Was tun? - er steht nicht (mehr) zu mir?

    (Urspr. Titel "WAS TUN?")


    Mein Freund und ich sind je Anfang Dreissig bzw. Ende 20, wohnen noch nicht zusammen hatten eine sehr turbulente Beziehung... in den letzten monaten gab es viel auf und ab, zusammen sind wir seit 1,5 Jahren.


    Ich hatte dann einen beruflichen Aufenthalt im Ausland, und stellte mir selbst in dieser Zeit die Frage, ob ich mit ihm weitermachen wollte oder nicht. In diesem Auslandsaufenthalt stellte ich auch fest, dass ich ungeplant schwanger war. Ich berichtete ihm, er reagierte sehr ruhig und voller Freude und malte sich schon alle möglichen Szenarien aus, mit dem Kind, zusammen wohnen etc.


    Als ich jedoch wieder in Deutschland war, drehte sich das Blatt. Er sagte er, wir müssten mit seinen Eltern wohnen in seinem Dorf. Als ich das Szenario verwarf, legte er mir plötzlich nahe, dass ich noch nicht bereit seie, er noch nicht bereit seie, letztendlich wollte er das Kind doch nicht und legt jetzt auch totale Zweifel bezüglich der Zukunft auf den Tisch.


    Innerhalb vieler Gespräche zeigte sich, dass er Zweifel hatte an mir, an der Zukunft, an allem. Seine Freude vom Anfang und Zustimmung – komplett weg. Ich bin einfach nur mehr als geschockt, zumal ich schonmal so eine Situation hinter mir habe, wo ich in laufender Schwangerschaft verlassen wurde und das Kind dann gestorben ist vor der Geburt.


    Es war echt ein Riesenschock alles für mich, seine Reaktion, und ich war wie vor den Kopf geschlagen. Er verstand es nicht, meinte ich mache umsonst Drama etc. und zog sich stark zurück. Er redete immer wieder indirekt auf mich ein, ließ es so aussehen, als ob alle Möglichkeiten offen wären aber machte gleichzeitig auch klar, dass er das Kind nicht will. Ich solle alles in Ruhe nachdenken, wir sollten uns erst besser kennenlernen, könnten dann später auch heiraten etc.


    Eines morgens wachte ich mit so einer Übelkeit und einen beklemmenden Druck auf, dass ich ihm noch einmal eine Nachricht schrieb, ob wir noch einmal reden könnten, egal wann, er solle mir sagen wann er Zeit hat. Er rief mich an, schrie mich an, ich mache nur Stress für ihn, durch mich und wegen mir hat er nur noch Stress im Leben, ich würde sein Leben kaputt machen wollen, ob ich möchte, dass er sich umbringt wegen mir etc. er schmiss das Telefon gegen die Wand…


    Später redeten wir noch einmal und in dem Gespräch sprach er nur von sich, erzählte mir lang und breit, wie sehr ich ihn unter Stress und Druck gesetzt hätte und dass sein Limit an Gesprächen erreicht seie, es seie ihm egal was ich mache, ich soll machen was ich will, es kümmert ihn nicht mehr.


    Ich hatte an dem Abend solche Heulkrämpfe und fiel in ein totales Loch, es interessierte ihn aber natürlich auch nicht mehr.


    Jetzt ist er auf Geschäftsreise gefahren und ruft mich ab und zu an, tut so als wäre alles normal, aber fragt nicht wie es mir geht, körperlich, seelisch oder sonstiges. Wenn er nur einen Anflug von Traurigkeit in meiner Stimme spürt, blockt er total ab und reagiert gereizt.


    Ich weiss ehrlich gesagt nicht mehr, was ich machen soll… das Thema ist volllkommen ausgereizt und ich habe psychisch nicht mehr die Kraft, mit ihm zu reden oder zu kämpfen….

