Was kann ich machen? (Tremor)

    Hallo,


    vielleicht finde ich hier Gleichgesinnte.


    Bei Überanstrengung erleide ich einen Tremor (Zitteranfall des Kopfes). Ich bin bei Bewusstsein, kann aber nicht entgegen steuern.


    Mein Hausarzt schiebt alles auf die Psyche, was gut sein kann. Denn meine Neurologin, die auch Psychiaterin ist, meint, dass diese Anfälle kommen, wenn ich mir zu viel zumute und ich bräuchte mehr Ruhe und Zeit für mich. Klingt logisch, ist jedoch nicht umsetzbar.


    Ich arbeite täglich bis zu 16 Stunden (mit Haushalt). Habe psychischen Druck, um genug Geld zu verdienen. Je mehr ich arbeite, umso mehr verdiene ich und dann auch nur kleine Beträge.


    Seit drei Jahren schlafe ich nur 4-5 Stunden täglich. Heute Nacht eine Stunde von 7 bis 8 Uhr. Die Kleine schläft schlecht in der Nacht und als sie dann endlich eingeschlafen ist, stand der Ältere vor meinem Bett.


    Ich kann nicht mehr, dachte schon an Suizid, mehrfach auch täglich, aber die Kinder halten mich am Leben und es ist keine Lösung. Aber was ist die Lösung?


    Mein Ältester unterstützt mich sehr gut. Trotz seiner Prüfungsvorbereitungen geht er einkaufen, tanken, bringt den Müll runter.


    Meine älteren Tochter machen, tja was? Die Älteste arbeitet und abends nimmt sie mir die Kleine eine Stunde ab. Am Wochenende naja. Manchmal macht sie den Geschirrspüler :)= Das war es auch schon.


    Die Mittlere nimmt auch mal die Kleine und sonst? Ja doch, das Katzenklo.


    Hier sieht es aus wie sonst etwas. :(v


    Wie kann ich meine Töchter dazu animieren, dass sie mir im Haushalt helfen? Bitte nicht lästern und mich als Versagerin in der Erziehung hinstellen. Es mag sein, dass ich zu nachlässig war, weil ich mich von ihrem Vater getrennt habe und ich dadurch ein schlechtes Gewissen habe. Ich muss sagen, meine Jüngste räumt ihre Sachen auf und ist ein liebes Mädchen. Mit den Älteren bin ich, ja, ich gebe es zu, mit meinem Latein am Ende.


    Die Älteste versprach mir, dass sie mit der Mittleren ausgemacht hat, dass sie mich am Wochenende unterstützen und aufräumen, fegen, putzen und die andere nimmt die Kinder damit ich Geld verdienen kann. Als ich um 17.30 Uhr nachsehen wollte, wie weit sie gekommen sind, ja was soll ich da sagen? Sie saßen auf der Couch und plapperten. Die Kinder waren sich selbst überlassen und die Große meinte, sie hätten die Zeit vergessen. Ich machte die Tür zu (knallte sie vor Wut zu trifft es besser) und weinte, weil ich mich auf ihre Worte verlassen habe.


    Heute hatte ich mehrere Tremor Anfälle, ich habe sehr starke Kopfschmerzen und oft kommt es vor, dass ich dann nur wenige Worte sprechen kann oder wie eine Betrunkene spreche. Ich weiß, was ich sagen möchte, bekomme es aber nicht raus. Mir macht es Angst, meine Neurologin bat mich erneut darum, endlich an mich zu denken und mal einem Hobby nachzugehen. Würde ich ja gerne, aber nicht einmal am Wochenende habe ich Zeit. Mein Blutdruck ist durch den Stress gestiegen. Mal 170 zu 110. Dann auch mal 218 zu 143. Letzteres kommt öfter vor und ich merke, ich muss etwas tun, möchte keinen Schlaganfall riskieren.


    Wie bekomme ich meine Töchter dazu, mir zu helfen?


    - Erklärungen scheitern. Das in jedem Haushalt mitgeholfen werden muss.


    - Werde ich sauer, dann klappt es, wenn ich Glück habe 2 Tage, dann ist es wieder vorbei


    - Lasse ich ihr Chaos liegen, damit sie es mal merken und selbst aufräumen, schimmeln die Lebensmittel vor sich hin, was bei Kleinkindern im Haus nicht geht. Also mache ich es doch wieder weg.


