Vielen Dank Lomax.


    Plüschbiest, ob ich Wohngeld erhalte, kann ich nicht sagen. In der alten Wohnung wurde es abgelehnt, aber ich kann es nochmal versuchen. Danke sehr für deinen Ratschlag. Suche schon seit Jahren einen besser bezahlten Job. Teilzeit. Nur absagen und das seit Jahren. Deshalb bin ich froh, wenigstens etwas dazuzuverdienen, bis es endlich mal klappt.


    Nein, Blutdrucksenker nehme ich nicht. Das liegt daran, dass ich zur Zeit zwar sehr oft unter Bluthochdruck leide, es aber auch Phasen gibt, da ist mein Kreislauf im Keller. Würde deshalb die Sache nur verschlechtern.


    Nochmal nein, ich bin meinen Kindern nicht hinterher. Ich lasse sie in Ruhe. Abends sehe ich dann, dass wieder mal nichts gemacht wurde und reagiere dementsprechend mal so, mal so. Also daran kann es nicht liegen.


    Die drei Kinder sind 15, 19 und 22 Jahre alt. Also wirklich keine Kleinkinder mehr. Deshalb wünsche ich mir mehr Eigenverantwortung, was aber nicht gelingt. Eine davon ist in der Ausbildung und bot schon an, etwas abzugeben, aber ich kann das nicht. Es ist das Geld meines Kindes und für sie erhalte ich Kindergeld. Mein Sohn, 19, fängt ab September mit seinem Studium an. Habe den Kindern aber schon mitgeteilt, wenn sie ihre Ausbildung beendet haben, dass sie dann das Kindergeld abgeben müssten, weil es anders nicht möglich ist. Es fällt dann weg und die Kinder kosten auch Geld. (Essen, Strom, Wasser, Müllgebühren, Waschmittel...) Für Kleidung müssen sie ab der Ausbildung selbst sorgen.


    Mond+sterne das tut mir sehr leid, von dir zu hören, wie schlecht es dir geht. Gibt es da nichts, was dich aus dem tiefen Sumpf herausholen kann?

    Es müssen ja keine hohen Summen sein, die die Kinder abgeben.


    Aber so ein Zwanzig Euro Schein kann ja auch schon helfen.


    Wie sieht es mit ergänzender Sozialhilfe aus?


    Wie oft misst du deinen Blutdruck? täglich mehrmals messen kann ihn auch in die Höhe treiben.


    Katzen streicheln soll auch zur Senkung des Blutdrucks beitragen.


    Ebenso salzarmes Essen und Tomatensaft.


    Machst du zur Zeit so etwas wie Heimarbeit? Hatte den Eindruck dass du Akkord Arbeit zu Hause machst.

    mond+sterne. Es tausende von Menschen, denen es schlechter geht als uns. Und wahrscheinlich dennoch zufriedener sind. An diese Menschen versuche ich zu denken und es hilft. Ich denke, wie kann ich jammern, mir geht es doch eigentlich super im Gegensatz zu anderen Menschen und dann schleicht sich wieder das schlechte Gewissen ein und der Stress lässt sich nicht ändern, bis ich eine andere Arbeit gefunden habe.


    Plüschbiest, dein Rat ist lieb gemeint, aber das wäre, auch wegen meiner Depressionen nicht umsetzbar. Weder, dass ich von den Kindern etwas Geld nehme, noch Sozialhilfe. Ich war da drin, es war die Hölle und das möchte ich nie wieder erleben.


    Den Blutdruck messe ich, wenn es mir richtig schlecht geht. Manchmal täglich, dann mal mit 2-4 Tagen Pause. Katzen haben wir und da magst du Recht haben. Wenn ich einfach nicht mehr kann, kommt unser Kater und seine Wärme, sein schnurren tun mir wirklich gut.