  • 15 Antworten

    kannst du die moderation vielleicht bitten, dass sie deine drei fäden zusammen legt? das wäre für alle, die dich beraten wollen wahrscheinlich ganz gut, weil die entwicklung der beziehung da sehr wichtig zu sein scheint :°_

    Oh, jetzt erinner ich mich. Also die letzte Sache mit seinem Dorf und den Eltern war mir schon zu heftig. Aber wie er jetzt austickt, würde ich mir ernsthaft Gedanken machen, ob er als Vater und Partner überhaupt noch in Frage kommt. Der dreht ja völlig am Rad, weil es nicht nach seiner Nase läuft.

    es macht keinen Sinn die Fäden zusammenzulegen, weil dieser hier die aktuellste Fassung beinhaltet und die anderen Fäden auch noch teilweise andere Schwerpunkte hatten...


    ich weiss einfach nicht was ich tun soll...


    bin fertig. wenn er das erreichen wollte: Super, hat er geschafft...

    Vielleicht solltest du ihn einfach mal für ein paar Tage aus dem Kopf kriegen. Umgib dich mit Personen, die dich aufheitern und ablenken. Lass ihn einfach links liegen und lass es dir mal gut gehen. Du brauchst dringend etwas Abstand, um deine Gedanken zu sammeln.

    Liebe fairsolutions,

    auch ich erinnere mich an Dich - wir hatten in Deinem anderen Faden miteinander kommuniziert.


    Ohne oben aus Deinem Faden zu zitieren, wie dieser Mann dich behandelt hat: Eine Liebesbeziehung oder gar eine gemeinsame Zukunft ist wohl ein für alle mal vom Tisch.


    Das kann man nicht mehr wieder gutmachen, da ist nichts mehr zu retten.


    Es scheint, als lernst Du ihn gerade kennen wie er wirklich ist. Du musst Dich fürchterlich fühlen. :°_


    Er will weder Dich, noch Euer Kind - erzieht sich aus der Verantwortung und mach dich sogar noch zur Schuldigen.

    Zitat

    weiss einfach nicht was ich tun soll...

    Sammle Dich erst mal - beruhige Dich. Hast Du einen Freundin/einen Freund oder Familie die Dich jetzt auffangen können?


    Wie sehen die nächsten Tage aus?


    Schau jetzt auf Dich. Willst Du/Kannst Du jetzt Alleinerziehende Mutter werden?


    Wenn diese Entscheidung erst einmal getroffen ist, dann siehst Du weiter.


    Eins nach dem Anderen!


    :°_


    :)*:)* :)* :)*

    Zitat

    Jetzt ist er auf Geschäftsreise gefahren und ruft mich ab und zu an, tut so als wäre alles normal, aber fragt nicht wie es mir geht, körperlich, seelisch oder sonstiges. Wenn er nur einen Anflug von Traurigkeit in meiner Stimme spürt, blockt er total ab und reagiert gereizt.

    Du redest noch mit ihm? :-o


    Warum? Kannst Di diese Frage für Dich beantworten?

    Wieso lässt du dich so behandeln?


    So, wie es klingt, ist der Mann ja nun wirklich nicht reif Vater zu werden. Wenn er bzw ihr beide kein Kind haben wollte(t), frage ich mich, wieso ihr es überhaupt drauf habt ankommen lassen.


    Letztendlich trägst du ein ungeborenes Kind unter dem Bauch. Du stehst mit beiden Beinen fest im Leben und du musst für dich entscheiden, was du willst und was du mit dir machen lässt. Bitte mach von dieser unreifen Person nicht abhängig, wie du nun zum dritten Mal reagierst.


    Denke an DICH. Du bist STARK. Wenn du das möchtest, kriegst du das auch ohne den Kindsvater hin...


    Er ist das Mimöschen. Letztendlich ist es doch die alte Leier: der Typ kriegt Torschlusspanik und fühlt sich gestresst und genervt davon, dass er nun ein Problem am Hals hat?? :(v Was ist das denn für ein Verhalten? Nur, weil er nicht nach dir und dem Kind fragt, heißt es nicht, dass es sich in Luft auflöst.


    In dieser ganzen Situation geht es nicht mehr um ihn. Überlege dir, was DU willst.


    Meine ehrliche Meinung: ich könnte mir nicht vorstellen mit einem Mann zusammen zu sein, der mich bevormundet und sich dann absolut unreif verhält, mich in dieser Situation von sich weg stößt und dann auch noch die gesamte Situation ignoriert, als wäre ich schuld an der ganzen Sache.


    Ich würde mir überlegen, ob ich ein Kind alleine großziehen kann und dann mein Leben planen. So ein Lulatsch wäre es mir nicht wert.