    - Sie fegen nicht, putzen nicht, räumen nicht auf, auch nicht in ihren Zimmern.


    - Ich habe ihnen schon gesagt, wenn sie sich nicht ändern, sollen sie zu ihrem Vater ziehen. Dessen Frau arbeitet nichts und dort würden sie lernen, was helfen bedeutet. Fruchtet nicht. Sie waren mal eine Stunde weg und standen dann wieder vor der Tür.


    Seit Tagen sind zig Kekskrümel im Wohnzimmer zerstreut. Sie wissen, dass ich Probleme mit dem Bücken habe und ob sie diese auffegen könnten. Ja, machen sie. Nein, sie liegen heute immer noch da. Heißt, ich muss das machen, habe hinterher tagelang Schmerzen im Rücken und muss mich mit Schmerzmitteln eindecken.


    Diese Anfälle und der Bluthochdruck machen mich fertig. Bin am Ende meiner Kräfte angelangt. Es muss dringend etwas passieren. Mein älterer Sohn hilft zwar mit, ist aber oft sehr gereizt, heute gab es nicht einmal ein "guten Morgen".


    Als die Kleine Nachtschicht machte, sammelte ich sie auf dem Boden auf, im Wohnzimmer, überall war sie. Auch im Zimmer meiner Mittleren. Ich erschrak und hatte Bedenken, dass sie sie aufwecken würde. Nicht doch. Sie saß am Laptop, winkte mir freudestrahlend zu und das morgens um 4 Uhr!!! Ich konnte vor Wut und Übermüdung nichts mehr sagen. Eine halbe Stunde später lag die Kleine endlich im Bett. Hörte ich meine Älteste um 4.30 Uhr den Geschirrspüler machen. Es klapperte und klirrte. Ich stand auf, bat sie, es jetzt zu lassen, die Kleine hätte heute noch nicht geschlafen und sie würde es nicht können. Sie bejahte und machte weiter. Die Kleine sauer und so ging das Theater weiter bis um 7 Uhr. Dann schlief sie ein.


    Nun ist sie durch ihren Bruder aufgewacht und natürlich alles andere als gut gelaunt. Ich kann nicht mehr, möchte nicht mehr.


    Kennt ihr die Bill Cosby Show? Daran muss ich so oft denken. Früher verstand ich nicht, weshalb er so froh war, wenn die Schule beginnt nach den Ferien, er sich über jedes Kind freute, welches ausziehen möchte. Und wenn ich jetzt als Rabenmutter dastehe. Früher war mir schwer ums Herz bei dem Gedanken, irgendwann ziehen meine Kinder aus. Jetzt kann ich es nicht mehr erwarten, bis die drei Großen aus dem Haus sind. ":/


    Habe auch schon angekündigt, dass die Mittlere zu ihrem Vater muss und ich mir mit den zwei Kleinen eine Wohnung suche. Fruchtet auch nicht, obwohl ich wirklich danach suche.


    Mir ist schlecht vor Müdigkeit, habe starke Kopfschmerzen (Bluthochdruck) und wieder viel Arbeit. An Schlaf ist nicht zu denken.


    Danke, wer den Text bis hierher geschafft hat.

  • 33 Antworten

    Wie alt sind deine Kinder genau? Und was genau arbeitest du?


    Löse dich von dem Gedanken alles muß perfekt sein.


    Du scheinst deine großen Kinder sehr unter Druck zu setzen was Sauberkeit und Mithilfe im Haushalt angeht. Ein ruppigerTon und Türen knallen bringt da nichts.


    Wie wäre es damit, am Samstag packen alle gemeinsam an und Sonntag gehts gemeinsam in die Eisdiele und Mutti spendiert was.

    Wie kommst du darauf, dass ich die Kinder unter Druck setze? ICH bin doch diejenige, die ihnen die Wäsche wäscht, den Geschirrspüler ein- und ausräumt, aufräumt usw. Mit dieser Antwort hätte ich als letztes gerechnet und bin auf deine Antwort gespannt.

    Hallo Lavendela,


    versucht doch mal zusammen einen Plan aufzustellen, wer für was zuständig ist. Jeder bekommt eine Aufgabe. Wenn du so inkonsequent bist und trotzdem alles machst, brauchst du dich auch nicht zu wundern, wenn deinen Kindern das alles egal ist - es wird ja gemacht...


