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    Hausarbeit leistet im Normalfall auch jeder Vollzeitbeschäftigte ...

    Dabei darfst Du aber nicht vergessen, dass dann auch weniger Hausarbeit anfällt, als wenn man den ganzen Tag zu Hause ist.

    Ich glaube es wird Zeit, dass wir uns von Schablonen befreien, in die wir uns dann reinzwängen müssen. Ich beobachte lieber, wie die Dinge SIND, erforsche sie, beobachte meine Reaktionen mit Wertschätzung, als mir im Kopf ein Vorbild auszumalen, in das dann keiner reinpasst. Das macht nur unglücklich, schließlich führt uns so ein Gedankenkonstrukt immer nur weg von dem, was schon längst da ist...

    @ danae

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    Nein, mein Kommentar bezog sich auf deine Aussage in Beiträge von LolaX5/ diesem Beitrag, dass es dich reizen würde ein Kind zu bekommen und den Gegenbeweis anzutreten, zu der These das Abhängigkeit dazu gehört.

    Ja, das ist mir schon klar, dass du dich darauf bezogen hast. Und für diese meine Aussage hast du dich bemüßigt gefühlt mich massiv persönlich zu beleidigen und abzuwerten. Und du brauchst jetzt nicht so zu tun, als hättest du das nicht gemeint. Denn jemandes potentielle Elternschaft als schauderhaft hinzustellen ("es schüttelt mich") ist echt ein ganz schöner Untergriff! :(v :(v :(v


    Du kannst ja gerne der Meinung sein, dass nur Leute, die so denken wie du (= man kann nichts planen und muss um jeden Preis maximal flexibel sein und hat alles der Elternschaft unterordnen) Kinder bekommen sollten und alle anderen munter abgewertet werden dürfen, aber dann sei bitte nicht so schwinheilig so zu tun, als könntest du verschiedene Modelle als gleichwertig nebeneinander sehen!

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    Das klingt so als würdest du das Kind in erster Linie bekommen um den "Praxisbeweis" anzutreten, nicht weil du gerne ein Kind hättest.

    Als ob ein Kind ja soooo wenig Arbeit wäre, dass das auch nur den Bruchteil einer Sekunde eine plausible Annahme wäre. %-|

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    und nicht das Individuum, was da mit einem lebt ins Zentrum stellt.

    Ich finde es nicht sinnvoll, Kinder ins Zentrum zu stellen. Ihre Bedürfnisse und Wünsche müssen gut abgedeckt sein, aber wenn es sonst nichts gäbe, was wichtig ist im Leben, kommen überaktive Helikoptereltern heraus, deren Kinder die Bürde auferlegt bekommen, dass sie den Erfolg haben sollen, auf den die Eltern verzichtet haben.


    Ich finde eben, dass auch Leute tolle Eltern sein können, die NICHT alles dem Kind unterordnen.

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    Und du brauchst jetzt nicht so zu tun, als hättest du das nicht gemeint.

    Tu ich gar nicht. Ich steh dazu, dass ich diese Idee als schauderhaft empfinde und da du bisher in allen anderen Threads keinen weiteren Grund genannt hast, nichts was dich am Kinderhaben reizt und Leute schon ganz andere Dinge getan haben um eine These zu beweisen, finde ich es auch nicht seltsam, dass dieser verdacht sich aufdrängt.


    Was nichts daran ändert, dass ich eine 50/50 Betreuung durch beide Eltern bei gleichzeitiger TZ beider Eltern für total sinnvoll halte, wenn beide das wollen. Ich werte also nicht das Modell ab und greife es an, sondern dich ganz persönlich. Das war alles was ich damit sagen wollte. Und das kann ich, ganz ohne das ich dabei unfähig sein muss unterschiedliche Modelle nebeneinander zu tollerieren.


    Was ich nicht sinnvoll finde ist ein Kind in die Welt zusetzen, wenn von Anfang an klar ist, dass man sich Elternschaft nur unter der Prämisse vorstellen kann, dass das Kind in jedem Fall VZ betreut sein muss. Egal wie die Bedürfnisse und Wünsche des dann irgendwann sehr realen Kindes aussehen. Genauso wie ich es nicht sinnvoll finde ein Kind in die Welt zu setzen wenn man sich die Elternschaft nur vorstellen kann, wenn das Kind grundsätzlich immer hört, nachts nie aufwacht oder das Kind Fleisch in der Ernährung ablehnen muss.

