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    Rinder,Pferde Schafe,Hunde ,Katzen ..die bekomme ich nirgends untergestellt ..

    Könntest du die Pacht alleine bezahlen? Oder etwas Kleineres pachten?


    Ist das überhaupt zu schaffen neben deiner Berufstätigkeit mit den ganzen Tieren?


    Werden die Rinder und Schafe zum Schlachten gehalten? Oder sollen die bei euch alt werden?


    Sonst könnte man vielleicht einen Teil der Tiere verkaufen.

    Wenn du die Scheidung einreichst, müsst ihr euch einigen, wer den Hof übernimmt.


    Du musst natürlich den Mut haben, mal einen Anfang zu machen.


    Einfacher wäre es, wenn du vielleicht etwas anderes pachten würdest.


    Dann kannst du einfach die Tiere mitnehmen und gehen.

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    Wenn du die Scheidung einreichst, müsst ihr euch einigen, wer den Hof übernimmt.

    Das Problem ist vermutlich, dass man sich mit diesem Mann auf nichts einigen kann, so wie die Beschreibung klingt. Weil er ein Häufchen Elend ist, was sofort mit Suizid droht.


    Da hilft mMn erst mal nur Beine in die Hand nehmen und flüchten. Die TE scheint mir selbst nicht stark genug, das alles unter der Anwesenheit des jammernden Mannes konsequent durchzusetzen. Notfalls Polizei benachrichtigen dass sie nach ihm sehen sollen, so entlastet man schon mal prophylaktisch sein Gewissen, falls was passiert.


    Und dann anfangen mit regeln, ggf. mit Hilfe von Familie/Freunden.


    Das könntest Du theoretisch noch heute durchziehen.

    Zitat

    @Julia - auch wenn du das als Ausrede siehst..aber die Tiere werden dann weder Futter noch Wasser bekommen! Ich war schon einmal 3 Tage weg ..ich habe weiß wovon ich rede

    Dann gehst Du die nächsten Tage zusammen mit einer Vertrauensperson zum Hof und fütterst.

    Whiterose999 hast du schon mal daran gedacht, dass eure Ehe auch für deinen Mann eine Belastung sein könnte?


    Was du ihm an Halt geben kannst, ist ja nur ein äußerer Rahmen.


    Der Halt besteht nur aus Pflichtgefühl, ist aber nicht mit Inhalten gefüllt (wie z. B. Liebe, Vertrauen, Achtung).


    Eine Trennung beinhaltet für dich und auch für deinen Mann die Chance auf einen Neuanfang.


    Vielleicht kannst du mit ihm in aller Freundschaft mal darüber reden.


    Ihn mal fragen, warum er trinkt, was ihm in seinem Leben fehlt.

    Liebe Whiterose,


    so wie sich deine gegenwärtige Situation für dich darstellt, schlagen die Wellen über dir zusammen. Da ertrinkt man, bekommt keine Luft mehr und sieht keinen Himmel. Der andere Mann erscheint wie ein Retter, aber auch er ist letztlich unerreichbar, denn er ist ja durch eine entscheidende Unwahrheit von dir getrennt. All das fühlt sich für dich unlösbar an und davon versuchst du uns Mitleser zu überzeugen, wenn hier nach Lösungen gesucht wird. Das ist verständlich, hilft dir aber nicht.


    Das einzige, das dir helfen kann, aus dieser unlösbaren Situation heraus zu kommen ist das Zerlegen des Chaos in seine Einzelteile. Du kannst nicht alles zugleich lösen, aber du kannst die verschiedenen Bereiche voneinander trennen, einzeln betrachten und herauszufinden versuchen, welche Teile vielleicht lösbar sind. Vor allem aber kannst du dir anschauen, was die Alternativen wären, wenn du nicht nach Lösungen suchst.


    Du versuchst uns und dich davon zu überzeugen, dass eine Trennung von deinem Mann nicht möglich ist, weil er sich dann das Leben nehmen würde und dir verschiedentlich gedroht hat, was er dann tun würde. Er delegiert damit seine gesamten selbstgemachten Probleme an dich und das hat bisher ja auch funktioniert. Das kann man ändern.


    Die Alternative: Wenn du dich weiterhin seinen Bedingungen und Drohungen unterwirfst, bedeutet das ja im Klartext, dass du so lange in dieser Beziehung bleibst, wie er das bestimmt, oder bis er stirbt. So funktioniert Gefangenschaft aber so funktioniert nicht Partnerschaft und Beziehung. Alles, was Beziehung und Partnerschaft ausmacht, wird dabei außer Acht gelassen und mit Füßen getreten. Was bleibt ist die Erpressung, also die Gefangenschaft. Und das geht nur solange, wie du seine Bedingungen akzeptierst. Wenn du damit aufhörst, ist es beendet. Den Schlüssel für dein Gefängnis hast du in der Hand, nicht er.