    Drohungen helfen da nichts, weil du setzt sie ja letztendlich nicht um...


    Lass es doch aussehen, wie es aussieht und such für dich etwas, was dir Spass macht.

    Hallo Lavendela,


    versucht doch mal zusammen einen Plan aufzustellen, wer für was zuständig ist. Jeder bekommt eine Aufgabe. Wenn du so inkonsequent bist und trotzdem alles machst, brauchst du dich auch nicht zu wundern, wenn deinen Kindern das alles egal ist - es wird ja gemacht...


    Drohungen helfen da nichts, weil du setzt sie ja letztendlich nicht um...


    Lass es doch aussehen, wie es aussieht und such für dich etwas, was dir Spass macht.

    Ich meinte mit unter Druck setzen, dass deine Kinder für dein Wohlergehen sorgen sollen.


    Indirekt schwingt in deinem Beitrag mit, wenn meine Kinder mir mehr helfen würden,


    dann würde es mir deutlich besser gehen.


    Verabschiede dich von den Gedanken dass es im Kinderzimmer ordentlich sein sollte.


    Jetzt noch einmal die Frage, wie alt sind deine Kinder?


    Was die Wäsche deiner großen Kinder anbelangt, stell ihnen einen Wäschesammler ins Zimmer und lasse ihn stehen. Wenn der Kleiderschrankinhalt merklich weniger wird und der Wäschesammler überquillt, dann werden sie schon waschen.

    Die Drohungen meinte ich ernst.


    Auch das liegen lassen habe ich durchgezogen, bis es anfing zu schimmeln und da hörte der Spaß auf.


    Einen Plan gab es, brachte auch nichts.


    Denke, ich muss heute noch ins Krankenhaus, wenn es nicht besser wird mit den Anfällen. Ich wollte immer eine gute Mutter sein, meinen Kindern viel Freiräume lassen.


    Aber hier ist ein Beispiel, wie der gleiche Text von verschiedenen Usern anders gesehen wird.


    Du schreibst, dass ich zu inkonsequent bin, Plüschbiest meinte, ich überfordere meine älteren Töchter. Ich frage mich nur, mit was? ":/


    Mir fehlt auch gerade die Kraft, weiterzukämpfen. Bin zu müde und regelrecht ausgelaugt.

    Plüschbiest, das hat meine Neurologin gesagt. Ich solle auf mich achten, sonst könne das böse enden. Ihre Worte, nicht meine.


    Und du denkst wirklich, ich überfordere die Kinder, wenn eine für den Geschirrspüler zuständig ist (was auch selten klappt) und die andere das Katzenklo macht? Das kann und möchte ich nicht glauben.


    Nur, weil ich meckere, dass sie ihre Aufgaben nicht erfüllen? Ich lege meine beiden Hände ins Feuer dafür, dass in anderen Haushalten die Kinder mehr Aufgaben haben als die Damen hier.

    Zitat

    Danke, wer den Text bis hierher geschafft hat.

    gerne @:)




    Zunächst einmal teile ich die Meinung von Plüschbiest.

    Zitat

    Wie kommst du darauf, dass ich die Kinder unter Druck setze?

    Beispielsweise indem Du der Mittleren drohst, sie zum Vater abzuschieben (der sie vermutlich auch nicht wirklich haben will), wenn sie nicht tut, was Du willst.


    Mir erschiene es sinnvoller, Eure Kinder bekämen etwas mehr Sicherheit, dass sich jemand um sie kümmern wird, wenn es darauf ankommt.

    Zitat

    Ich lege meine beiden Hände ins Feuer dafür, dass in anderen Haushalten die Kinder mehr Aufgaben haben als die Damen hier.

    Deine Kinder sind nicht bereit, irgendetwas zu machen. Das ist in anderen Familien anders.


    Je mehr Du sie unter Druck setzt, desto geringer wird ihre Bereitschaft sein, etwas zu machen.


    Das ist ein Teufelskreis aus dem es kein Entrinnen gibt.