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    dass ich eine 50/50 Betreuung durch beide Eltern bei gleichzeitiger TZ beider Eltern für total sinnvoll halte,

    Die Frage ist, ob Kinder das so unbedingt wollen und ob das für die Kindesentwicklung so gut ist- in jüngeren Kindesjahren mag das ja halbwegs stimmen- je älter die Kinder werden, umsomehr brauchen und wollen die Kinder ihre persönlichen Freiräume und keine betuddelnden Eltern. Klar kann man Kinder auch in ein emotionales Elterngefängnis stecken. Der Kindesentwicklung ist das eher weniger dienlich. Zudem sind Kinder zunehmend selbstständiger, so dass sie auch zeitlich weniger Bedürfnis danach haben, mit ihren Eltern zusammenzuhocken- da bekommen gleichaltrige Freunde, Klassenkameraden, Trainer, Musiklehrer (Instrument lernen), ... zunehmende Bedeutung. Wichtig für die Kinder ist, dass sie sich auf ihre Eltern verlassen können, Hilfe bekommen, wenn sie dieser bedürfen, sich angenommen fühlen, sich geliebt fühlen- aber auch Kritik ist wichtig- gleichberechtigtes Einbinden in das Familienleben- analoge Aufgaben übernehmen und Verantwortung tragen- das ist auch eine Form des Respektes den Kindern gegenüber. Das ist keineswegs eine zeitliche Frage.


    Zur Betreuung der Kinder gibt es zahlreiche gute wissenschaftliche Literatur- da müssen Eltern nicht jedesmal das Fahrrad neu erfinden,,

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    dass das Kind in jedem Fall VZ betreut sein muss

    Es gibt keine VZ-Betreuung. In der Regel gibt es eine Betreuung zwischen 7:30 Uhr und 16:00 Uhr. Das ist ca. 1/3 des Tages. Schulkinder sind ohnehin in dieser Zeit in der Regel nicht zu Hause.


    Ich war als Kind zeitweise froh, auch alleine (auch mit meinen Geschwistern) zu Hause sein zu können und meine Zeit selbst zu organisieren (auch selbst zu kochen)- dazu benötigte ich keine betreuenden Erwachsenen. Wichtig (und mit zunehmendem Alter wichtiger) waren aber gute, interessen- und altersbezogene Spielangebote, Freunde und Geschwister ...


    Kinder, die auf ihre Eltern "getrimmt" werden, tun mir ehrlich gesagt leid, weil ihnen ein Teil ihrer eigenen Persönlichkeitsentwicklung mehr oder weniger geraubt wird- auch in Form geringerer Selbstständigkeit.

    sensibelman


    Nur weil man da ist, muss man ja nicht ums Kind rumschwirren. Nur da sollte jemand sein und den Freiraum bieten, den ein Kiga nicht bieten kann.


    Und nein, Schule geht nicht in der Regel so lange, in der Regel endet die um 13 Uhr rum, je nach Anfangszeit. Alles andere sind Ganztagsschulen, die heißen ganz offiziell so. Bei einer Vollzeitstelle ist man ja auch nicht wirklich immer, sondern halt seine 40 Stunden. Eine Kindergartenbuchungszeit von 45 Stunden die Woche entspricht also mehr Zeit als eine Vollzeitarbeitsstelle. Du musst dich da wirklich nicht künstlich doof stellen, dass bist du nicht.


    Bei einer Betreuung von 7-16 Uhr muss das kind in der Regel um 6 Uhr aufstehen, ergo um 18-19 Uhr ins Bett, damit es auf die benötigten 11-12 Stunden Schlaf kommt. Das bedeutet das nach dem Abholen knapp 2 Stunden Zeit für alles haben. Inklusive all des Freiraums, der Zeit mit Freunden und und und. Und das nur, wenn man keine Abholfahrt zu erledigen hat, weil die Kita zum Beispiel 30 Minuten entfernt ist. Und ohne Abendbrot.


    Da ist schon rein rechnerisch kaum Zeit über um mal eine Runde alleine durch die Gegend zu streifen, etwas das eine Kita nicht bieten kann, schon aus Versicherungstechnischen Gründen. Meine Kinder aber sollen diesen Freiraum haben und das bedeutet, dass schlicht jemand zu Hause sein muss. Nicht um sie zu betüdeln, sondern damit sie die Gelegenheit haben mal unbespaßt und alleine zu sein.

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    Nur da sollte jemand sein und den Freiraum bieten, den ein Kiga nicht bieten kann.