    In dem Moment, in dem du dich von ihm trennst, gibst du die Verantwortung für das Gelingen seines Lebens in seine eigenen Hände zurück. Das möchte er nicht, weil du es bisher anders gemacht hattest. Aber es übersteigt nun mal deine Kräfte, ihn glücklich machen zu wollen, denn er tut alles dafür unglücklich zu werden und zu sein. Und wenn er das wirklich und von Herzen will, wirst du ihn daran nicht mehr hindern können.


    Und das wäre also eine erste Veränderung deiner Denkweise: "Ich will und kann dich nicht mehr daran hindern unglücklich zu sein, zu trinken, zu kündigen und zu resignieren. Ich sehe ein, dass ich dich nicht mehr ändern kann und akzeptiere das. Es übersteigt meine Kräfte das zu ändern, darum gebe ich das auf!"


    Vermutlich wirst du ihm das nicht sagen können, aber es wäre eine Formulierung, die DIR dabei helfen könnte, dich emotional langsam von ihm zu lösen und vielleicht findet sich ja auch ein Weg ihm das irgendwann mitzuteilen.


    Wie dein Mann damit umgeht, darauf hast du dann keinen Einfluss mehr, aber du kannst ihm nahe legen, wo er Hilfe bekommen kann. Du kannst – wie es hier schon vorgeschlagen wurde – sogar die Polizei zu Hilfe rufen, wenn er konkret suizidal handelt. Du kannst auch über die Telefonseelsorge erfragen, wie man mit einem suizidgefährdeten Menschen umgeht. Aber du solltest dich davon lösen, dass du dauerhaft bis zum Lebensende verhindern kannst, dass er das tut, wenn er das will. Es gibt auch für depressive Menschen eine Lösung, aber nur, wenn sie danach suchen.


    Der Gedanke, dass eine Trennung überhaupt theoretisch MÖGLICH wäre, ist also ein einzelner und überschaubrar Schritt. Es ist nur einer von vielen, aber ein entscheidender.


    Wenn der einmal angedacht ist, geht es darum, die anderen Probleme einzeln zu betrachten:


    Wem kann man einen gepachteten Hof überantworten?


    Wer kann sich um die Tiere kümmern, wem kannst du sie überantworten?


    Wo kannst du wohnen, wenn du ausziehst?


    Wie erklärst du das deiner Tochter?


    Und vieles andere mehr. Alles zugleich lässt sich nicht lösen, aber wenn du dir das aussuchst, was am schwierigsten erscheint und da auch anfängst, wird es überschaubarer. Wenn es die Tiere sind, beginn bei den Tieren. Wenn es der Hof ist, beginnt bei dem Hof. Wenn es die Trennung ist, beginn bei der Trennung. Aber versuche nicht, alles zugleich zu lösen, damit beweist du dir nur, dass es unlösbar ist.


    Bei all dem spielt der andere Mann zunächst keine Rolle. Er hatte und hat aber eine wichtige FUNKTION, er hat bewirkt, dass du endlich darüber nachdenken kannst, deine Probleme zu lösen. Ob er zu mehr geeignet ist, wird sich herausstellen, aber es ist jetzt nicht so wichtig. Allerdings wird es dir schon besser gehen, wenn du ihm sagst, dass du verheiratet bist und dich trennen wirst und was das alles für dich bedeutet. Bitte ihn nicht, dir dabei zu helfen. Das kann er nicht. Aber es ist interessant, wie er damit umgeht.


    Wenn du dich jetzt wirklich auf den langen und beschwerlichen Weg in die Freiheit machst, werden sich auf Dauer viele Möglichkeiten für dich eröffnen. Und dazu gehört vermutlich auch eine neue Liebe. Aber dazu musst du erst einmal bereit und in der Lage sein. Ob das dieser Mann ist, wird sich finden. Das sollte getrennt von allem anderen gesehen werden.


    Vor all dem steht die Bereitschaft, überhaupt etwas ändern zu wollen und dich nicht weiterhin als Opfer der Umstände sehen zu wollen. Der alles entscheidende Weg vom Opfer zum Täter also. Wer etwas tut, kann auch etwas falsch machen. Aber je kleiner und überschaubarer die Schritte sind, desto größer ist die Chance, das Leben im Griff zu behalten.


    Entscheide dich also, ob du bereit bist, deinem Mann die Verantwortung für sein Leben und sein Glück in die eigenen Hände zu legen. Das ist wahrlich nicht leicht und ich hoffe sehr, dass du die Kraft dafür findest.

    @ Whiterose

    Bei DEM Ehemann ist die Marschroute sonnenklar: Trennung!


    Der Typ ist wie ein Kleinkind und übernimmt keinerlei Verantwortung für sich selbst.


    Du bist an allem schuld, was nicht rund läuft. Und diese Erpressung mit dem Fenstersprung ist wirklich unterster Reifezustand.


    Dringender Rat: verlassen und mit dem neuen Mann anbändeln.


    Polizei einschalten, wenn wieder Gewalttätigkeiten drohen.


    Viel Glück! @:)