Kleio skizziert, um es kurz zu fassen.

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    Aber wahrscheinlich geht es ihr wie aller Wissenschaft: Im Falle des Falles lautet die Antwort: "Es kommt drauf an..." Und die Liste der Punkte, auf die es ankommt ist elend lang und je weiter man versucht einzudringen, desto dünner wird die statistische Basis, ganz zu schweigen von eventuellen kausalen Zusammenhängen.

    Ganz genau so ist es! :)z :)z

    @ danae

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    Du reitest da ein Prinzip und allein der Gedanke ein Kind zu bekommen um der Welt zu beweisen das man sein Prinzip durchziehen kann, zeigt eine Haltung einem Kind gegenüber die mich wahrhaftig schüttelt.

    Soviel zu deiner Forderung, dass man verschiedene Arten Elternschaft zu denken und zu leben harmonisch nebeneinander gelten lassen könnte und sollte... :=o Im Zweifel wird dann eben doch - auch vor dir - GANZ schnell abgewertet, was nicht der eigenen Vorstellung davon entspricht, wie es sein sollte. Und zwar nicht ein bisschen, sondern gleich richtig massiv. :)= Und zur Legitimation wird dann "DIE Wissenschaft" herangezogen, die angeblich genau deine Ansicht zu 100% belegen würde.


    Aber es überrascht mich nicht.


    Das ist es ja, was ich urprünglich meinte: Es ist m.E. völlig illusorisch an ein wertungsfreies Nebeneinander verschiedener Zugänge zum Thema Elternschaft und Aufgabenteilung zu glauben. Das ist eine Debatte über Grundsätzliches, und es braucht m.E. auch genau diese "gesellschaftliche Verhandlung" darüber, was - aus derzeitiger Perspektive und auf derzeitigem Wissenstand - die vermutlich (!!!!!) beste und daher anzustrebende und zu fördernde Zugangsweise ist.

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    Du reitest da ein Prinzip und allein der Gedanke ein Kind zu bekommen um der Welt zu beweisen das man sein Prinzip durchziehen kann, zeigt eine Haltung einem Kind gegenüber die mich wahrhaftig schüttelt.

    Soviel zu deiner Forderung, dass man verschiedene Arten Elternschaft zu denken und zu leben harmonisch nebeneinander gelten lassen könnte und sollte... :=o

    Mh - hat eine Haltung etwas mit unterschiedlichen Arten von Elternschaft zu tun? Eigentlich nicht oder?


    Unterschiedliche Arten von Elternschaft sind z.b. :


    1. Eltern gehen Vollzeit arbeiten, Kinder werden solange fremdbetreut.


    2. Kinder werden von einem Elternteil betreut, welches in der Zeit nicht arbeiten kann.


    Das sind unterschiedliche Arten von Elternschaft. Beide Arten können von Eltern mit einer negativen oder einer positiven Haltung ausgeübt werden. Die "ich beweise Dir das ich recht habe" Haltung z.B. auf Kosten der Kindererziehung ist in beiden Fällen tödlich. Sie hat nichts mit dem Model zu tun.


    Der Staat wird aus meiner Sicht nie in der Lage sein Haltungen anzordnen oder zu ahnden. Ich wüsste nicht wie das praktisch umsetzbar sein sollte.


    Wenn wir staatliche Modelle betrachten ist es dehalb zielführend zu sehen, dass Modelle an sich keine Haltungen haben. Das ist wie mit juristischen Personen auch. Modelle und Juristische Personen haben keine Haltungen, keine Gefühle und so weiter. Sie bestehen aus Menschen, die das haben und die temporär unterschiedlichen Einfluss auf Modelle haben.


    Anzustreben ist deshalb ein Staat, der ein Modelangebot hat und durch Förderung konstruktiver Haltungen und Handlungen innerhalb der Modelle Zeichen Richtung Fortentwicklung setzt, während er gleichzeitig dafür sorgt das destruktive Handlungen ( bei Haltungen geht das kaum) geahndet werden. Konstruktive Haltungen und Handlungen sind das worüber wir eine Wertediskussion brauchen - da würde ich mit Dir Lola wieder übereinstimmen, aber nicht darin, dass die sich nur in einer "Sorte" Model niederschlagen können. Ich stelle auch die These auf, dass die tatsächlichen konstruktiven Haltungen zunächst mal relativ einfach von den destruktiven zu unterscheiden sind und 90 % von uns das auch instiktiv gleich einschätzen würden. Menschen handlen nur nicht danach sobald destruktive Verhaltenmuster ihre Existenz sichern, weil dann Bert Brecht wieder recht hat: Erst kommt das fressen, dann die Moral. Dazu könnte ich jetzt Romane schreiben, um die Zusammenhänge, wann z.b. eine positive Haltung zu einer Handlung geführt hat, die eine Zeit lang positiv war, dann aber ins negative kippt und der Handelnde nicht aufhören kann, weil er irgendeine Form von existentieller Sicherung aus seiner Handlung zieht und deshalb versucht den Schein von Konstruktivität aufrecht zu erhalten. Würde vermutlich zu weit führen.