    Nein, ich arbeite nicht im Akkord. Arbeite selbstständig von zu Hause aus und bin auf Kunden und Aufträge angewiesen. Kommt kein Auftrag rein, dann verdiene ich nichts. Kauft kein Kunde, ebenfalls nichts. Oft sitze ich stundenlang vor dem Laptop und warte auf Aufträge. Und wie erwähnt, mal klappt es und ich verdiene 30 Euro in der Stunde, dann wieder eine Durststrecke. Momentan bin ich dabei, alles, an dem mein Herz nicht zu sehr hängt, als Privatverkäufer über verschiedene Plattformen (nennt man das so) anzubieten. Toll wäre es, wenn ich halbtags arbeiten gehen könnte. Kinder in den Kindergarten/Schule, dann zur Arbeit, die Kinder abholen, etwas Haushalt und den Rest mit den Kindern Zeit verbringen. Das wäre mein allergrößter Wunsch, geht aber aus gesundheitlichen Gründen nicht. Angestellt zu sein, würde mir viel Druck nehmen und ich hätte auch mal Feierabend. Home Office war mal sehr beliebt. Also sofort zum Rathaus gefahren und das angemeldet. Und was war? Nicht ein einziger Job wurde mehr angeboten.


    Muss es wohl hinnehmen, wie alles ist, aufzuregen gibt mir nur den Rest und ändert nichts an meiner Situation.


    Jedenfalls noch einmal danke an alle. Es tat gut, sich mal alles von der Seele zu schreiben und eure Antworten zu hinterdenken. Vielleicht vermisse ich auch einen Partner, das gab mir immer sehr viel Kraft und alles ging leichter von der Hand. Aber er hat sich sehr verändert und ich weiß nicht mehr, wie ich das nennen soll. Fernbeziehung? Trennung seinerseits? Alles ok? Keine Ahnung.

    Hättest du denn eventuell Anspruch auf ergänzende Sozialhilfe?


    Das wäre ja auch bei einer Selbstständigkeit möglich.


    Hast du jemals ein ehrliches Gespräch mit deinen Kindern geführt und ihnen deine Situation erklärt?


    Wissen sie um deine Krankheit und deren Auswirkungen?


    Wenn nicht, solltest du mit deinen großen Kindern mal ein Gespräch führen.


    Hast du schon mal über eine Betreuung die dich unterstützt nachgedacht?


    Ich kenne einige an Depressionen erkrankte Menschen die so was in Anspruch nehmen.

    Ja, ich habe offen über diese Anfälle mit ihnen gesprochen. Die beiden Ältesten haben mich auch schon mehrfach dabei erlebt.


    Ich weiß, du meinst es gut mit der Sozialhilfe, aber ich möchte nicht wieder in diese Spirale rutschen, dass ich (mittlerweile monatlich) früher alle drei Monate, meine Überweisungen offen legen müsste. Es gab einem das Gefühl von Unmündigkeit und Kontrolle. Es ging mir damals psychisch sehr, sehr schlecht. Dagegen bin ich ohne die Hilfe die heiterste, glücklichste Person auf der Erde. Aber ich habe auch schon daran gedacht, dass mir wenigstens die Krankenkasse übernommen wird. Das wären jeden Monat € 200, die ich sparen würde. Aber der Preis dafür ist mir zu hoch. Andererseits möchte ich auch Mutter sein, endlich Zeit für die Kinder haben. Muss das irgendwie hinbekommen, alles unter einen Hut zu bringen.


    Meine Mutter hat mir schon Frührente (nein, hieß anders) vorgeschlagen, weil ich nicht arbeiten gehen kann. Nicht wegen den Anfällen, aus anderen Gründen. Das käme noch in Frage, aber es wäre ein Spießrutenlauf und was da auf mich zukommen würde, müsste ich dann sehen. Wenn alles aber so weitergeht, werde ich wirklich diese Option wählen. Auch wenn ich dann zur Kur muss, dann sehen sie schon, wie es mir geht.

    Zitat

    Es tausende von Menschen, denen es schlechter geht als uns. Und wahrscheinlich dennoch zufriedener sind.

