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    Ich finde es gerade positiv, dass ich in einer stressigen Berufsphase mit meinem Freund über das reden kann, was mich diesbezüglich bewegt.

    Mal darüber reden ist ja eine Sache, aber bei uns handelt es sich meist um so knifflige technische Dinge, dass man sich in die Details reindenken müsste. Und das geht nicht, wenn man den ganzen Tag schon ähnliche Probleme gewälzt hat. Das war früher aber anders.


    Vielleicht sind wir inzwischen auch in einem Alter, wo die geistige Beweglichkeit doch langsam nachlässt. Ich brauche nach Feierabend einfach keine intellektuellen Gespräche mehr. Während sich mein Mann von blödsinnigen Sendungen im Fernsehen berieseln lässt, kann ich wunderbar so hochgeistigen Tätigkeiten wie Bügeln, Putzen… nachgehen, bei denen ich keinen Gedanken mehr verschwenden muss.

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    Mein Job fordert mich intellektuell genug, das brauch ich nicht zuhause auch noch". Kann man gerne so sehen, auch den Kontrast kann man spannend finden, für mich wäre es aber nichts.

    Ich hätte nicht gedacht, dass ich das mal sagen würde, aber heutzutage würde ich so einen Kontrast nicht schlecht finden.

    Taps

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    So ein "Nähe-Typ", die im Beruf ihre Zeit absitzt und dann den gemeinsamen Feierabend verbringen will, passt da in der Konstellation wirklich nicht.

    Es würde schwer werden, richtig.


    Ich mag körperliche und geistige Nähe schon sehr gern. Nur könnte ich ihr nicht jeden Abend und an den Wochenenden geben.


    Außerdem wurden die Frauen, deren berufliches Engagement meinem sehr im Ungleichgewicht steht, fast immer eifersüchtig und misstrauisch. Und das kann ich gar nicht ertragen. Da bin ich sehr dünnhäutig.

    Comram

    Ich habe das Gefühl, wir zwei reden unterschiedlich von dem Selben.

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    Eigentlich erwartest du doch nur, dass die Frau sich nicht von deiner Anwesenheit abhängig macht.

    Ja, genau.


    Das Problem ist nur, dass es auch dauerhaft so bleibt. Meine Erfahrung ist, dass irgendwann bei ihr eine Unzufriedenheit kam (anfangs war es immer okay weil es toll und spannend war), und diese Gefahr wäre weniger, wenn sie ihren Beruf mit der selben Begeisterung bzw. der selben Gewichtigkeit lebt.


    Ich erwarte nicht, dass sie auch so viele Stunden arbeitet wie ich, es ist egal. Ich rede da ehr davon, dass ihr Job ebenso ein Teil ihres Lebens ist.

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    Stell dir mal vor, du hättest mal einen Tag deiner seltenen Freizeit und würdest gern was mit ihr machen und dann sagt sie, dass das nicht ginge, weil sie eine ganz wichtige berufliche Verpflichtung hätte. Wenn beide so drauf sind gehen die Chancen für Paarzeit doch gegen null?

    Paarzeit (ebenso wie Kindheit/Jugend) war bei mir mein Leben lang Planung, Zufall und in gewisser Maßen zweitrangig! Ich kenne es nicht anders. Zweitrangig aber nicht im Sinne von unwichtig. Es ist ehr so, da mein Beruf so viel von mir ist, ist Privatleben begrenzt. Der private Basil ist ein vollkommen anderer Teil von mir, der mir wichtig aber der klein ist. Eine Partnerin hätte mich primär in meiner beruflichen Rolle - und das muss ihr klar sein. Ich kann nicht zur Haustür rein kommen und ein anderer sein. Es geht nicht.


    Paarzeit ist selten aber dafür wirklich Zeit mit uns.


    Das:

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    Während sich mein Mann von blödsinnigen Sendungen im Fernsehen berieseln lässt, kann ich wunderbar so hochgeistigen Tätigkeiten wie Bügeln, Putzen… nachgehen, bei denen ich keinen Gedanken mehr verschwenden muss.

    gibt es nicht! Es wäre ein privates NoGo.