    Unsere Kinder waren im Kindergarten und sie hatten dort relativ viel Freiraum- auch wenn es Phasen gab, wo die Kinder unter Anleitung etwas gemeinsam mit der Kindergärtnerin gemacht haben. Die Bastel- und Musikzeiten haben unseren Kindern oft sehr gefallen, gingen aber keineswegs den ganzen Tag. Nachmittags spielten sie, sofern es das Wetter zuließ oft draußen recht frei.

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    Und nein, Schule geht nicht in der Regel so lange, in der Regel endet die um 13 Uhr rum,

    Hier gibt es keine Schule, die 13:00 Uhr zuende ist (maximal in der Grundschule manche Tage).


    Vor 14:00 Uhr sind die Kinder kaum zu Hause (je älter sie sind, umso später wird das). Es gibt in der Mittelstufe nur wenige Tage, wo die Kinder vor 15:00 Uhr zu Hause sind- insbesondere ab 7. Klasse.

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    je nach Anfangszeit. Alles andere sind Ganztagsschulen, die heißen ganz offiziell so.

    In den meisten Schulen haben die Kinder wenigstens 2-3 Tage so lange Unterricht, dass es einer Ganztagsschulzeit entspricht.


    Und am Wochenende und an freien und Urlaubstagen sind die Kinder ganztägig zu Hause.

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    Eine Kindergartenbuchungszeit von 45 Stunden die Woche entspricht also mehr Zeit als eine Vollzeitarbeitsstelle. Du musst dich da wirklich nicht künstlich doof stellen, dass bist du nicht.

    Ich habe hinreichend viele Kinder großgezogen, so dass ich Zeiten relativ gut einschätzen kann.


    Ich war selbst als Kind im Übrigen ab 5. Klasse (bis zur 4. Klasse war ich im Hort) nach der Schule alleine zu Hause- meine Mutter war erst gegen 17:00 Uhr nach Hause gekommen. Und nein- ich wusste mich auch ohne Mutter sehr gut alleine zu beschäftigen (meinen eigenen Kindern und meinen Geschwistern ging das ebenso). Meine eigenen Kinder waren nicht einmal im Hort. Wenn die Schule zu Ende war, gingen sie selbstständig nach Hause (10 min. Fußweg) und spielten in ihren Spielzimmern, oder aßen und tranken selbstständig- so wie wir das ihnen gezeigt hatten.

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    Bei einer Betreuung von 7-16 Uhr muss das Kind in der Regel um 6 Uhr aufstehen, ergo um 18-19 Uhr ins Bett, damit es auf die benötigten 11-12 Stunden Schlaf kommt.

    Das Schlafbedürfnis von Kindern ist sehr unterschiedlich. Aber mehr als 8-9 Stunden benötigte keines unserer Kinder zum Schlafen (jedenfalls nach dem 4. Lebensjahr- vorher waren es ca. 10h). Da wir unsere Wohnorte immer so gewählt hatten, dass alle wichtigen täglichen Wege fußläufig innerhalb von 15 min. erreichbar waren (Schule, Arbeit, Einkauf, Bahn), bzw. dass wenigstens einer von uns Eltern morgens länger zu Hause bleiben konnte, mussten wir auch kaum vor 6:30-7:00 Uhr aufstehen. Das bedeutete selbst bei einem Schlafbedürfnis von 10 Stunden eine Zubettgehzeit von ca. 21:00 Uhr. Komischerweise war unsere jüngste Tochter diejenige, die morgens als erste wach war und abends als letzte müde wurde (gegen 22:00 Uhr- und das ist heute als fast Erwachsene noch viel später ...), ja, manchmal störte das auch uns und ihre Geschwister ein wenig). Unsere Kinder gingen dann zu Bett, wenn sie müde waren und das war bei fast allen gegen 20:00 bis 21:00 Uhr. Das bedeutet, dass die Kinder hinreichend viel Zeit auch mit freier Beschäftigung zu Hause hatten und haben.

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    Nur da sollte jemand sein und den Freiraum bieten, den ein Kiga nicht bieten kann.

    Was die Qualität der Kindergartenbetreuung betrifft, hängt sehr stark von der Person der BetreuerIn ab (das ist bei Eltern keineswegs anders). Ich hatte bei fast allen KindergartenbetreuerInnnen sehr gute Erfahrungen gemacht. Unsere Kinder schwärmten sogar von ihren BetreuuerInnen und tun dies auch noch heute in guter Erinnerung.