    Das hilft nur bedingt und für kurze Zeit. Wenn du nicht (mehr anders) kannst, die gesundheitlichen Probleme dazukommen, dann muss das deine Umgebung einsehen, auch deine Kinder.

    Ja, das stimmt. Dennoch fühle ich mich oft als undankbar. Genug zu Essen und zu Trinken, andere Kinder werden zu Tode gequält, ich durfte eine normale Kindheit (mit wenigen Schlägen seitens der Mutter) genießen. Krieg usw. Und ich jammere hier wegen dem Haushalt und dem Stress.


    Habe jetzt ein weiteres Problem, nicht schlimm, aber komisch (Eiter aus der Kaiserschnitt Narbe. Der KS ist drei Jahre her). Weiß jetzt nicht, wohin damit. Werde mal herumtelefonieren. Kann nicht normal sein nach dieser Zeit.

    Dir geht es richtig schlecht. Du bist physisch und psychisch am Ende. Dein Körper zeigt Dir deutlich, dass es so nicht weitergehen kann. Du brauchst Hilfe und zwar schnell.


    Du musst aber auch Hilfe zulassen. Natürlich ist es nicht wirklich prickelnd, sich auf Sozialhilfe einlassen zu müssen. Aber das würde zunächst mal die finanziellen Sorgen und die Arbeitsbelastung reduzieren. Natürlich ist es nicht schön, sich als hilfebedürftig und krank zu outen. Aber es geht nicht anders. Du musst Deinen Stolz runterschlucken und Hilfe suchen - für Dich und für Deine Kinder.


    Wie lange willst Du warten? Bis Du endgültig zusammenbrichst und Du gar nichts mehr beeinflussen kannst? Was wird dann aus Deinen Kindern?


    Du musst körperlich und seelisch zur Ruhe kommen, um die akute Gefahr herauszunehmen und zum anderen, damit Du einen klaren Kopf bekommst, um zu überlegen, wie es weitergehen kann.


    Such Dir Hilfe! Sprich mit Deiner Ärztin, vielleicht kann die was in die Wege leiten. Nimm Kontakt zu Beratungsstellen auf, auch wenn es schwer fällt.


    Lass Dir helfen, damit Du wieder gesund und stark wirst, um Dein Leben wieder selbst in die Hand zu nehmen.


    Ich wünsche Dir viel Kraft und dass Du den Mut hast, Dir einzugestehen, dass Du jetzt die Hilfe anderer in Anspruch nehmen musst. Übrigens, genau dafür sind solche Beratungsstellen da.


    Alles Liebe für Dich.

    Danke Jori. Bin jetzt krank und ans Bett gefesselt. Morgen habe ich zwei Termine, hoffe, bis dahin geht es besser. Werde nun versuchen, meinen Tagesablauf anders zu strukturieren. Morgens Haushalt und Gewerbe, Nachmittags Zeit für die Kinder, abends entweder Gewerbe oder Zeit für mich. Ich hoffe, ich schaffe es auf diese Weise. Parallel dazu suche ich eine besser bezahlte Tätigkeit.

    Zitat

    Dagegen bin ich ohne die Hilfe die heiterste, glücklichste Person auf der Erde.

    Davon merkt man leider momentan so gar nichts.


    Such dir Hilfe, nur so wird es dir bald besser gehen.


    Geh zum sozialpsychiatrischen Dienst und schildere deine Probleme dort offen und ehrlich.


    Du brauchst vor allem finanzielle Entlastung und Zeit für dich.Es kann nicht sein, dass du quasi rund um die Uhr arbeitest und kurz vor einem Nervenzusammenbruch stehst, weil deine Kinder dich nicht entlasten.


    Auf Grund deiner Anfälle und der Depressionen wäre vielleicht eine befristete Erwerbsunfähigkeit möglich.


    So etwas wird meist auf 2 Jahre befristet, weil man von einer Besserung der Gesundheit ausgeht.


    Da hättest du mehr Zeit für deine Kinder und dürftest auch in der Zeit ein wenig dazuverdienen.