    Nicht persönlich nehmen, dass ich das benutze Taps. Es kam mir nur gelegen. Jeder hat sein Model.

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    Da kann es noch eher funktionieren, wenn sie zuhause ist, sich mit Freundinnen trifft, ein paar Stunden im Verein verbringt und das Zuhause belebt. Dann kommst du heim, findest eine total entspannte Frau vor und alles ist supi. Sie muss lediglich Verständnis für deine Leidenschaft haben - mehr nicht.

    Das klingt natürlich ausgesprochen verlockend und sehr erstrebenswert, natürlich wäre ich dem nicht abgeneigt - solange sie auch glücklich ist und wir so dauerhaft zusammen sind. Leider ist es schwer eine solche "Traumfrau" zu finden und das wirklich blöde ist, dass es anfangs immer funktioniert. Ihre Unzufriedenheit schleicht aber über die Zeit in die Beziehung. Und dann wird es unschön. Ich weiß auch woran das läge, so eine Frau würde sich zu sehr auf mich/uns konzentrieren. Mehr als ich mich auf sie. Es wäre ein Ungleichgewicht in der Priorität in der wir den Partner setzen.


    Ich sehe diese Gefahr weniger, wenn sie beruflich ähnlich tickt wie ich.

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    Dir ist aber schon klar, das der ein oder andere Kinderarzt im Laufe seines Studium und für seine Doktorarbeit so den ein oder anderen Tierversuch gemacht hat? ;-)


    Liverpool

    Nein, das wusste ich nicht. :-| Dennoch ist es für mich ein Unterschied, ob man es zwangsweise durchlaufen muss, um seinen Abschluss zu bekommen oder ob man es in Ordnung findet, jeden Tag unschuldige Tiere zu quälen. Letzteres könnte ich nie tolerieren.

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    Absolventinnen der Sozialen Arbeit, Sozialpädagoginnen und das ganze andere Gevolk kämen für mich auch nicht in Frage, zu viel Heititei im Kopf.


    Ktefan

    Und dabei habe ich gar nichts Soziales gelernt :°( Merkt euch, liebe Männer - auch in unsozialen Berufen seid ihr nicht vor Feministinnen sicher ;-D :)-


    O.g. ist übrigens ein schönes Beispiel. Warst du, Ktefan, nicht Doktor Freud reloaded? So mit ganz viel beruflicher Erfahrung mit Menschen und Röntgenblick für deren wahre Geschichte? Und dann empfindest du Bemerkungen und Erklärungen zu Sexismus als "Heititei"? Faszinierend. Wirklich, extrem faszinierend.

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    Ich finde es gerade positiv, dass ich in einer stressigen Berufsphase mit meinem Freund über das reden kann, was mich diesbezüglich bewegt.

    Das kann ich mit meinem, auch wenn er von Forschung keine Ahnung hat. Den er hört sich MEINEN Stress an, nicht irgendwelche Fachdetails. Und das erdet so wunderbar.

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    Vielleicht sind wir inzwischen auch in einem Alter, wo die geistige Beweglichkeit doch langsam nachlässt. Ich brauche nach Feierabend einfach keine intellektuellen Gespräche mehr. Während sich mein Mann von blödsinnigen Sendungen im Fernsehen berieseln lässt, kann ich wunderbar so hochgeistigen Tätigkeiten wie Bügeln, Putzen… nachgehen, bei denen ich keinen Gedanken mehr verschwenden muss.

    Ich brauch auch keine ständigen philosophischen Diskussionen mehr wie zu meiner Studentenzeit, aber ich fände es mehr als schade, wenn die Zeit, die ich mit meinem Partner verbringe oder verbringen könnte nur mit irgendeinem Stuss draufgehen würde. Ich bin eh der Anhänger von "Quality time miteinander verbringen" anstatt sich gegenseitig beim Putzen zuzuschauen oder zusammen vor der Glotze zu hocken, da würde das dann auch nicht passen.