    Zitat

    ob ich möchte, dass er sich umbringt wegen mir

    Allein dieser Aussage wegen solltest du jeglichen Kontakt zu ihm abbrechen. Du wirst einen Mann finden, der ähnliche Vorstellungen vom Leben wie du hat, der auch deine Befindlichkeiten achtet und nicht nur die eigenen ...

    Laut deinen Schilderungen in den anderen aktuellen Threads ist er streng katholisch und jetzt redet er von Selbstmord und Abtreibung? Und als du die Schwangerschaft entdeckt hattest ist die Beziehung "super", er freut sich über das Kind und jetzt rastet er deswegen komplett aus? Das ist ja eine rasante Entwicklung ...

    Habe auch in Deine vorherigen Beiträge rein gelesen und mir ist aufgefallen, dass ihr beide sehr experimentell mit eurer Beziehung umgegangen seid. Du hast bereits in Deinen anderen Beiträgen beklagt, dass Dein Partner eine zu heimatlich bodenständige Art hat und innerfamiliär eine zu enge Bindung mit seinen Verwandten pflegt. Dich vorher schon gemeinsame Familienurlaube genervt haben usw.


    Du hast dies allerdings, wenn auch mit innerem Bauchgrummeln zusammen mit Deinem Freund mitgelebt. Ich vermute, dass Dein Fraund aus diesen Erfahrungen heraus für sich sicher war, dass euer späterer Lebensmittelpunkt trotz Deiner Bedenken in Bayern stattfinden wird. Er wünscht sich offenbar intensiv, dass seine Partnerin und gemeinsame Kinder im engen Verbund am Ort seiner Kindertage leben.


    Dieser Wunsch ist in meinen Augen legitim und ihr zwei habt leider versäumt, dies für euch konkreter abzuklären. Jeder hat vom anderen gehofft und vermutet, dass sich die Meinung zu eigenen Gunsten verändern wird. Nun stellt euch die ungeplante Schwangerschaft vor genau dieses Problem der plötzlichen Entscheidung, die vorher noch zwischen euch wankte und schwankte.


    Du hast im Vorfeld beklagt, dass Dir diese Enge nicht behagt und Dich innerlich von dieser Lebensweise seiner Familie distanzierst. Dies wäre in meiner Einschätzung schon der richtige Zeitpunkt gewesen, um über die Tragfähigkeit eurer Beziehungsgrundlage tiefsinniger nachzudenken. Schade, dass ihr daraus nicht die richtigen Konsequenzen gezogen habt. Es hätte euch eine Situation wie die heutige erspart und die schmerzlichen Erkenntnisse daraus auch.


    Eure Beziehung war schon ohne Schwangerschaft in ihrer Sustanz mehr als fragil. Ich möchte an dieser Stelle allerdings eine Lanze pro Mann und werdender Vater brechen, weil ich sehr verschiedene Lebensgeschichten erlebt habe.


    Angefangen von werdenden Vätern, die nach dem Bekanntwerden der Schwangerschaft so durchgedreht sind wie Dein Freund. Alle Geschütze in Richtung Abtreibung auffuhren, die man sich vorstellen kann. Die allerdings heute, weil sie starke Partnerinnen hatten, die an ihre eigene Partnerwahl geglaubt und festgehalten haben zu sehr glücklichen Papas und Familienmenschen wurden. Einige von ihnen sogar mit dem baldigen Wunsch, die Familie weiter zu vergrößern.


    Die sich für den vorher nicht gewollten Nachwuchs in jeglicher Hinsicht einbringen und das Leben mit Familie nicht mehr missen wollen. Es gab auch die andere Konstellation, in der Schwangerschaft die positiv gestimmtesten Männer mit Vatergefühlen, die nicht besser sein konnten. Die bei fast jeder Untersuchung in Sachen Schwangerschaft anwesend waren, die Einkäufe von Babykleidung, Kinderwagen, Gestaltung des Babyzimmers aktiv mit begleitet haben, ebenso wie die Geburtsvorbereitungskurse.


    Der große Knall kam mit der Geburt/wenige Wochen/Monate danach und dann die sehr kalten Füße. Die Meinung vertretend dieses Leben und die Verantwortung mit Kind nicht eingehen zu können. Und plötzlich kam die Trennung und der Papa in spe wart nicht mehr gesehen.


