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    Bisschen arg klischeegeplagt das Bild,

    Ist wie das Klischee vom faulen Beamten und vom prügelnden Polizisten .. ich bin beides nicht, und werde trotzdem ständig dazu gemacht, u.a. auch hier.


    Ich bin mir sicher, dass es auch bei den Sozialarbeitern vernünftige und gute Leute gibt... ich hab sie nur leider bis jetzt noch nicht getroffen. Es gibt bestimmt auch feinfühlige Metzger und LKW-Fahrer, die Dostojewski lesen ...


    Ist von daher nicht eher so, dass jeder von uns ein klischeehaftes Bild von Berufen und ihren Ausübenden im Kopf hat ...


    Von daher erübrigt sich doch die Frage, ob es No-Gos beim Beruf des Lebenspartners gibt. Der Beruf meines Lebenspartners wäre mir gleichgültig, solange er nucht nach den Buchstaben des Gesetzes verboten ist. Alles andere müssen doch maximal zwei Leute mit ausmachen. Mein Freund ist Buchhalter, für mich der langweiligste Beruf der Welt. Ihm macht er Spass und das ist doch die Hauptsache. Ich habe ein eher gestörtes Verhältnis zu Zahlen.. hätte ich da nicht lieber einen Schriftsteller aussuchen müssen.

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    Sozialarbeiter in jeglicher Form ... ich habe keine Lust Seraphina-Luises und Kjell-Torbens Probleme drei Tage lang bei Duftkerze und Grünem Tee auszudiskutieren

    Haha ;-D . ??Also ich kenne keinen in meinem Umfeld (Uni), der das mit Dir machen würde, aber das Bild finde ich gut?? ;-D

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    Sozialarbeiter in jeglicher Form ... ich habe keine Lust Seraphina-Luises und Kjell-Torbens Probleme drei Tage lang bei Duftkerze und Grünem Tee auszudiskutieren

    Auf solche Sozialarbeiter hätte ich auch keinen Bock, die unterliegen nämlich auch, wie Ärzte, Anwälte und ähnliches, einer Schweigepflicht :=o .


    Für mich wäre jeder Mensch, der seinem Beruf keine Leidenscahft entgegebringt ein No-Go, weil er mich niemals verstehen könnte.

    Für mich ist der Beruf, den ein Partner hat, schon wichtig, und zwar weil/ wenn er interessanten Gesprächsstoff bietet. Ich finde ich habe einen sehr interessanten Beruf, über dessen Aspekte ich mich einfach gerne unterhalte. Die meisten Partner habe ich auch irgendwie im Umfeld dieses Berufs kennengelernt, da gibt es halt auch viele interessante und ungwöhnliche Menschen aus meiner Sicht ;-) Meistens ist es so dass wir einen unterschiedlichen Blick auf dieselbe Sache haben und sich das dann super ergänzt. Außerdem finde ich es schön, wenn ich mal ein Problem zu lösen habe und der Partner nicht bloß "hä" sagt, wenn ich das mit ihm diskutieren möchte.


    Zu der ganzen Diskussion über die political correctness der Ansprüche, die man an einen Partner - hier: an seinen Beruf oder seine Ausbildung - haben darf, möchte ich anmerken, dass hier wie das bei dieser Art Diskussion regelmäßig der Fall ist, was durcheinandergeworfen wird, was für mich nichts miteinander zu tun hat. Die Tatsache dass einer keinen Metzger als Partner will, heißt doch nicht, dass er nun auch kein Fleisch mögen darf. Und seine Gründe dafür dürfen so abstrus sein wie die Gründe (das könnte man wahrscheinlich nicht mal erklären) dafür dass er blonde Frauen mit blauen Augen toll findet, und der Grund dafür darf genauso fies sein wie der Grund warum jemand keinen dicken Partner möchte. Zum Glück mögen/ tolerieren ja viele Menschen was ganz Unterschiedliches, und die Auswahl ist ja groß. Da findet sich schon was für jeden.

    @ gauloise

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    Und damit meine ich genau das: die Einstellung, den Partner nach beruflichen Kriterien auszusuchen, ist mir dermaßen fremd, wie geht denn das?

    Naja, nach Abschluss oder Ansehen oder sowas finde ich auch seltsam, aber die Lebenseinstellung und die Wertevorstellungen, die sich in der Berufswahl wiederspiegeln können (wie gesagt, wenn man sich den Beruf/Job denn ausgesucht hat), die sind doch genauso Teil der Person wie Charaktereigenschaften und Ansichten?


    Ich denke z.B. nicht, dass ich mit einem brettharten Manager oder einem begeisterten Fleischer viel gemeinsam hätte.

    Nur das "Managertypen" gar nicht so bretthart sind, ich kenne da äußerst interessante Exemplare. Ich würde da gar nichts ausschließen, von wenigen Ausnahmen abgesehen, ich muss den Menschen kennenlernen. Gesprächsgrundlagen sind wichtig für mich, allgemeine Weltanschauungen. Mittlerweile allerdings weiß ich auch handwerkliche Fähigkeiten sehr zu schätzen, darauf habe ich früher (leider.. 8-) ) keinen Wert gelegt.

    ???

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    Mittlerweile allerdings weiß ich auch handwerkliche Fähigkeiten sehr zu schätzen, darauf habe ich früher (leider.. 8-)) keinen Wert gelegt.

    Da sagst Du was.

    Und ich "handwerke" einfach selber ;-D .


    Ich brauche auf jeden Fall jemanden, der mich etwas erden kann, was genau er beruflich macht, ist dabei zweitrangig. Wobei Rockstar dann wahrscheinlich eher unpraktisch ist;-)

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    Für mich wäre jeder Mensch, der seinem Beruf keine Leidenscahft entgegebringt ein No-Go, weil er mich niemals verstehen könnte.

    DAS ist für mich ein großer Punkt, ich brauche eine Frau, die die selbe Begeisterung für ihren Beruf hat, wie ich für meinen und die deshalb meine Begeisterung und Hingabe versteht. Das ist schwer zu finden, bzw. lässt die Begeisterung sehr schnell nach oder verwechsele sie. Ich brauche keine Frau, für die ihr Job nur dazu da ist, um Geld zum Leben zu haben.

    Ihr messt den Partner echt am beruflichen Engagement? Wow, das hätte ich jetzt für eher exotisch gehalten. Mir ist zwar auch ein generelles Lebensengagement wichtig, aber eine isolierte Anforderung an das berufliche Engagement finde ich jetzt noch befremdlicher als die Listen von No-Go-Berufe, die hier aufgeführt werden.


    Was macht ihr dann mal in der Rente? Ist der Partner dann 'ne faule Sau? ;-D


    Berufliches Engagement ist für mich etwas, was am Paarleben vorbeigeht und nicht zwingend das Zusammenleben vereinfacht oder fördert. Mit Lebensengagement meine ich jetzt schon Verantwortung, dass man eine Tätigkeit ausübt, die finanziell und zeitlich möglichst viele Vorteile bringt. Aber ob ein Partner diesen Beruf leidenschaftlich oder einfach nur als Pflichterfüllung ausübt wäre mir völlig egal. Berufszeit ist die Zeit und Energie, die dem Privaten und der Paarzeit fehlt. Und daher mit Sicherheit kein wichtiges Kriterium beim Partner.