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    Das kann ich mit meinem, auch wenn er von Forschung keine Ahnung hat. Den er hört sich MEINEN Stress an, nicht irgendwelche Fachdetails. Und das erdet so wunderbar.

    Ich finde es halt gut, dass sich meiner meinen Stress nicht nur anhört, sondern dass ich mit ihm ggf auch über Lösungen diskutieren kann, und da ist eine gewisse inhaltliche Ahnung von Vorteil.

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    Ich finde es halt gut, dass sich meiner meinen Stress nicht nur anhört, sondern dass ich mit ihm ggf auch über Lösungen diskutieren kann, und da ist eine gewisse inhaltliche Ahnung von Vorteil.

    Ich fand es auch angenehm, dass mein Ex so ziemlich den gleichen Job hatte wie ich. Teilweise konnte er mir fachlich helfen, aber vorallem ist das Mitfühlen tatsächlich einfacher und hilfreicher, wenn das Gegenüber aus eigener Erfahrung weiss, wie xy so läuft.


    Die Gefahr ist aber natürlich tatsächlich, dass die Arbeit dann öfters mal Thema ist. Da muss man vielleicht einfach etwas konsequent sein (und wir hatten auch sonst viele Interessen, die Arbeit war also sicher nicht das einzige Thema :-))


    Mit dem Partner zuhause hirnlosen Blödsinn in der Glotze schauen wäre mir aber tatsächlich auch ein Gräuel. Da red ich doch noch lieber über die Arbeit ;-), aber es gibt ja auch noch andere Abendaktivitäten als vor der Glotze zu hocken. (Nein, ich mein grad mal nicht (nur) Sex)

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    Wieso will eigentlich jeder einen Akademiker als Partner?

    also ich möchte gerne gefordert werden. noch etwas dazulernen. ich behaupte mal das es viel leichter ist mit intelligenten menschen vernünftige koversationen zu führen.

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    also ich möchte gerne gefordert werden. noch etwas dazulernen. ich behaupte mal das es viel leichter ist mit intelligenten menschen vernünftige koversationen zu führen.

    Die Fähigkeit zum fachlichen Diskurs macht den Menschen aber nicht interessanter. Mir ist es lieber, jemand hat was zu sagen und ist ein spannender Charakter, als dass ich mich mit ihm fundiert über das US-Wahlsystem oder Stochastik unterhalten kann. Ganz ehrlich, von vielen Menschen aus meinem Abi-Jahrgang, die auch größtenteils studiert haben, fühle ich mich menschlich ziemlich gelangweilt.

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    also ich möchte gerne gefordert werden. noch etwas dazulernen. ich behaupte mal das es viel leichter ist mit intelligenten menschen vernünftige koversationen zu führen.

    Also ich kann mich auch wunderbar mit denen unterhalten, die nicht studiert sind. Von ihnen kann man auch einiges lernen und mit Erfahrungen bereichert werden.

    Nach über 30 Jahren Berufstätigkeit im selben Beruf da hat man von dem Thema einfach genug. Wir ziehen in der Freizeit tatsächlich völlig andere Gespräche als die über den Job vor.


    Natürlich gehen wir auch "echten" Aktivitäten nach und hängen weder den gesamten Abend vor der Glotze, noch ist die Wohnung klinisch rein. Ich sehe nicht mal fern. Aber man braucht nach einer geistig anspruchsvollen Tätigkeit einen Ausgleich und muss nach einem stressigen Tag auch abschalten können. Wer das nicht begreift, wird irgendwann unvermeidlich mit den Folgen konfrontiert. ??Wenn man morgens aus dem Bett fällt und dann seine Zeit im Büro absitzt, mag das anders aussehen. Aber nach täglich 250 km auf der Autobahn und 8 Stunden Arbeit ist man abends nur noch breit. Da wäre das Vorschlagen von irgendwelchen Unternehmungen einfach ein Hohn??


    Ja ich erlebe einige Paare, die jede gemeinsame Zeit mit Qualität verplanen. Das sind dann genau die, die nach einigen Jahren fertig sind, weil sie nie "runter kommen". Es ist ein Irrtum zu glauben, dass man 24 h am Tag füllen muss, weil Lebenszeit doch so kostbar ist.