    Ebenso verschiedene Mischformen von Charakterverhalten, mit wechselnden Phasen pro und kontra eigenem Kind. Ähnlich vergleichbar mit den Hormonschüben einer jungen Schwangeren, die nicht weiß was sie will bis sie ersten Kindesbewegungen in sich spürt. Und ab diesem Zeitpunkt deutlicher sagen kann, JA ich will mein Baby.


    Wir leben alle nicht in der perfekten Wuschwelt. Einige trifft es von Anfang gut und stabil, andere müssen sich ihre gemeinsamen Grundlagen hart erarbeiten. Es ist nicht gesagt, dass Dein Freund sich durchgängig bis zur Geburt so mies verhält. Allerdings sehe ich die Schwierigkeit bei ihm weniger in seiner noch nicht akzeptierten Vaterrolle (dort könnte event. noch ansteigendes Potential liegen), als eher in seinem festgezurrten Zukunftsbild, dass er sein Familienleben nur im festen Verbund mit seiner Verwandtschaft in Bayern sieht.


    Auch, wenn es für Dich gerade schwer ist. Du hast für Dich die Entscheidung getroffen im Norden zu leben. Sei es aus der beruflichen Perspektive heraus, ebenso wie aus der inneren Ablehnung nicht im tiefsten Bayern in einem streng katholischen Dorfleben Dein Heil zu suchen. Das ist der Fakt mit dem Du jetzt planen musst.


    Deshalb gilt es für den Weg im Norden als werdende Mutter alles in die Wege zu leiten, (unabhängig vom Verhalten des Vaters), was Dein Leben mit Deinem/eurem Kind absichert.


    Deinen Partner lass im Moment außen vor, der soll sich erst selbst genug sortieren. Er dreht momentan durch, weil seine fest geplante Vorstellung von Familienleben den Bach runter geht. Das kann durchaus damit zusammen hängen kann, dass er sich die Vaterrolle ohne Familie im Rücken (noch) nicht vorstellen kann. Er hat es aus eigenem Erleben nicht anders kennengelernt. Deine Schwangerschaft kam nicht nur für Dich ungeplant zustande, sondern ebenso für ihn. Das kann solche Reaktionen wie seine jetzige nach sich ziehen. Zugegeben, sehr erwachsen ist das nicht, aber so haben schon einige später glücklich und stabile Familien ihren Anfang gehabt.


    Er muss wie Du seinen eigenen Weg finden. Deine Kraft gehört dem künftigen Leben und Dir als werdender Mutter. Deswegen würde ich ihm mitteilen, dass Du erst wieder mit ihm in Kontakt treten wirst, wenn er sich konkrete Gedanken darüber gemacht hat wie er seine aktive Rolle als Vater beginnen will. Du weder Zeit, Motivation noch Geduld hast als seine "Familien-Therapeutin" tätig zu werden bis er sich genug sortiert hat.


    Bereite Deinen Weg pro Kind vor, indem Du alle wichtigen Schritte nach Deinen Plänen gehst. Such Dir Verbündete, die Deinen Weg als Schwangere begleiten und mach das nicht vom Verhalten des unsortierten Freundes abhängig.


    Es gibt derzeit nur die zwei Möglichkeiten, der angstbesoffene potentielle Vater bekommt sich schnell selbst in den Griff und der große Knall im Kopf findet noch statt. Oder er bleibt der unverstandene, von der eigenen Familie im Sog gehaltene Bravling der nicht zu seiner Verantwortung stehen will.


    Lass ihm den Weg offen, wenn Deine Liebe stark genug ist, sich noch zu euch zu mit Taten zu bekennen. Gib ihm noch etwas Zeit. Er muss genau wie Du für sich überlegen wie er mit der Situation ungeplantes Baby klar kommt.


    Lege im Moment nicht jedes seiner Worte auf die Goldwaage, auch wenn das in Deiner Situation ausgesprochen schwer sein wird. Ich habe selbst bei sehr rational denkenden Menschen erlebt, wenn sie unter stark emotionalem Druck standen, dass sie den größten Lebensunfug aussprachen. Es waren für mich die späteren Taten sehr viel entscheidender, weil sie das eigene Charakterverhalten deutlicher als emotional unsortiertes Gedankenkino widerspiegeln.