    "Drachen" als BetreuerInnen kann es sowohl als Eltern als auch bei Kindergärten geben. Mit einem großen Unterschied: Im Kindergarten sind ungeeignete BetreuerInnen eher abgelöst oder es wird der Kindergarten gewechselt. Schlechte Eltern werden jedoch nicht abgelöst- die muss ein Kind im Prinzip sein gesamtes Kinderleben ertragen.


    Vielleicht liegen die Unterschiede hinsichtlich Kindergartenerfahrung auch einfach in der Herkunft: meine Kinder sind in Ostdeutschland aufgewachsen mit qualifizierten Kindergärtnerinnen ...

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    Ich steh dazu, dass ich diese Idee als schauderhaft empfinde und da du bisher in allen anderen Threads keinen weiteren Grund genannt hast, nichts was dich am Kinderhaben reizt und Leute schon ganz andere Dinge getan haben um eine These zu beweisen, finde ich es auch nicht seltsam, dass dieser verdacht sich aufdrängt.

    Für deine völlig unplausiblen Schlussfolgerungen kann ich aber herzlich wenig.

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    Was nichts daran ändert, dass ich eine 50/50 Betreuung durch beide Eltern bei gleichzeitiger TZ beider Eltern für total sinnvoll halte, wenn beide das wollen. Ich werte also nicht das Modell ab und greife es an, sondern dich ganz persönlich.

    Na herzallerliebst...


    ;-D Wieso sollte man auch reale Menschen achtsam und respektvoll behandeln, wenn man auch in paar ausgewählte Modelle "respektieren" kann, und dafür reale Menschen weiterhin nach Herzenslust verurteilen kann... :)=

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    Was ich nicht sinnvoll finde ist ein Kind in die Welt zusetzen, wenn von Anfang an klar ist, dass man sich Elternschaft nur unter der Prämisse vorstellen kann, dass das Kind in jedem Fall VZ betreut sein muss.

    Na zum Glück bist du nicht die Autorität, die irgendwer um Erlaubnis fragen müsste, der/die Nachwuchs plant. %-|

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    Egal wie die Bedürfnisse und Wünsche des dann irgendwann sehr realen Kindes aussehen.

    Das hat ja niemand gesagt, dass man die nicht berücksichtigen soll. Wobei ich darauf wette, dass sich kein Paar, das sich vor der Geburt auf eine klassische Rollenverteilung festgelegt hat, nach der Geburt umentscheidet, weil sich hrausgestellt hat, dass der Vater besser mit dem Kind umgehen kann als die Mutter.

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    Genauso wie ich es nicht sinnvoll finde ein Kind in die Welt zu setzen wenn man sich die Elternschaft nur vorstellen kann, wenn das Kind grundsätzlich immer hört, nachts nie aufwacht oder das Kind Fleisch in der Ernährung ablehnen muss.

    Noch so eine bösartige Unterstellung. Aber Hauptsache du hältst dich mit so einem Charakter weiterhin für eine unanfechtbare Super-Mutter... ;-D Im Gegensatz zu all den pöhsen, pöhsen Untermenschen, die Betreuung für ihren Nachwuchs einplanen...

    Zum Glück haben sich die Zeiten geändert! Und eigentlich haben auch die Meinungen viele Männer geändert und laufen nicht als Macho herum


    Die Betreuung eines Kindes ist Meinungsache und kommt, finde ich kommt heutzutage auch Das Einkommen der Eltern an. Die Frau muss in der heutigen Zeit einfach mitarbeiten!


    Bin alleinerziehend seit einiger Zeit und brauche noch die Betreuung für meinem Kind

    Zum Glück haben sich die Zeiten geändert! Und eigentlich haben auch die Meinungen viele Männer geändert und laufen nicht als Macho herum


    Die Betreuung eines Kindes ist Meinungsache und kommt, finde ich kommt heutzutage auch Das Einkommen der Eltern an. Die Frau muss in der heutigen Zeit einfach mitarbeiten!


    Bin alleinerziehend seit einiger Zeit und brauche noch die Betreuung für meinem Kind

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    Zum Glück haben sich die Zeiten geändert! Und eigentlich haben auch die Meinungen viele Männer geändert und laufen nicht als Macho herum

    Nein!? Nur, weil sich manche Männer Frauen gegenüber nicht mehr als Machos präsentieren, heißt das noch lange nicht, dass sie diese Werte nicht mehr verkörpern. Für euch Frauen haben sich die Zeiten möglicherweise geändert. Für Männer nicht.