    Wir können ??nach über 35 Jahren Ehe und der Erziehung von 3 Kindern?? auch mal wunderbar einvernehmlich nebeneinander sitzen und schweigen und das völlig ohne das Gefühl, was verpasst zu haben.

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    Die Fähigkeit zum fachlichen Diskurs macht den Menschen aber nicht interessanter. Mir ist es lieber, jemand hat was zu sagen und ist ein spannender Charakter, als dass ich mich mit ihm fundiert über das US-Wahlsystem oder Stochastik unterhalten kann. Ganz ehrlich, von vielen Menschen aus meinem Abi-Jahrgang, die auch größtenteils studiert haben, fühle ich mich menschlich ziemlich gelangweilt.

    Ich finde nur Menschen interessant mit denen ich mich intellektuell austauschen kann (auf welchem Weg die das jeweils gschafft haben sei mal dahingestellt), aber umgekehrt natürlich nicht jeden mit dem man u.a. das kann. Und wenn er dann auch noch ein spannender Charakter ist, hat er schon mal ganz gute Chancen, dass man sich näher kennen lernt.

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    Nach über 30 Jahren Berufstätigkeit im selben Beruf da hat man von dem Thema einfach genug. Wir ziehen in der Freizeit tatsächlich völlig andere Gespräche als die über den Job vor.

    DAS kann ich gut verstehen. Abgesehen davon dass mein Beruf nicht seit Jahrzehnten derselbe ist, reden wir natürlich auch nicht ständig darüber.

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    Aber man braucht nach einer geistig anspruchsvollen Tätigkeit einen Ausgleich und muss nach einem stressigen Tag auch abschalten können. Wer das nicht begreift, wird irgendwann unvermeidlich mit den Folgen konfrontiert. ??Wenn man morgens aus dem Bett fällt und dann seine Zeit im Büro absitzt, mag das anders aussehen. Aber nach täglich 250 km auf der Autobahn und 8 Stunden Arbeit ist man abends nur noch breit. Da wäre das Vorschlagen von irgendwelchen Unternehmungen einfach ein Hohn??


    Ja ich erlebe einige Paare, die jede gemeinsame Zeit mit Qualität verplanen. Das sind dann genau die, die nach einigen Jahren fertig sind, weil sie nie "runter kommen". Es ist ein Irrtum zu glauben, dass man 24 h am Tag füllen muss, weil Lebenszeit doch so kostbar ist.

    Da sollte man mal nicht sein eigenes Lebensmodell über das anderer stellen. Ich kenne zB ein Paar, das genau das seit Jahrzehnten macht worin du den Untergang einer Beziehung siehst. Für mich wäre das nichts, mir wird schon schwindlig beim Zusehen, aber die sind beide so drauf und würden es nicht anders wollen (haben auch Kinder und er hat einen extrem stressigen Beruf).


    Einen Ausgleich nach stressigen Arbeitstagen brauche und habe ich auch, aber da ich mich gern intellektuell mit etwas beschäftige (das Schreiben im Forum gehört ja auch dazu), schalte ich mein Hirn halt nicht Abends ab. Meine Beziehung wäre längst beendet, wenn ich mit meinem Freund nur chillen würde - das kann ich auch alleine. Und da wir nicht zusammen wohnen und uns nicht allzu häufig sehen ist es für mich nur logisch, die gemeiname Zeit als "Quality time" zu verbringen. Das kann man sicher nicht mit einem Paar vergleichen, das seit Jahrzehnten zusammenlebt und so durch die unterschiedlichsten Lebensphasen gegangen ist.

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    Wir können ??nach über 35 Jahren Ehe und der Erziehung von 3 Kindern?? auch mal wunderbar einvernehmlich nebeneinander sitzen und schweigen und das völlig ohne das Gefühl, was verpasst zu haben.

    Das können (ohne den gesternten Einschub ;-) ) wir auch und ich finde das genauso toll und wichtig für mich persönlich wie du.