    Zitat

    Was kann ich machen? (Tremor)

    Ich würde vermuten, besseren Rat als den ärztlichen gibt es nicht. Da Du ihn ausgeschlagen hast mit Begründungen, die sich wohl nur schwer aus dem Weg räumen lassen, fällt mir nichts Kluges ein.

    mond+sterne auch dir danke für deine Anmerkungen. Die Mittlere lebt erst seit 11 Monaten bei uns, sie lebte vorher bei ihrem Vater und sie hat auch erwähnt, dass sie ihre Schwester und Halbgeschwister vermisst. Von dem her, ich weiß, ich klinge gerade kalt, aber ich werde sie nicht aufhalten. Aber sie legt sich hier ins gemachte Nest und ihre Stiefmutter lies sie bis abends arbeiten, die Kinder hüten, Haushalt machen. Da ist das Katzenclo wirklich nichts dagegen. Zumal die Katzen nur hier sind, weil sie versprochen hat, sich um sie zu kümmern.


    Was bleibt mir, als sie zu bitten, es zu erklären, weshalb sie auch ihren Anteil erledigen sollen? Es sind keine kleinen Kinder mehr.


    Da magst du Recht haben und glaube mir, ich würde den ärztlichen Rat nur allzu gerne in die Tat umsetzen, sei es nur am Sonntag mit der Familie etwas unternehmen zu können. Ich kann aber nicht, weil ich nur vom Kindergeld und dem Lebe, was ich verdiene und das ist manchmal mehr, sehr oft aber nur wenige Euro. Mir bleibt keine andere Wahl, als zu arbeiten bis tief in die Nacht und nebenbei Kinder und Haushalt.

    Ja, mich brauchst Du nicht zu überzeugen, weil ich schon überzeugt bin. Ich bin nämlich ebenfalls in einer ausweglosen Situation, aus der ich aus eigener Kraft nicht herauskomme.


    Auch wenn Deine Situation konkret ganz anders ist, geht es mir in dem Punkt nicht anders als Dir.

    Nimmst du den Blutdrucksenker?


    Ich habe das Gefühl, als wenn du permanent den ganzen Tag über hinter deinen Kindern her bist.


    Tu dies, mach das, und das machst du bitte nicht.


    Würde mich nicht wundern, wenn deine Kinder öfters mal sagen :" Mama, du nervst".


    Ist eines deiner Kinder schon volljährig?

    Lavendela,


    du hast mein Mitgefühl. Wie du es beschreibst, muss es für dich die Hölle sein, nur unter größten Mühen "den Laden zusammenzuhalten" und gesundheitlich derart angeschlagen sein.


    Pass gut auf dich auf und tue nichts unüberlegtes.

    Vielen Dank Lomax.


    Plüschbiest, ob ich Wohngeld erhalte, kann ich nicht sagen. In der alten Wohnung wurde es abgelehnt, aber ich kann es nochmal versuchen. Danke sehr für deinen Ratschlag. Suche schon seit Jahren einen besser bezahlten Job. Teilzeit. Nur absagen und das seit Jahren. Deshalb bin ich froh, wenigstens etwas dazuzuverdienen, bis es endlich mal klappt.


    Nein, Blutdrucksenker nehme ich nicht. Das liegt daran, dass ich zur Zeit zwar sehr oft unter Bluthochdruck leide, es aber auch Phasen gibt, da ist mein Kreislauf im Keller. Würde deshalb die Sache nur verschlechtern.


    Nochmal nein, ich bin meinen Kindern nicht hinterher. Ich lasse sie in Ruhe. Abends sehe ich dann, dass wieder mal nichts gemacht wurde und reagiere dementsprechend mal so, mal so. Also daran kann es nicht liegen.


    Die drei Kinder sind 15, 19 und 22 Jahre alt. Also wirklich keine Kleinkinder mehr. Deshalb wünsche ich mir mehr Eigenverantwortung, was aber nicht gelingt. Eine davon ist in der Ausbildung und bot schon an, etwas abzugeben, aber ich kann das nicht. Es ist das Geld meines Kindes und für sie erhalte ich Kindergeld. Mein Sohn, 19, fängt ab September mit seinem Studium an. Habe den Kindern aber schon mitgeteilt, wenn sie ihre Ausbildung beendet haben, dass sie dann das Kindergeld abgeben müssten, weil es anders nicht möglich ist. Es fällt dann weg und die Kinder kosten auch Geld. (Essen, Strom, Wasser, Müllgebühren, Waschmittel...) Für Kleidung müssen sie ab der Ausbildung selbst sorgen.