    Für den weiteren Verlauf Deiner Schwangerschaft alles Gute, und halte Dich von stressigen Diskussionen fern. Wird der Freund ausfällig und vorwurfsvoll, beende das Gespräch mit dem Verweis, dass er sich seiner Verantwortung bewusster werden muss. Du euer Kind schützen musst in dem Du für eine stabile Psyche sorgst. Für mehr reicht Deine Kraft momentan nicht, und das ist völlig ok so. Pass gut auf Dich auf. :)* @:)

    Zitat

    Wird der Freund ausfällig und vorwurfsvoll, beende das Gespräch mit dem Verweis, dass er sich seiner Verantwortung bewusster werden muss.

    Ich habe den Eindruck, dass es bei dem Freund keineswegs nur dieses Problem des werdenden Vaters gibt. Die Probleme liegen viel tiefer- wer mit Selbstmord droht, agiert stark emotional manipulativ. Aus Erfahrung innerhalb meiner Verwandtschaft würde ich da nicht zu einer Beziehung raten. Ich vermute stark, dass er auch ansonsten starke Probleme damit hat, dir eine eigene Meinung zuzugestehen- nach dem Motto: "Es wird gemacht, was ich sage". Solange du ja und amen sagst, ist alles in Ordnung, aber wenn nicht, dann ...

    Zitat

    Die Probleme liegen viel tiefer- wer mit Selbstmord droht, agiert stark emotional manipulativ. Aus Erfahrung innerhalb meiner Verwandtschaft würde ich da nicht zu einer Beziehung raten.

    Es geht mir nicht darum, die Handlung und Meinung des Freundes der TE zu relativieren oder "schön" zu schreiben. Aber, dass was hier bisher an Fakten benannt wurde, rechtfertigt noch nicht, den Mann/werdenden Vater zum manipulierenden Monster zu machen.


    Es fehlen mir z.B. wichtige Informationen zur bisherigen Paarbeziehung, wie z.B. die Beziehungsdauer, Beziehungsintensität, wie regelmäßig man Zeit miteinander geteilt hat und wie diese sich gestaltet hat, bevor sie ungeplant schwanger geworden ist. Wie sahen frühere Absprachen der beiden aus etc.


    Hier z.B. liest sich die Einschätzung der TE noch völlig anders:

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    ich habe letzte Woche per Teststreifen herausgefunden dass ich ungeplant schwanger bin, was aber nicht sooo schlimm ist, denn die Beziehung zum Vater des Kindes ist super, es gibt eine sehr große Familie und gute Betreeungsmölgihckeiten und allgemein ist es nicht der schlechteste Zeitpunkt.

    Inhaltlich klingt es an dieser Stelle noch sehr nach partnerschaftlicher Gemeinsamkeit, über das Wie und Was nach der Geburt eines Kindes um Zeitpunkt X der Zukunft. Im Thread vom 27.07.2016 scheint es noch kein Zerwürfnis darüber gegeben zu haben, was die beiden mit Eintritt einer Schwangerschaft leben wollten.

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    so dachte ich zumindest und der Vater des Kindes hat sich auch gefreut!


    so habe ich zumindest gedacht bis heute morgen:

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    Heute morgen war ich beim Frauenarzt um die Schwangerschaft offiziell feststellen zu lassen, alleine und musste 1,5 Stunden warten, unfairerweise wurden andere vorgelassen, die später kamen.... im Verlauf dieser Wartezeit habe ich wieder solche Beklemmungen und Traurigkeitsgefühle bekommen und war danach so fertig, dass ich erstmal nach Hause statt zur arbeit gehen musste. Dort habe ich geweint, so lange geweint und heute fühle ich mich den ganzen Tag einfach schlecht.

    Wie die Gespräche zwischen der TE und dem Freund in dieser aktuten Phase von Ängsten, panischen Emotionen verlaufen sind wissen wir nicht. Es zeigt allerdings, dass auch auf Seiten der Mutter massive Zweifel und unkontrollierte Gefühle aufgekommen sind, die mit dem früheren Verlauf der 1. Schwangerschaft einschließlich erfolgter Spätabtreibung als Trauma entstanden sind.