    Bleibt festzustellen: Es ist eben durchaus möglich ein breites Modelangebot zu fördern in dem unterschiedliche Bedürfnisse befriedigt werden können. Wir tun das in begrenztem Maß ja bereits. Die Zukunft wird aber aufgrund andere Formen von Anpassungen fordern und deshalb reicht das noch nicht.


    Vielleicht sollten wir irgendwo einen Faden zu einer "utopischen Gesellschaft" eröffnen wo unterschiedliche Modelgedanken gesammelt werden können - oder gibts das schon? Ist vielleicht auch die falsche Plattform dafür ;-)

    Zitat

    Es ist eben durchaus möglich ein breites Modelangebot zu fördern in dem unterschiedliche Bedürfnisse befriedigt werden können.

    Naja, bevor man über Modelle spricht, müsste man über die Ziele streiten: Wie sollten die großgezogenen Kinder als Erwachsene sein- welche sozialen Haltungen sollten sie aufweisen, über welche Fähigkeiten sollten sie geistig und körperlich verfügen (meines Erachtens sollte das Ziel ein Mensch sein, der im Prinzip sich in den Menschenrechten niederschlägt). Und ich denke, dass sich relativ schnell die Zahl der Modelle stark einschränkt: z.B. um friedfertige Menschen großzuziehen, gibt es nicht allzuviel "Erziehungs"modelle- jedenfalls in den Grundzügen- lediglich die Stärke der Ausprägung aufgrund unterschiedlicher genetischer Veranlagung dürfte variabel sein. Am Ende nützen gerade bei Eltern nicht einmal Modelle etwas- oft fängt die "Erziehung" oder Begleitung der Eltern bezüglich der Kinder beim Verhalten der Eltern an. Kinder können sich ihre Eltern nicht auswählen- bei fremden Betreuungspersonen wäre das in gewissem Maße durchaus möglich. Fremde Betreuungspersonen kann man zudem hinsichtlich ihrer Haltungen, Fähigkeiten und ihrer Fähigkeiten beim Umgang mit Menschen durchaus gezielt auswählen. Kinder, die Arschlocheltern oder dümmliche Eltern haben, hätten schnell die Arschkarte, wenn sie nur durch ihre Eltern betreut würden. Es fangen die Probleme schon an, wenn die Eltern selbst psychisch instabil sind und die Kinder ausschließlich durch die Eltern großgezogen würden.


    Eine Fremdbetreuung hat stärker regulierende und steuernde Möglichkeiten.


    Ich denke zudem, dass Eltern, die nur einen eingeschränkten Blick in die normale Arbeitswelt haben- wo es um zahlreiche externe Einflüsse und Wechselwirkungen mit anderen Menschen im Rahmen der Arbeit geht (und den hat ein Mensch nur mit Hausarbeit nicht unbedingt, weil die Arbeit bzgl. Hausarbeit vollkommen frei wählbar ist und sofern kleine Kinder fehlen, auch nicht ausfüllend ist- eine Aufgabe für nebenbei). Hausarbeit leistet im Normalfall auch jeder Vollzeitbeschäftigte ...


    Ich glaube, dass sich die Zahl optimierter Lebensmodelle, um bestimmte Ziele zu erreichen, stark reduziert.

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    und es braucht m.E. auch genau diese "gesellschaftliche Verhandlung" darüber, was - aus derzeitiger Perspektive und auf derzeitigem Wissenstand - die vermutlich (!!!!!) beste und daher anzustrebende und zu fördernde Zugangsweise ist.

    :)z :)^

    @ LolaX5

    Kannst Du konkrete Beispiele für unterschiedliche denkbare "Zugangsweisen" angeben?


    Mir ist nicht nämlich nicht so ganz klar, was Du damit konkret meinst.


    Und wenn Du es auch gleich argumentativ wasserdicht machen willst: Ich bezweifle, dass es eine Instanz gibt, die entscheiden kann, was die beste Zugangsweise ist.

    Lola


    Nein, mein Kommentar bezog sich auf deine Aussage in Beiträge von LolaX5/ diesem Beitrag, dass es dich reizen würde ein Kind zu bekommen und den Gegenbeweis anzutreten, zu der These das Abhängigkeit dazu gehört.

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    Ich wäre jedenfalls nicht dazu bereit, wenn Kinder mich in finanzielle Abhängigkeit führen würden. Dann lieber keine Kinder. Grundsätzlich kann ich es mir aber schon vorstellen. Und ich hätte durchaus auch Lust den Praxisbeweis anzutreten, weil ich nämlich schon davon überzeugt bin, dass gemeinsame Kinder ohne finanzielle Abhängigkeit möglich sind.

    Das klingt so als würdest du das Kind in erster Linie bekommen um den "Praxisbeweis" anzutreten, nicht weil du gerne ein Kind hättest. Das finde ich, ganz unabhängig davon was man denn da gerade beweisen will, sehr sehr problematisch. Weil es das Kind zum Mittel zum Zweck degradiert und nicht das Individuum, was da mit einem lebt ins Zentrum stellt. Das fände ich selbst dann noch problematisch, wenn man beweisen wollen würde, dass man ein Kind ohne Schläge großziehen kann. Nicht weil ich Schläge gut fände, im Gegenteil, sondern weil die die Haltung dem Kind gegenüber sehr abschreckend fände, wie ein Versuchskaninchen halt.


    Das hatte gar nichts mit dem Rest zu tun.