    Mond+sterne das tut mir sehr leid, von dir zu hören, wie schlecht es dir geht. Gibt es da nichts, was dich aus dem tiefen Sumpf herausholen kann?

    Es müssen ja keine hohen Summen sein, die die Kinder abgeben.


    Aber so ein Zwanzig Euro Schein kann ja auch schon helfen.


    Wie sieht es mit ergänzender Sozialhilfe aus?


    Wie oft misst du deinen Blutdruck? täglich mehrmals messen kann ihn auch in die Höhe treiben.


    Katzen streicheln soll auch zur Senkung des Blutdrucks beitragen.


    Ebenso salzarmes Essen und Tomatensaft.


    Machst du zur Zeit so etwas wie Heimarbeit? Hatte den Eindruck dass du Akkord Arbeit zu Hause machst.

    mond+sterne. Es tausende von Menschen, denen es schlechter geht als uns. Und wahrscheinlich dennoch zufriedener sind. An diese Menschen versuche ich zu denken und es hilft. Ich denke, wie kann ich jammern, mir geht es doch eigentlich super im Gegensatz zu anderen Menschen und dann schleicht sich wieder das schlechte Gewissen ein und der Stress lässt sich nicht ändern, bis ich eine andere Arbeit gefunden habe.


    Plüschbiest, dein Rat ist lieb gemeint, aber das wäre, auch wegen meiner Depressionen nicht umsetzbar. Weder, dass ich von den Kindern etwas Geld nehme, noch Sozialhilfe. Ich war da drin, es war die Hölle und das möchte ich nie wieder erleben.


    Den Blutdruck messe ich, wenn es mir richtig schlecht geht. Manchmal täglich, dann mal mit 2-4 Tagen Pause. Katzen haben wir und da magst du Recht haben. Wenn ich einfach nicht mehr kann, kommt unser Kater und seine Wärme, sein schnurren tun mir wirklich gut.


    Nein, ich arbeite nicht im Akkord. Arbeite selbstständig von zu Hause aus und bin auf Kunden und Aufträge angewiesen. Kommt kein Auftrag rein, dann verdiene ich nichts. Kauft kein Kunde, ebenfalls nichts. Oft sitze ich stundenlang vor dem Laptop und warte auf Aufträge. Und wie erwähnt, mal klappt es und ich verdiene 30 Euro in der Stunde, dann wieder eine Durststrecke. Momentan bin ich dabei, alles, an dem mein Herz nicht zu sehr hängt, als Privatverkäufer über verschiedene Plattformen (nennt man das so) anzubieten. Toll wäre es, wenn ich halbtags arbeiten gehen könnte. Kinder in den Kindergarten/Schule, dann zur Arbeit, die Kinder abholen, etwas Haushalt und den Rest mit den Kindern Zeit verbringen. Das wäre mein allergrößter Wunsch, geht aber aus gesundheitlichen Gründen nicht. Angestellt zu sein, würde mir viel Druck nehmen und ich hätte auch mal Feierabend. Home Office war mal sehr beliebt. Also sofort zum Rathaus gefahren und das angemeldet. Und was war? Nicht ein einziger Job wurde mehr angeboten.


    Muss es wohl hinnehmen, wie alles ist, aufzuregen gibt mir nur den Rest und ändert nichts an meiner Situation.


    Jedenfalls noch einmal danke an alle. Es tat gut, sich mal alles von der Seele zu schreiben und eure Antworten zu hinterdenken. Vielleicht vermisse ich auch einen Partner, das gab mir immer sehr viel Kraft und alles ging leichter von der Hand. Aber er hat sich sehr verändert und ich weiß nicht mehr, wie ich das nennen soll. Fernbeziehung? Trennung seinerseits? Alles ok? Keine Ahnung.

    Hättest du denn eventuell Anspruch auf ergänzende Sozialhilfe?


    Das wäre ja auch bei einer Selbstständigkeit möglich.


    Hast du jemals ein ehrliches Gespräch mit deinen Kindern geführt und ihnen deine Situation erklärt?


    Wissen sie um deine Krankheit und deren Auswirkungen?


    Wenn nicht, solltest du mit deinen großen Kindern mal ein Gespräch führen.


    Hast du schon mal über eine Betreuung die dich unterstützt nachgedacht?


    Ich kenne einige an Depressionen erkrankte Menschen die so was in Anspruch nehmen.