    Zitat

    das schlimmste ist, ich kann keine Vorfreude oder sonstiges verspüren und fühle mich eher der Situation eher nicht gewachsen... das ganze wirft mich grade in diese frühere Zeit zurück, ich habe das einfach noch nicht verarbeitet...

    Wenn ihr als Mutter so emotionale Durchhänger und tiefe Zweifel gekommen sind, was ich für mich absolut verständlich/nachvollziehbar empfinde. Warum darf es einem werdenden Vater, der von einer ungeplanten Schwangerschaft erfährt, (die Situation nicht vorweg durchdenken und planen konnte) die Nerven ebenso weghauen, und er überreagieren? Zumal er vermutlich um die Vorgeschichte der ersten Schwangerschaft weiß!??


    Es geht in einigen Beiträgen manchmal nur um ein Tagesgeschehen oder Wochenereignis. Dazu gehörende emotionale Auf und Ab's deren Entstehungsgeschichte hier nur im Kurzabriß einseitig, wenn überhaupt dargestellt wird. Deshalb halte ich es ohne zusätzliche Informationen für zu verfrüht schon langfrisitge Trends für dieses Paar und künftige Familie einzig daraus abzuleiten.

    Zitat

    Aus Erfahrung innerhalb meiner Verwandtschaft würde ich da nicht zu einer Beziehung raten.__

    Das ist für mich kein schlüssiges Argument, um für diese individuelle Situation schon den wissenden Rückschluss zu ziehen, wie das Ganze weiter ablaufen wird. Menschen handeln weder ständig berechenbar noch immer einer Logik folgend.

    Zitat

    am Anfang der Beziehung habe ich immer herbe Zugeständnisse gemacht was seine Familie anging, obwohl mir die gemeinsamen Urlaube etc. nicht behagten- jetzt bin ich schwanger und gefangen... was kann ich tun? er scheint dieses ganze Familiäre mehr zu brauchen als ich dachte

    Hier stellt sich mir nach wie vor die Frage, wie verliefen frühere Paargespräche, wenn die TE sehr oft eingelenkt hat und der Freund von den Zweifeln bzgl. des Wohnortes nichts konkretes gewusst hat? Wurde zwischen euch zweifelsfrei klar genug kommuniziert, dass ein späterer Zusammenzug gen Bayern nicht mehr in Frage kommt?


    In dieser Passage klingt es noch etwas anders:

    Zitat

    Er hat schon so Sachen gesagt wie in seinem Dorf helfen die Älteren den Neuen Müttern immer mit den Säuglingen etc... mir ist das alles zuviel, mir würde es reichen, nur mit ihm alleine zu sein, aber selbst wenn wir im Ort eine eigene Wohnung hätten, befürchte ich, dass er sich ganz dort integriert...ich kann es mir aufgrund der Mentalitätsunterschiede halt nicht vorstellen und mit den Jobchancen nach 3 Jahren Kinderbetreeung zuhause, auf die wir uns geeinigt haben - sieht es dort auch eher mau aus...zumindest nicht in dem Bereich, wo ich studiert habe...


    Hier klingt es noch danach, dass es vor Eintritt der ungeplanten Schwangerschaft durchaus Absprachen für das spätere Familienleben in Bayern gab. Es zwar "leise" eigene Zweifel/Befürchtungen auf Seiten der TE gab. Frage mich jedoch, kannte diese der Partner ganz konkret, weil sie klar und offen ihm gegenüber direkt geäußert wurden?


    Für mich würde es zwischen den beiden einen deutlichen Unterschied machen, ob sich die Gedanken und Zweifel nur im Kopf der TE befunden haben oder diese deutlich als Gesprächsinhalt im Paargespräch stattgefunden hat. Das ist bisher noch nicht so deutlich im Beitrag rüber gekommen.


    Falls dies nicht der Fall ist, könnte dies zum Teil die sehr heftige Überreaktion des potentiellen Vaters erklären. Unreif wirkend ja, aber deshalb völlig unverständlich, wenn sich plötzlich Entscheidungen ins Gegenteil umkehren und abgesprochene Pläne komplett verändern?


    Es wäre für Ratschläge und Hilfestellungen einfacher eure Situation noch ergänzend zu erläutern. Ich möchte mich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht einseitig auf die einseitige Beurteilung einlassen. Dazu ist die Informationslage noch zu knapp gehalten.